November 30, 2004
Wie kommen wir denn da jetzt rein?

Manche Musik ist wirklich wie Rüdenpisse.
Ich sass am Sachsenring, auf einem Kinderhocker für fünf Euro, vor einem Zelt für zwanzig Euro, neben mir brannte eine Fackel für 2 Euro und vor mir versuchte ein Kumpel, den Einweggrill für zwei Euro zum Ziehen zu bewegen.
Wir hatten uns ganz am Rand des Campingplatzes einen Platz ausgesucht, weil wir mehr als einen Meter Abstand zum Nachbarzelt für unverzichtbar gehalten hatten und fünf Minuten längerer Fußweg uns auch nicht abschrecken konnten.
Es war Freitag. Am Sonntag sollte hier das Moto GP Rennen stattfinden. Das erklärte den Lärm um uns herum. Offensichtlich hatten einige Motorradfahrer (Biker), die Auspuffe ihrer Maschinen vom Kolben geschraubt und hatten nun Spaß daran, den Motor munter in den Begrenzer drehen zu lassen.
Das musste eine sehr amüsante Sache sein, denn es gab viele, die das taten. Es war kein unangenehmer Klang, die Maschinen waren weit genug entfernt und generell bin ich ja ein Freund von jeglichem sinnfreien Tun.
Da kam der Passat Variant angerollt. Er bewegte sich in unsere Richtung, wenn auch nur recht langsam. Die Kombination Feldweg - tiefergelegtes Auto lies keine höhere Geschwindigkeit zu.
Der Wagen wurde etwa 10 Meter von uns entfernt abgestellt und vier Rüden stiegen aus. Sie öffneten alle Türen und legten die CD Nerbigst of Hundepisse ein.
Das Auto hatte gute Boxen, wahrscheinlich hatte der Besitzer einen Grossteil seiner Einkünfte in die Audioanlage investiert. Was auch immer man als kahlrasierter Volltätowierter verdienen kann. Ich schaute genervt zu dem grauen Volkswagen hinüber, da erklärte mir ein Kumpel, dass mit Dynamo Fans nicht zu spassen sei. Dynamo Fans sind die brutalsten in der Republik, sagte er. Ich wandte meinen Blick wieder dem Einweggrill zu und dachte darüber nach, was einen Menschen dazu bewegen kann, sich den Namen eines Fussballvereins auf den Oberarm tätowieren zu lassen.
Die Hundepisse bummerte weiter. Die Rüden hatten sich derweil ihrer Oberteile entledigt und tranken irgendein Bier, das man eben in Dresden trinkt. Dabei sahen sie sich um, als taxierten sie, wem sie zuerst die Fresse polieren sollten.
Ich fragte mich, wie lange so eine Autobatterie bei so einer Lautstärke eigentlich durchhalten kann, aber ich wusste keine Antwort.
Also lauschte ich der Hundepisse und versuchte, sie in ihre Bestandteile zu zerlegen.
Sie war eindeutig darauf ausgelegt, auf hochgezüchteten Audioanlagen in Autos abgespielt zu werden.
Da hatten wir den sehr tiefen Bass, der schön gleichmässig, marschmusikartig durchhämmerte. Der Bass war eindeutig das wichtigste an der Musik. An dem Bass konnte man sich auch noch nach Acht Bier festhalten. Der Rest der Musik war nicht so wichtig. Irgendwelche elektronischen Töne, willkürlich in das Spektrum gepisst, wahrscheinlich darauf ausgelegt, normale Menschen zu nerven.
Die vier Rüden tranken Bier, wackelten mit dem Kopf und schauten schauten sich weiter um.
So markierten die vier schön ihr Revier. Offensichtlich war die Hundepisse nur dazu bestimmt, andere Leute zu provozieren, sie anzusprechen und dafür eins aufs Maul zu kassieren.
Zum Glück verpissten sich die Rüden eine viertel Stunde später. Wahrscheinlich suchten sie sich einen interessanteren Platz, um mit ihrer Pisse die Welt zu beschallen.

Posted by banana at 11:59 EM | Comments (6)
November 29, 2004
Alle Kinder liebten Barbitch K.

Mit der Musik, die auf Parties gespielt wird, ist das wirklich immer so eine Sache. Es mag durchaus Parties geben, bei denen die aktuelle Bravo Hits CD in den Schacht geschoben wird und dann von vorne bis hinten durchläuft, aber auf solchen Parties bin ich nur sehr selten. Zum Glück.
Bei den meisten Parties, die ich so besuche, sind meistens mehrere Leute anwesend, denen Musik wirklich am Herzen liegt. Sie haben sich durch ausgedehntes und genreübergreifendes Musikhören einen Musikgeschmack angeeignet und mögen nun bestimmte Musik mehr und andere weniger und sind auch durchaus in der Lage, dies stichhaltig zu begründen.
Der Mensch ist meistens optimistisch und sendungsbewusst und er glaubt, dass er die Glücksgefühle, die er beim Konsum seiner geliebten Musik empfindet, auch an andere weitergeben kann und dass die anderen ein Einsehen haben werden und ihm auf Ewigkeit dankbar sein werden.
Ja, das glaubt man wirklich. In der Theorie klingt das sehr schön, in der Praxis funktioniert das allerdings nur sehr selten. Und vor allem nicht auf Parties.
Legt der Gastgeber z.B. seine Lieblingsplatte der Finnischen Black-Metal-Humppa Formation Fintroll auf, so stösst er damit nicht immer auf Gegenliebe, ja sogar eventuell auf Ablehnung, weil ein paar andere lieber Norah Jones hören wollen.
Der Gastgeber nimmt also die geliebte CD aus dem Player, murmelt etwas von "Perlen vor die Säue" und legt das Debut von Frau Jones auf. Er setzt sich in die Ecke, nuckelt etwas an seinem Bier und gibt dann zu bedenken, dass Norah Jones zwar durchaus ihre Qualitäten hätte, aber die könnte sie ausgerechnet auf einer Party nicht so ganz ausspielen. Also wird Frau Jones aus dem Player verbannt und lieber eine Scheibe ihres Mannes Howard zu Gehör gebracht. Die Anzahl der Welthits von Howard Jones ist relativ gering und so verschwindet auch er nach einer Weile aus dem Player und wird vielleicht von den Rolling Stones ersetzt.
So geht das hin und her, selten ist ein Silberling mal länger, als drei Lieder am Stück im Player und so richtig zufrieden ist doch keiner.
Zumindest nicht, bis alle genug Bier getrunken haben. Dann ist die Musik nicht mehr ganz so wichtig und dann steht jemand auf, der nichts besseres zu tun hat und schaut die CD Sammlung durch und stösst auf eine CD, bei der er schmunzeln muß. Vorher hätte sich niemand gewagt, Marius Müller Westernhagen aufzulegen, aber jetzt ist das irgendwie egal und zu der Musik haben wir ja dies und das gemacht und weisst Du noch, mit dem Mokick damals, als wir durch das Rapsfeld gefahren sind.
Und dann läuft das unsägliche Stück, das man eigentlich nie so richtig leiden konnte, aber mit dem man einige Erinnerungen vom Typ gut, dass das vorbei ist verknüpft und dann ist es doch irgendwie schön, man lacht etwas tonlos und stösst auf die alten Zeiten an.
Meist wird dann nach einem ganz bestimmten Stück gefragt "Hast Du auch I would do anything for love?"
"Klar" heisst es dann "irgendwo auf ner Kassette." Es ist meistens so gegen halb drei soweit "Aber ich hab keinen Kassettenabspieler mehr. Aber ich könnte das alte Autoradio nehmen, da klemmen wir den Trafo dran und die Boxen und dann müsste das gehen."
Wenn man Glück hat, dann sagt dann jemand "Nee, lass mal, ist nicht so wichtig."

Posted by banana at 07:39 EM | Comments (14)
November 25, 2004
Night fever, night fever

Fährt ein weißes Schiff nach Hongkong,
hab ich Sehnsucht nach der Ferne -
Aber dann in weiter Ferne,
hab ich Sehnsucht nach zuhaus.

Da hat er mal wieder Recht, der Freddy Quinn. So ist der Mensch, er will immer das haben, was er gerade nicht hat. Michelle Shocked sang mal

Your love, love, love
Don't keep me satisfied
And though I've never been there
I know it's always greener
On the greener side

Damit haut sie wohl in die gleiche Kerbe. Naja, eigentlich haut sie damit in eine komplett andere Kerbe, aber ich will hier mal ein bisschen damit rumprotzen, welch tolle Musik ich kenne.
Wenn ich mir das ganze Gejammere anschaue, dann kann ich nur mit dem Kopf schütteln. MTV kloppt Viva zusammen. Das ist natürlich sehr sehr schrecklich, das kommt dem Untergang der Menschheit gleich oder dem gewalttätigen Entreissen des Schnuffeltiers "Lili" durch Tante Hede. Jetzt läuft da nur noch Mainstream. Da kann ich nur sagen, dass derjenige, der Musik hört, die auf Viva läuft, sowieso schon dem Kommerz völlig verfallen ist und sei es auch nur in einer Sendung, die Dienstag nachts um halb vier läuft.
Es ist doch nur konsequent, dass ab nächstem Jahr nur noch Programm für die angeboten wird, die das auch zu schätzen wissen. Für alle anderen gibt es noch Arte oder den Freien Kanal Bielefeld. Auf dem Freien Kanal Bielefeld könnte man sogar selbst eine tolle Musiksendung mit Anspruch machen, selbst aktiv werden, eine ganze Sendung gestalten, die tollen Ideen umsetzen, die man hat und auf die die Geschäftsleitung von Viacom nicht kommt, weil die sowieso keine Ahnung haben und nur den Profit sehen, weil die ihre Zielgruppe nicht im Augen haben, diese alten geldgeilen Säcke.
Macht das jemand? Nein wir meckern lieber. Das ist einfacher. Das ist typisch für unsere Generation. Wir sind schön von den Eltern in der zweiten Reihe gelassen worden, immer schön beschützt hatten wir nie was auszuhalten. Es war nie nötig, selbst etwas in die Hand zu nehmen, weil uns ja alles vor den Arsch getragen wurde. Teilweise wurde sogar noch etwas nachgeschoben. In einer wirklich brenzlichen Situation waren wir noch nie. Da waren immer die Eltern, die in der Not in die Bresche springen würden. Da studieren die Herrschaften fern der Heimat, das Auto ist aber immernoch auf den Landkreis angemeldet, in dem Mami und Vati wohnen. Nur mal als Beispiel. Nur mal so als Beispiel am Rande, weil ich das immer wieder beobachtet. Nur so eine Beobachtung von mir.
Und jetzt gibt es bald die Sarah Kuttner Show nicht mehr! Und Fast Forward! Und die Sendung mit Herrn Kavka! Das ist hart, das ist hart, das ist sehr hart.
Dabei fanden doch alle Frau Kuttner so schrecklich, weil ja eigentlich jeder, der eine Latenight-Sendung im deutschen Fernsehen macht, sich blasphemischerweis' an Herrn Schmidt versündigt. Wenn das schonmal klar sein sollte. Das ist fast so schlimm, wie Firefox nicht gut finden! Abgesehen davon sind die deutschen Latenights ja sowieso alle Schrott, weil der richtige Kenner natürlich die amerikanischen Sachen schaut. Und nun wird die Show von Frau Kuttner eingestellt und trotzdem heult das Volk landauf, landab. Ja, wie hättet ihr es denn gerne?
Natürlich ist die Jugend von heute nicht zu ertragen. Sie können nicht richtig reden und schreiben und wenn sie reden, dann wirft das viele Fragen auf, wie zum Beispiel "wird dieser Mensch auch von seinen Eltern geliebt?", "machen die grade Dragan und Alder nach, oder reden die wirklich so?", "gibt man solchen Leuten auch irgenwann den Führerschein?", "wer zahlt mal meine Rente?" und so weiter. Sie sehen auch scheisse aus. Alles muß möglichst weit unten hängen, aber vor allem die Hosen und die Rucksäcke. Und das Niveau! Und das Niveau! Das dürfte ja schonmal klar sein! Überhaupt sollte Viva nur Musik aus den 80ern spielen und natürlich meine Lieblingsmusik. Wobei, wenn meine Lieblingsmusik auf Viva laufen würde, dann wäre es gar nicht mehr meine Lieblingsmusik. Aber dann könnte ich wieder schön meckern, was natürlich ein positiver Aspekt der ganzen Sache wäre. Es ist ja eine Binsenweisheit, dass Lieblingsmusik etwas mit Liebe zur Musik zu tun hat, aber das weiss ja jeder und schliesslich sind wir hier ja nicht in der Volkshochschule.
Einen Vorteil hat die Jugend aber, sie sind nämlich bereit, für so eine Scheisse, wie Klingeltöne und Handylogos einen Arsch voll Geld zu bezahlen. Das ist was anderes, als die ganzen Leute, die sich Musik im Internet runterladen und dann auch noch die Hersteller von ihren Brennern nerven, weil sie die Firmware nicht flaschen können. Daran verdient man nämlich nichts und das ewige Gejammer macht auch nicht wirklich glücklich.
Was wollte ich eigentlich sagen? Keine Ahnung. Aber es gibt neue Sardinenbilder.
Es gibt auch ein paar Bilder von unserem Büroweihnachtsbaum:
§§a href="http://www.spackonauten.org/images/derbaumderbaum.jpg">Der Prachtkerl§§/a>
§§a href="http://www.spackonauten.org/images/baumdetail.jpg">Detailsansicht§§/a>
§§a href="http://www.spackonauten.org/images/nightfever.jpg">Die heimlichen Stars§§/a>

Posted by banana at 06:59 EM | Comments (24)
November 24, 2004
Ja, so war das

Heute habe ich in der Mittagspause mal wieder Geschichten aus der ehemaligen DDR gehört. Dass die Bravo sehr beliebt war und Schallplatten auch, das habe ich schon gewusst.
Mir war aber neu, dass jemand wochenlang eine Coca Cola Dose mit Club Cola aufgefüllt hat.
Schmunzeln mussten wir auch, als der Kollege erzählte, er habe ein paar Tage lang eine Edekaplastiktüte als Schulranzenersatz benutzt. Die Henkel waren schon durchgerissen und der Druck an einigen Stellen nicht mehr zu lesen, er ging damit aber trotzdem in die Schule. Er wusste sogar noch, was auf der Tüte draufgestanden hatte, irgendwas mit Punkten von Edeka.
Schliesslich kam dann ein Lehrer zu ihnen nach Hause und sprach die Eltern auf die merkwürdige Schultasche ihres Sohnes an. Dann nahm er wieder seinen alten Ranzen.

Posted by banana at 07:36 EM | Comments (19)
Audioblogging

Im Moment ist es ja sehr in, Audioblogging zu betreiben. Ich mache ja normalerweise nicht jeden scheiss mit, aber da ich heute zufällig einen Beitrag geschrieben habe, der sich gut vertonen lässt, habe ich das auch gleich getan.
Die Vorlesung kann man §§a href="http://www.spackonauten.org/music/thats_amore.mp3">hier§§/a> runterladen, der ursprüngliche Beitrag folgt unten.

McDeM: Ein schönes Lied. Da kommt noch eins.
A aus H.: Wieder was aus dem Mediteranen Raum.
bna: Ja (he he he he) Urlaub.
A aus H.: Mhua hua ha ha
bna: Bisschen Urlaubsstimmung.
McDem: Urlaub, ne.
bna: Urlaubsstimmung verbreiten.
A aus H: Aus dem ganz Mediteranen Raum.
Pia: Oh ja.
McDem: Mediteraner Raum.
bna: Ambach.
(music)
Pia: Wolfgang?
In Napoli, where love is king
Where boy meets girl,
Here's what they say.

When the moon hits your eyes like a big pizza pie, that's amore
(that's amore)
When the world seem to shine like you had too much whine, that amore.
(that's amore)
Bells will ring - tingelingeling tingelingeling and you sing vita bella
(vita bella)
Hearts will play tippetippetay, tippetippetay - like a gay tarantella. (lucky fella)
When the stars make you drool just like pasta fazool, that's amore
(that's amore)
When you walk down the street with a cloud at your feet, you're in love.

When you walk in a dream and you know, you're not dreaming, Signore.
Scusimi, but you see back in old Napoli that's amore.
Scusimi, but you see back in old Napoli that's amore.

Alles ab "When the moon hits your eyes" wiederholen.
McDeM: Das sind so kleine Lieder
Pia: Das ist echt klasse.

Posted by banana at 01:22 FM | Comments (20)
November 22, 2004
Wildester Westem, schwerster Beruf

Jetzt haben sie Freddy Quinn zu zwei Jahren auf Bewährung verdonnert. Seemann, laß das Steuerhinterziehen, kann man da nur sagen. Ob da John Maynard, der Steuermann, der aushielt, bis er das Ufer gewann, seine Hände im Spiel hat? Oder vielleicht hat der ominöse Mensch, der in dem Stück "Sie hies Mary-Ann" als erster Steuermann ein Mädchen mit strohblondem Haar liebte, mitgemischt. Nein, der ist tot und liegt vor der Hudson Bay. Wahrscheinlich war es also nur eine einfach Steuerhinterziehung.
John Maynard war mein Liebingsgedicht, als ich in der achten Klasse war. Da sollte sich jeder ein Gedicht aussuchen und dessen Namen auf einen Zettel schreiben. Alle Zettel kamen dann in eine Tüte und dasjenige Gedicht, das im Deutschunterricht besprochen werden sollte, wurde gezogen.
Ich hatte natürlich John Maynard auf meinen Zettel geschrieben, ebenso tat es ein Mitschüler, der kein Gedicht kannte und mich fragte, welches ich mir denn ausgesucht hatte.
Ich hatte ein flaues Gefühl im Magen, war ich doch beim ersten Lesen des Werkes derartig traurig geworden, dass ich einen Klos im Hals hatte und mir die Tränen die Wangen herunterliefen.
Prompt kam das Gedicht auch dran. Zum Glück musste ich es aber nicht vorlesen, denn der Zettel meines Mitschülers wurde gezogen und so musste er es tun.
Mir war der Inhalt des Gedichtes schon bekannt und ich wusste, dass John nicht lebend aus der Sache herauskommen würde, deswegen war ich gut vorbereitet und fing nicht mitten in der Klasse an zu heulen.
Die Besprechung der Geschichte ging ziemlich schnell über die Bühne. Tatsächlich gibt das Gedicht ja auch sehr wenig her.
Eigentlich ist John ja auch ziemlich bescheuert. Er steht am Steuer und hält es einfach nur fest. Wenn er wirklich schlau gewesen wäre, dann hätte er es einfach festgebunden und hätte sich aus dem Staube gemacht. Aber dann hätt' er nicht die Kron' getragen und dann wäre unsere Liebe auch nicht sein Lohn gewesen. Tja, John, einen Tod muß man sterben, wie man so schön sagt. Dabei hätte es auch alles ganz anders ausgehen können:

"John Maynard war unser Steuermann,
Aushielt er, bis er die Lösung ersann,
Er hat uns gerettet, er trägt die Kron',
Wir haben ihn Lieb, diesen Hundesohn.
John Maynard."

Die "Schwalbe" fliegt über den Eriesee,
Gischt schäumt um den Bug wie Flocken von Schnee,
Von Detroit fliegt sie nach Buffalo -
Die Herzen aber sind frei und froh,
Und die Passagiere mit Kindern und Fraun
Im Dämmerlicht schon das Ufer schaun,
Und plaudernd an John Maynard heran
Tritt alles: "Wie weit noch, Steuermann;"
Der schaut nach vorn und schaut in die Rund':
"Noch dreißig Minuten... Halbe Stund'."

Alle Herzen sind froh, alle Herzen sind frei -
Da klingt's aus dem Schiffsraum her wie Schrei,
"Feuer!" war es, was da klang,
Ein Qualm aus Kajüt' und Luke drang,
Ein Qualm, dann Flammen lichterloh,
Und noch zwanzig Minuten bis Buffalo.

Und die Passagiere, buntgemengt,
Am Bugspriet stehn sie zusammengedrängt,
Am Bugspriet vorn ist noch Luft und Licht,
Am Steuer aber lagert sich's dicht,
Und ein Jammern wird laut: "Wo sind wir? wo?"
Und noch fünfzehn Minuten bis Buffalo. -

Der Zugwind wächst, doch die Qualmwolke steht,
Der Kapitän nach dem Steuer späht,
Er sieht nicht mehr seinen Steuermann,
Aber durchs Sprachrohr fragt er an:
"Noch da, John Maynard?"
Er antwortet nicht.
"Wo treibt der sich rum, dieses Arschgesicht?"

Und das Schiffsvolk fragt sich: "Ist er auf dem Klo?"
Und noch zehn Minuten bis Buffalo. -

Da ist ja John Maynard, der lächelt verschmitzt
"Johnny, das Steuer!" "Ja, Herr, es sitzt!"
Und in die Brandung, was Klippe, was Stein,
Bohrt sich die "Schwalbe" mitten hinein.
Fest band er das Steuer, irgendwo,
Allein fuhr die Schwalbe nach Buffalo!

Das Schiff geborsten. Das Feuer verschwelt.
Gerettet alle.

Posted by banana at 07:11 EM | Comments (15)
November 21, 2004
Willst Du Anna etwa verlassen?

In der Lindenstrasse ist echt die Kacke am dampfen. Iffi kriegt ein Kind von Momo, aber ihr Freund denkt, dass es von ihm ist. Sie wollen heiraten und Momo soll auch noch der Trauzeuge sein!
Ausserdem will Andy nicht, dass Gaby auf die Hochzeit von Iffi und Jan kommt.
Vasili ist total sauer auf Mary, weil sie Mikis geküsst hat und jetzt will sie Vasily vielleicht sogar verlassen!
Hans hat erfahren, dass Sarah vor ihm gewusst hat, dass Anna ihn betrügt und jetzt säuft er sich erstmal die Hucke voll.
Überall läuft es schief. Sowas kann einem wirklich die Petersilie verhageln. Das kann einem wirklich die Läuse über die Leber jagen.
Da ist es doch schön, wenn im wahren Leben alles in Ordnung ist und wenn sogar das Firmware Update auf dem Router geklappt hat. Jetzt muss ich nur noch MySQL und PHP auf dem IBook zum laufen kriegen, dann ist alles in Butter.
Ach - und kann mich jemand daran erinnern, wo ich den Bericht über die Herde halbstarker Elefanten gesehen oder gehört habe, die Felder zertrampelt und Nashörner vergewaltigt haben?

Nachtrag: Vielen Dank an §§a href="http://www.haretuerk.de/">Haretürk§§/a>, der mir schöne Bilder von Penny-Sardinen geschickt hat. Man kann sie sich jetzt in der §§a href="http://www.spackonauten.org/adoe/index.html">Allee der Ölsardinen anschauen§§/a>.
Neu dazugekommen sind übrigens auch die bisher teuersten Sardinen. Sie sind von Spanish Delicatessen, kosten 2.80€ und sind u.a. am Frankfurter Flughafen zu bekommen.

Posted by banana at 07:04 EM | Comments (20)
November 18, 2004
Knödel für Aschenbrödel

Das ist schlimm, wenn man plötzlich zur besten Frühstückszeit realisiert, dass man Hunger auf Nudelsalat hat.
Ha, Nudelsalat, der Salat der nicht zubereitet werden darf. Mein Bruder nennt ihn auch Bauernsalat.
Man dürfte dieses Gericht eigentlich gar nicht Salat nennen, denn es hat nichts salateskes an sich. Eigentlich sollte niemand gezwungen werden, kalte Nudeln zu essen. Wahrscheinlich ist Nudelsalat ein Gericht, das nur selten von nüchternen Mensch gegessen wird.
Nudelsalat ist wahrscheinlich für Erstsemester erfunden worden, damit sie denken, sie könnten kochen. "Ach, Gundi, Dein Nudelsalat, der ist ja total lecker!" sagt man dann, weil man hofft, dass man von Gundi an diesem Abend noch mehr zu sehen bekommt, als die schnöde Fassade. Gundi wird rot und je nach Offenherzigkeit sagt sie dann nichts oder sie offenbart das Geheimnis, warum ihr Salat denn so lecker ist. Dann ist die erste Platte des Weges schon gelegt, den man an diesem Abend mit Gundi gehen wird.
Man wirf Spiralnudeln in kochendes Wasser, fügt dann das vergessene Salz dazu und trinkt erstmal einen Tee. Dann giesst man die Nudeln ab. Die Nudeln patscht man dann mit Mayonnaise zu und kippt noch eine Dose Erbsen mit Möhren obendrauf. Etwas Salz und Pfeffer runden den Geschmack ab. Gewöhnlich werden dann noch einige Verbrechen unter Zuhilfenahme von diversen Gewürzen begangen, die es im Supermarkt als praktisches Gewürzregal zu kaufen gibt. Fertig ist der Nudelsalat. Den klemmt man dann unter den Arm und stapft zur Party.
Dort angekommen stellt man fest, dass man nicht der einzige war, der die grandiose Idee hatte, einen Nudelsalat zuzubereiten. Die Aufgabe besteht nun darin, seine eigene Kreation korrekt in die verschiedenen Evolutionsstufen des Nudelsalates einzusortieren.
Die oben beschriebene Version ist sicherlich die einfachste Version dieses Gerichtes. Natürlich kann man den Salat auf diese Weise nicht lange zubereiten, denn das macht ja jeder. Der Salat muß individualisiert werden. Man unterscheidet in der modernen Nudelsalatforschung zwei Stränge. Die Zutatenindividualisierung und die Dressingartisik. Die ersten fügen klein geschnittene Würstchen hinzu. Andere geben Gewürzgurkenstücke oder eingelegte Paprikastreifen hinzu. Auch Rote Beete wurde schon gesichtet, Mais auch, vor allem bei Maschinenbauern. Nach dem Diplom wird auch gerne mal eine Packung Räucherlachs verwurstet. Die Totalverweigerer mischen einfach eine Packung Fleischsalat mit ein paar Nudeln.
In der Dressingartistik beginnt man zunächst damit, der Mayonnaise weitere Zutaten zuzufügen. In der Regel beginnt das mit Senf, weitet sich dann über Aldi-Ölivenöl und Zitronensaft aus und mündet in bereits erwähnte Verbrechen unter Zuhilfenahme von Gewürzen. Architekten bereiten auch gerne mal ihre Mayonnaise selbst aus frischem Eigelb und Mayonnaise zu. Über allem schwebt natürlich stets der Knoblauch, abhängig von der Fachrichtung Aglio, Knoblauch, Knobi, Knobi oder Knofel genannt und mit in genannter Reihenfolge steigender Dosierung.
Was wollte ich jetzt eigentlich sagen? Ach ja, ich habe Hunger auf Nudelsalat und das macht mir ein bißchen Angst.
Ach ja - ich habe der §§a href="http://www.spackonauten.org/adoe/index.html">Allee der Ölsardinen§§/a> gestern fünf Produkte der Firma Appel hinzugefügt, die sehr interessant klingen. Es scheint, man verfolge den Trend, der sich in Frankreich abzeichnet. Man legt den Fisch in hochwertige Öle ein und macht sie damit zum Gourmet-Produkt. Nun ist das Öl, in das Appel die kleinen Fische legt bestimmt kein hochwertiges Jahrgangsöl, aber es ist ein Schritt in die richtige Richtung! Ein Schritt dahin, meine lieben Ölsardinen aus ihrer Diaspora im untersten Regal zu befreien. Ich konnte gestern gerade noch an mich halten und den Fisch nicht gleich verzehen. Aber irgendwann sind sie dran, die Säue!

Posted by banana at 10:50 FM | Comments (20)
November 16, 2004
Manni makes the world go round

Heute habe ich endlich die gewünschte Krippe für das Büro gefunden! Leider kann man sie kaum sehen, hinter dem Weihnachtsbaum, denn sie ist nicht besonders gross. Dafür waren aber acht Figuren dabei! Acht Figuren? Wir zählen durch:
1 Die Maria
2 Der Josef
3 Der Jesuskind (aka Heiland)
4 Der Caspar (Weiser aus dem Morgenland (später: König))
5 Der Melchior (Weiser aus dem Morgenland (später: König))
6 Der Balthasar (Weiser aus dem Morgenland (später: König von Arabien))
7 Ein Schaf (nicht genauer spezifiziert)
8 ???
Wer hat sich denn da in die Krippe geschlichen? Wer ist dieser ominöse achte Mann? Historisch ist nichts überliefert. Hätte man den Mann nicht weglassen können und stattdessen ein zweites Schaf, einen Esel oder eine Kuh beigeben können? Das wäre doch viel plausibeler gewesen. Damit endlich Ruhe ist, haben wir uns darauf geeinigt, dass es sich um einen Hirten handeln muss. Die nächste Anschaffung wird dann wohl eine 50 köpfige Schafsherde sein, um der Krippe doch noch etwas epischere Dimensionen zu verleihen.
Eins, zwei oder drei, Du musst Dich entscheiden,
drei Felder sind frei.
Plop! Plop, das heisst Stopp, nur noch einen Hopp,
dann bleibt es dabei.
Willst Du bei diesem Spielgewinnen, musst Du viele Bälle bringen

So schall es damals aus den Lautsprechern, wenn 1,2 oder 3 mit Michael Schanze lief. Ich glaube, 1,2 oder 3 war die einzige Spiel-Show, bei der die Regeln im Titellied erklärt wurden. Aus irgend einem Grund ist man von der Idee abgekommen, beziehungsweise hat sie für andere Shows gar nicht verfolgt.
Ich könnte mir das auch sehr gut für Wer wird Millionär vorstellen. Im Text müssten dann aber auf jeden Fall wichtige Details vorkommen, zum Beispiel die Gewinnstufen, die unterschiedlichen Joker, die Vorrunde und die Information darüber, bei auf welche Stufen man zurückfällt, wenn man eine Frage falsch beantwortet hat.
Es gibt Hoffnung für Captain Frischgemüse! In Amerika wird die Sesamstrasse jetzt umgestaltet, weil man dann doch gemerkt hat, dass es so viele Kinder gibt, die sich falsch ernären und sich nicht bewegen. Und wer ist der Schuldige? Das Krümelmonster natürlich! Oskar ist ja auch daran Schuld, dass es so viele Obdachlose gibt, die sich von Müll ernähren.
Auf jeden Fall soll Krümel in Zukunft nicht mehr so viele Kekse fressen, sondern den Kindern Tipps zur richtigen Ernährung geben. Grobi soll die Kinder dazu auffordern, sich mehr zu bewegen.
Und jetzt frage ich: Wer war der Vorreiter für gesunde Ernährung in der Sesamstrasse? Na klar, Captain Frischgemüse aka Captain Vegetable! Wird er ein Comeback feiern? Ich hoffe es inständig!
Ach, eine Idee habe ich noch: Wäre "Subtil" nicht ein schöner Name für ein Waschmittel? Erst hatte ich an den Namen "Senil" gedacht, aber das war wohl kein zu guter Einfall.

Posted by banana at 07:11 EM | Comments (18)
November 15, 2004
Zwei Nüsse für Aschenbrödel

Was mir im Moment sehr auf den Saque geht, dass sind diese "einfach nur" Formulierungen. Am schlimmsten ist "xyz ist einfach nur genial". Das höre ich nicht gerne, nein, das höre ich nicht gerne. Gar nicht gerne höre ich das. Da könnte ich direkt aus der Haut fahren. Solche Formulierungen finde ich einfach nur beschissen.
Empfehlen möchte ich jedem auf jeden Fall den guten §§a href="http://www.rainaldgrebe.de">Rainald Grebe§§/a>. Er macht hervorragende Lieder. Der eine oder andere hat ihn sicherlich schon im Quatsch Comedy Club gesehen. Ich hatte die Gelegenheit, seine Platte zu hören und war einfach nur begeistert. Die Songs sind einfach nur genial und ich habe mich einfach nur "weggeschmissen".
Ich finde nicht, dass man ihn mit Helge Schneider vergleichen kann. Nein, nein, das kann man nicht (an dieser Stelle stampfe ich trotzig mit dem Fuss auf)! Nachdem ich die CD kenne, weiss ich schon ein Weihnachtsgeschenk und das ist sehr viel Wert, denn ich tue mich sehr schwer mit Weihnachtsgeschenken. Deswegen kaufe ich sie auch meistens erst am 24.12. Die Texte kann man übrigens §§a href="http://molily.de/rainald-grebe">hier§§/a> nachlesen. Mir gefällt besonders "Planeten" sehr gut. Herr Grebe ist ein Mann, der es verdient hätte, berühmt und reich zu werden. Also, meinen Segen hätte er.
Leider muss ich mit dem Bestellen der CD noch etwas warten, weil ich mir nämlich ein neues Getriebe für mein Auto gekauft hat. Ich dachte mir, ich gönne mir einfach mal was und habe ein neues Getriebe einbauen lassen. Es ist dem alten Getriebe ziemlich ähnlich, nur ist es nicht total im Arsch. So bin ich jetzt etwas klamm. Ach Quatsch, stimmt ja gar nicht. Ich bin ja total reich! Ich erkläre das meinen Kollegen, die trockenes Brot kauen und dem Zahltag entgegenfiebern immer so:
Weisst Du, wenn hier bei uns in Hessen ein Meter Schnee fällt, dann ist das schon was besonderes, aber wenn oben auf dem Himalaya ein Meter Schnee fällt, dann fällt das gar nicht auf.
oder so:
Die Gehaltszahlungen sind nur ein kleines Rauschen oben auf meinem Meer aus Geld.
Oder ich denke mir andere Sachen aus, die einfach nur genial sind. So bin ich halt. Das macht mir gar nichts aus.
Ich kaufe mir mal einfach so ein neues Getriebe aus der Portokasse und eine neue Kupplung gleich dazu, weil's grade so passt, nur so aus "Fun".
So werde ich mir dann doch die CD jetzt bestellen, denn jedes Weihnachtsgeschenk, das ich schon habe, das macht mir ein gutes Gefühl, dann fühle ich mich wie ein verantwortungsbewusster Weihnachtsgeschenkschenker.

Posted by banana at 07:20 EM | Comments (7)
November 14, 2004
ADÖ

Die §§a href="http://www.spackonauten.org/adoe/index.html">Allee der Ölsardinen§§/a> ist endlich eröffnet! Das wurde aber auch Zeit.
Ich werde in Zukunft noch ein paar Sardinendosen fotografieren und in die ADÖ packen. Wenn Ihr schöne Ölsardinendosenfotos habt, schickt sie mir und dann kommen sie auch in die ADÖ. Der Ruf der Ölsardine muss besser werden!

Posted by banana at 08:59 EM | Comments (17)
November 12, 2004
Krieg und Frieden

Ich saß auf meiner Bank vor meinem Haus in der Allee der Spackonauten, natzte Eierlikör und dremste dem Feierabend entgegen, als ich ins Grübeln kam. Fragen schossen mir durch den Kopf.
Was ist der Mensch? Ist der Mensch mehr, als nur ein Staubkorn im Räderwerk der Geschichte der Zeit? Sind wir als Individuum eigentlich mehr, als ein altes Blatt Laub, das vom Baum der Gesellschaft fällt und auf dem Boden des Waldes verdorrt, wo es vergessen wird, in diesem großen Wald, der Universum heisst? Sind die Menschen, die wir kennen mehr für uns, als der Stempelabdruck einer Summe der Gene, die das Schicksal zufällig aus seinem grossen Fundus zusammengemischt hat? War der grosse Schrei der Ungerechtigkeit, den wir nach der Geburt schreien umsonst? Ist der Tod tatsächlich der Punkt hinter jeglichem Sein? Existiert das, was ich Welt nenne nur in meinem Kopf und fällt einfach in sich zusammen, wenn ich meinen Odem ausgehaucht habe?
Ich dachte eine Weile über diese Fragen nach. Hier sind meine Antworten: Ja. Ja. Verstehe die Frage nicht. Ja. Ja. Nein.
Dann wäre das also auch geklärt. Die Frage "was ist der Mensch" habe ich ausgelassen, da sie grösstenteils von den anderen Fragen abgedeckt wird, zumindest aus philosophischer Sicht.
Ansonsten halte ich es für ziemlich wichtig, immer zu wissen, wo unten und oben ist. Das war einer der Gründe dafür, warum ich nicht Astronaut geworden bin. Das erinnert mich an ein Lied, dass wir damals im Chor der Kirche sangen. Dort wurde davon erzählt, dass Gottes Liebe "weiter, als der Kosmos" sei. Ich fragte mich damals, ob wir da nicht der falschen Ideologie hinterherrennen. Nicht in Bezug auf die Liebe Gottes, sondern in Bezug aus der Wortwahl. Die Amerikaner schicken Astronauten ins Weltall, die Chinesen Taikonauten und die Russen Kosmonauten. Folglich müsste es dann doch "sie ist viel weiter, als der Astro" heissen. Ich äusserte meine Bedenken damals nicht, weil ich schon froh darüber war, dass die Pause zwischen den Strophen vier Takte lang war und nicht - wie noch kurz davor - drei Komma fünf und ist schon ein enormer Fortschritt für jemanden, der das Gesungene mit der Gitarre musikalisch untermalt.
Ohnehin sollte man es mit den Texten in der Musik nicht allzu genau nehmen. Schauen wir uns zum Beispiel mal die Beginner an:

Ihr seid Zeuge, wie Denyo 'n neuen Hit schreibt
Eißfeldt die fetten Beats holt, aus'm Zip-Drive
Mad seine neuesten Technics Tricks zeigt und
Arfmann an den Reglern macht den Shit tight

Die letzte Zeile müsste eindeutig "Arfmann an den Reglern den Shit tight macht" lauten, sonst passt es nicht mit dem Anfang des Satzes zusammen. Dann wäre aber der ganze Flow beim Teufel und es würde sich nicht mehr auf "Zip-Drive" reimen. Also müsste man auch die zweite Zeile umdichten, vielleicht in "Fetter Beat aus Eißfeldts Zip-Drive kracht", dann würde es sich wieder reimen. Das klingt aber auch sehr geholpert und auch hier ist wieder der Flow dahin.
Man sieht also, es nutzt nix, bei Texten zur Musik kann man mal ein Auge zudrücken. Da muß man ja nicht päpstlicher sein, als der Papst.

Posted by banana at 03:11 EM | Comments (4)
November 11, 2004
That awful sound

Überall da tun sie sitzen
und ihre Dichterfedern spitzen.
Sie dichten gern zu jedem Anlass,
denn das macht ja sehr viel Spass.
Geburt, Geburtstag, Hochzeitsfeier,
zu jedem Anlass gehen sie mir auf die Eier.
Das Wörtchen "Versmaß" kennen sie nicht,
aber dafür reimt ja alles sich.
Strophen, Verse, auch egal,
sowas vergisst man ja schnell einmal.
So ist es ja auch nicht so schwer
angeflogen kommen die Worte von wo her?
Der Wortschatz liegt im Silberblick
aber der Schalk sitzt ihnen immer im Genick
Ohne Punkt und Komma dicht ich,
das ist ja auch alles nicht so wichtig.
Lustig sind die Werke immer
das macht die Sache nur noch viel schlimmer.
Heute dürfen sie 50 mal nicken
und so manches Bierchen kippen
Sie gehören zu den Dichtern,
wie der Arsch zu den Gesichtern.

Gestern Abend bin ich beim Fernsehen irgendwann bei Popstars hängengeblieben. Es war die Stelle, an der die Mädchen der Jury ihre einstudierten Lieder vorführten (also, die Mädchen führten der Jury ihre einstudierten Lieder vor, nicht die weiblichen Jurymitglieder führten ihre einstudierten Lieder vor). Das war sehr lustig, vor allem die stark dramatisierte, wenn nicht sogar tragische Interpretation von Hedonism entlockte mir das eine oder andere Lachen. Das eine Mädchen bewegte sich, wie eine Oma und machte dazu ein Gesich, als wären ihr die Rabattmarken ausgegangen.
Interessant war aber die Darbietung von dem einen Wir sind Helden Stück, das mit dem Vorschlaghammer. Die Mädels sangen nämlich "angaschieren" und sprachen es nicht so affig besserwisserisch Französisch aus. Das versöhnte mich etwas.
Der Vortrag an sich war allerdings beschissen.

Posted by banana at 09:03 EM | Comments (5)
November 10, 2004
Niemand in unserem Staate hat etwas gegen eine gepflegte Beat-Musik

"Das geht links rein und rechts wieder raus" so hört man oft. Ist das bei Linkshändern eigentlich anders? Geht das da rechts rein und links wieder raus? Oder ist es vielleicht auf der südlichen Hemisphäre anders? Da, wo das Wasser andersrum in den Abfluss fliesst? Oder vielleicht ist es auch bei den Leuten anders, die nicht von links nach rechts, sondern von rechts nach links schreiben? Und wie ist das eigentlich bei den Leuten, die von oben nach unten schreiben? Geht das da oben rein und unten wieder raus? Oder bei denen, die von unten nach oben schreiben? Geht das da unten rein und oben wieder raus? Das möchte ich mir eigentlich gar nicht vorstellen. Nein, wirklich nicht, obwohl mir da jetzt einige Geschichten einfallen, die ich aber eigentlich unter der Kategorie "Urbane Legenden" einordnen würde.
Gestern habe ich mal wieder einen Hit geschrieben. Der Text geht so:
Lolli, Lulli, Lilli.
Das ist der neuste Hit!
Lolli, Lulli, Lilli.
Da singen alle mit!
Auch Herr Schmidt

Mehr Text habe ich noch nicht. Brauche ich auch nicht, denn der Hit zielt eigentlich auf den Klingeltonmarkt ab. Da gilt ja die Devise "je einfacher, je besser", was natürlich wieder die Frage aufwirft, ob "je einfacher, je besser" wirklich falsch ist, weil es meines bescheidenen Sprachverständnisses nach ja "je einfacher, desto besser" heissen sollte. Allerdings habe ich das "je-je" konstrukt in der letzten Zeit durchaus auch aus Mündern gehört. Aber wie schon der Erich gesagt hat: Mit diesem je je je und wie das alles heisst, sollte man doch Schluß machen.
Viele Leute würden ja auch "desto einfacher, desto besser" sagen. Darf man das? Ja, darf man das denn heutzutage? Ich weiß es nicht, aber ich bin auch nicht die Dudenmiliz, dafür aber verwirrt.
Mir will der Sinn des Schildes nämlich einfach nicht einleuchten, das an vielen Dönerbuden zu finden ist: Döner is(s)t lecker!. Die eine Hälfte, nämlich Döner ist lecker!, die leuchtet mir ja noch ein, aber was zur Hölle soll denn Döner isst lecker! bedeuten? Subject, Prädikat, Objekt oder wie? Warum isst der Döner den oder die lecker? Wenn ich dem Cunnilingus fröne, sollte ich mich dann möglichst von Döner fernhalten, weil er mich anfallen und aufessen würde? Besteht das Dönerfleisch also gar nicht aus Kalb, sondern aus Oralsexfixierten Menschen, die sich der Döner einverleibt hat? Und woher zur Hölle weiß der Döner sowas? Also, ich könnte das nicht auf Anhieb sagen, aber wenn der Herr Döner meint, er könnte das, bitte, soll er doch!
Das würde aber auch erklären, warum an Dönerbuden, die mit diesem Schild versehen sind, so wenige Frauen ihren Döner kaufen. Aber ich drifte ins Sexistische ab und das will ich ja nicht. Das ist ja eine anständige Seite hier! Da gibt's nicht so'n Schmuddelkram!
Ich für meinen Teil werde den Döner in Zukunft immer sehr gut kauen, damit er sich nicht so Alien-artig von innen durch meine Bauchdecke mümmelt.

Posted by banana at 07:20 EM | Comments (15)
November 09, 2004
Die Verwaltung want besonders in den Nächten vor Visionen

Der Mensch ist gut, aber die Leut san a G'sindel. Hat Karl Arnold angeblich gesagt. Das stimmt wohl.
Wenn ich hin und wieder Leuten gegenüberstehe, die ich bis dahin nur per Telefon oder Elektrodepesche gekannt habe, dann wundere ich mich manchmal, wie ein dermassen erwachsen und vernünftig aussehender Mensch nur so viel Blödsinn verzapfen kann.
Und Blödsinn verzapfen, das ist bei mir ganz einfach. Dann ist der Ofen aus, dann ist die Klappe zu, dann ist der Affe tot. Dann ist die Milch verschüttet, dann ist der Zug abgefahren, dann ist Schluß mit lustich.
Die Leute schaffen es, ihrer Umwelt ein integeres Äusseres zu präsentieren, aber die machen Sachen, die meine kleine Nichte nichmal machen würde. Das ist ok, sie haben dann halt bei mir verschissen, aber das macht den meisten Leuten nicht allzu viel aus. So ist der Mensch nunmal. Man kann nicht reinschauen. Zumindest nur in beschränktem Mass. Man steckt nicht drinnen, wie der Hesse sagt. Da spare ich mir jetzt die Spitzfindigkeiten.
Was ich sagen will weiß ich auch nicht so richtig, aber der Gedanke scheint mir sehr gut zu sein. Er hat halt nur ein paar Probleme, das so richtig zu zeigen.
Das ist wie mit den Gefühlen. Die kann man manchmal auch nicht so richtig zeigen.
Das könnte daran liegen, dass man im Leben schon viele Menschen gesehen hat, die ihre Gefühle zeigten und weil die Menschen dabei keine besonders gute Figur gemacht haben und einem dermassen auf den Saque gingen, dass man wünschte, man wüsste in solchen Situationen blitzschnell, was man sich wünscht. Also führt man den Gedanken weiter und kommt darauf, dass man wahrscheinlich auch selbst beim zeigen der Gefühle auch keine besonders gute Figur macht. Folglich möchte man keine Gefühle mehr zeigen. Dann beginnt man zu trainieren und fängt am besten mit der Hornhaut auf den Tränendrüsen an, denn weinende Männer, die sind inakzeptabel. Das sieht nicht gut aus, auch wenn Herr Hartwig im Dschungel sich damit bestimmt einige Sympathien erkauft hat. Aber rumbrüllen! Aber rumbrüllen!
Gut geeignet zum Abstumpfen ist zum Beispiel Winetou 2. Die Stelle, an der Winetou stirbt, zählt zu den traurigsten Filmszenen der Welt für die relevante Zielgruppe zwischen 12 und 16! Da bleibt kein Auge trocken! Alternativ kann man sich auch die Folge von Lassie anschauen, in der Lassie stirbt oder die Folge von Flipper, in der Flipper stirbt oder die Folge von Biene Maja anschauen, in der Willi stirbt oder man schaut sie Die Verurteilten an und zwar die Szene, in der Brooks sich aufhängt, weil er draussen nicht klarkommt.
Wer es schafft, bei diesen bewegenden Momenten der Filmgeschichte nicht zu weinen, den nimmt so schnell nichts mehr mit!
Dann ist man schon einen grossen Schritt weiter auf der langen Strasse, die dahin führt, keine Gefühle mehr zu zeigen.
Als nächstes nimmt man sich einen Hammer und haut sich auf die Fingerspitzen. Dann versucht man, seine Gefühle nicht zu zeigen.
Am besten nimmt man das ganze noch auf Video auf, denn dann kann man seine Fehler besser analysieren. Ausserdem kann man die Filme auch im Internet anderen interessierten Nutzern zur Verfügung stellen, die sicher auch grosses Interesse daran haben werden.
Aber irgendwann merkt man dann, dass es ja gar nicht geht, seine Gefühle nicht zu zeigen. Die Gefühle müssen nämlich raus. Ganz egal, was dann passiert, ich brauch Liebe.
Das mit dem Hammer auf die Finger hauen, das war natürlich nur ein Witz. Und wenn ich sage "Spring aus dem Fenster", dann springst Du aus dem Fenster oder was?
"So viel Armut gibt's in der ganzen Dritten Welt nicht" hat mal ein Kollege von mir gesagt, dass ist zwar nicht politisch Korrekt, aber sehr anschaulich.
Guten Abend.

Posted by banana at 07:17 EM | Comments (5)
November 08, 2004
Glasfaser Weihnachtsbaum

Natürlich habe ich nicht die Absicht, eine Mauer zu errichten und zwar aus drei Gründen:
- Ich habe kein Grundstück, auf dem ich eine errichten könnte.
- Ich habe keine Ahnung vom Mauern, obwohl ich 6 Wochen Praktikum auf einer Baustelle absolviert habe.
- Ich habe absolut keinen Grund, eine Mauer zu errichten.
Wenn man eine Mauer errichtet, dann geht der Spaß ja erst los. Dann kommt das Katasteramt oder der öffentlich bestellte Vermessungsingeneur und der misst dann und sagt, dass man die Mauer da nicht hätte erichten sollen und dann hat man den Salat.
Während meines Praktikums beim öffentlich bestellten Vermessungsingeneur waren da einige lustige Fälle zu beobachten. Der Vermessungsingeneur heisst übrigens nicht Vermessungsingeneur, weil er sich vermisst, sondern, weil er Vermisst.
Eines Tages mussten wir mal wieder zu einer Grenzfeststellung fahren. Bei einer Grenzfeststellung stellt man, wie der Name schon sagt, eine Grenze fest. Man nimmt ein paar mehr oder weniger trignonometrische Punkte möglichst hoher Ordnung mit dem Theodolithen ins Visier, tippt ein paar Zahlen in den Taschenrechner (das ist der magische Teil, den ich nie verstanden habe) und dann kann man mit dem Theodolithen genau dort hinzielen, wo die Grenze sein sollte. Wahnsinn!
Zur Veranschaulichung der Grenze macht man dann meistens einen gelben Ölkreidestrich auf die Strasse und fährt von hinnen.
Ein anderes Wort für Grenzfeststellung ist Nachbarschaftsstreit.
So kam es dann oft vor, dass wir als neutraler Beobachter und richter zwischen den Fronten standen. Wir waren sozusagen die Blauhelme, aber wir hatten unseren respekteinflössenden Theodolithen und den magischen Tascheinrechner und waren sowieso unfehlbar, denn wenn der Herr Ingenieur kommt, dann hat das Fußvolk die Fresse zu halten und das tut es erstaunlicherweise auch.
Es ist nämlich in diesem Lande nicht so, dass jeder einfach so, wie er das gerade möchte, Mauern, Schuppen, Garagen und so weiter bauen kann! Nein! Nein! Nein! Da müssen gewisse Richtlinien eingehalten werden! Wir sind ja hier nicht in [insertnameofyourleastlikedsporhere]!
Man darf zum Beispiel keine Garage einen Meter auf das Nachbargrundstück setzen. Das findet dann nämlich oft der Nachbar ziemlich uncool und dann kommt es zum Streit, ein Wort gibt das andere, wie man so schön sagt, und dann kommt der öffentlich bestellte Vermessungsingeneur und klärt die Lage.
So, wie wir das einen Tag taten. Der Nachbar rechts war der Meinung, seine Garage würde komplett auf seinem Grundstück stehen, der Nachbar links war eher der Ansicht, dass sie einen guten Meter auf seinem Grund stünde. Ja, sowas kommt vor und zwar öfer, als man es glauben möchte.
Wie peilten also eine Reihe mehr oder weniger trigonometrischer Punkte möglichst hoher Ordnung an, tippten einige Zahlen in den Taschenrechner und machten schliesslich einen gelben Ölkreidestrich auf den Bürgersteig.
Der linke Nachbar hatte Recht gehabt. Die Garage ragte ins falsche Grundstück.
Wir tippten uns an die Mützen und fuhren unserer Wege. Im Rückspiegel sahen wir den linken Nachbarn triumphierend in seine Limousine steigen. Er wohnte nämlich nicht da, das Grundstück war unbebaut.
Rechtlich läuft das ganze in der Regel im Endeffekt darauf hinaus, dass das entsprechende Gebäude abgerissen werden muss. So ist das nunmal und dagegen ist ja auch nichts zu sagen.
Der linke Nachbar machte einen Fehler, den wir bemerkten, als wir einige Tage später nocheinmal am Tatort vorbeifuhren.
Zur Veranschaulichung der Grenze hatte er nämlich mit einem Meissel ein deutlich sichtbares Kreuz in den Bordstein geschlagen und sowas geht nun wirklich nicht!
Wenn hier einer Kreuze in Bordstein schlägt, dann nur das Katasteramt! Da reagieren die ziemlich sauer drauf. Sie haben sozusagen das Rinnsteinkreuzmonopol, das Grenzsteinmonopol und so weiter.
Wir haben den guten Mann nicht verpetzt, aber irgendwann ist es bestimmt rausgekommen. Sowas kommt immer raus, das habe ich bei meinem Praktikum beim Kataseramt mitbekommen!

Posted by banana at 11:17 FM | Comments (20)
November 06, 2004
Kurei versucht Sicherheitsapparat an sich zu binden

Als ich vorhin auf Spiegel Online die Überschrift Kurei versucht Sicherheitsapparat an sich zu binden, da musste ich schmunzeln. Wieso schafft er es denn nicht, den Sicherheitsapparat an sich binden? Kann er nicht den richtigen Knoten? Ist die Schnur zu kurz? Ist der Apparat vielleicht zu sperrig oder zu schwer? Vielleicht hat er auch einfach nur ein paar Konkurenten, die den Sicherheitsapparat auch an sich binden wollen. Bei uns ketten sich die Demonstranten an die Schienen, dort bindet man den Sicherheitsapparat an sich.
Wenn es nach George Bush ginge, dann wäre ein Sicherheitsapparat bestimmt ein grosser Revolver. Ich stelle mir den Sicherheitsapparaten eher als eine grosse schwarze Kiste vor, mit einem roten Licht und einem Schalter, an dem man ihn einschalten kann. In Betrieb sorgt der Apparat dann für Sicherheit. Da ist es doch klar, dass man den an sich binden will.
Viel wichtiger ist allerdings die Frage, ob man eigentlich nur nach Blut rünstig sein kann. Kann man auch nach irgendetwas anderem rünstig sein.
Schatz, ich bin so hamburgerrünstig, lass uns zu Burger King fahren.
Wieso eigentlich nicht?
Auch wichtig ist die Frage, welche tollen Dinge uns eigentlich entgehen. Ich sitze auf der Kommdo-Couch und mümmele Pistazien. Wie wundervoll doch Pistazien sind! Sie schmecken hervorragend, sie haben eine tolle grüne Farbe und man hat auch noch was zu tun beim Essen. Ich bin so froh, dass es Pistazien gibt, wenn es sie nicht gäbe, dann würde ich sie vermissen. Und genau das ist der Punkt!
Man kann nämlich etwas nicht vermissen, was man gar nicht kennt.
Keiner kann wissen, welche Wunder die Natur noch hervorgebracht haben könnte, wenn wir etwas mehr Glück gehabt hätten. Vielleicht Nüsse, die noch viel besser schmecken, als Pistazien und bei denen das Essen noch mehr Spaß macht. Ich wüsste jetzt nicht, wie sowas aussehen würde, aber ich bin ja auch nicht die Natur! Evolution? Das ist nicht mein Job. Da soll sich bitteschön die Natur drum kümmern.
Ich sage ja auch nicht, dass ich mit Pistazien nicht zufrieden wäre, ich finde nur einfach, vielleicht wäre da ja noch etwas mehr drin gewesen. Gut, Cashews sind auch nicht zu verachten.
Man muss das Argument ja auch nicht auf die Nusswelt beschränken. Da wäre ja auch noch das Obst. Gewiss, Pfirsiche sind lecker und hübsch sind sie auch, aber müssen den diese Härchen sein, die einem beim reinbeissen immer eine Gänsehaut verpassen? Nein, sie müssen nicht sein! Da muss man sich nur mal die Nektarinen anschauen! Und? Wer hat's erfunden? Der Mensch hat's erfunden.
Mist, jetzt habe ich mir ins Knie geschossen. Da muss ich bei den Pistazien wohl nochmal ran.

Posted by banana at 09:47 EM | Comments (3)
November 05, 2004
Eine Sprechmotette

Bauchmann!
Iss nicht so viel Brühpolnische!
Sie hat versteckte Fette,
Kleingeschnitten vom Cutter,
in rotierender Bewegung,
die immer wiederkehrt.
Wurstrot gefärbt vom Salpeter,
vermanscht zum Wurstbrei,
der eine ungesunde Farbe hat.
Iss lieber die gute Luftgetrocknete Salami,
dort sieht man das Fett als weisse Punkte
zwischen dem guten Muskelfleisch.
Dann weiss man, dass man viel Fett geglockt hat,
Fett und Schwarte und andere Dinge, zum Beispiel
Gewürze aus dem Frankenland.
Dann kommst Du ins Grübeln!
Soll ich nicht lieber Stangensellerie essen,
mit einem leckeren Dip aus Magerquark und Pastinaken?
Soll ich nicht lieber einen Matjeshering essen
mit ein paar Pellkartoffeln,
aber ohne Grat und Floss',
nur nicht immer die Brühpolnische.
Und Du schaust auf die Packung drauf, Bauchmann,
denn Du kaufst die Wurst ja nicht beim Metzger
Deines Vertrauens
(Chor: Deines Vertrauens)
sondern beim Discounter in der Packung,
die Packung voller Leid und Qual und Streßhormonen
und voller Genen!
(Chor: Viele Gene)
Du kaufst sie, angestrahlt von rotem Licht,
damit sie noch leckerer aussieht,
wie sie da liegt, in der Packung voller Leid,
in ihrem knackzarten Saitling
und dann grübelst Du.
Aber es ist schon zu spät, Bauchmann!
Die Wurst ist schon in Deinem Bauch,
schwimmt und dümpelt in dem See in Deinem Bauch.
Aber da sind keine Seerosen!
Nein, keine Seerosen!
Höchstens Rosenkohl und Rosewein.
Und Du schaust auf die Packung voller Leid und
Du fragst Dich:
Zutaten: Rauch.
Rauch?
Seit wann ist Rauch in der Wurst,
das fragst Du Dich Bauchmann?
Die lügen doch, wie gedruckt!
Die lügen doch schon, wenn sie "Guten Morgen" sagen!
(Chor: Guten Morgen!)
Und Du stellst den Senf wieder in den Kühlschrank.
Im Fernsehen läuft Aktenzeichen XY
und das Fett und das Leid und der Rauch,
sie sind alle vergessen.
Am nächsten Tag kommt dann Galileo und
da fällt Dir auf, daß die Würste ja geräuchert werden.
Aber da gibt es sowieso Pizza zu Essen.

Posted by banana at 11:35 FM | Comments (15)
November 04, 2004
Captain Satsuma and the Mad Bowlers

Aus: Gespräche mit banana: Schlimmer Geruch.
fmf: Das Klo hier, das geht ja noch. Hier stinkts nicht so, aber im zweiten Stock, da stinkt es ganz fürchterlich. Ich weiß auch nicht, was die da machen.
bna: Och, ich kann Dir sagen, was die da machen.

I have decidden for writing my Magazine from now in the English Language, because it is very good (both, the Magazine and the Language) and so that more people can read it and understand my very good Contributions. I have search the Internet and I have found that English is not the Language that the most humans speak. The most Humans speak the Chinese Language (for Example a Milliard Humans in China and a Lot of other Humans), but my Chinese Speaking (and Writing) is not so good like my English Speaking and Writing. And I do not have the freaky Letters on my Keyboard. You can call me a Thinwooddriller, but I do not care about this!
I learned English in the Shool and I also have play in English Theatre Group as a Hobby. I was an Actor on a Stage. I have also made a lot of Conversation with other Humans (for Example even from England and America) and I told them that I have a very good Magazine in the Internet, but they cannot understand it, because off it is written in the German Language (my Motherlanguage). If you want to be really successfull, then you must be a famous star in America. And in America, you speak English. Do you get it?
I am already very successful, but I will be more successful, because I cannot get my neck full.
For Example Siegfried and Roy or "Arnie" Schwarzenegger. They would not be famous Stars if they speak German. They have also a lot of Money and Girls and Tigers and nice Cars and even Planes.
The German Language is the best Language that you can understand in a Helium Athmosphere and that you can beste make Philosophie. This does not matter to me, because I do not life in a Helium Athmosphere and I think that Hegel is better with Philosophie as I am.
I hope you understand me. So in the Future, if you do not understand me, maybe you go to Peoplehighshool and learn it or you use Google Translator.
It is also very successfull.
Peace!

Posted by banana at 12:37 EM | Comments (24)
November 02, 2004
Von den Bergen bis ans Meer

There is often a joke about people who blow up frogs with a straw until they explode (the frogs, not the people). Everybody has heared about it, but I herewith state that I have neither blown up a frog with a straw until it explodes myself, nor personally know somebody who has blown up a frog with a straw until it explodes.
I think, I would not even know where to insert the straw into the frog. I assume that the straw is inserted into the derriere of the frog, but I think this is not easy. A frog's derriere is very very tiny and the frog will struggle with his rear legs, because he does not want to have the straw in his derriere, which I can perfectly understand. Also, the frog will press the buttocks together to prevent anything from being inserted into his derriere. I mean, I would also not like anybody to insert a hose into my derriere in order to blow me up until I explode. Who would? I would also struggle or even hit the person in the face or in the stomach with the fist or with a melee weapon. Maybe with female frogs, it would be easier to blow them up with a straw, but I'm not an expert in frog genitals.
Anyways, I think it is a mean thing to blow up frogs with a straw! People, who do things like that are very mean people. The frogs have enough trouble already! There is France and there are the cars that are driving over them when they want to mate each other. Frogs really don't need stupid people, who blow them up with a straw. I say: "What you not want that somebody does to you, that do not do to others! Not even frogs!". Frogs have feelings, also!
I think, blowing up frogs is not as popular in the Dschungel as it is in the western world like Germany or America. Not, that they would not have enough frogs for blowing up, but they have very dangerous frogs! The are deadly poison frogs! They are also called arrow-poison frogs. They are very small and very colorfull. With the colors, they want to say "hey, foe! Do not try to eat me or to blow me up with a straw, because I am full of poison to the brim! If you try to mess with me, you will regret it and then you will die!". If Dschungelpeople try to blow up a frog, they might even die. Ha! But then it is much too late for regret! So maybe, in the Dschungel, they have different animals that they blow up. Animals without poison.
There are also very large frogs, they are called ox frogs and they can become very heavy. Their skin is like very strong rubber. Nobody can blow up a ox frog. Maybe Superman could have blown up an ox frog with a straw, but he is now in the heaven. And he would have never done something mean, like blowing up a frog! He had no time to do mean things, because he was busy doing good things, like killing evil scientists who want to destroy the world!
So people use warm bottles for blowing up. At least, I have seen it on TV. Maybe they consider blowing up a warm bottle as much of a challenge as blowing up an ox frog?
But I ask myself, what is the reason to blow up things in the first place? A frog is made for hopping and quaking and a warm bottle is made for when you have bad feelings in the stomach. There are baloons that you can blow up, if you feel like blowing something up, because they are explicitely made to be blown up - if - yet - not with a straw.

Posted by banana at 07:23 EM | Comments (16)
November 01, 2004
Immer wieder Sauftags fehlt die Erinnerung

Man sollte die ganze Welt in einen Sack stecken und dann mit dem Knüppel draufhauen, da würde man immer den Richtigen treffen! Aber ihr Banausen, da habt Ihr ja mal wieder Glück, weil es so einen grossen Sack ja gar nicht gibt, in den die ganze Welt reinpasst. Ausserdem wäre dann keiner mehr da, der den Knüppel hält, weil ja alle im Sack sind. Wird also auch wieder nichts mit dieser schönen Vorstellung.
Wie? Ich verallgemeinere und spinne rum? Klar mach ich das. Weil's Spaß macht!
Das sagt der Nachbar auch immer: "Weil's Spaß macht!".
"Gestern besoffen, heute besoffen! Und warum? Weil's Spaß macht!".
Wenn er dann besoffen ist, dann beschimpft er alle, die sich ihm nähern als Arschficker. Auch die freundlichen Beamten, die ihn die Treppe hochtragen in seinen verpissten und verschissenen Hosen. Die sind dann aber nicht lange so freundlich beziehungsweise sind sie nach einer Weile nur noch professionell freundlich, denn sie finden das dann nicht besonders lustig. Aber sie können nichts machen, weil jemand, der schon morgens das Saufen anfängt abends um Sieben nunmal nicht mehr zurechnungsfähig ist. Auch nicht, wenn er gut trainiert ist, weil's Spaß macht.
Der Pole von oben drüber denkt dann immer, er sagt Arschputzer und alle sind froh darüber, weil keiner so recht Lust hat, ihm zu erklären, was ein Arschficker ist. Wahrscheinlich würde er das auch nicht kapieren, denn er ist etwas schwer von kape und wahrscheinlich hat er auch noch nie.
Für seine Arschfickereien hat der Nachbar schon gehörig auf die Fresse bekommen, aber das war auch egal, bei dem Gesicht und wahrscheinlich hat er es gar nicht mitbekommen. Das ist ja einer der Hauptgründe für's Saufen - weil man es dann nicht mehr mitbekommt.
Ich frage mich immer, warum die Säufer schon so früh anfangen mit dem Saufen. Ich mag das nämlich gar nicht, mittags schon voll zu sein. Während die meisten Leute nur abends saufen und Gefährdete sich eisern an der "kein Bier vor Vier" Regel festklammern, sieht man die Profis immer schon früh morgens mit einem Bier in der Hand an der Trinkhalle stehen.
Fangen sie so früh an, weil die Trinkhallen so früh schliessen oder schliessen die Trinkhallen so früh, weil die Hauptkundschaft schon so früh besoffen ist und nach Hause geht? Oder besteht da überhaupt kein Zusammenhang?
Trinkhalle - Öffnungszeiten: 7:00h bis alle voll sind.
Natürlich fangen sie so früh an zu saufen, weil sie süchtig sind und das tun müssen und weil sie sonst nichts mit sich anzufangen wissen. Wer früh ins Bett geht, der kann auch früh aufstehen, um früh besoffen zu sein und früh wieder ins Bett zu gehen. So ist das ein ewiger Kreis. Ying und yang, Pils und Export, Obergähr und Untergähr.
Und der Trinkhallenbesitzer trifft sich auf der Interdrink mit dem Kneipenwirt und schüttelt nur mit dem Kopf, weil der sich über die späten Arbeitszeiten beschwert.
Hm. Da fällt mir grade auf, dass Trinkhallen ein hessisches Phänomen sind. Anderswo heisst das bestimmt Kiosk oder Lädle oder so. Naja, egal. Macht ja eh jeder, was er will.
Mein Deo aus dem USA Urlaub geht zur Neige. Es ist Right Guard mit Power Caps. Es ist ein durchsichtiges Gel, in dem kleine grüne Punkte stecken. Ich vermute mal, die kleinen grünen Punkte sind die Power Caps. Kraftkapseln würde das wohl übersetzt heissen. Will man das Deo zur Anwendung bringen, so dreht man an einer Schraube und das Gel wird mitsammt der Power Caps oben durch ein Gitter gedrückt. Diese Melange schmiert man sich dann unter die Arme oder wo auch immer man sich Deo hinschmiert, und zwar das Deo mit den Power Caps. Dann hat man also eine Ladung Power Caps unter den Armen. Ich gehe davon aus, dass die Power Caps dann soleche Sachen machen, die halt die Aufgaben von Power Caps sind. Am Abend sind sie jedenfalls weg. Ich habe das überprüft!
Nun frage ich mich, wo zur Hölle die Power Caps hinsind? Haben die sich aufgelöst, bei ihrer Power Caps Tätigkeit? Hängen die mir irgendwo in den Klamotten? Sind sie auf Capos, den Power Cap Heimatplaneten zurückgeholt worden.
Ich weiss es nicht und für Langzeitstudien habe ich jetzt keine Zeit mehr. Das hätte ich mal machen sollen, als ich krank war.
Aber nein, nein, nein! Der Herr musste ja faul im Bett rumliegen!

Posted by banana at 07:13 EM | Comments (15)
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