September 10, 2004
Endlich Urlaub!


Liebe Damen, liebe Herren,
ich fliege am Sonnstag in den Urlaub. Ich habe herausgefunden, dass es in Amerika auch Achterbahnen gibt und das will ich mir natürlich mal ansehen.
Leider war ich bei der Reiseplanung derartig bescheuert, dass ich nicht darauf geachtet habe, dass die Parks alle schon zu haben.
So blöd muß man erstmal sein.
Also muß ich zwangläufig nach Florida fahren, denn da haben die Parks noch geöffnet, wenn sich dort nicht gerade ein Wirbelwind austobt.
Also wünscht mir Spaß, Flaute und viele Abendteuer. Vielleicht schreibe ich dann was drüber.
Anfang Oktober komme ich zurück. Bis dahin müsst ihr halt woanders hingehen. Das Internetz ist ja groß.
Ach - ich habe die Kommentare in den älteren Beiträgen ausgeschaltet, weil ich keine Lust hatte, nach meiner Rückkehr schätzungsweise 2000 Spam-Einträge zu löschen. Wenn ich wieder da bin, dann schalte ich die wieder ein. Zumindest höchstwahrscheinlich.

Posted by banana at 06:42 EM | Comments (26)
September 08, 2004
Kurze Frage

Heute gibt es ein Bilderrätsel. Die Frage lautet:
Wer ist Herr Fröhlich und wer ist Herr Schön?

Gewonnen hat MC DeM
Die Lösung:
1 ist der Große,
2 ist der Kleine,
3 hat Haare,
4 hat keine.
5 hat einen hängen und
6 hat einen steh'n.
7 ist Herr Fröhlich und
8 ist Herr Schön.

Posted by banana at 07:19 EM | Comments (34)
September 07, 2004
The downtown train's a fool

Wie ist das eigentlich mit dem Bauchnabel bei der Geburt? Oder wie ist das vielmehr eigentlich mit der Nabelschnur bei der Geburt?
Das Kind kommt raus aus der Mama und die Nabelschnur ist noch dran. Ich schätze mal, die verbindet das Kind mit dem Mutterkuchen. Dann wird die Nabelschnur abgeklemmt und dann kommt der stolze Papa und schneidet die Nabelschnur durch.
Und dann?
Bei Tieren lässt man sie einfach dran. Die vertrocknet dann, wird schwarz und fällt ab.
Aber bei Menschen?
Aus irgendeinem Grund war ich bis jetzt immer der Meinung, dass die Nabelschnur irgendwie verknotet wird. So, wie wenn man in eine Lümmeltüte einen Knoten macht, weil man nicht will, dass der Saft rausläuft. Ich habe mir dann meinen Bauchnabel angeschaut und mich gefragt, wie das die Hebamme wohl hinbekommen hat mir dem Knoten. Das ist ja bestimmt gar nicht so einfach. Immerhin muß der Knoten direkt auf dem Bauch sitzen. Da darf nicht noch ein Stück Nabelschnur zwischen dem Knoten und dem Bauch sein. Wie sähe das denn aus?
Dann habe ich mir auch gedacht, dass so eine Hebamme ja eine ganz schön grosse Verantwortung trägt, wenn sie so eine Nabelschnur verknotet. Schliesslich muss der Mensch dann sein ganzes Leben mit dem Knoten rumlaufen. Ich habe mich auch gefragt, warum man keine Schleife macht.
Das mit dem Bauchnabel, das hat mich schwer beschäftigt. Ich habe dann im Schwimmbad die Gelegenheit genutzt und mir mal andere Bauchnabel angeschaut. Da wurde mir erstmal klar, wie viele verschiedene Bauchnabelformen es eigentlich gibt. Manche eher flach, manche eher knubbelig.
Als Anhänger der Nabelknottheorie habe ich die verschiedenen Bauchnabelformen natürlich auf verschiedene Knottechniken zurückgeführt.
Wird in den USA der Bauchnabel anders verknotet, als in Frankreich oder Deutschland? Knoten die Bayern anders als die Hessen? Hat der Osten anders geknotet, als der Westen?
Ich stellte mir dann die Hebammen bei der Ausbildung vor. Die Ausbilderin kündigt das Thema des Tages an: Das verknoten der Nabelschnur nach der Geburt. Wir knoten hier übrigens den einschlingigen Hanflinger. Üben werden wir mit diesen Gummibändern, die wir zuvor mit Bübchen-Creme einschmieren.
Hat Prince Charles vielleicht einen Windsor-Knoten auf dem Bauch?
Das waren Dinge über die ich nachgegrübelt habe und für die ich keine Lösung gefunden habe.
Mittlerweile bin ich mir ziemlich sicher, dass da nichts verknotet wird. Wie man zu seinem Bauchnabel kommt und warum es so viele verschiedene Formen gibt, das weiß ich allerdings immer noch nicht.

Posted by banana at 07:36 EM | Comments (16)
September 06, 2004
Nein, ich nehme keine Drogen

Die spangioformen Spongonoften waren extra aus dem Westen zu Besuch gekommen. Harald Hapermeister, der Weltmeister im Einhandhapern war auch da. Geheimkommissar Jorge DaSilva war anwesend. Auch Tine und Billie waren mit ihren Ponys da. Mercedes war auch da. Und natürlich kickte MC DeM die fetten Stylez. Ich rede von dem Spackonautischen Weltkongress zu Kaulstoß anno 2002.
Da war was los! Der Papst war aber nicht da.
Ich hatte mal wieder eine Schnitzeljagd vorbereitet. Damals war das noch einfacher, als heute, denn da kümmerte man sich noch nicht so sehr um die wilden Schnitzel. Dabei ist die Zahl der wild lebenden Schnitzel entgegen anders lautender Gerüchte stabil. Die Überjagung durch die Bundesweite Imbisskette "Die Schürzschnutzer" ist gestoppt, nachdem der Oberschnutz Arthur McPherson die Rezeptur des Doppelmoppel, eines der Hauptstandbeine der Kette, radikal verändert hatte und nur noch tränkwändlerische Jungbroben in der Lage sind, Doppelmoppel mit Genuß zu verspeisen.
Der Vogelsberg gilt unter Schnitzeljägern im Allgemeinen als gutes Jagdrevier. Besonders die Wälder um Kaulstoß wimmeln geradezu von saftigen Springschnitzeln (saltus boccus) sowie gemeinen Feldschnitzeln und den köstlichen langfasrigen Lapislumpen.
Natürlich hatte ich auch die Bauchlappen aus dem hohen Norden eingeladen. Sie gelten als Fachleute, wenn es darum geht, ein Rudel Schnitzel in die Enge zu treiben. Die Bauchlappen kamen auf ihren Rahmtieren angereist. Sie trugen buntige Wollmützen und Fäustlinge. Wegen der Fäustlinge sind die Bauchlappen so ein freundliches und glückliches Volk, denn mit Fäustlingen kann man niemandem den Stinkefinger zeigen.
Den ganzen Morgen schon hatten sich die Bauchlappen in den Wäldern zu schaffen gemacht. Sie fällten einige Bäume, versprühten Duftstoffe und wogten in rituellen Tänzen. Damit wollten sie die Götter der Jagd (Bosse, Lasse, Bjönn, Soppa, Knut, Ärta, Böna, Morot, Fläsk und Ludmilla) milde Stimmen. Ich war skeptisch, denn meines Wissens nach waren diese Götter eher für die Jagd auf die nordischen Eisschnitzel zuständig. Ich behielt meine Vorhaltungen allerdings für mich, denn ich wollte die Athmo nicht stören.
Viellmehr vertraute ich dem lustigen Völkchen und begnügte mich damit, ihnen das Rauchen beizubringen. Sie standen total auf Ernte 23!
Als die Schnitzeljagd los ging, war es schon später Nachmittag geworden. Es dämmerte breits, als ich ins Horn stiess und die Jagd damit eröffnete. Wir streiften durch die Wälder, die meisten waren zu Fuß, nur Billie und Tine ritten auf ihren Ponys. "Von den Kleppern aus könnt ihr nie im Leben ein Schnitzel fangen, ihr Pfeiffen!" rief DaSilva, aber Billie und Tine schauten ihn nur geringschätzig an.
Tine hatte Fleckchen extra mit Taschenlampen beklebt, damit die Schnitzeljäger sie nicht mit einem Schnitzel verwechseln könnten. Sie sagte, sie hätte schlechte Erfahrungen gemacht und heutzutage wäre es auch nicht mehr so leicht, gute Ponys zu bekommen.
Nach etwa zehn Minuten hatten wir ein Rudel Schnitzel aufgebracht. Es war ein schwenkspeckiges Schweineschnitzel, seine Frau, die Ilsebill sowie einige Dutzend Schnitzelkälber mit Kräuterbutter. Sie sahen sehr lecker aus, wie sie da vor uns flüchteten.
DaSilva zückte seine Walther, zielte kurz und drückte ab. Er hatte ein Schnitzelkalb mitten auf die zwölf getroffen. Es zuckte noch kurz und blieb dann liegen. Das schwenkspeckige Schweineschnitzel drehte sich kurz um, aber als es sah, daß die Lage aussichtslos war, flüchtete es weiter.
Auch die anderen zückten ihre Waffen und streckten ein Schnitzelkalb nach dem anderen nieder. Das Schweineschnitzel wollte niemand haben, da es sehr fett war und seine Frau, die Ilsebill auch nicht, denn sie war in Hawaiisosse mariniert und damit hatten einige Teilnehmer des Weltkongresses im Vorjahr schlechte Erfahrungen gemacht.
Bald hatte jeder der Teilnehmer ein Schnitzelkalb erlegt und es sich auf die Schultern geworfen. Nur Billie und Tine hatten noch nichts zu futtern. Sie schaften es einfach nicht, mit ihrem Pfeil und Bogen eines der agilen Fleischlappen zu treffen.
DaSilva sagte "schaut mal Mädels, wie das geht." und ballerte zwei Schnitzelkälber über den Haufen. Erst schauten Billie und Tine etwas schnäubisch drein, aber dann konnte man in ihren Gesichtern lesen, dass sie doch ganz dankbar waren über diese außerordentlich gute Tat von Jorge.
Als wir zurück im Anwesen waren, wuschen wir unsere Beute, schrieben mit Edding unsere Namen drauf und übergaben sie dem Koch, damit er daraus ein leckeres Abendessen bereiten sollte.
Das tat er auch. Für die Bauchlappen hatte ich 40 Dosen Tunfisch zum Trocknen aufgehängt. Sie waren sehr froh über dieses Geschenk. Ich schenkte es ihnen gerne und so ging ein Raunen durch die Lappen, weil sie ihren Dosenöffner vergessen hatten. Das war aber nicht schlimm, denn man konnte die Dosen auch ohne Dosenöffner öffnen, denn sie hatten so einen Rung dran.
So waren alle glücklich uns zufrieden.Ich gab dem Tag eine 2+.

Posted by banana at 07:23 EM | Comments (9)
September 05, 2004
You should be home, but you're not

Was meint T-Online eigentlich genau in der Werbung für die T-DSL Flatrate, wenn sie sagen, man kann Filme und Musik aus dem Internet downloaden?
Heute habe ich mal wieder etwas Schönes gelernt. Ich handelte nach dem Motto "schau es Dir bei den Kindern ab". Dieses Prinzip stellte Dr. Beizerl das erste Mal auf dem Spackonastischen Konvent zu Lieblos im Jahre 1996 vor. Ich hatte damals übrigens gerade das Internet erfunden.
Durch einen Besuch bei einer Bekannten war ich auf die Idee gekommen. Die Bekannte hat ein Kind. Vier Jahre alt. Im Tagewerk eines vierjährigen Erdenbürgers kommt des des Öfteren vor, dass man sich stösst, schrammt, zwickt oder dass man einfach auf die Fresse fällt. Dann ist man erschrocken, dann tut es irgendwo weh und dann muss man ein bisschen weinen. Dann kommt aber die Mami, schaut sich das ganze an, sagt, es sei nicht so schlimm und pustet und dann geht es schon besser. In schlimmen Fällen kommt ein Pflaster drauf und dann tut es unter Garantie nicht mehr weh.
Auch im Tagesablauf eines ausgewachsenen Spackonauten kommt es mitunter vor, dass man sich wehtut. Ich zum Bespiel habe mir heute im Kampf mit einer Skandinavischen Geheimagentin, die mich in einem nicht zu brechenden Fixiergriff festgesetzt hatte, eine Schramme zugezogen. Es war ziemlich schlimm, es war sogar ein bisschen Haut ab. Es brannte, wie Feuer. Zum Glück hat es nicht geblutet. Als ich die Agentin erledigt hatte, schaute ich mir die Wunde an. Als ich sie mir so anschaute, brannte sie auf einmal noch schlimmer, als Feuer! Sie brannte, wie die Hölle!
Ich schaute mich um. Leider wohne ich schon diverse Jahre nicht mehr bei meiner Mama. Die Sache mit dem Pusten würde mich also nicht retten können. Aber ich habe immer Pflaster im Haus. Ich schnitt mir ein grosszügiges Stück Pflaster vom Pflasterstrang und klebte es grossspurig auf die Wunde.
Was soll ich sagen? Es tat gar nicht mehr weh! Es hilft tatsächlich. Das, was wir immer als kleine Exzentrik der Kinder abtun, ist in Wirklichkeit knallharter Fakt! Wahrscheinlich ist das so eine psychologische Kiste, aber so lange es hilft, ist mir eigentlich Wurst, was es ist.
Ich habe allerdings jetzt schon etwas Angst davor, das Pflaster wieder abzumachen, aber bis dahin habe ich ja noch einige Tage Zeit.

Posted by banana at 08:34 EM | Comments (16)
September 03, 2004
Lecker ist er... auch im Kanister

Was soll der Mist eigentlich? Heute morgen fuhr ein LKW eine geschlagene Viertelstunde vor dem Büro rückwärts.
Woher ich das weiß? Ganz einfach: Es war einer dieser neueren LKW die parktischerweise piepsen, wenn see rückwärts fahren. Wahnsinnig praktisch. Schaut her, liebe Leute, ich fahre rückwärts! Ich bin ein ganz Feiner! Schaut Euch mal den Brummi an, wie er rückwärts fahren kann.
Prinzipiell ist nichts dagegen zu sagen, dass LKW piepsen, wenn sie rückwärts fahren, aber muß das denn unbedingt in einer Lautstärke sein, die allen Menschen um Umkreis von 100 Metern die Haare nach hinten fähnt, wie einem keltischen Nahkampfkrieger?
Wenn man es sich überlegt, dann macht es schon Sinn. Vielleicht ist man auf der Strasse eingeschlafen, just dort, wo der LKW rückwärts entlangfahren will. Dann wird man von dem Piepsen wach, kann sich noch die Zähne putzen und einen Kaffee trinken, dann gemütlich aufstehen und dem Brummikapitän noch fröhlich "Gute Fahrt!" wünschen, denn wenn man wach wird, dann ist der LKW noch so weit weg, dass man die beschriebenen Tätigkeiten in aller Ruhe durchführen kann.
Aber vielleicht hat sich auch eine sehr sehr schwerhörige Person hinter den LKW gelegt. Eine sehr sehr schwerhörige Person, die auch noch sehr sehr schlecht sieht.
Soweit ich weiß, darf ein LKW nur rückwärts fahren, wenn ein Einweiser dabei ist. Wie wäre es, wenn der Einweiser einfach auch etwas darauf achten würde, dass der Fahrer nicht blindlinks irgendwelche auf der Strasse schlafenden Personen über den Haufen schleicht?
Vielleicht dient diese nervensägende Sirene auch dazu, damit man feststellen kann, wenn man rückwärts irgendwo dagegen gefahren ist. Dann hat man nicht nur die haptische Rückmeldung in Form des ruckelnden Lenkrades, sondern auch noch die akkustische: Wie sie hören, hören sie nichts mehr. Damuß was schief gelaufen sein!
Ich gehe sogar so weit zu behaupten, dass das Gepiepse die Schmerzensschreie eventuell überfahrener schwerhörigeer, blinder Personen, die auf der Strasse geschlafen haben übertönen dürfte. Wenn es nicht das Gepiepse selbst macht, dann machen es die Drohungen der Anwohner und derjeniger, die gerne arbeiten wollen.
In dem speziellen Fall heute morgen, schien der Brummikapitän eher ein Brummibootsmann gewesen zu sein, denn er machte seine Sache schlecht. Er kurbelte mit rotem Kopf am Lenkrad, bald rechtsherum, bald linksherum, sein Blick spielte Ping Pong mit den Aussenspiegeln und er schien sich nicht besonders gut zu amüsieren.
Auch der Einweiser war ein Neuling. Man muß ihm allerdings zugute halten, dass seine Effektivität dadurch gebremst wrude, dass er sich die Ohren zuhalten musste.
Wenigstens fuhr der Laster konstant rückwärts. Das konnte man an dem Gepiepse hören.
Was spricht eigentlich dagegen, dass LKW auch piepsen, wenn sie vorwärts fahren? Was spricht eigentlich dagegen, dass jedes Auto grundsätzlich immer piepst? In Schweden fahren ja auch alle mit Licht.

Posted by banana at 06:14 EM | Comments (2)
September 02, 2004
Full of love and desire

Ich frage mich immer wieder, warum damals bei der Überfahrt nach Helgoland so vielen Leuten schlecht geworden ist.
Die See war nicht besonders unruhig und es war nicht besonders windig, aber bereits kurz nach verlassen des Hafens sassen 5 Leute aus meiner Tutorengruppe vor dem Klo. Nein, sie sassen nicht, sie waren eher einfach dort und machten einen erbarmungswürdigen Eindruck.
Ehrlich gesagt weiß ich erst, dass es 5 Leute waren, seit dem ich das Foto von den armen Wichten vor dem Klo gesehen habe. Ich habe mich nämlich damals auf dem Schiff nicht in ihre Nähe getraut.
Deswegen weiß ich auch nicht, ob sie tatsächlich ausgeworfen haben oder es ihnen einfach nur dreckig ging.
Ich habe mich von ihnen ferngehalten, weil ich die Kotzerei wohl für ansteckend gehalten habe. Der hohe Prozentsatz der Ausfälle führte auch zu der Annahme meinerseits, dass ich sofort losreihern würde, wenn ich den Horizont auch nur einen kurzen Augenblick aus den Augen lassen würde.
So stand ich tapfer auf dem Vorderdeck, den Blick an den Horizont genagelt. So ungefähr muß das auch Leif Eriksson gemacht haben (Leif ist Leif, na na, na na na).
Die Überfahrt dauerte drei Stunden. Die fünf armen Leute hielten sich die ganze Zeit vor dem Klo auf.
Sie konnten auch den Aufenthalt auf der Insel gar nicht so richtig geniessen, denn auch die Rückfahrt würde 3 Stunden dauern. Keine schöne Aussicht.
Auf der Rückfahrt war ich etwas entspannter. Ich hatte eine Buddel steuerfreien Whiskey und ein paar Dosen Bier im Rucksack und beschloss, zusammen mit ein paar Freunden Bier zu trinken und einfach nicht ans Kotzen zu denken. Es funktionierte! Obwohl ich nicht über den aktuellen Zustand des Horizontes informiert war, wurde mir nicht schlecht. Es muß also etwas rein psychologisches gewesen sein.
Sogar einer der Kotzer saß bei uns am Tisch und trank mit. Ihm war wahrscheinlich nur aus Solidarität schlecht geworden.

Posted by banana at 09:44 EM | Comments (8)
September 01, 2004
Store in horizontal position

Das ist das Problem mit den Menschen. Sie wollen immer alles festhalten und konservieren. Was gut ist, was mir gefällt, darüber will ich auch verfügen. Ich will es aus der Ecke kramen können und anschauen und nur für mich haben, wenn immer mir danach ist.
Ich will nicht warten und ich will auch nicht von anderen abhängig sein. Ich will es besitzen, die totale Macht darüber haben. Ich will die Momente immer wieder erleben können, immer abrufbar haben und zwar immer dann, wenn ich darauf Lust habe.
Und ich will entscheiden, wann ich die Schnautze voll habe. Ich will entscheiden, wann ich es kaputt mache.
Das ist normal. Das gibt mir das Gefühl von Sicherheit und das Gefühl von Macht. Das lässt sich auch nicht ändern. Das ist der Sammeltrieb im Menschen, die Maßlosigkeit und der Egoismus. Leider mache ich mir damit viele schöne Sachen kaputt.
Ich geniesse die Momente nicht mehr, koste sie nicht mehr aus. Ich mache mir stattdessen Gedanken, wie ich die Augenblicke festhalten und rekonstruieren kann. Ich mache mir Gedanken, was ich anstellen muß, damit ich genau das gleiche Gefühl immer wieder haben kann, immer wieder dann, wenn ich es will.
Das ist falsch. Ich sollte dankbar sein für den Augenblick. Ich sollte den Augenblick wirken lassen und in meinem Herzen wiegen. Alles aufsaugen, was ich mit den Sinnen erfassen kann. Alles in mich hineinsaugen - die Stimmung, das Licht, die Geräusche und den Geruch. Ich sollte alles in mir bewahren. Dann könnte ich mich daran erinnern, wenn ich Sehnsucht habe.
Diese weisen Worte sollten sich mal alle zu Herzen nehmen, die ständig mit Fotoapparaten und Videokameras rumrennen!

Posted by banana at 07:20 EM | Comments (14)
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