Oktober 31, 2004
Hip Hop Reggae in a Landhaus Style

Das Wochenende ist wie ein schwarzes Loch. Am Freitag habe ich zuviel getrunken, gestern fühlte sich deswegen wie Sonntag an und somit ist der heutige Tag irgendwie undefiniert. Ich habe dauernd das Gefühl, ich müsste eigentlich arbeiten gehen und irgendwas ist schrecklich schief gelaufen. Dazu kommt noch der Schlamassel mit der Zeitumstellung - aber wenigstens in die richtige Richtung.
Ich habe das ganze Wochenende damit verbracht, San Andreas zu spielen, keinen Fuß vor die Tür gesetzt und zu wenig gegessen.
Nicht, dass ich dabei besonders erfolgreich war (beim GTA spielen, nicht beim nicht essen).
Bringt ja alles nichts. Wenigstens habe ich eine neue Definition von Coolness: Man setzt sich auf einen selbstfahrenden Mäher, schaltet den Country-Sender ein und geht cruisen in Downtown Los Santos.
Wie? Ja, das macht mir wirklich Spaß.

Posted by banana at 07:39 EM | Comments (8)
Oktober 28, 2004
Da da dadda daaa da da dadda da

Burger King spinnt meiner Meinung nach. Oder zumindest übertreiben sie. Oder sie schiessen über das Ziel hinaus.
Da gibt es jetzt den "Tripple Cheese" und den "Tripple Bacon Cheese".
Der "Tripple Cheese" besteht aus "3x Cheddar Cheese und 3x saftig gegrilltes Beef" der "Tripple Bacon Cheese" wartet darüber hinaus noch "mit herzhaftem Bacon" auf.
Muss das denn wirklich sein? Muss es denn wirklich "Cheese" sein und "Beef" und "Bacon"? Und dann auch noch "herzhafter" Bacon? Warum denn dann nicht "hearty Bacon"? oder wenigstens bacon klein schreiben? Und warum ist das ganze was für Bärenhunger und nicht für "ravenous appetite"? Wenn schon verdummen, dann konsequent!
Also die Kombination von "Bacon" und "herzhaft", die klingt mir doch ähnlich lustig im Ohr, wie das von mir so sehr geschätzte Lobpreis-Team. Wenn man schon so cool ist und hippe schmoove englische Begriffe benutzt, dann sollte man vielleicht auch ein bißchen über die deutschen Begriffe nachdenken. Ich weiß nicht, wann ich "herzhaft" das letzte mal in freier Wildbahn gehört habe. "Ey, voll krass, der neue Burger bei Burger King, aber der Bacon, der ist einfach nicht so herzhaft". So ein Bullshit, total crazy ist das.
Vielleicht sollte das dann "krasser Bacon" sein, weil kross, das sagt ja auch keiner mehr. Also dann den Trippel Bacon Cheese mit "komplett stabil mit 3x korrektem Cheddar Cheese, 3x ultragrill Beef und krassem Bacon". Auf Wunsch auch ohne Zwiebel, bißchen scharf mit Joghurtsosse.
Mist, jetzt habe ich Hunger bekommen. Leider hat das Bauernpack nun auch erkannt, dass es bei Burger King die besseren Burger und den besseren Service gibt. Naja, dann gehe ich eben zu Kentucky Fried Chicken. Übrigens: Wie lange wird es dauern, bis auch bei uns die Burger Sandwiches heissen, das Handy Mobile und der Beamer Projector?
Aber eigentlich ist das alles ja gar nicht so wichtig.

Posted by banana at 12:27 EM | Comments (6)
Oktober 27, 2004
Matthias drängt auf eine Entscheidung

Ich finde, dass das Einkaufswagenmarketing total unterschätzt wird. Die Supermärkte solltes das Potential besser nutzen.
Stelle ich nämlich irgendwo einen Einkaufwagen vor ein Regal, das - sagen wir mal - den letzten Scheissdreck enthält, so scheint die Ware auf einmal wahnsinnig interessant zu werden.
Jedenfalls müssen dauernd irgendwelche dummen Leute, die 50% ihrer Gehirnleistung aufbringen müssen, damit ihnen der Mund nicht offen steht, ganz dringend an das Regal hinter meinem Einkaufswagen. Dabei achte ich extra schon darauf, dass ich ihn an einer unwichtigen Stelle abstelle.
Also sollten die Supermärkte einfach mal ein paar Einkaufswagen vor die Ladenhüter stellen. Die würden dann viel interessanter werden.

Posted by banana at 06:39 EM | Comments (2)
Oktober 26, 2004
Prepare for descent

Wenn man so zuhause vor sich hinliegt, dann bekommt man merkwürdige Einfälle. Ich habe auf jeden Fall einen akuten Retro-Anfall gehabt und habe mir die Demo von Decent runtergeladen, weil ich mich daran erinnern konnte, dass ich mit diesem Spiel einigermassen zurecht gekommen bin. Damals hat man ja noch richtige Spiele gemacht und so weiter laber rharbarber.
Ich habe das Ding dann installiert. Die erste Hürde war, dass ich überhaupt keinen Sound einstellen konnte. Meine Audiohardware wurde nicht erkannt, stattdessen verlangte man von mir, dass ich irgenwelche Ports, IRCs und DMAs eintrage. Ich hab fünf Minuten damit rumgespielt, aber das Spiel blieb stumm. Schade, also keine Geräusche.
Dann startete ich das Spiel. Furchtbar pixelig war es. Die Auflösung betrug nur 320x200 Pixel. Höher einstellen konnte ich es nicht, denn das geht nur in der Vollversion. Ok, auch gut.
Dann legte ich los. Ich versuchte es zumindest. Leider war mein Rechner viel zu schnell für das Spiel. Das Raumschiff schwingt immer ein bißchen nach oben und nach unten. Wahrscheinlich soll das die 3D Wahrnehmung unterstützen. Das tat sie damals, auf meinem 486er Rechner mit 50Mhz auch ganz gut. Jetzt macht sie das aber nicht mehr, denn das Schiff hüpft ungefähr fünf mal pro Sekunde auf und ab. Das sieht extrem lächerlich aus und ist extrem nervig. Dennoch bewegt sich das Raumschiff nicht schneller vorwärts, als es das damals gemacht hat. Dafür aber die Gegner. Die Gegner sind auch fünf Mal so schnell, wie sie sein sollten und das erhöht den Schwierigkeitsgrad ganz erheblich.
Nach fünf Minuten habe ich das Spiel dann wieder von der Festplatte geschmissen. Schade.
Vielleicht sollte ich mal wieder Doom installieren.
Ansonsten scheinen in Talkshows die Lügendetektoren den Vaterschaftstest abgelöst zu haben. Lustig ist dabei, wie sehr die Arschkrampen dem Lügendetektor vertrauen. Wenn der Lügendetektor sagt, es war die Wahrheit, dann war es auch die Wahrheit. Dem Partner vertrauen die Leute nicht, aber dafür dem Lügendetektor. Irgendwie sind die Leute sehr sehr dumm.

Posted by banana at 07:04 EM | Comments (15)
Oktober 24, 2004
Au, mein Rücken! Immernoch, der Schuft!

Heute kann ich leider nichts schreiben, denn ich habe einen Hexenschuß. Vielleicht habe ich auch einen Lumbago oder einen Ischias oder einen totalen Abriss der Körpermittelsehne.
Auf jeden Fall habe ich am Samstag einen 30kg schweren 21" Monitor in gebückter Haltung hochgehoben, dann meinen Körper um 90° nach links gedreht und wollte ihn dann - immer noch in gebückter Haltung - absetzen, da machte es irgendwo so "zack!" im Rücken oder vielleicht eher so, wie "zeng!" oder vielleicht so, wie wenn im Bergsteigerfilm die Halteleine über eine scharfe Kante scheuert und sie dann auf einmal abreisst. Dann staubt es ein bißchen, es knallt. Weil das alles im Körperinneren ablief, bekam ich davon nur ein "zack!" oder so ein "zeng!" mit.
Dann tat es sehr weh und seit dem kann ich mich nicht mehr bücken.
Das sind höllische Schmerzen! Das sind Tantalusqualen! Das ist so, als wie wenn einer mit ner glühenden Nadel da so zwischen dem Sankt Andreas Wirbel und dem Allianz Wirbel reinstechen täte und dann so rumrührt, als wie im dem Blut von einer frisch abgestochenen Sau. Das tut so megamässig weh, das ist echt voll der Hammer. Das ist voll der Abtörn! Das ist so, als wenn einer da einen rostigen Schlagbohrer reinoperiert hätte und dann einen Schalter und wenn ich mich bücke, dann drückt der Nebenwirbel auf den Schalter und dann geht die Maschine los und dann ist Party bis die Fetzen fliegen. Das sind sowas von brutale Schmerzen, dagegen ist normales Bückes praktisch komplett schmerzfrei. Das ist die Neudefinition von Bücken unter zuhilfenahme von kleinen fiesen Fiesiisten, die anfangen, auf Orffschen eine Tarantella zu kloppen, sobald ich mich bücke.
Ich bücke mich jetzt mit den Knien. Dabei sehe ich aus, wie eine wunderschöne Balerina. Wenn man sich das zur Grimasse verzerrte Gesicht wegdenkt und die generelle Scheisshaftigkeit der Bewegung.
Ich habe herausgefunden, daß es Linderung verschafft, sich mit dem Rücken auf den harten Boden zu legen und die Beine anzuwinkeln. Das dumme ich, dass ich dann nicht mehr aufstehen kann, aber auf diese Weise habe ich schon einige Dinge gefunden, die ich vermisst geglaubt hatte.
Ich hoffe, diese Schmerzen gehen irgendwann wieder weg. Dann schreibe ich auch wieder was.

Posted by banana at 08:54 EM | Comments (19)
Oktober 23, 2004
Au, mein Rücken!

Bei der Bundeswehr musste ich viele Dinge machen, deren Sinn mir nicht auf Anhieb einleuchtete.
Er leutet mir auch heute noch nicht ein, aber ich habe auch vor geraumer Zeit aufgehört, mir darüber Gedanken zu machen.
Dass man als Wehrpflichtiger Dinge tun muß, deren Sinn sich nicht erschliesst, das bekommt man schon recht früh beigebracht.
Natürlich darf man als Soldat nicht mit seinen Privatklamotten rumlaufen, da sähe ja jeder anders aus und man wüsste im Kampfesgetümmel gar nicht so recht, wen man eigentlich umschiessen sollte. Deswegen tragen alle Soldaten die gleiche Uniform. Alle Soldaten? Nein! Die Soldaten, die ganz am Ende der Nahrungskette stehen, nämlich die, die gerade erst ein oder zwei wundersame Soldatentage geniessen durften, diese Soldaten, die rennen in blöden blauen Frotteetrainigsanzügen rum.
Dann sind sie nämlich leichter erkennbar für diejenigen, die sich über sie lustig machen wollen, nämlich für die, die in der gleichen Scheisse stecken, wie die mit den Trainingsanzügen, aber nicht mehr so lange.
Das ist wirklich kein Spaß, wenn man der letzte Arsch ist, in seinem Frotteeanzug und man sehnt sich dem Zeitpunkt entgegen, an dem man endlich die Uniform überstreifen kann und so als Neuzugang nicht mehr zu erkennen ist.
Natürlich sehnt man vergebens, denn mit der Uniform zusammen bekommt man ein Schild, nicht unähnlich einem Kofferschild, auf das ein Unteroffizier eher schlecht als recht den Namen gekritzelt hat und dieses Schild muß man sich dann an der Uniformjacke festmachen. Das Schild ruft laut "Hallo Leute, ich bin neu hier!".
Richtig mit der Masse verschmilzt man erst, wenn man seine Stoffnamensschilder bekommen hat und Mama sie auf die Uniform genäht hat. Selbst dann ist man noch eine Schulterglatze.
Aber ich schweife ab.
Man ist sehr froh darüber, endlich die Uniform bekommen zu haben!
Eine Uniform, diverse komische Dinge und zwei Paar nagelneue Kampfstiefel.
Aber was ist das denn? Wie sehen denn die Kampfstiefel aus? Wieso ist denn da eine weisse Naht über der Sohle? Das kann doch nicht sein! Und wie zum Henker soll ich diese Naht den sauber halten, wenn ich durch die Sümpfe wate? Wenn ich mit so einer blütenweissen Naht übers Schlachtfeld tolle, dann werde ich doch sofort von den bösen roten Truppen niedergemäht, wie ein Weizenhalm!
Das stimmt! Deswegen wurde der erste Abend nach Empfang der Uniform auch damit verbracht, die weissen Nähte zu schwärzen.
Von den Alteingesessenen bekam man auch gute Tipps, wie man die Nähte am besten schwärzen könne: Man schmiere die Naht sehr dick mit schwarzer Schuhkrem ein und zünde diese dann an. Dadurch verflüssige sie sich die Kreme und dränge tief in die Nähte ein. Das ganze solle man drei- bis viermal wiederholen und die Nähte wären schwarz, wie die Pionierseele.
Als positiver Nebeneffekt würden die Stiefel dadurch auch noch wasserdichter.
Ich fragte mich damals, wie viele Abnehmer die Hersteller dieser Firmen denn so haben werden, die grösser als die Bundeswehr sind und die die Stiefel lieber mit weissem Garn haben wollten.
Ich fragte mich auch, ob schwarzes Garn vielleicht viel teurer oder weniger belastbar ist, als weisses.
Heute denke ich, dass dahinter schon ein höherer Sinn gelegen haben muss, aber habe ihn einfach nicht verstanden.

Posted by banana at 02:50 EM | Comments (8)
Oktober 21, 2004
Wen soll er denn sonst kriegen?

An geeineter Stelle habe ich ja schoneinmal über den §§a href="http://www.spackonauten.org/aktuell/archiv/2002_07.html#000680">Sinn und Ursprung von MS Project§§/a> berichtet.
MS Project beschert weiterhin denen, die damit arbeiten eine Rechtfertigung für ihre Arbeit, denn man kann stundenlang davorsitzen, Balken hin- und herschieben, Tasks splitten, ausversehen mit Timeline speichern und sieht dabei schrecklich wichtig aus.
Danach kann man stundenlang fluchen, schimpfen, die Maus gegen den Monitor schmeissen und Dinge sagen, wie "Ich muß den Plan bis um fünf in-sync mit dem Masterplan haben und jetzt zerschiesst mir die dumme Kuh den Ressourcen-Pool!". Dabei sieht man dann auch schrecklich wichtig aus, aber nicht mehr ganz so cool.
Wie bei vielen Software-Produkten ist es bei MS Project nicht so wichtig, zu wissen, was man machen sollte, sondern man sollte besser genau wissen, was man nicht macht. Dann erspart das eine Menge Ärger. Aber der Mensch ist nunmal ein Mensch und letztendlich haben wir die ganze Kacke ja nur am Hals, weil Adam und Eva eine Sache gemacht haben, die sie nicht hätten machen sollen.
Die Projekt-Manager springen dann also auf und ab in ihren Büros und fuchteln dabei wild mit den Armen herum und wenn man fragt, was denn los sei, dann bekommt man "Scheiß MS Project" zur Antwort. Dann will man dieses feine Tool erst gar nicht kennenlernen. Gewissermassen ist MS Project also auch der Schutzschild des Managements.
Das liess die arbeitende Bevölkerung - in diesem Falle die Entwickler - natürlich nicht so einfach auf sich sitzen und so wurde irgendwann das Versions-Kontrollsystem erfunden.
Für normale Menschen ist es unmöglich, ein Versions-Kontrollsystem zu verstehen. Jeder, der es einmal versucht hat, der macht es nie wieder. Es ist ungefähr so, als wenn man Teilnehmer bei dem Spiel ist, bei dem man die Augen verbunden bekommt, zehnmal um die eigene Achse gedreht wird und dann versuchen soll, möchlichst schnell zu einem bestimmten Punkt zuzulaufen. Man gibt sich wirklich alle Mühe der Welt, aber man hat keine Chance und alle anderen haben einen Heidenspaß. Man kann also nur verlieren.
Es grenzt an ein Wunder, dass ich die korrekten Versionen von ein paar Dateien auf meiner Festplatte habe und ich werde diese Datein um Himmelswillen nicht anfassen, denn ich habe den halben Tag dazu gebraucht, herauszufinden, dass ich die falschen Versionen der Dateien hatte und den anderen halben Tag, um mir die richtigen Versionen auf die Platte zu bekommen.
Da gibt nicht nicht einfach nur Versionen, wie etwa Version 1, Version 2 und so weiter, nein, da gibt es noch verschiedene Branches und verschiedene Labels und wenn ich versuche, mir anzeigen zu lassen, über welche Version ich gerade verfüge, dann öffnet sich ein riesen Fenster voller Dateinamen, Labels, Strichen und einem winzigen Auge, dass mich über meine Version informiert. Ich fühle mich dann etwas verloren.
Dennoch habe ich es geschaft und zwar ohne jemanden anzurufen, um mir zu helfen, denn dabei hätte ich nur schlecht aussehen können.
Ich bin also etwa 50 Intelligenzpunkte zu blöd, um ein Versions-Kontrollsystem bedienen zu können. Ich glaube allerdings zumindest, begriffen zu haben, wofür man es braucht.

Posted by banana at 07:41 EM | Comments (16)
Oktober 20, 2004
Trainingsziel: Heidi Klumm

Ich habe grade beim Spülen mal wieder festgestellt, dass ich nicht die typisch Deutsche Spültechnik benutzte, sondern irgendeine fremde. Die Deutschen lassen, wenn sie abspülen, zuerst das Spülbecken volllaufen, geben etwas Spülmittel ins Wasser und spülen dann das Spülgut im Wasserbad.
Ich lasse das Wasser die ganze Zeit laufen, lasse es munter ablaufen und spüle das Spülgut unter dem Wasserstrahl. Das Spülmittel gebe ich auf den Spülschwamm. So geht es am allerbesten!
Ich weiß, dass ich damit eine Umweltsau bin, weil ich auf diese Weise die größte Menge Wasser verschwende, aber ich mag es nunmal nicht anders. Ich mag das arme Geschirr nicht in diese fiese Suppe tunken, die sich gebildet hat, nachdem man ein paar Töpfe und Pfannen abgewaschen hat. Ja, ich weiß, man sollte sich beim Spülen an eine gewissen Reihenfolge halten und Töpfe und Pfannen zuletzt waschen, um der frühzeitigen Versuppung entgegenzuwirken, aber das mag ich nicht.
Ich mag ja auch nicht meine Einkaufszettel nach der Anordnung der Waren im Supermarkt aufschreiben. Es ist schon schwer genug, im Supermarkt die Einkaufstaschen so zu packen, dass alles einigermassen unversehrt zuhause ankommt.
Beim Spülen habe ich mich auch gefragt, warum man eigentlich die Spülschwämme viel öfters auswechselt, wo sie doch so lächerlich billig sind und die rauhe Seite nach ein paar Sessions ziemlich stumpf wird.
Und während ich da so wische und wasche, fällt mir eine alte Geschichte mit einem Spülschwamm ein.
In dem Studentenwohnheim, in dem ich während des Studiums wohnte, gingen alle Wohngemeinschaften von einem Gang ab, der gleichzeitig auch ein Balkon war. Vom Balkon aus konnte man in die Küchen der WGs schauen, die das solziale Zentrum der WGs waren. Das war eine feine Sache, den in kürzester Zeit kannte man alle Leute, die auf dem gleichen Gang wohnten und es war immer jemand da, den man besuchen konnte.
In der WG neben uns wohnten fünf StudentenInnen. Vier machten sehr viel zusammen, der fünfte war ein Aussenseiter. Das wollte er so und es kamen alle gut damit zurecht.
Lief man an ihrer Küche vorbei, so kam man nicht herum, früher oder den Spülschwamm zu entdecken. Der sah nämlich erbärmlich aus. Er war jämmerlich zerschnitten, tiefe Schnitte durchzogen seinen Körper, ja ganze Stücke waren aus ihm herausgeschnitten.
Ich fragte eines der Mädels, was denn mit dem Spülschwamm passiert sei. Sie sagte, das ginge auf die Spültechnik des fünften zurück. Der hatte die Angewohnheit, die Messer beim Spülen mit der Schneide durch den Schwamm zu ziehen. Eine ungewöhnliche und gefährliche Technik, aber der Legende nach waren die Messer immer sauber und die Hände des jungen Mannes stets unbepflastert.
Jeder kannte den armen Spülschwamm.
Eines Tages war ich auf dem Weg in meine WG, da lag der Spülschwamm auf der Fensterbank des Balkonfensters. In ihm steckte ein Schild mit der Aufschrift "Holt mich hier raus!".

Posted by banana at 08:25 EM | Comments (26)
Oktober 19, 2004
Häufigster Berufswunsch: Kifferchirurg

Die Jugend von Heute sollte auch lieber mal wieder ihre Nase in ein gutes Buch stecken! So geht das ja nicht weiter mit der Jugend von Heute. Wir (die Jugend von Gestern), wir waren da nicht so! Wir waren da nämlich noch etwas anders. Ich finde, die Jugend von Heute ist kein gutes Vorbild für die Jugend von Morgen.
Wir haben wenigstens noch Wandergitarre gespielt, aber die Jugend von Heute, die spielt ja nur noch mit dem Tamagotschi rum und mit dem Handy-Telefon. Der Hamster, den man ihnen geschenkt hat, um mal etwas Verantwortungsbewusstsein in sie hineinzuprügeln, das arme Tier, das unschuldige, das verhungert vor sich hin! Total verwahrlost ist der Toni! Das Fell ist schon so verfilzt, der sieht aus, wie Bob Marley.
Aber Bob Marley kennt die Jugend von Heute ja auch gar nicht mehr. Also ich meine, die Jungend von Heute kennt Bob Marley gar nicht mehr, andersrum macht es ja keinen Sinn, weil der Bob ja schon tot ist. Heute lauscht man ja lieber den Klängen, die sich das Rödelheim Duo und andere sogenannte "Rapper" ausgedacht haben.
Früher, da gab es wenigstens noch richtige Musik, mit Melodie und da hatten die Texte auch noch einen Sinn, aber die Jungend von Heute, die feine Jugend von Heute, die hört ja lieber Ufta Ufta und dazu Rap-Besprechungsgesang.
Wir haben noch vor dem Radio gesessen und die Hitparade auf Kassette aufgenommen, wenn wir illegale Raubkopien von Rockmusik herstellen wollten! Und die Jugend von Heute? Nein, die machen sich nicht mehr die Finger schmutzig, die lassen Kollege Computer die Drecksarbeit machen! Das wäre ja noch schöner! Die klicken sich die raubkopierte Musik im Internet runter! Und dann brennen die das auf den Mp3-Player drauf und rennen damit über die Gassen und stehen nicht auf, wenn alte Menschen und SteuerzahlerInnen in den Bus kommen, weil sie einen gar nicht hören können, weil sie nämlich den Mp3-Player auf den Ohrwatscheln haben und sich mit Rap-Musik volldrönen, bis die Augen ganz rund sind.
Eine CD war der Jugend von Heute nämlich auch noch nicht fein genug, nein, da musste man ja noch die Schallplatte auswechseln, wenn sie durchgelaufen war, nein, das war ja nichts für die feine Jugend von Heute, da musste ja gleich ein Mp3-Player her, damit man sich die illegale Musik gleich draufbrennen kann, damit man schneller mit dem illegalen Abhören loslegen kann! Dann laufen sie durch die Stadt, mit ihren Hosen, die in den Kniekehlen hängen, wo der halberte Arsch rausschaut und unter der Hose sind nur noch die Schuhe und der Rucksack, weil der so tief hängt, dass der fast auf der Strasse schleift und dann haben sie ihre Mp3-Player. Da sind dann gleich 100 verschiedene Schallplatten drauf, alle illegal, alle aus dem Internet runtergeklickt und alle auf dem kleinen Mp3-Player und die schleppen sie mit sich rum.
Dabei würde es der Jugend von Heute bestimmt mal gar nicht schlecht tun, wenn sie mal 100 echte Schallplatten mit sich rumschleppen würde! Das hat noch keinem geschadet!

Posted by banana at 07:37 EM | Comments (19)
Oktober 18, 2004
Du stehst daneben, wie ein Fön

Irgendwie ist es dann doch gut, dass der Mensch kein Fell hat, wie es zum Beispiel Katzen haben. Zum einen wäre es wahrscheinlich viel zu warm, zum anderen wäre sowieso niemand mit seinem Fell zufrieden.
Dann gäbe es eine Fellmode, jeder, der gerade trendy sein möchte, der müsste sich dann das Fell in dieser oder jener Farbe färben. Alle wären neidisch auf die anderen, die von Natur aus schwarzes Fell haben. Oder auf die, die von Natur aus getigert sind oder was auch immer.
Dauernd müsste man sich das Fell umfärben und das würde eine ganze Weile dauern, weil man ja so viel Fell hat.
Dann würden auch überall Haare rumliegen.
Nein, dann habe ich doch lieber kein Fell.

Posted by banana at 08:05 EM | Comments (23)
Oktober 17, 2004
He didn't take the time to lie

Es ist eigentlich gut, dass die Freizeitparks demnächst in die Winterpause gehen. Sie schliessen dann und machen erst wieder im späten April wieder auf.
Im Moment bin ich nämlich reichlich verdorben. Keine Bahn der Welt kann mich mehr schocken. Vielleicht wird das nach der Winterpause wieder besser sein. Ich hoffe es, aber ich glaube es noch nicht so richtig.
Ich kann mit Fug und Recht behaupten, dass mich keine Bahn der Welt mehr schocken wird, denn ich bin die schnellsten und höchsten Bahnen der Welt gefahren und zwar in der ersten Reihe.
Durch die Zeitungen ging unlängst ein Bericht, dass Achterbahnfahren ungesund wäre, weil der Blutdruck sich ungesunderweise steigern würde. Das mag sein, aber mein Blugdruck steigert sich nicht. Ich bin ganz cool, wenn ich in den Wagen einsteige.
Ich war cool, als ich Platz nahm in Hulk, Duelling Dragons, Rockin' Roller Coaster, Flying Unicorn, Kraken, Gwazi, Scorpion, Kumba, Montu, Python, Alpengeist, Big Bad Wulf, Apollos's Charios, Loch Ness Monster und so weiter.
Also ist Achterbahnfahren nicht ungesund.
Was ich mit diesem Beitrag und mit den vorhergegangenen Beiträgen sagen will ist: Bitte nehmen sie die Allee der Spackonauten aus ihren Linklisten (auch krankerweise Blogroll genannt) heraus. Ich will mit der Blog Szene nichts zu tun haben. Sie hat schon genug mit sich selbst zu tun. Danke.

Posted by banana at 05:05 EM | Comments (16)
Oktober 16, 2004
Free Willy gegen Willy Wuff

Ein kleiner Zirkus hat drei Elefanten: Bimm, Bamm und Bumm. Aus Geldmangel muss einer der Elefanten erschossen werden.
Welcher Elefant wird erschossen?
Bimm!
Im Schwimmbad schaue ich gerne den Kindern dabei zu, wie sie vom Einmeterbrett springen. Kinder machen sowas ja stundenlang.
Einen Witz machen sie dabei immer: Man stellt sich auf das Brett und sagt "Ach, da vorne ist ja kein Wasser!" dann schauen sie in die Luft, machen "Dumm-di-dumm" und laufen los. Dann fallen sie von Brett, schreien, tauchen wieder auf und dann wird gelacht, dass es eine Art hat.
Dabei ist das eigentlich gar nicht lustig.

Posted by banana at 08:15 EM | Comments (5)
Oktober 14, 2004
Könnten sie mir vielleicht einen kleinen Schubs in die Gegenrichtung geben?

Mittlerweile mache ich oft merkwürdige Dinge. Absonderliche Dinge? Oder sind es eher eigentümliche Dinge? Schrulligkeiten sind es wohl am ehesten. Aber keine symapthischen Schrulligkeiten, sondern Scheißschrulligkeiten.
Ich merke es wenigstens noch, wenn auch nur mit ein paar Tagen Verzögerung, aber ich merke es noch. Irgendwann, in nicht mehr ganz so ferner Zukunft, da werde ich es nicht mehr merken und dann bin ich endgültig schrullig und alle Welt wird es wissen, weil ich dann nämlich ganz offen über meine schrulligen Taten sprechen werde und vorher nicht mehr großartig ankündigen werde, dass es eine Schrulligkeit war.
Da wären diese Unterhosen, die ich mir gekauft habe. Es sind drei Unterhosen. Von Calvin Kline. Ja, solche von der Art, bei denen peinlicherweise Calvin Kline auf dem Bund draufsteht. Die habe ich mir gekauft, dabei finde ich es eigentlich saublöd, wenn auf dem Unterhosenbund Calvin Kline steht. Normalerweise trage ich meine Hosen auch nicht so tief, dass man den Bund der Unterhose so weit sehen kann, dass man Calvin Kline lesen könnte. Ich trage meine Unterhosen auch nicht so hoch, dass man es lesen könnte, denn das wäre unbequem. Generell können also Leute relativ selten lesen, was auf dem Bund meiner Unterhose steht, es sei denn, ich bin grade auf der Flucht, nachdem ich die Hosen runterlassen musste, aber auch das kommt nur äusserst selten vor.
Ich habe mir die Unterhosen aber trotzdem gekauft und zwar nur aus einem einzigen Grund. Genau dieser Grund macht den Unterhosenkauf zur Schrulligkeit.
Ich habe sie mir gekauft, weil sie so billig waren. Drei Calvin Kline Unterhosen zur Preis von zusammen 5 Dollar, das war zuviel für mich. Da habe ich sie gekauft.
Ich mag sie nicht, sie passen mir nichteinmal. Ich dachte, Grösse 32 wäre die gleiche Grösse, wie bei Jeans, aber das ist eindeutig nicht der Fall. Ich kann die Unterhosen locker über der Jeans tragen und selbst dann sind sie nicht zu eng.
Da saß ich also zu Hause, mit Riesenunterhosen in der Hand und wunderte mich über mich selbst. Der Kaufrausch war verflogen und ich bekam etwas Angst vor mir.
Ich würde den Leuten, die meine neuen Jeans loben würden nicht erzählen, wie billig sie gewesen sind, bei den T-Shirts auch nicht und auch nicht bei den anderen Schnäppchen.
Wenigstens hatte ich die nicht nur gekauft, weil sie so billig waren, sonder ich brauchte sie wirklich. Und sie passen sogar.

Posted by banana at 07:00 EM | Comments (10)
Oktober 13, 2004
Du kannst nicht glauben, dass sie bricht

Heute haben wir endlich den Weihnachtsbaum im Büro aufgestellt und geschmückt. Das war auch allerhöchste Zeit! Es sind nur noch elf Wochen bis Weihnachten und schließlich braucht man immer eine ganze Weile, bis man sich in die festliche Stimmung so richtig hineingefiebert hat. Leider ist es noch zu lange hell, so können wir den Glanz der Lichter noch nicht so richtig genießen. Aber das wird sich ja bald ändern.
Im Kollegenkreise stoßen wir auf breites Unverständnis. Etwas mehr Toleranz hätte ich mir eigentlich schon erhofft, erbeten und ehrlich gesagt auch erwartet. Was können wir denn dafür, dass die Supermärkte schon Christstollen und Adventskalender verkaufen? Wir verkaufen weder Christstollen, noch Adventskalender und möchten auch nicht mit den Supermärkten in einen Topf geworfen werden. Ich bin kein Hotel, keine Bank, ich sehe auch nicht aus wie ein Sparschwein oder wie ein Kassenschrank. Aus diesem Grund verzichten wir auch auf das Absingen von Weihnachtslieder, obwohl einige Spaßvögel schon welche angestimmt haben. Ich distanziere mich hiermit von dem Absingen von Weihnachtsliedern im Büro. Basta!
Eigentlich läuft das doch mit den ganzen Phobien genau verkehrt herum. Eigentlich ist nicht derjenige verrückt, der eine Phobie hat, sondern derjenige, der sie nicht hat. Das gilt zumindest für meine beiden Lieblingsphobien, nämlich für die Höhenangst und die Flugangst.
Jeder, der keine Höhenangst und/oder Flugangst hat, der ist nicht in der Lage, sich der Gefährlichkeit der Situationen, in denen man sich befindet, wenn sich diese Phobien einstellen, bewusst zu werden.
Oder sie sind einfach nicht genau genug informiert. Kinder sind im Allgemeinen dümmer, als Erwachsene. Und? Haben Kinder vielleicht Flugangst oder Höhenangst? Nein, haben sie nicht, weil sie einfach nicht wissen, in welcher wahnsinnig gefährlichen Gefahr sie sich befinden. Kinder lieben es, im Flugzeug zu sitzen und sich von den Stewardessen Apfelsaft bringen zu lassen. Sie wollen gar nicht wieder runter auf die Erde. Aber mal ehrlich - über dieses Stadium sollten wir doch hinaus sein, oder?
Wenn man in einem Flugzeug sitzt, dann befindet man sich in einer Höhe von bis zu 10 Kilometern. Zehn Kilometer muss man erstmal laufen, das ist nämlich verdammt weit! Zehn Kilometer Höhe, das kann man sich fast gar nicht vorstellen. Sie können es sich vorstellen? Sehr gut! Dann haben sie den ersten Schritt zur Phobie schon getan.
Die Erdanziehungskraft ist immer da. Sie hat sich in den letzten tausenden von Jahren nicht ausgeschaltet und sie wird sich auch in absehbarer Zukunft nicht ausschalten. Und das, was die Erdanziehungskraft machen will, ist die oben erwähnten 10 Kilometer zu verkürzen und zwar wesentlich schneller, als es Gesund ist, denn nach den 10 Kilometern kommt harte Erde oder weiches Wasser. Das Wasser kann noch so weich sein, bei dem Tempo, mit dem man aufschlägt ist das grade mal scheißegal. Glaubt mir, ich weiß, wie hart Wasser sein kann, denn ich bin Summit Plummet runtergerutscht!
Das allerletzte, was die Naturgesetze also wollen, ist, dass wir uns in 10 Kilometern Höhe aufhalten. Zumindest, wenn wir statt einer 10 Kilometer hohen Berges nur einen viel zu schmalen Sitz und eine lächerlich dünne Bleckhülle unter dem Arsch haben.
Es macht nicht wirklich Sinn, sich gegen den Willen oder die Gesetze der Natur zu wehren.
Aber was macht der Mensch, er steigt in Flugzeuge und tut so, als wäre er nicht der permanenten Lebensgefahr ausgesetzt. Stattdessen leistet man sich noch den Luxus, die Sicherheitsvorführungen zu ignorieren, bei dem die Crew zum Beispiel Schwimmwesten vorführt.
Naja, eigentlich kann man die Sicherheitsvorführungen getrost ignorieren, denn so eine Schwimmweste fühlt sich wahrscheinlich stark überfordert, wenn man mit ordentlichem Karacho auf die Wasseroberfläche aufschlägt, dass es einem den Arsch aufreißt.
Es sollte also eigentlich Seminare geben, die der Aufklärung dienen. Flugangstseminare nämlich. Es gibt auch Flugangstseminare, aber da versuchen sie, einem die Flugangst auszutreiben, indem sie die Funktionsweise eines Flugzeuges erklären und ähnliche Dinge tun.
Am Grundsätzlichen Problem ändert das aber nichts: Wenn man fliegt, dann hat man zwischen sich und dem Erdboden nichts als Luft und das ist normal.

Posted by banana at 07:30 EM | Comments (5)
Oktober 12, 2004
Rock the Knödel of love

Die Zukunft teilt sich inzwischen in zwei Teile auf. In einen Teil vor dem 29.10. und in einen Teil nach dem 29.10. Der 29.10. wird der längste Arbeitstag des Jahres, denn an diesem Tag erscheint GTA: San Andreas. Es ist schon lange lange her, dass ich mich derartig auf ein Spiel gefreut habe. Das liegt vielleicht daran, dass diesen Sommer keine erwähnenswerten Spiele herausgekommen sind. Ich zähle auf jeden Fall schon die Tage. Moment... Es sind noch 17, glaube ich.
Ich kann meiner Vorfreude allerdings nicht so schön Ausdruck verleihen, wie einer der Rezensenten auf Amazon:
*schnipp*
Es ist DAS Spiel! Und es wird kein anderes mehr geben, was so umfangreich, so präzise, so realistisch und so FETT ist.
GTA SAN ANDREAS wird jeden vom Hocker hauen, sogar Erwachsene.
*schnapp*
Auf präzise Spiele habe ich ja schon immer total gestanden.
Hier noch ein paar Urlaubsbilder.
In Amerika ist alles ein bißchen extremer, als hier. Bei Wasserrides wird man §§a href="http://www.spackonauten.org/images/nassabergut.jpg" target="_blank">nasser, als hier§§/a>. Die Achterbahnen sind §§a href="http://www.spackonauten.org/images/endlichdaheim.jpg" target="_blank">höher, als hier§§/a> und man freut sich auch mehr als hier, §§a href="http://www.spackonauten.org/images/diebezwingung.jpg" target="_blank">wenn man sich getraut hat, mit der Achterbahn mitzufahren§§/a>. Darüber hinaus freut man sich, in §§a href="http://www.spackonauten.org/images/prcrmobile.jpg" target="_blank">coolen Autos mit coolen Aufklebern§§/a> rumzufahren. Es ist auch §§a href="http://www.spackonauten.org/images/hothothot.jpg" target="_blank">wärmer, als hier§§/a>. Die Freifalltürme sind §§a href="http://www.spackonauten.org/images/towerofterror.jpg" target="_blank">etwas aufwendiger Thematisiert§§/a>. Das Tragen des §§a href="http://www.spackonauten.org/images/grillfuss.jpg" target="_blank">falschen Schuhwerkes wird stärker bestraft§§/a>.
Und das hier ist meine neuer Lieblings-Looper: §§a href="http://www.spackonauten.org/images/kraken.jpg" target="_blank">Kraken in Seaworld§§/a>.
Ja, ok, ok, jetzt kommen wieder die schlauen Leute, die sagen, Tower of Terror sei kein Freifallturm und Top Thrill Dragster sei gar keine Achterbahn. Aber das ist mir egal. Ich bin schon damit gefahren und Ihr nicht. Ätschibätsch.

Posted by banana at 08:07 EM | Comments (4)
Oktober 11, 2004
Ritter Rotz und Prinz Post

Es ist merkwürdig: Obwohl ich mich übel fühle, wie Ritter Rotz, habe ich Hunger, wie ein Spätheimkehrer. Normalerweise esse ich viel, bevor ich krank werde und gar nichts, wenn ich krank bin. Diesmal ist es umgekehrt.
Zur Abwechslung (und eigentlich am meisten für mich) mal wieder ein Rezept:
Chili "Quell der Freude"
Zutaten:
1kg Hackfleisch, halb Schwein, halb Rind
3 kleine Dosen Pizzatomaten, gestückelt, ohne Gewürze
3 Rote Paprikaschoten
3 Dosen Chilibohnen (oder Kidney Bohnen, dann wirds weniger scharf)
1 grosse Dose weisse Bohnen mit Suppengrün
1 Tube Tomatenmark
1 Pfund Zwiebeln
4 Knoblauchzehen
3 TL Kreuzkümmel/Cumin
3 TL Oregano
Tabasco-Sosse (je nach Geschmack)
1/8 Liter Rotwein
Gekörnte Brühe
Salz, Pfeffer, 1/2 TL Zucker

Zubereitung:
Die Zwiebeln schälen und in feine Würfel schneiden. Die Paprikas putzen und in Stifte schneiden. Die Knoblauchzehen schälen.
Das Hackfleisch scharf anbraten (am besten in zwei Töpfen, sonst wird es nicht braun und das braune brauchen wir für den Geschmack), bis es krümelig wird. Die Zwiebeln zu dem Hackfleisch geheb, den Knoblauch dazu pressen. Die Zwiebeln und den Knoblauch mitbraten, bis die Zwiebel glasig ist. Das Tomatenmark dazu geben (ich nehme meistens die ganze Tube) und auch mitbraten. Die Hitze zurückschalten, die Tomaten, die Bohnen, die Paprika und den Wein dazugeben.
Mit der gekörnten Brühe würzen, Kreuzkümmel und Oregano dazugeben.
90 Minuten kochen lassen. Mit Tabasco, Zucker, Salz und Pfeffer abschmecken.

Also, ich find's sehr lecker. Man kann noch 1TL gemahlenen Kümmel dazugeben, dann wird es bekömmlicher. Ich mag es gerne matschpampig. Wer die Paprikas noch mit etwas Biß haben möchte, der gibt sie er 10 Minuten vor Ende der Garzeit dazu. Den Wein kann man weglassen oder durch eine kleine Flasche Bier ersetzen. Klingt komisch, schmeckt aber gut.
Jetzt habe ich abernoch eine Frage: Wie bereitet man ein schönes Spiegelei zu?
Das kann doch nicht so schwer sein, aber mir gelingt es nicht. Das Ei läuft zu weit auseinander, mehrere Eier laufen ineinander, es bildet sich eine weisse Schicht über dem Dotter und überhaupt ist alles ganz schrecklich.
Folgende Sachen beachte ich schon:
- Pfanne sehr heiss
- Butter/Schmalz statt Öl
- Deckel auf die Pfanne
trotzdem will es nicht so recht gelingen. Ich bin schon fast total verzweifelt. Naja, nicht wirklich, aber ich würde das schon gerne können, das Spiegeleimachen.

Posted by banana at 05:04 EM | Comments (16)
Oktober 10, 2004
I'm not a perfekt person

Der Tag des Erinnerungsfotos, der gestern stattfand, war ein voller Erfolg. Obwohl imense Mengen an Hardware aufgefahren wurden, dauerte es weniger, als eine Stunde, bis alles so funktionierte, dass wir arbeiten konnten. Und wir arbeiteten tatsächlich: Alle vorliegenden Fotos wurden gescannt, mehr oder weniger sinnvoll benannt und in ebenso mehr oder weniger sinnvoll benannten Verzeichnissen abgespeichert. Am Ende erhielt jeder der Teilnehmer eine CD, auf der sich alle gescanten Bilder befanden.
Eine feine Sache.
Merkwürdigerweise interessierte sich heute keine Sau mehr für den Handtuchhalter, der gestern abend "einfach so" von der Wand gefallen war. Gestern Nacht war das Interesse noch erheblich grösser. Angeblich wurde bis morgens um vier versucht, den Handtuchhalter wieder an der Wand zu befestigen. Leider ohne Erfolg, dafür aber mit viel Lärm. Wenn man besoffen ist, dann verschieben sich eben einige Prioritäten.
Ich habe mich schon fast damit abgefunden, dass jetzt rechts neben meinem Waschbecken mehr Platz ist, aber auf die Dauer ist es doch sehr unpraktisch, wenn man die Handtücher immer vom Boden aufhängen muß. Irgendwann werde ich den Halter wieder an der Wand festmachen. Ich bin heute schon instruiert worden, wie das zu tun ist, man muß nämlich einfach nur die Schraube reindrehen und dann hält das wieder.
So einfach ist das. Gitarrespielen tut man übrigens so: Mit der linken Hand drückt man die Saiten runter und mit der rechten schlägt man sie an. Auch ganz einfach.
Ein bißchen schmunzeln musste ich schon, fühlte ich mich doch an einen anderen Abend in sehr ähnlicher Besetzung erinnert.
Der Gastgeber wohnte über einem Psychologen, der grade eine schwere Phase durchmachte. Die schwere Phase äusserte sich darin, dass er sich jede Nacht vollsoff und dann Randale machte, insbesondere wenn man Nachts zu laut war. Dann fühlte er sich nämlich dabei gestört, wie er am Telefon seine Exfrau zusammenbrüllte und machte einen tierischen Aufstand.
Wir mussten also sehr leise sein.
Wir waren auch sehr leise.
Das Schlafzimmer des Psychologen lag unter der Küche des Gastgebers. Die Küche hatte einen Steinboden und musste während des Abends aus irgendwelchen Gründen mehrfach durchquert werden.
Also zogen wir unsere Schuhe aus und schlichen durch die Wohnung. Wir alle hatten kein Interesse daran, den Psychologen persönlich kennenzulernen.
Gegen vier Uhr morgens hatten wir ein Problem. Wir sassen vor dem Computer, spielten Worms, tranken Bier und rauchten. Im Laufe des Abendds hatten wir alle Aschenbecher vollgeraucht. Es war keine Kippe mehr unterzubringen.
Glücklicherweise besaß der Gastgeber aber einen Aschenbecher, der sehr groß war. Sehr groß ist untertrieben. Es war der zweitgrößte Aschenbecher, den ich je gesehen hatte. Er hatte einen Durchmesser von ungefähr 30cm, war Rosa und bestand aus Marmor. Dadurch brachte er ein stolzes Gewicht von ungefähr vier Kilo auf die Waage.
Dieser Kawentzmann befand sich im WG-Zimmer des Gastgebers und das lag auf der anderen Seite der Küche. Er hielt es für eine gute Idee, den Aschenbecher zu holen, denn er habe "keinen Bock mehr, dauernd alle Ascher auszuleeren". Wir versuchten ihn davon abzubringen, denn es gab in dem ganzen Raum keine freie waagerechte Fläche auf den man den Ascher abstellen konnte, aber es war nichts zu machen.
Er sockte davon, leise, leise, nur kein Geräusch machen.
Natürlich passierte, was passieren musste. In der Küche rutschte der Aschenbecher meinem Kumpel aus den Händen und knallte auf den Fussboden. Man hörte einen sehr lauten Schlag, dann sehr laute und sehr unzüchtige Flüche und dann eine ganz plötzliche Stille, als er merkte, dass er mit die Lage mit lauten Flüchen eher verschlimmern, als verbessern würde. Wir lachten nicht. Nicht an diesem Abend, denn wir bereiteten uns geistig schon auf eine körperliche Auseinandersetzung mit dem Psycho-Psychologen vor, aber diese blieb aus. Nach zehn Minuten spielten, tranken und rauchten wir weiter. Den Aschenbecher hatten wir tatsächlich auf den Monitor stellen können.
Der größte Aschenbecher, den ich je gesehen hatte?
Ach, der befand sich in der Fahrertür von einem alten Mercedes-Taxi, dass ein Freund von mir mal gefahren ist.

Posted by banana at 08:41 EM | Comments (18)
Oktober 07, 2004
I tell you all my secrets, but I laugh about my past

Es ist wirklich nicht leicht. Wieveil man waren denn jetzt auf des toten Manns Kist (jo ho ho und ne Buddel voll Rum)?
Dreizehn? Fünfzehn? Sechzehn? Siebzehn?
Und was machten die Männer auf des toten Manns Kist?
Gab es nur eine Buddel voll Rum für alle zusammen?
Wer war eigentlich der tote Mann?
Wenn das mal bitte jemand überprüfen könnte.
Ich hatte es ja von Anfang an nicht für eine gute Idee gehalten, aber meine Schnautze gehalten. Meine Reisebegleitung meinte, es sei eine gute Idee, ein paar Wasserparks zu besuchen. Wasserparks gäbe es nur in Amerika, nicht bei uns und es werde sie bei uns auch nicht geben.
Ich bin kein großer Freund von Schwimmbädern. Noch nie gewesen. Der einzige Schwimmstil, den ich beherrsche, ist das Brustschwimmen und das kann ich noch nichteinmal besonders gut. Spätestens, wenn ich ins Wasser muß, kann also jeder sehen, was für eine uncoole Sau ich bin. Da hilft die coolste Badehose der Welt nichts.
Und ich habe eine coole Badehose. Sie ist von Speedo, sehr elastisch, taubengrau mit ganz wenigen orangefarbenen Akzenten und sie ist geschnitten, wie eine Boxer Breif.
Jedenfalls ist sie hier eine coole Badehose. Dort trägt sowas keine Sau. Keine Sau? Nein, das stimmt nicht! Ein kleiner dicker Junge mit roten Haaren und Sonnenbrand hatte auch so eine an. Er und ich, wir hielten die Fahne hoch für die coolen Badehosen.
Alle anderen trugen Shorts, sogar meine Reisebegleitung, obwohl er sehr wohl in Besitz einer fast ebenso coolen Badehose ist, die er aber angeblich "nicht finden konnte". Das Ausmaß seiner Verrats belief sich sogar nicht nur auf mangelnde Solidarität bei der Badehosenwahl, sondern er fing auch noch an, dumme Witze zu machen, die leider so gut waren, dass ich sie hier nicht wiedergeben will, denn ich lasse mir nicht gerne die Show stehlen.
Der erste Wasserpark, den wir besuchten, war Disneys Blizzard Beach.
Blizzard Beach ist ein bißchen so zurechtgemacht, wie ein Skigebiet. Es gibt künstlichen Plastikschnee, einen Sessellift und einen Berg, auf dem eine Skischanze gebaut ist. Diese Skischanze ist §§a href="http://disneyworld.disney.go.com/wdw/parks/attractionDetail?id=BBSummitPlummetAttPage&bhcp=1">Summit Plummet§§/a>.
Summet Plummet ist eine fast 40m hohe Wasserrutsche, auf der man verdammt steil zu Boden sausst und dabei angeblich ca. 80 Sachen draufbekommt.
Ich hatte von Anfang an keine richtige Lust, dort hinunterzurutschen und wenn ich alleine gewesen wäre, dann hätte ich es auch bestimmt nicht gemacht. Ich hatte aber keine Wahl, denn wir hatten uns zum Grundsatz gemacht, alle Attraktionen, die es gab auch auzuprobieren. So gab es kein zurück, vor allem, weil mein Kumpel keine Anzeichen der Angst zeigte, die sich in mir so langsam breit machte.
Summit Plummet ist auf einem Berg, der von mir aus eigentlich schon hoch genug war. Den Verantwortlichen war er aber nicht hoch genug und so bauten sie noch einen gut und gerne 15m hohen Turm aus Holz darauf.
Gegen vier Uhr erklommen wir den Turm. Er zuerst, ich ziemlich unsicher und mich fest am Geländer festhaltend hinterher.
Zweimal machte ich Pause und wollte eigentlich umdrehen, aberich überwand mich und kletterte den Turm bis ganz oben hinauf.
Die Aussicht war wunderschön scheisse. Ich klammerte mich immernoch am Geländer fest, als ich sah, wie er sich ohne zu tögern in die Rutsche setzte. Kurz darauf leuchtete eine grüne Lampe auf, eine Schranke wurde nach oben gezogen wurde und mit einem "plump" verschwand er aus dem Blickfeld. Einfach weh. Der hatte es hinter sich. Er hatte nichteinmal geschrien.
Nun war ich an der Reihe auch ich setzte mich in die Rinne und versuchte nur nach oben zu schauen, denn da sah es nicht so hoch aus. Zum Glück konnte man die Rutsche von hier aus nicht einsehen, denn dazu war sie zu steil.
Ich sah der Bademeisterin ins Gesicht, weil ich hoffte, sie könnte mir Trost und Kraft spenden, aber sie kaute nur auf ihrem Kaugummi und als auch meine grüne Lampe leuchtete, dann zog sie einfach die Schranke hoch.
Nun war mir alles egal. Ich stiess mich ab und stürzte Summit Plummit hinunter.
Spaß hat es zu keiner Zeit gemacht. Am Anfang fiel man ein bißchen, dann hatte man das Gefühl, jemand würde mit einem Gurkenhobel die Haut über den Schulterblättern abhobeln, dann bekam man derartig hart Wasser ins Gesicht gespritzt, dass man die Augen schliessen musste und nicht mehr atmen konnte. Dieser Zustand dauerte an, bis zum Stillstand.
Ich hatte es hinter mir. Ich lag in der Rinne, freute mich, dass ich noch lebte, wollte frohlocken, durfte aber nicht, weil mich eine andere Bademeisterin dazu aufforderte, die Rutsche frei zu machen.
Ich kletterte hiraus. Meine linke Wade und mein hintern taten mir sehr weh. Es dauerte eine ganze Weile, bis ich mir meine coole Badehose aus der Kimme gezogen hatte. Wenigstens wusste ich, warum ich der einzige mit so einer Badehose gewesen war.
Mein Kumpel stand ein paar Meter weiter, lachte und sagte "echt Scheisse, was?"
Ich konnte ihm nur zustimmen.
Grund zum Lachen gab es dann aber doch noch. Als ich drei Tage später aus der Dusche stieg, §§a href="http://www.spackonauten.org/images/schmerzpopo.jpg">sah mein hintern so aus§§/a>.

Posted by banana at 09:06 EM | Comments (13)
Oktober 06, 2004
Whole life ahead of her

Huddeln (verb, hessisch): nachlässig, in übersteigerter Eile handeln und deshalb wichtige Tätigkeiten nicht ausführen. Vergleiche Schludern, Pfuschen.
"Nicht huddeln!" das war einer der wichtigsten Aussprüche während des Urlaubs. Wenn wir das Auto auf dem Parkplatz eines Vergnügungsparks abgestellt hatten, dann schauten wir uns an, sagten "So, jetzt nicht huddeln" und dachten erstmal genau darüber nach, was zu tun war.
Wir taten das, weil wir durchaus schlechte Erfahrungen gemacht hatten. Bei früheren Reisen hatten wir oft gehuddelt. Wir merkten uns nicht, wo das Auto abgestellt war, wir vergassen die Fotoapparate im Auto, wir vergassen, Getränke einzupacken und so weiter. Da hatten wir gehuddelt. In Amerika aber, da wollten wir nicht huddeln, weil dort die Parkplätze noch grösser sind, als bei uns. Also huddelten wir auch nicht (ok, einmal habe ich ein bißchen gehuddelt, aber das tut jetzt nichts zur Sache, ist ja auch nicht so schlimm, dass ich von Sea World keine Videoaufnahmen habe).
"Nicht huddeln" wurde also zum geflügelten Wort. Am Anfang meinten wir es noch im Spaß, später aber, da benutzten wir das Wort in vollem Ernst.
Groß war unsere Freude, als wir plötzlich an einer Ausfahrt vorbeikamen, an der es ein Fast Food Restaurant gab, das §§a href="http://www.huddlehouse.com/">Huddle House§§/a> hiess. Wie feixten wir da und waren vergnügt. Die Freude hielt aber nicht lange an, denn kurz vor der Ausfahrt sausste ein Auto mit waghalsigem Tempo links an uns vorbei, setzte sich dann vor uns, bremste stark ab und lenkte im letzten Moment noch in die Ausfahrt ein. Beinahe hätte es einen Unfall gegeben.
"Da ist ja wohl klar, wohin der jetzt fährt."
"This is a typical Huddle House customer" sagte meine Reisebegleitung.
Wir lachten und stellten uns vor, wie es wohl im Huddle House so zugehen wird.
HH Staff: "Oh no! Shit! I forgot your BBQ Pork Sandwich. Aaaaah!!!"
HH Staff: "And the ketchup!!! And the drink!!! Aaaah!!"
HH Customer: "Oh no! I forgot my money in the car! Aaaah!!!"
HH Customer: "And the keys!!!! And my wife!!! Aaaahh!!!"
HH Staff: "I have to get the manager!!! Aaaahhh!!!!"
HH Manager: "Aaaaaahhhh!!!"

Leider haben wir ein nie geschafft, ein Huddle House zu besuchen.
Laut §§a href="http://dict.leo.org/?search=huddle&searchLoc=0&relink=on&spellToler=std§Hdr=on&tableBorder=1&cmpType=relaxed&lang=de">Leo§§/a> ist "a huddle" übrigens ein Wirrwar. Irgendwie passt das ja.

Posted by banana at 07:09 EM | Comments (14)
Oktober 04, 2004
I'm shining like a new dime

Ich habe empirisch herausgefunden, warum allein stehende Männer immer den Klodeckel offen lassen, obwohl das nach Feng-Shui Regeln streng verboten ist, denn Feng-Shui sagt, dass dann das Geld das Klo runter fließt. Aber auch gegen Feng-Shui hilft: Einfach nicht dran glauben.
Alleinstehende Männer lassen deswegen den Klodeckel offen, weil man dann, wenn man ins Klo geht, mit einem Topf in beiden Händen, um das verdorbene Essen von vor einer Woche wegzukippen, man nicht erst den Klodeckel öffnen muss.
Dafür ist man sehr dankbar, denn man wendet den Kopf möglichst weit ab von dem Topf, denn er enthält Dinge, denen man sich mit dem Körper im Besonderen und dem Gesichte im Speziellen möglichst nicht nähern möchte. Dann kann es schon mal zu verdammt noch mal brenzligen Situationen kommen, wenn dann der Deckel unten ist.
Ich weiß, ich weiß, man soll kein Essen ins Klo kippen, weil dann die Ratten kommen. Sie leben in der Kanalisation und machen so Ratten-Business und auf einmal kommt ein leckeres Essensbröckchen vorbeigeschwommen. Die Ratten denken dann "Leck mich fett! Wenn das nicht ein leckeres Essensbröckchen ist! So ein Zufall! Ich hab' nen Kohldampf, wie ein Kutscher!" dann schnappen sie das Essensbröckchen mit ihren kleinen Rattenpfoten und schieben sich das zwischen die Kiemen (bildlich gesprochen, natürlich weiß ich, dass Ratten als Säugetiere keine Kiemen haben, genau, wie Affen, Hunde, Wale und Delphine). Dann sind sie erst so richtig angefixt, die Ratten, dann denken sie "Boah! Das war verdammt lecker und mein Pans ist noch nicht gefüllt. Ich schwimme mal dahin, von wo der Essensbrocken kam. Da ist bestimmt noch mehr zu holen." gesagt, getan und zack! hat man die Brut im Badezimmer sitzen. Das will natürlich keiner.
Das spricht natürlich andererseits dafür, den Klodeckel geschlossen zu halten, denn dann sind die Ratten im Klo eingesperrt, bzw. stoßen sich am Deckel den Kopf, werden bewusstlos und dann ertrinken sie im Klowasser. Kein leichter Tod, das Ertrinken im Klowasser, aber zum Glück hat so eine Ratte Karma-mässig sowieso ziemlich gelitten.
Es ist aber auch ein Horrorszenario, wenn man auf das Klo gehen will, man macht den Deckel auf und dann springt einem eine Ratte ins Gesicht. Dann lieber den Deckel offen lassen und den Ratten ins Auge sehen.
Ich wollte nur klarstellen, dass ich es unter allen Umständen vermeide, Essensreste ins Klo zu schütten und zwar aus dem oben genannten Grund: Ich will keine Ratten bei mir in der Wohnung haben!
Manchmal kommt es aber vor, dass ich in der Zwickmühle bin. Was mache ich mit ganz flüssigen Sachen, wie zum Beispiel Suppe? Das kann man doch nicht in den Papierkorb geben! Ich gebe zu, dass ich schon die eine oder andere Suppe ins Klo gekippt habe. Aber es hat mir keinen Spaß gemacht. Es hat mir mehr wehgetan, als der Suppe, denn das schlechte Gewissen zerfraß mich danach. So ähnlich, wie Sodbrennen.
Wieso heißt das eigentlich Sodbrennen? Brennt einem dann der Sod? Ich kenne keinen Teil meines Körpers, der Sod heißt. Vielleicht ist es auch einfach Sod, das brennt. Keine Ahnung.
Ach, die Welt ist voller Rätsel und merkwürdiger Erscheinungen.
Es ist im Übrigen gar nicht schlecht, wenn man Lebensmittel, insbesondere solche mit hohem Fettgehalt wegwirft.
Viele Städte verfügen über Müllheizkraftwerke. Durch die auf die Spitze getriebene Mülltrennung haben viele Müllheizkraftwerke Probleme, genug Müll zu bekommen. Genug Müll zu bekommen, der auch noch gescheit brennt.
So freuen sich die Müllheizkraftwerke, wenn man mal ein Schnitzel mit Fett wegschmeißt, denn es hat einen guten Brennwert.
nein, ich boykottiere nicht die Mülltrennung, ich unterstütze die Müllheizkraftwerke.
Jetzt muss ich schließen, denn ich bin fast total erschöpft.
Aber das nur am Rande.

Posted by banana at 07:20 EM | Comments (30)
Oktober 03, 2004
And the reason is you

Früher fand ich, alle Leute machten auf mich einen intelligenteren Eindruck, als die Deutschen.
Später dachte ich das nicht mehr. Ich hatte auch eine Erklärung dafür: Bei den anderen verstand ich nicht, was sie sagten, deswegen kamen sie intelligenter rüber. Bei den Deutschen verstand ich es zwangsläufig und ich bekam mit, wie vollkommen hoffnungslos bescheuert die allermeisten Leute sind.
Alle Menschen sind also im gleichen Masse Knalldeppen - ganz unabhängig von der Nationalität, nur verstehe ich die allermeisten zum Glück nicht.
So lebe ich glücklich und zufrieden - im Rahmen meiner bescheidenen Möglichkeiten.
Ich bilde mir ein, der Englischen Zunge relativ gut mächtig zu sein. Verstehen kann ich fast alles und verständlich machen kann ich mich in der Regel auch, wenn um mich herum nicht gerade einer dieser schlimmen Dialekte herrscht, wie sie zum Beispiel in England gesprochen werden.
Ich verstand also die Amerikaner während des Urlaubes. Trotzdem gingen sie mir nicht derartig auf den Saque, wie es meine Landsleute ständig tun. Das mag daran liegen, dass die Amerikaner tatsächlich etwas lockerer, freundlicher, lustiger, entspannter und weniger nervend sind, als die Deutschen. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass ich die Amerikaner noch nicht so lange ertragen musste, wie die Deutschen.
Ich vermute mal letzteres. Auf jeden Fall konnte ich es fast drei Wochen gut ertragen, von Amerikanern umgeben zu sein, während mir die Deutschen schon wieder auf die Nerven gingen, während ich zwei Stunden auf den Abflug wartete und das Gate sich nach und nach mit komischen Typen füllte, die so ähnlich aussahen, wie ich.
Die Männer hatten nichts zu sagen, setzten sich einfach irgendwo hin und dümpelten ihrer ungewissen Zukunft entgegen, die Frauen packten selbstgemachte Stullen aus, informierten ihren Mann darüber, dass es kein vernünftiges Brot und keine vernünftige Wurst in diesem Land gäbe und schnüffelten gleichzeitig nach allen, ob sie nicht schon wieder irgendwo übervorteilt werden würden.
Ich las derweil "Mit dem Kühlschrank durch Irland". Ein relativ gutes Buch. Es haut einen nicht vom Hocker, aber es ist sehr unterhaltsam.
Während des Fluges hatte ich dann andere Sorgen, denn mein dicker Nachbar hatte nach dem Einsteigen nur drei wichtige Dinge zu erledigen gehabt und diese auch promt erledigt: Mit seinem speckigen Arm die Armlehne in Beschlag zu nehmen, mir seinen für seine Körperfülle erstaunlich spitzen Ellenbogen in die Seite zu drücken und einzuschlafen. Diese Dinge hat er auch prompt erledigt und zwar genau in dieser Reihenfolge.
So war ich denn rechtschaffen froh, als der Junbo landete, ich mich aus dem Sitz falten konnte, nach Hause kommen konnte und meine Wohnung nicht abgebrannt, ausgeraubt oder Ungezieferbefallen wiederzufinden. Die doofen Deutschen hatte ich fast vergessen.
Wäre ich da nicht ins Kino gegangen, um mir Süperseks anzusehen.
Hinter uns sassen nämlich zwei junge Leute, die es mir Angst und bange werden liessen. Noch immer zittere ich, wenn ich daran denke, dass es noch mehr dieser Leute geben könnte, die irgendwann irgendeine Scheisse bauen, während sie eigentlich für meine Rente aufkommen sollten.
Vor allem war es dem jungen Herrn und der jungen Dame wichtig, dass der jeweils andere sie nicht stessen sollte. Ausserdem waren beide (nach eigenen Aussagen) Arschlöcher. Die Darsteller im Film waren alle behindert und hässlich. Das vorkommende Schaf war schwul. Ich persönlich fand die beiden ziemlich hässlich, aber ich bin mit dem aktuellen Schönheitsideal nicht mehr ganz auf dem Laufenden.
Wie schön wäre es gewesen, wenn die beiden wenigstens gewusst hätten, wie total retardiert sie sind und ihre Fresse gehalten hätten, aber das wussten sie leider nicht. Wer sollte es ihnen auch sagen? Ich wollte es nicht, denn ich möchte es vermeiden, mit derart dummen Leuten umzugehen.
Irgendwann im Film vielen die Sätze "Wir brauchen ein Office. Das beste Office der Stadt!" oder so ähnlich.
Junger Mann: "Was ist denn'n Office?!?"
Junge Frau: "Man, weiss isch doch nett!!!"
Wahrscheinlich war es ein Fehler, ihnen nicht zu sagen, wie dumm sie sind. Wahrscheinlich wäre es gut, wenn jeder ihnen die ganze Zeit sagt, wie dumm sie sind. Ihre Eltern werden es ihnen nicht sagen, denn die sind genau so dumm oder schon über alle Berge. Diese Leute wissen einfach nicht, wie bescheuert sie sind. Man sollte ihnen helfen. Sie sollten in der Lage sein, sich objektiv auf dem Intelligenzstrahl einordnen zu können, damit sie das Ruder noch rechtzeitig rumreissen können.
Wenn der Böse Hartz IV erst kommt, dann werden diese Leute nichts mehr haben. Dann werden sie arbeiten wollen, aber irgendwann werden sie merken, dass sie zu dumm sind, um einer qualifizierten Arbeit nachzugehen. Die unqualifizierte Arbeit wird immer weniger und so viel Müll kann man gar nicht wegschmeissen, wie Horden von dummen Leuten für einen Euro in der Stunde in Zukunft auflesen könnten.

Posted by banana at 08:50 EM | Comments (16)
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