Juni 29, 2004
Mein Lieblingswort ist Hornhauthobel

Mein PC ist ein Arschloch.
Mein PC ist eine dumme Drecksau.
Mein PC ist eine mieses Schwein.
Mein PC ist eine zu Forschungszwecken ausgeschissene Placenta einer räudigen Sackratte.
Mein PC ist die in Blech getriebene Manifestation des ins Unendliche abstrahierten Begriffes Kacke.
Mein PC ist kaputt.
Deswegen schreibe ich den Text auf meinem IBook. Das ist erstens sowieso cooler, denn Bloggen auf dem IBook ist style-mässig ganz weit vorne (eat this!) und zweitens kann er es so nicht lesen. Ich muß nur dran denken, die Seite nicht auf meinem PC aufzurufen.
Da fällt mir ein, was die Leute im Fernsehen eigentlich die ganze Zeit für einen blöden Dreck reden. Da soll man "Homepages anklicken". Wie soll das bitte gehen? Da soll man "vorbeisurfen". Was soll das denn bitte sein? Die Moderatoren der immer noch beliebten Quiz-Sendungen "loggen" ständig irgendwelche Ergebnisse ein. Was ist das bitte für ein Schwachsinn? Zum Wechseln soll ich "einfach www.lycos.de eingeben". Wo denn bitte eingeben? In welchen Editor? Oder ins Terminal? Reicht eingeben schon oder sollte ich vielleicht auch noch die Feuer Taste drücken? Ach und weh! Ich verzweifle an der Welt. Eigentlich sollte es umgekehrt sein.
Schön ist es aber, wenn der Herr Lafer (Mister Lafer Lafer... Girl...), der alte Franke eine URL buchstabiert: "Ha De De Be Dobbelbungt..." Jetzt weiß ich gar nicht, ob der weiss, dass ein Slash ein Slash ist. Wahrscheinlich nicht. Die Sache mit der URL ist schon eine Weile her.
Was mir ausserdem noch total auf den Saque geht, ist dieses elende Kommentar-Spamming. Das macht mich sauer! Da dringt jemand in meine Privatsphäre ein, um sich zu bereichern und dann machen sie es auch noch auf eine derart bescheuerte Art und Weise, dass ich es als eine Beleidigung meiner Intelligenz wahrnehme.
Natürlich werden die Dinger gelöscht, das ist nicht das Problem. Das Problem ist, dass sie es überhaupt machen. Ich will auf meiner Seite keine Links zu Penisvergrösserungssites, Online Kasinos und anderen schlüpfrigeren Seiten haben (ausser natürlich, wenn ich selbst zu schlüpfrigen Seiten linke).
Sie geben sich wirklich Mühe, die Kommentare so zu verstecken, dass man sie als Leser bestimmt nicht findet. Ich als Autor sehe sie natürlich gleich und damit hat ihr letztes Stündlein geschlagen, aber die Leser?
Es werden nicht die aktuellen Einträge kommentiert, sondern irgendwelche uralten Schinken, für die sich ohnehin niemand mehr interessiert. Es wird auch nicht gerecht über die Einträge verteilt, sondern es kommt oft vor, dass ein einziger Eintrag über zehn Spam-Kommentare erhält.
Das ist wirklich blöd. Aber Leute, die solche bescheuerten Bots programmieren, die denken wahrscheinlich auch, dass andere Leute die Links tatsächlich anklicken.
Ich fühle mich auf jeden Fall persönlich beleidigt und werde jedem Bot, der mir über den Weg läuft, persönlich in den Arsch treten.

Posted by banana at 07:51 EM | Comments (0)
Juni 28, 2004
Die eiligen drei Könige

Schon längere Zeit hege ich Sympathien für Lebensmittel, die in Dosen verpackt sind. Da hätten wir normale Ananas, Kondensmilch, Ölsardinen, Bier und Corned Beef, um nur eine kleine Auswahl darzustellen.
Die herkömmliche Konservendose ist profan. An ihr ist nichts Besonderes, nichts Glamouröses. Man öffnet sie mit einem Dosenöffner, verarbeitet den Inhalt und wirft sie weg. Vorher drückt man natürlich den Deckel nach innen und quetscht die Dose zusammen, damit sie im Mülleimer nicht so viel Platz wegnimmt. Wegen der scharfen Kanten ist eine Dose nicht zu viel zu gebrauchen.
Etwas Abenteuerluft umweht die Konservendose, weil sie ein wichtiger Faktor war, warum die Franklin-Expedition, welche 1845 die Nord-West-Passage erforschen sollte, gescheitert ist. Man hatte die Konservendosen, die damals gerade erfunden worden waren, mit Blei verlötet. Die Seeleute vergifteten sich also nach und nach mit Blei, als sie die Nahrung zu sich nahmen, die in den Dosen verpackt war. Symptome der Bleivergiftung sind Konzentrationsverlust, Paranoia sowie die Unfähigkeit, Entscheidungen zu treffen. Die Dose besiegelte also das Schicksal von 134 der besten Seeleute der Britischen Marine. Oft muss ich an die Männer denken, wenn ich mir eine Dose öffne.
Das Schöne an Dosen ist, dass sie eigentlich eine wahnsinnige Verschwendung sind. Gerade die Aluminiumdosen, in denen Bier verkauft wird, sind mit einem geradezu lächerlich hohem Aufwand an Energie erzeugt worden. Dann füllt man einen halben Liter Bier hinein. Der Verbraucher trinkt das Bier und wirft die Dose weg.
Würde man einen Menschen aus der Eisenzeit (Hallstattzeit) in die Gegenwart beamen und ihm das erzählen, er würde wahrscheinlich vom Glauben abfallen.
Na ja, wahrscheinlich wäre er vorher schon aus tausenden anderer Gründe vom Glauben abgefallen, so dass die Sache mit dem Bier gar nicht mehr so der Bringer wäre, aber trotzdem. Damals musste man einen Heidenaufwand betreiben, um an Metal zu kommen. Tagelange harte Arbeit war das! Und wir? Wir füllen Bier rein, saufen das aus und schmeißen die Dose weg.
Gut, ob es Heiden waren, das weiß ich jetzt nicht so genau. Aber Aluminium kannten sie gar nicht! Das wurde ja erst später von Kettler erfunden, als er die Räder baute. Wahrscheinlich sollte man auch kein Bier in Dosen aus Eisen füllen. Vielleicht sollte man dann doch lieber einen Kerl aus der Aluminiumzeit in die Gegenwart beamen, damit er das mit der Bierdose etwas besser in den Zusammenhang einordnen kann.
Wenn man das hier gesagte über mich weiß, dann versteht man auch, warum ich nicht gerade der größte Freund des Dosenpfandes bin! Obschon ich einräumen muss, dass das Abfüllen von Getränken in Aluminiumdosen ökologisch gesehen eine ganz schöne Sauerei ist. Die Herstellung von Aluminium ist sehr sehr sehr sehr energieaufwändig. Deswegen wird sehr viel Aluminium in Island gebaut. Die Aluminiumfabrik in Walfjord verbraucht etwa 40% des Isländischen Stroms. 10% seiner Exporteinnahmen erzielt Island mit der Aluminiummacherei. Warum gerade Island? Das ist doch logisch: Dort kocht das Grundwasser. Energie ist also fast kostenlos und dabei sogar sehr umweltfreundlich zu gewinnen. Ich selbst konnte mich bei einem Besuch davon überzeugen, dass der Isländische Strom auch nicht viel schlechter ist, als unser Strom. Es muss also nicht immer Atomkraft sein!
In der Lebensmitteldosenlandschaft gibt es meiner Meinung nach drei absolute Klassiker: Campbell's Condensed Tomato Soup, Heinz Baked Beans und Ölsardinen. Die erste wurde durch Andy Warhol in den Dosenolymp gehoben, die zweite wurde durch das Cover der The Who Platte Sell Out geadelt und die Ölsardinendose ist an sich schon so klassisch, dass es keine Künstler braucht, um sie zum absoluten König in der Dosenszene zu machen. Jeder sollte immer mindestens eine Dose Ölsardinen besitzen. Socken müssen schwarz sein und jeder sollte mindestens eine Dose Ölsardinen besitzen. Soviel steht fest.
Wenn man einen schlechten Tag hatte, dann nimmt man sich eine Dose Sardinen, zwei Scheiben Vollkornbrot und dann nimmt man dieses Abendbrot für echte Männer zu sich. So muss das Hemingway auch gemacht haben.
Ich finde es wirklich schade, dass man die richtig klassischen Ölsardinen nicht mehr bekommt, nämlich die, die mit einer Art Einwegkurbel geöffnet wurden. Heute öffnet man sie mit einem Ring und dabei gibt es oft Sauerei. Die Sauerei an sich wäre nicht so schlimm, aber der Stilverlust durch das Einbüssen der Kurbel, der ist immens.
Gott sei dank gibt es da noch Corned Beef und Frühstücksfleisch! Da gibt es sie noch, diese Kurbeln und es ist jedes Mal eine große Freude für mich, eine solche Dose zu öffnen. Leider ist der Spaß nach dem Öffnen bereits vorbei, denn der Inhalt dieser Dosen ist alles andere, als eine große Freude. Manchmal bringe ich aber dieses Opfer, um in den Genuss des Öffnens zu kommen.
Im Übrigen bin ich der Meinung, dass elektrische Dosenöffner kacke sind.

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Juni 27, 2004
The way she talks when she's spoken to

Ich habe heute kurz überlegt, ob ich nicht vielleicht Stabhochspringer werden soll. Dann habe ich mich informiert und herausgefunden, dass der Weltrekord bei 6,14 liegt. Ich traue mich im Schwimmbad ja nichtmal, vom Fünfer zu Springen, und da war unten Wasser und nicht nur eine blöde Matte. Das ist also nichts für mich. Schade. Es wäre wirklich mal wieder Zeit gewesen, dass der Weltrekord nach Deutschland kommt.
Dann habe ich normalen Hochsprung in Betracht gezogen, aber da gefallen mir die Hosen nicht, ausserdem hat es mich schon immer gestört, dass die Springer mit Spikes auf den Matten rumlaufen. Die kriegen doch Löcher! Dann regnet es drauf und die Schaumstoffüllung wird nass und fängt dann irgendwann an, zu schimmeln. Sowas ist doch wirklich nicht nötig! Spikes sind ohnehin völlig überbewertet. Ich bin bis jetzt auch hervorragend ohne Spikes ausgekommen.
Abschliessend möchte ich noch bemerken, dass die Kanibalismusdebatte wohl ganz zu recht abgeebbt ist. Ich persönlich kenne zum Beispiel niemanden, der gegessen worden ist.

Posted by banana at 07:54 EM | Comments (0)
Juni 26, 2004
My achy breaky heart

Wirklich komisch, dass der Samstag im Norden Sonnabend heisst. Wahrscheinlich würden die Norddeutschen sagen, dass es wirklich komisch ist, dass der Sonnabend im Süden Samstag heisst. Sonnabend ist deswegen merkwürdig, weil der Sonabend ja vor dem Sonntag kommt. Der Abend vor dem Tag. Das geht doch nicht! Und was hat das alles mit dem Sprichwort "Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben" zu tun?
Wahrscheinlich nichts.
Meine Gedanken sind heute durcheinander, denn der Tag begann nicht besonders gut. Eigentlich wollte ich nämlich heute mit dem Rad durch die schöne Wetterau düsen. Das klappte aber nicht, weil der nagelneue Schlauch, durch den ich den löchrigen alten ersetzen wollte, ebenfalls löchrig war. Das ist natürlich ärgerlich. Das wars dann mit dem Radfahren.
Es kam aber noch schlimmer. Gegen halb zwölf hörte ich merkwürdigen Lärm. Tack, tack, tack. Dann bumm, bumm, bumm. Dann ömmel, ömmel, ömmel.
Da spielte jemand schlecht Schlagzeug. Sofort befürchtete ich, ein Trommler sei in eines der Nachbarhäuser - oder schlimmer noch - in mein Haus eingezogen, aber das war nicht der Fall.
Denn wenig später hörte ich noch jemanden, der schlecht Bass spielte, jemanden, der schlecht Gitarre spielte und schlußendlich noch jemanden, der schlecht Sang und zwar mit einer Stimme, zu der ich gerne mal die Kommentare der Deutschland sucht den Superstar Jury gehört hätte. Wenn ich schlau wäre, dann hätte ich mir gewünscht, daß der Sänger die Kommentare der Deutschland sucht den Superstar Jury zu seiner Stimme gejört hätte, dann hätte er nämlich vielleicht das Singen aufgegeben.
Ich fühlte mich ernsthaft belästigt, denn der Lärm ging mir elendig auf den Saque.
Der Klang war der typische Klang der Amateurbands, die zum Festpreis auch Ihre Party verlärmen. Wenigstens war kein Keyboard dabei.
Die Singsaitentrommel klang krachig und zu laut, die Basstrommel hatte keinen Druck, sondern machte nur durch kaum hörbares Pochen auf sich aufmerksam und die Toms, die oft zum Einsatz kamen, denn der Trommler meinte es sehr gut mit seinem Publikum, übertönten alles andere mit ihrem Waschmitteltrommel-Sound. Dazu kam eine drahtige Tweng-Gitarre, ein optimistisch gezupfter Knurrbass und die Stimme, die sich mühelos ihren Weg durch den Klangbrei schnitt.
Erschwerend kam noch hinzu, dass sich die Herren für ihre musikalischen Bemühungen die schlimmste Musikrichtung ausgesucht hatten, die der Mensch hervorgebracht hat: Country.
Das einzig positive, was ich der Sache abgewinnen kann, ist, dass ich mir jetzt noch viel sicherer bin, daß Country - und alles, was mit Country zu tun hat - die größte Scheiße ist, die es gibt.
Es gibt viel Country. Die Herren brachten es auf über vier Stunden, ohne einen Song zu wiederholen. Wobei ich mir bei den Wiederholungen nicht ganz sicher sind, denn es klang ja alles gleich.
So lag ich auf dem Sofa, stellte den Fernseher lauter, denn Lärm erzeugt Gegenlärm und war genervt.
Mir war bewußt, daß an diesem Wochenende in Langen das berühmte Langener Ebbelwoifest statt findet, dessen größte Attraktion darin besteht, dass Apfelwein auf einem Brunnen gezapft wird, aber das findet normalerweise am anderen Ende der Stadt statt.
So ging ich vor die Tür, um die Lärmquelle zu identifizieren. Sie war schnell gefunden.
In der Regel hat es eigentlich nur Vorteile, gegenüber einer 24 Tankstelle zu wohnen. Der Leser kann sich diese leicht vorstellen, wenn der Besitzer aber plötzlich Howlin' Horst and the Shitkickers engagiert, dann dämpft das die Freude doch etwas.
Dort standen sie in der geöffneten Werkstadt und spielten ihre Musik. Alle Genre-gerecht mit Cowboy-Hut, Western-Hemd und diesen komischen Schnüren um den Hals, deren Namen ich nicht kenne. Eben komplette Cowboys, genau so, wie viele Jungs an Fasching, nur ist kein Fasching, sondern Lärmbelästigungstag bei Shell.
Publikum konnte ich keins sehen, ob der Umsatz heute signifikant runter gegangen ist, weiß ich auch nicht zu sagen.
Bleibt die Frage, warum die Herren der Nachbarschaft ihre Songs präsentierten.
Ich weiß es nicht, ich schätze aber, der Betreiber will die Jugendlichen verscheuchen, die immer an der Tankstelle rumhängen. Die kommen aber eigentlich erst später.
Als die Teutonenkuhjungs um 4 Uhr fertig waren, fingen meine dauerrenovierenden Nachbarn an, zu bohren. Immer alles schön eins nach dem anderen.

Posted by banana at 04:30 EM | Comments (0)
Juni 24, 2004
Is another baby, yeah

Aus: Gespräche mit Banana
Heute: Why Mexicans are stupid, or: We improve our English with Tcherno-Bill, the American.
(To be read with a strong german accent)
00b: Do you go to Mexico, commissioner?
bna: No, I do not want to go to Mexico.
00b: But why?
bna: The Mexicans are all out of their minds.
00b: You cannot say, that the Mexicans are out of their minds!
bna: I can say that! They are all crazy like hell.
00b: No they are not! They are normal people.
bna: Yes, they are. They eat a lot of corn and they make drinks out of... How do you call those plants, Tcherno Bill?
t-b: Which plants?
bna: Those pole-plants... Green poles with stings everywhere.
t-b: Poles?
bna: Yes. Green poles with stings. They need no water. In the desert. Mexicans make drinks from them.
t-b: Cactuses?
bna: Right, cactuses. You know cactuses?
00b: Yes.
bna: Mexicans make drinks from cactuses. They chop them down, shave the stings away and make drinks out of them.
00b: Yes, it's called tequilla.
bna: They chop them down, cut them into little pieces and boil them for hours in a large pot and then they make drinks from it. It's disgusting.
00b: No, it's not.
bna: They even put a worm in the bottle. A dead worm.
00b: You do not have to eat the worm.
bna: Do they wash the worm, before they put him in the bottle?
t-b: I don't know. I think so.
bna: Only stupid people make drinks out of cactuses. I mean, there are other things that you can make drinks from, like potatos and wheat.
00b: You cannot say that the Mexicans are stupid, because they make such drinks.
bna: This is because they are so lazy. They only sit around and lie around in a hammock... Is it called a hammock?
t-b: Right, hammock.
bna: They lie around in hammocks and do nothing all the time.
00b: You are talking a loada shite.
bna: No! They do nothing and the sun is very hot and the sun is shining on their heads and then they are very bored and then they have stupid ideas, like "There are so many cactusses here, let's chop down this cactus and make drink from it".
00b: You are stupid.
bna: ..and then put a dead, unwashed worm in the bottle
00b: Shut up.
bna: ...for the tourists
00b: You have lost your marbles.
bna: ..and for export.

Posted by banana at 10:37 EM | Comments (0)
Juni 23, 2004
Our house in the Middelowa Street

Gestern habe ich mal wieder das kalte Kotzen bekommen. Aus Versehen zapte ich auf einen Kanal, auf dem gerade das neue Video der Big Brother Bewohner gespielt wurde.
Ich habe nichts gegen Big Brother. Wer gerne ein Jahr in einem Container leben möchte, in dem er Tag und Nacht von Kameras gefilmt und von vielen anderen Menschen begafft wird, der sollte das auf jeden Fall tun. Man muß nicht arbeiten gehen, nicht einkaufen gehen und bekommt von der bösen Welt nicht so viel mit. Außerdem kann man da prima sein Ding machen, zu diversen Sachen stehen und der Nation beweisen, was für ein geistiger Tiefflieger man ist.
Eine feine Sache ist das. Man wird schließlich auch nicht dazu gezwungen, sich das anzusehen. Es ist relativ einfach, ein Big Brother freies Leben zu führen.
Wenn man nicht aus Versehen auf einen Kanal stößt, auf dem gerade das neue Big Brother Lied gespielt wird.
Ich war gelinde gesagt entsetzt. Das neue Big Brother Lied ist nämlich ein Cover von Our House von Madness. Naja, vielleicht kein Cover im klassischen Sinne, vielmehr hat man sich nur der Melodie bedient und einen Text dazugezimmert, der von den Bewohnern ahem... interpretiert wird.
Schlimm genug. Wie kann man ein derartiges Lied dermassen in den Dreck ziehen? Wer hat die Rechte dran? Wer hat das erlaubt? Wieviel Geld hat wer dafür bekommen.
Ich fordere eine unabhängige Jury, in der Musikliebhaber sitzen und keine geldgeilen Sacke. Diese Jury kann bei derart schlimmen Covers ein Veto einlegen. Das Lied darf dann nicht mehr in den Umlauf gebracht werden.
Ich habe schon beim Blaue Augen Cover von Blümchen Weinkrämpfe bekommen, aber jetzt muß ich auch noch kotzen.
Jetzt ist gerade das 1:0 für Deutschland gefallen. Cool.
Das einzig gute ist, daß man das Lied fast nicht mehr erkennen kann, so schlecht ist es. Wahrscheinlich kennt die Big Brother Zielgruppe Our House auch gar nicht. Teils aus Altersgründen, teils aus genereller resistenz gegenüber allem, was nicht auf der Bravo Hits zu finden ist.
Ach, ich konnte nicht wiederstehen. Hier brandheisse Info's von der Big Brother Seite über die neue Bewohnerin, Miriam (Anmerkung: Auf dem Foto streckt sie frech ihre Zunge inklusive Zungen-Piercing in die Kamera. Warum muß ich auf einmal so schrecklich heftig gähnen?)
*schnipp*
Die gebürtige Aachenerin hat direkt nach ihrem Einzug einige kleine Geheimnisse zu ihrer Person gelüftet. Ihre Brüste sind – wie schon so manche im Haus – operiert. Vielleicht ein Grund dafür, dass sie die Dusche auch in der WG vollkommen nackt nutzt. Die größte Sorge bereiten ihr allerdings die kleinen Freunde von Mark. Die Tierchen, die er so liebevoll behandelt, sind einfach nichts für sie: „Was größer ist als eine Maus ist kein Problem!“. Tja, zumindest im Survivor-Bereich wird sie damit wohl klarkommen müssen.
*schnapp*
Ich habe keine Ahnung, was die kleinen Freunde von Mark sind, aber führt das Aufpustenlassen der Titten automatisch dazu, daß man sie der ganzen Welt zeigen will? Vielleicht ist das so ähnlich, wie mit der Akkupressur?

Posted by banana at 09:09 EM | Comments (0)
Juni 22, 2004
But you must be some kind of superstar

Heute habe ich eine coole Idee gehabt: Ich baue mir eine Zeitmaschine und dann fliege ich in der Zeit nach vorne und schaue nach, wer Europameister wird. Dann mache ich ein Tippspiel mit meinen Kollegen und kriege dadurch eine Menge Geld. Vielleicht tippe ich auch woanders, wo man NOCH MEHR GELD kriegt! Oder vielleicht werde ich ganz tollkühn und tippe sogar die richtigen Lottozahlen und zwar BEIM GRÖSSTEN JACKPOT DER WELT!!!!! Dann bin ich reich und brauche nie wieder zu arbeiten. Ok, es würde eine Weile dauern, den größten Jackpot der Welt rauszufinden, aber das wäre für mich ja kein Problem mehr, ich habe ja eine Zeitmaschine. Mit der kann man sich ja Zeit machen. Man kann nämlich nicht nur in der Zeit hin- und herfahren, nein! Weit gefehlt! Man kann sich auch Zeit herstellen! Mit einer Nudelmaschine kann man ja auch Nudeln machen und mit einer Eismaschine kann man sich Eis machen. Ist doch klar, wie Kloßbrühe.
Da ist nur noch die Sache mit der Zeitmaschine. Ich habe keine Ahnung, wie man so was macht. Ich habe auch schon mit Google das Internetz durchsucht, habe aber nichts gefunden. Das hat schon eine ganze Menge Zeit aufgebraucht, aber ich sehe das als Investition, denn wenn ich erst die Zeitmaschine habe, dann kann ich mir ja so viel Zeit machen, wie ich will.
Dann denke ich mir noch eine Methode aus, wie man Zeit verpacken kann und transportabel und haltbar zu machen (Codename H-Zeit). Dann nämlich habe ich genug Zeit. So viel Zeit, wie ich will! Ideal für Haus und Reise (eine Anspielung auf den Aufdruck auf den Aldi-Karlskrone Dosen, die es leider nicht mehr gibt. Ich erwähne das, weil das sonst wieder niemand rafft, von Euch Dumpfnasen. Ist doch eh alles Perlen vor die Säue hier. Ich mache hier schließlich Kunst auf allerhöchstem Niveau. 90% verpuffen, wie Capri Sonne im Stromboli).
Wenn ich dann nicht schon vom Lottogewinn so stinkend reich wäre, dass ich stinke und dass mir der pure Anblick von Geld zuwider ist, dann würde ich Zeit verkaufen und damit so unermesslich reich sein, dass sogar Dagobert Duck höchstpersönlich von mir Trinkgeld annehmen würde.
Aber, warum sollte ich meine Zeit verkaufen? Warum sollte ich das tun? Geld hätte ich ja schon genug, von meinem Lottogewinn und meinem neuen Hobby, dem Spekulieren mit Schweinehälften an der Warenterminbörse von Chicago.
Ich kann die Menschen nicht leiden. Warum sollte ich ihnen also Zeit zur Verfügung stellen? Zeit, die sie wahrscheinlich nicht in Freizeit, sondern in Arbeitszeit umwandeln würden. Zeit, die sie nutzen würden, um noch mehr Geld zu verdienen. Sie würden eine simple Rechnung aufstellen: Kann ich in der mir zusätzlich zur Verfügung stehenden Zeit mehr Geld verdienen, als mich die Zeit im Einkauf gekostet hat? Wenn ja, dann kaufen sie mir die Zeit ab. Wenn nein, dann nicht. Das will ich ja nun wiederum auch nicht!
Vielleicht würde ich die Zeit nur an ausgewählte Kunden verkaufen. Solche, die sie sinnvoll verbringen würden. Solche, die Krankheiten heilen, Hunger stillen, sie verprassen, schöne Bücher schreiben, schöne Bilder malen, schöne Gespräche in leisem Ton führen oder so was in der Art.
Natürlich müsste ich die Verwendung der Zeit dann kontrollieren, denn Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Genug Zeit dazu hätte ich ja. Da das aber eine hoffnungslos langweilige und deprimierende Tätigkeit wäre, würde ich sie nicht selbst ausführen. Ich bräuchte also eine Horde von Zeitrangers, die das für mich erledigen können. Den Burschen kann man auch nicht trauen, sie würden mich belüdigen und betrüdigen und sich hinter meinem Rücken durch Bestechungsgelder persönlich bereichern!
Ha! Dann würde ich den fiesen Superschlitzer erfinden und ihnen allen den Garaus machen, den feigen und miesen Belüdigern und Betrüdigern (hier ein Hinweis auf meinen leider Bereits vergriffenen Megaseller Rüdiger, der Betrüdiger). Und die Polente würde mich nicht schnappen können, denn es wird das perfekte Verbrechen sein! Har har har (diabolisches Piratenlachen).
Nein, nein, nein!! Die Idee mit der Zeitmaschine ist voll genial (in BigBrotherSprech: Einfach nur genial)! Ich wundere mich, dass vor mir noch niemand die Idee hatte! Kriecht im Staub, Ihr elendes Gewürm! Har har har (erneut diabolisches Piratenlachen)!
Bleibt mir nur noch das Problem mit der Zeitmaschine. Kennt jemand vielleicht eine gute Suchmaschine?
Ach! Kacka! Ich hasse mich für diese ewigen, billigen mittelmäßigen Schlusspointen. Das ist ja, wie bei Günter Willumeit, hier. Das is doch billig! Das ist doch scheisse. Ich sollte meinen Kopf in einen Eimer stecken und ihn mit Rütengnarf auffüllen lassen, bis es mir zu den Ohren rauskommt! Ich sollte mich schämen! Ich sollte auf Knien auf den Markt von Antipolis kriechen und dort altbackene Fleischhoden feilbieten, bis mich der gerechte Zorn von Armantax trifft und mir sämtliche Sackhaare verdorren. Ich sollte mit einer Joggin-Hose, Ferrari Mütze und einem Schumy (sic!) T-Shirt geschürzt am Samstag in den Supermarkt gehen. Naja, das wäre vielleicht etwas zu hart.
Ach, schon wieder so eine scheiss Schlußpointe und dann dieses besserwisserische (sic!). Herr Lehrer, Herr Lehrer, ich weiß was! Ich weiß was! Schnipp schnipp schnapp. Zum kotzen. Dieses oberlehrerhafte, besserwisserische Verhalten. Da kocht mir die Galle, da klaviert mir die Milz, da ist Stompede in der Leber!
Ich bin zerfressen vom Selbsthass! Autoaggression ist schimm! Zum Glück mache ich sowas nicht. Das kann ich schon mal auf der haben-Seite verbuchen.
Wenigstens etwas.

Posted by banana at 07:09 EM | Comments (0)
Juni 21, 2004
1:0 Führung für Frankreich, Kroatien führt auch

In der Kantine gibt es morgen einen Salatteller "Neuseeland" mit Hähnchenbrust und Kiwi.
Ich kann doch hoffentlich davon ausgehen, daß es sich bei "Kiwi" um die Frucht handelt?
Oft habe ich schon die Zahnarztpraxis lobend erwähnt, die sich glücklicherweise in dem Haus befindet, in dem ich wohne. Dort wird man aufs Feinste Unterhalten und aufs Kompetenteste Zahnärztlich versorgt. Nun ist mit die Praxis noch etwas sympathischer geworden. Sie haben nämlich ein Paket für mich angenommen, daß einer der Paketdienste mal wieder nicht los geworden ist, weil die Paketdienste dann liefern, wenn ich arbeiten muß.
So mußte ich zwar das Wochenende über auf das Paket warten, das war aber nicht schlimm, denn Vorfreude ist ja bekanntlich die schönste Freude.
Ich betrat also die Praxis, teilte mein Begehr mit und bekam das Paket ausgehändigt.
Da ich gerne n Fliegen mit n/2 Klappen schlage, fragte ich gleich nach einem Termin zum Zähneputzen. Meinem Wunsch wurde entsprochen und zwar auf eine ganz und gar zuvorkommende und höfliche Art.
Ich wurde nicht erneut nach meinem Namen gefragt, denn den hatte sich die Dame von dem Paket gemerkt. Sehr aufmerksam. Ich wurde nach einem Terminwunsch gefragt. Meinem Wunsch wurde im Rahmen der Möglichkeiten entsprochen. Man wußte noch, wann ich das letzte Mal dort gewesen war und sah mich auch für eine routinemässige Untersuchung vor.
Das ganze ging zügig vonstatten, freundlich und ohne überflüssiges Rumgelaber.
Das schönste ist, daß ich weiß, daß ich zu meinem Termin keine fünf Minuten werde warten müssen. Ist das nicht toll?
Die Tatsache, daß es einen Zahnarzt bei mir im Haus gibt, hat den Zustand meines Gebisses um Faktoren verbessert, auch wenn er mir in den ersten Monaten doch ein arg schlechtes Gewissen gemacht hat.
In dem Paket waren übrigens meine neuen Banana Schuhe. §§a href="http://www.spackonauten.org/images/bananaschuh01.jpg">Klick!§§/a> §§a href="http://www.spackonauten.org/images/bananaschuh02.jpg">Klack!§§/a>

Posted by banana at 09:06 EM | Comments (0)
Juni 20, 2004
Takuma ist der beste Rennfahrer

Ich habe da ein Problem mit den Wimpern. Eine meiner Wimpern hatte eine Haarwurzelentzündung oder sowas. Das war sehr unangenehm und sehr schmerzhaft, aber ich scheine es überstanden zu haben.
Das ist aber nicht das Problem, über das ich eigentlich berichten wollte. Vielmehr haben ein Paar Wimpern (in Worten: Zwei) ein Orientierungsproblem. Sie sind nicht nach oben gebogen, wie die anderen Wimpern auf den Augenliedern, sondern nach unten. Darüber hinaus scheine ich noch einige Albinowimpern zu haben.
Das mit den orientierunglosen Wimpern ist mir eben aufgefallen. Ich stand vor dem Spiegel und überprüfte diverse Hautunreinheiten und die Rasur, da vielen mir die verbogenen Wimpern ins Auge. Nein, sie fielen mit nicht buchstäblich ins Auge, sondern sie vielen mir auf. Das ist so eine Redensart, das sagt man so, mit dem ins Auge fallen.
So ein menschlicher Körper ist schon ein verdammtes Wunder und ich sollte vielleicht lieber froh sein, dass ich so ein Verdrehungsproblem nur mit den Wimpern habe und nicht mit beispielsweise den Beinen. Sonst könnte ich ja gar nicht richtig Laufen. Das wäre viel schlimmer! Auf der anderen Seite möchte ich gar nicht wissen, wie viele meiner Kopfhaare vielleicht falschherum wachsen. Diverse Frisöre haben mit böse Wirbel diagnostiziert. Da liegt einiges im Argen!
Wahrscheinlich habe ich auch Unmengen an sogenannten Revoluzzerhaaren. Die kümmern sich einen feuchten Dreck darum, wie sie wachsen sollten. Die wachsen einfach in eine Richtung, die ihnen gefällt. Weil ich etwa eine Million Haare auf dem Kopf habe, fallen sie gar nicht weiter auf.
Jetzt ist grade das 1:0 für Portugal gefallen.
Wo war ich stehen geblieben?
Die Wimpern. Ich denke mal, so eine Wimper ist nicht besonders schlau und das menschliche Erbgut ist verdammt kompliziert! Vielleicht haben die beim Erbgutlesen einfach etwas falsch verstanden und sind deshalb - nach bestem Wissen und Gewissen - einfach falschherum gewachsen. Für so eine Wimper ist das Erbgut ungefähr so schwierig zu lesen, wie für mich juristische Texte. Ich verstehe da auch immer das genaue Gegenteil von dem, was eigentlich gemeint ist. Zum Glück sind die Richter meistens in der Lage, mit die korrekte Interpretation in der Hauptverhandlung nahe zu bringen und im Gefängnis habe ich ja meistens auch genug Zeit, darüber nachzudenken. Die Wimpern machen das also nicht aus Bosheit, sondern weil sie zu blöd sind, das Erbgut richtig zu lesen.
Während ich diese Zeilen schrieb, sind mir einige Dinge aufgefallen:

  • Das ein Teekesselchen. Es kann sowohl das Erbgut sein, als auch ein Bauernhof, den man erbt. Liebe Teekesselchenspieler: Verwendet dieses Teekesselchen bei der nächsten Teekesselchenpartie und ihr werdet die Könige. Da kommt keine Sau drauf!

  • Die Terminologie bei den Augen ist etwas schlüpfrig. "Wimpern" klingt nach "pimpern", "Lieder" klingt nach "Glieder". Vielleicht bin ich auch nur hoffnungslos Oversexed wegen dem sexfreien Jahrtausend.

  • Mein neuer BLutorangentee ist wirklich verboten lecker.

  • Weihenstephan Buttermilch wird jetzt ohne Butterflöckchen verkauft. Das macht mich traurig.

  • Ich bin eine faule Sau.

Die Firlefanten?
Das habe ich mir nur ausgedacht. Das war alles frei erfunden.

Posted by banana at 10:12 EM | Comments (0)
Juni 17, 2004
I'm having a good time, I'm having a ball

Seit einigen Tagen stapft ein großer schwarzer Hai durch die Allee und pafft dabei wichtigtuerisch eine dicke Kaugummizigarre. Ich habe nichts gegen schwarze Haie, meine besten Freunde sind schwarze Haie, aber dieses Exemplar gefällt mir nicht. Es trägt ein Hardrock Cafe T-Shirt und hinterlässt überall eine nasse Spur. Ich mag es nicht, wenn die Allee nass ist. Mercedes wird dann mürrisch, weil sie putzen muss und dann nervt sie die ganze Zeit rum.
Der Bursche jagd allen Bewohnern eine Heidenangst ein. Ich habe mich schon genötigt gefühlt, ein Anti-Hai Pulver zu kaufen und es überall auszustreuen. Ich habe auch allen Bewohnern selbstgebackene Haiklatschen geschenkt. Sie haben sich sehr gefreut und gleich am Abend das Belgische Haiklatschenfest gefeiert, um das Zusammengehörigkeitsgefühl noch weiter zu steigern Dabei trägt man traditionell Blaumänner, trinkt sehr viel Bier mit Eis und singt die Haifischklatschenpolka. Die geht ungefähr so (it goes a little something like this):
Hörst Du das Gepatsche
von der Haifischklatsche?
Hau ihm auf die Flossen
diesem Haigenossen!
Hörst Du das Gesause
in der Halbzeitpause?
Lies ihm die Leviten
diesem Haibanditen!

Leider wurde an diesem Abend ganz gehörig viel Bier mit Eis getrunken. So kam es dann, dass Turbo mal wieder meinte, er müsste die 33 Grundtheoreme der angewandten Spackonastik anzweifeln. Sofort wurde ihm wort- und gestenreich widersprochen. Ein Wort gab das andere und bald schlugen die Spackonauten mit den Haifischklatschen aufeinander ein und viele davon gingen entzwei (die Haifischklatschen, nicht die Spackonauten).
Man muss wissen, dass eine Haifischklatsche gar nicht dazu geeignet ist, einen Haifisch zu klatschen. Vielmehr hat die Haifischklatsche eher eine symbolische Bedeutung. Aber die Spackonasten waren so voll, dass sie gar nicht mehr merkten, dass sie nicht mit echten Klatschen, sondern nur mit filigranem Backwerk aufeinander einschlugen.
Am nächsten Tag gab es viel Kopfweh und tränenreiche Entschuldigungen. Turbo sagte, er habe das alles gar nicht so gemein und alle verziehen ihm. Die Haifischklatschen waren trotzdem kaputt.
Am Abend wollte man sich den Hai vorknöpfen. Schnell schmiedete ich einen Plan und plötzlich wurde es auch schon dunkel. Alles klappte, wie am Schnürchen.
Wir versteckten uns hinterm dem Schuppen von Fläsch und es dauerte gar nicht lange, da rochen wir schon den Qualm der Zigarre.
Nass platschend näherte sich der Hai unserem Versteck. Als er auf gleicher Höhe war, sprangen wir hervor! Zuerst die, die noch über intakte Haifischklatschen verfügten, dann die anderen. Sie hatten sich im Laufe des Tages Haifischklatschen aus Tonpapier gebastelt. Wir sahen Furcht erregend aus! Zumindest für einen Hai.
Der Hai zeigte sich auch recht beeindruckt, als wir ihm so mit den Klatschen drohten. Regungslos standen wir uns gegenüber.
Nach drei Stunden fragte der Hai "Was wollt ihr von mir?" seine Stimme klang wie die von Edgar Wallace, wenn er "Hier spricht Edgar Wallace" sagt.
Wir sagten "Wir wollen Dich verjagen, Du blöder Hai!"
Der Hai schaute verständnislos.
"Und jetzt ab, zack, zack! Sonst holen wir die Bundeswehr!" verliehen wir unserem Wunsch Nachdruck.
"Ach so, deswegen die Haifischklatschen! Aber ich bin gar kein Haifisch!" sagte der Haifisch das Ding. "Ich bin ein Firlefant!"
"Ein Firlefant?" fragten wir.
Der Firlefant erzählte seine Geschichte.
Die erzähle ich aber erst Morgen. Aber nur, wenn ich da Bock drauf habe.
Cliffhanger: Was ist wohl die Geschichte vom Firlefanten?

Posted by banana at 07:38 EM | Comments (0)
Juni 15, 2004
Wenns um Fußball geht, haß' ich Holland, wie die Pest

Ich gehe eigentlich fast jeden Tag einkaufen. Ich leiste mir nämlich den Luxus, immer das zu essen, auf das ich Hunger hab. Während des Nachmittages versuche ich dann, herauszubekommen, was ich denn gerne essen würde und so bald ich mir sicher bin, kaufe ich dann die entsprechenden Zutaten und bereite mir mein Wunschabendessen.
Leider hat mich in letzter Zeit ein Mangel an Inspiration, gepaart mit einer gewissen Kochfaulheit ergriffen, so daß immer öfter Brot, Wienerwürstchen, Backofenkram und ähnliches in meinem Einkaufskorb landen.
Das ist zwar weder lecker, noch abwechslungsreich, noch gesund, aber nicht zu ändern.
Letztens allerdings, da habe ich einen Fehler gemacht. Meine Faulheit und mein verwirrter Geschmack haben mich zu diesem Fehler getrieben, den ich nie wieder begehen werde.
Wie immer horchte ich in mich hinein, um herauszufinden, was ich denn essen wollte und nach einiger Zeit, meinte ich Gelüste nach Frikadellen zu verspüren.
"Gut" dachte ich "dann sollen es also Frikadellen sein. Aber jetzt noch Frikadellen zubereiten? Tränenreich Zwiebeln schneiden? Mit bloßen Händen in der Hackfleisch/Brötchen/Eierpampe rumgnatschen? Nein! Das ging nicht, denn ich war mal wieder völlig erschöpft, weil ich den ganzen Tag Teppiche geknüpf hatte.
Da fielen mir diese fertigen Frikadellen ein, die es zu kaufen gibt. Gar nicht teuer, schon fertig gebraten, fünf Stück in ihrem unter Schutzathmosphäre verschweissten Plastikgefängnis.
Gesagt getan! Bald hatte ich die fünf Jungs zu Hause, zwei Davon im Backofen und die anderen drei samt Plastikschale im Kühlschrank.
Ich schlüpfte in meinen bequemen Hermelin-Joginganzug und legte meine Gesichtsmaske auf. Ich prüfte, ob die Buletten denn schon gut waren, was sie nicht waren und begab mich zum Kühlschrank, um mir das Warten mit ein paar Schlucken Bieres zu verkürzen. Als ich den Kühlschrank öffnete, stieb mir ein infernalischer Gestank entgegen. Es roch etwas - aber nicht völlig - anders, als Kacke. Es waren offensichtlich die Fleischpflanzerln, die da so bestialisch vor sich hinstanken, denn ansonsten pflege ich nichts in meinem Kühlschrank aufzubewahren, das auch nur im Entferntesten diesen Geruch verströmt.
Da war mir der Appettit schon fast vergangen und ich äugte argwöhnisch zu den beiden Klopsen im Backofen hinüber und versuchte mir nicht vorzustellen, welchen Schlundgnapfodor sie gerade von sich geben würden.
Wenig später landeten sie aber doch auf dem Teller.
Wider erwarten schmeckten sie nicht nur total scheiße, sondern ich biß mir auch noch fast die Zähne aus, denn neben dem Hauptbestandteil Brot schienen sie eine Menge Knochensplitter, Knorpel, Sehnen, Haut und andere fleischliche Abfallprodukte zu enthalten, die man nur in total kleingeschredderter Form an den Mann bringen kann.
Eine aß ich, die anderen vier brachte ich sofort, teil warm, teils kalt, in die Mülltonne.
Ich warne also jeden vor diesen Dingern. Ich erzähle das nur, weil ich mir heute richtige Frikadellen gemacht habe und diese gerade im Ofen, belegt mit Tomate und Mozzarella, ihrer Vervollkommenung entgegengaren. Ich freue mich schon sehr darauf, sie zu verspeisen.
Liebe Fußballspieler! Bitte reißt Euch zusammen und gewinnt gegen die Holländer. §§a href="http://www.spackonauten.org/images/rudisjungs.jpg">Wir haben bereits unsere Gesundheit für Euch riskiert (bitte klicken)!§§/a> Jetzt seid ihr dran.

Posted by banana at 08:21 EM | Comments (0)
Juni 14, 2004
Spambettücher und Herren Shorty Web Pyjamas

Letztens, ich glaube, es war am Freitag, da wurde ich fast schwach im Supermarkt. Dort im Regal stand es. Ich habe es dort zum ersten Mal gesehen. Vielleicht stand es erst seid kurzer Zeit da, vielleicht war es mir vorher einfach noch nicht aufgefallen. Es war das Ding, für das ich über zwanzig Jahre keinen Namen hatte und das ich heute Pümpel oder Saugglocke nennen würde.
Ich glaube, jeder Haushalt in Deutschland hat so ein Ding. Wenn die Annahme stimmt, dann müssten diese Pümpel ja eigentlich etwas sein, mit dem man sich eine goldene Nase verdienen kann.
Ich frage mich, ob es einen Pümpelkönig in Deutschland gibt. Der Pümpelkönig ist mit der Herstellung und dem Verkauf von Pümpeln reich geworden. Er besitzt auch das Pümpelmonopol. Sicher, es ist keine glamouröse Karriere, aber eine solide. Man hat schon auf unehrlichere Art sein Geld verdient, als mit Pümpeln.
Der Pümpelkönig wohnt in einem Bungalow aus den 70er Jahren, in einem Viertel, in dem nur Bungalows aus den 70er Jahren stehen. Im Vorgarten befindet sich ein Springbrunnen, aber der läuft nicht, aus Gründen der Sparsamkeit. Der Bungalow des Pümpelkönigs hat eine Doppelgarage. In der Doppelgarage steht ein brauner Mercedes 350 und ein Opel Corsa Steffi. Den Mercedes fährt der Pümpelkönig selbst, wenn er unterwegs ist im Land und seine Pümpel an den Mann bringt. Den Corsa fährt die Frau des Pümpelkönigs. Sie fährt damit zum Supermarkt und zur Pediküre. Die Frau des Pümpelkönigs ist stolz darauf, dass sie den Haushalt noch ganz alleine macht. Der Pümpelkönig möchte das auch so. Er möchte keine Putzfrau, aus Gründen der Sparsamkeit. Außerdem ist es heutzutage sehr schwer, vernünftiges Personal zu bekommen. Früher war sowieso alles besser, sagt der Pümpelkönig. Die 70er Jahre, das waren die goldenen Jahre des Pümpelkönigs!
Tagsüber sitzt der Pümpelkönig in seinem Büro oben auf der Pümpelfabrik. Er führt wichtige Telefonate und überwacht die Pümpelproduktion. Wenn er mal einen Pümpel erwischt, der nicht in Ordnung ist, dann schmeißt er ihn quer durch die Produktionshalle und tobt und brüllt und bekommt einen ganz roten Kopf. Rauchen ist überall gestattet in der Pümpelfabrik. Der Pümpelkönig selbst raucht auch. Er raucht starke Zigaretten von HB. Er raucht so lange, bis seine Finger ganz gelb sind. So gelb, wie die Goldketten an seinem Hals und an seinem Handgelenk. Der Pümpelkönig hat einen Siegelring am kleinen Finger und eine goldene Digitaluhr mit roter Anzeige, die nur leuchtet, wenn man auf den Knopf drückt.
Der Pümpelkommissar sieht ungefähr so aus, wie S. Derrick, aber keiner traut sich, es ihm zu sagen, denn der Pümpelkönig ist sehr aufbrausend.
Wenn dem Pümpelkönig mal wieder die Decke auf den Kopf fällt, dann gibt er seiner Frau einen Abschiedskuss, steigt in den Mercedes und fährt los, um Pümpel an den Mann zu bringen.
Einen Pümpel braucht jeder. Das war mal die Unternehmensidee, auf der der Pümpelkönig seinen Reichtum aufgebaut hat. Irgendwann kamen Unternehmensberater, die wollten dem Pümpelkönig ein Mission Statement aufschwätzen. Das hat sich der Pümpelkönig angehört, dann brauste er auf und jagte die Fatzkes zum Teufel.
Aber die goldenen Zeiten sind vorbei. Manchmal trinkt der Pümpelkönig einen starken Kaffee und macht sich sorgen.
Bei den jungen Leuten kommt der Pümpel nicht so recht an. Sie brauchen keinen Pümpel. Sie greifen lieber zu Abfluss frei (dann nimmt man Abfluss frei, das macht den Abfluss frei). Der Pümpel passt einfach nicht zur körperbewussten Gesellschaft, denn der Pümpel weckt unschöne Gedanken, die die jungen Leute am liebsten verdrängen würden.
Der Pümpelkönig hat auch einen Sohn, der Michael heißt. Michael möchte aber nicht der neue Pümpelkönig werden. Michael möchte ein DJ werden, der Platten auflegt, zu denen die anderen jungen Leute tanzen.
Deswegen war der Pümpelkönig sehr sauer auf seinen Sohn, dem immer alles zugefallen ist. Sie haben sich aber wieder vertragen und sonntags gibt es Schweinebraten mit Knödeln. Das war früher Michaels Leibspeise. Mittlerweile ist sie nicht mehr seine Leibspeise, aber das prallt an der Frau der Pümpelkönigs einfach ab.
So fragt sich der Pümpelkönig, wer denn eines Tages das Pümpelimperium übernehmen wird. Wahrscheinlich wird es sein Assistent, der Herr Doktor Braun.
Ja, so ungefähr stelle ich mir das vor.
Ich stand also vor der Entscheidung, mir einen Pümpel zu kaufen, oder nicht. Ich kaufte mir keinen Pümpel. Es war kein guter Tag zum Pümpelkauf. Einen Pümpel kauft man nur einmal in seinem Leben. Also muss es dafür schon ein ausgesuchter Tag sein.
Was mich heute sonst noch beschäftigt hat, war die Frage, ob es nicht viel praktischer wäre, Kuchen mit Messer und Gabel zu essen.

Posted by banana at 07:36 EM | Comments (0)
Juni 11, 2004
Ba-Rums

Heute, zum internationalen Tag der Drei Chinesen mit dem Kontrabaß habe ich hier mal - erstmalig - den kompletten Text aufgeschrieben.
Nein - dankt mir nicht. Ich sehe das als meine Pflicht an.

Drei Chinesen mit dem Kontrabaß
saßen auf der Straße und erzählten sich was.
Da kam die Polizei "Ei, was ist denn das?"
Drei Chinesen mit dem Kontrabaß!

Dra Chanasa mat dam Kantrabaß
saßen af da Straßa and azahlten sach was.
Da kam da Palaza "A, was ast dann das?"
Dra Chanasa mat dem Kantrabaß

Dre Chenese met dem Kentrebeß
seßen ef de Streße end erzehlten sech wes.
De kem de Peleze "E, wes est denn des?"
Dre Chenese met dem Kentrebeß

Dei Chinisi mit dem Kintribiß
sißin if di Striße ind izihltin sich wis.
Di kim die Pilizi, "I, wis ist dinn dis?"
Dri Chinisi mit dim Kintribiß

Dro Chonoso mot dom Kontroboß
soßon of do Stroßo ond ohzhlton soch wos.
Do kom do Polozo "O, wos ost donn dos?"
Dro Chonoso mot dom Kontroboß

Dru Chunusu mut dum Kuntrubuß
sußun uf du Strußu und uzuhltun such wus.
Du kum du Puluzu "U, wus ust dunn dus?"
Dru Chunusu mut dom Kuntrubuß

Drä Chänäsä mät däm Känträbäß
säßän äf dä Sträßä änd äzähltän säch wäs.
Dä käm dä Päläzä "ä, wäs äst dänn däs?"
Drä Chänäsä mät dom Känträbäß

Drö Chönösö möt döm Köntröböß
sößön öf dö Strößö önd özöhltön söch wös.
Dö köm dö Pölözö "ö, wös öst dönn dös?"
Drö Chönösö möt dom Köntröböß

Drü Chünüsü müt düm Küntrübüß
süßün üf dü Strüßü ünd üzühltün süch wüs.
Dü küm dü Pülüzü "ü, wüs üst dünn düs?"
Drü Chünüsü müt dom Küntrübüß

Drau Chaunausau maut daum Kauntraubauß
saußaun auf dau Straußau aund auzauhltaun sauch waus.
Dau kaum dau Paulauzau "au, waus aust daunn daus?"
Drau Chaunausau maut dom Kauntraubauß

Drei Cheineisei meit deim Keintreibeiß
seißein eif dei Streißei eind eizeihltein seich weis.
Dei keim dei Peileizei "ei, weis eist deinn deis?"
Drei Cheineisei meit dom Keintreibeiß

Dreu Cheuneuseu meut deum Keuntreubeuß
seußeun euf deu Streußeu eund euzeuhlteun seuch weus.
Deu keum deu Peuleuzeu "eu, weus eust deunn deus?"
Dreu Cheuneuseu meut dom Keuntreubeuß

Uff. Das war anstrengend. Well it's a dirty job, but someone's gotta do it...
Boompf boompf... boompf boompf boompf... boompf
We care a lot... boompf boompf boompf... boompf
Boompf... boompf boompf We care a lot
About disasters, fires, floods and killer bees
Demnächst ist ja auch wieder internationaler Tag der Wanze, die auf der Mauer auf der Lauer liegt. Vielleicht schriebe ich da auch mal den Text auf.
Als weiteren Beweis meiner Einzigartigkeit nehme ich auf, dass es mir nicht möglich ist, Leuten auszuweichen. Ich gehe zu den Leuten, die beim Laufen größtenteils in die Richtung schauen, in die sie sich auch bewegen. Das liegt wahrscheinlich daran, daß ich - wegen meines strengen Körpergeruches - meistens alleine unterwegs bin und deswegen nichts besseres zu tun habe, als in ebenjene Richtung zu schauen.
Andere Leute machen das nicht. Die streiten sich mit anderen über völlig nichtige oder offensichtliche Dinge und schauen sich dabei gegenseitig an, während sie vorwärtswabern. Wieder andere bestaunen Dinge, die sie entdeckt haben. Ein Fenster an der Wand, ein Hundehaufen, einen anderen Menschen und so weiter. Das hält sie dann davon ab, nach vorne zu sehen.
Das ist nicht besonders schlimm, denn ich versuche mich darauf einzustellen, indem ich meinen Weg entsprechend plane. Das klappt aber nie. In der Theorie schon, nicht aber in der Praxis.
Neulich wieder bei Burger King (traurigerweise ist Burger Kind jetzt auch von den Idioten entdeckt worden, die sonst immer zu McDonalds gefahren sind, aber dazu zu einem späteren Zeitpunkt mehr): Ich will mein Tablett in den Tablettwagen stellen. Ich sehe in kleines Mädchen, daß auf mich zukommt. Würde ich direkt zum Tablettwagen gehen, so stöße ich mit dem Mädchen zusammen, denn es fummelt an einem leuchtenden Scheißding herum, daß um ihren Hals baumelt. Ich weiche also kurz nach rechts aus, damit das Mädchen links von mir, zwischen mir und dem Tablettwagen, vorbeigehen kann. Eigentlich ein guter Plan.
Aber nein: Das Mädchen bleibt genau vor dem Tablettwagen stehen, weil sie etwas komplett umwerfendes an dem Scheißding entdeckt hat. Ich stehe davor und sehe doof aus.
Sowas passiert mir dauernd.
Wahrscheinlich sollte ich nicht so viel nachdenken und mich mehr waschen.

Posted by banana at 07:37 EM | Comments (0)
Juni 10, 2004
Man it's so loud in here

Es definiert sich durch sich selbst. Wieder und wieder. Es erfindet sich immer wieder neu. Es krämpelt sich von Dienstag nach Mittwoch und zurück, nach Vergessensdorf, grad, wie es ihm gefällt (grad, wie es ihm gefällt). Ein ständiges Werden ist das. Ein ständiges Verfallen ist das. Es wird und es verfällt. Wer hat das bestellt?
Soll es nun Kreppel oder Kräppel geschrieben werden? Wird es jemals aufhören? Wird man jemals ganz zufrieden sein? Will man jemals ganz zufrieden sein? Will man wirklich, dass man die Zeit anhalten kann, wenn möchte? Ist es das, was wir wollen? Gibt es irgendwann den Zustand der totalen Zufriedenheit, der totalen Wunschlosigkeit? Auf Dauer? Wollen wir das? Sicher, wir wollen alle zufrieden sein. Wollen wir auch wunschlos sein? Was ist dort, wo man steht, wenn man alles erreicht hat, was man wollte? Restlos alles, bis in die letzte Pore. Bis ins letzte Haar? Ich rede nicht von der mein Haus, mein Boot, mein Auto Geschichte, sondern davon, was passiert, wann man alles hat, was man sich jemals gewünscht hat (konkurrierende Wünsche werden nach der letzten gültigen Wunschausprägung erfüllt).
Was finden wir da? Ein Sofa, ein Bett, nichts? Muß das nicht der langweiligste Ort der Welt sein?
Nein, ich rede jetzt nicht von Offenbach. Wahrscheinlich ist der Ort, an dem man steht, wenn man alles erreicht hat so, wie eine Bushaltestelle mitten im Schlafzimmer.
Der Bus kommt nicht, aber man braucht ihn auch nicht, denn man ist ja schon da, wo man eigentlich hinwollte.
Was natürlich voraussetzt, daß man ins Schlafzimmer wollte.
Das Bild hinkt also. Mist. Das liegt daran, daß ich es mir nicht vorstellen kann. Vielleicht ist es auch so, wie meine Wohnung, nur total geputzt und aller Altglas- und Altpapierabfälle entledigt.
Wollen wir das wirklich? Wollen wir ohne Wünsche sein? Wollen wir unsterblich sein? Ist der Wunsch nach Unsterblichkeit nicht der dümmste aller Wünsche?
Nein. Da gäbe es noch ein paar Pfund noch dümmerer Wünsche. Aber es gäbe Klafter um Klafter bessere Wünsche.
Wäre Friede auf der Welt ein guter Wunsch? Oder Gesundheit für alle Menschen?
Wahrscheinlich sind auch diese Wünsche so kurzsichtig, wie dre Wunsch nach einem Bierglas, daß nie leer wird oder danach, immer so viel Geld zu haben, wie der Holländer Michel.
Ich weiß es nicht.
Mein aktuelles Lebensmotto lautet "Beiß niemals in etwas hinein, bei dem auf dem Packung 'scharf' steht".
Alternative Lebensmotti lautet "Die schreiben das einfach so auf die Packung drauf".
Man sollte auf jeden Fall aber immer eine Decke und ein Taschenmesser greifbar haben.
Mein Vater ersetzte die Decke mit einem Stück Faden. Auf dem kann man aber nicht so schön faul auf der Wiese liegen und das Leben lieben.

Posted by banana at 11:33 EM | Comments (0)
Juni 08, 2004
Für Dich schiebe ich das Meeting weiter

Es ist doch wirklich zum schlechte Laune bekommen. So viele verbrannte Fressen auf einmal, wie heute Abend beim Einkaufen habe ich seit der Leipziger Gesichtsbräunermesse Interproll nicht mehr gesehen.
Da brauch nur einen Tag die Sonne zu scheinen und die ganze Welt legt sich in die Sonne. Die ganze Welt? Nein, eine kleine banane muß an einem solchen Tag natürlich arbeiten gehen. Ich frage mich ernsthaft, was ich eigentlich falsch mache. Wieso haben die alle Zeit, sich an einem Dienstag in die Sonne zu knallen? Das macht mich ganz wuschig.
Ich werde wieder weiß wie Gelbwurst durch das Jahr laufen und mir sofort einen gehörigen Sonnenbrand einfangen, sobald ich meinen Körper der Sonne aussetze (voraussichtlich irgendwann im späten September). Wenn der Sonnenbrand weg sein wird, werde ich einige Tage ein bißchen braun und sehr stolz sein. Dann wird die Haut abgehen.
Es ist zum verzweifeln. Und ungerecht ist es! Es ist zum verzweifeln und ungerecht.

Posted by banana at 07:43 EM | Comments (0)
Juni 07, 2004
Ein Klavier, ein Klavier

Heute habe ich nichts geschrieben, heute habe ich ein Video bearbeitet, das ich am Sonntag mit meiner neuen Kamera gefilmt habe. Es ist natürlich ein Achterbahnvideo.
Es macht großen Spaß, digitale Videos zu bearbeiten!
Wer es sich ansehen möchte, der möge bitte !!!§§a href="http://www.spackonauten.org/videos/olympia.mpg">hier§§/a>!!! klicken. Aber Obacht! Es ist 5mb groß!

Posted by banana at 10:26 EM | Comments (0)
Juni 06, 2004
bna bricht eine Lanze

Möbelbauanleitungen von Ikea haben einen ziemlich schlechten Ruf. Zu Unrecht. Wenn man sich nämlich an ein paar grundsätzliche Dinge hält und ein paar Tatsachen akzeptiert, dann sind sie eigentlich ziemlich gut und führen in der Regel - und Ausnahmen mögen hier wie immer die Regel bestätigen - zu einem fertigen Möbelstück, dass dem im Katalog ziemlich ähnlich sieht.
Zunächst einmal muss man akzeptieren, dass man nicht schlauer ist, als diejenigen, die bei Ikea die Anleitungen erstellt haben. Sie mögen einem nicht in sämtlichen Bereichen des Lebens etwas voraushaben, aber zumindest in einem haben sie es: Sie haben das Möbelstück schon mindestens einmal aufgebaut.
Hat man diesen Grundsatz verinnerlicht, dann fällt der Rest eigentlich gar nicht mehr so schwer.
Zunächst sollte man sich die Anleitung von vorne bis hinten durchlesen, die vorhandenen Teile mit denen im der Anleitung abgleichen und - wenn möglich - gruppieren und zwar in der zeitlichen Reihenfolge, wie sie laut der Anleitung montiert werden. Abertausend verheerende Möbelmutationen sind dadurch entstanden, dass sich emsige Heimwerker und Jungmieter in Sicherheit gewähnt haben, dass sie da gerade Brett F an den Rücken der Schrankwand nageln. Viele Weichhandmöblisten begeben sich beim Zusammenbau in einen Blindflug, in dem sie sich ohne Vorbereitung von Teil zu Teil tasten. Dies ist unbedingt zu vermeiden.
Eng verwandt mit diesem Punkt ist der Rat, sich doch bitte vor dem Zusammenbau geeignetes Werkzeug zu besorgen. Ich weiß, ich bin ein Spießer, aber ich habe schon einmal ein Ikea Lattenrost mit bloßen Händen und dem mitgelieferten Inbusschlüssel zusammengeschraubt, um dann gegen Ende meines Werkes festzustellen, dass das, was ich für die langen Latten gehalten habe, dann doch nur die mittleren Latten waren. Derer zwanzig an der Zahl. Ein Großteil meines Repertoires an Schimpfworten ist an diesem Nachmittag entstanden. So ähnlich muss sich Sisyphos gefühlt haben, nur war sein Stein sicher nicht so scharfkantig, wie der Inbusschlüssel.
Sehr wichtig ist auch der folgende Punkt: Bevor man irgendein Holzteil, ein Scharnier, eine Glastür, weiß der Teufel was irgendwo festschraubt, -klebt oder -nagelt, sollte man sich zweimal vergewissern, dass man dies mit dem richten Nagel, der richtigen Schraube und im richtigen Drehwinkel macht. Dieser Punkt ist nicht oft genug zu wiederholen. Den Zapfen nach vorne oder nach hinten? Die Schraube in dieses oder jedes Bohrloch? Die Schubladenführung so herum oder doch um 180° gedreht? Anderslautenden Gerüchten zufolge, ist der Drehwinkel eines Teils immer aus der Anleitung ersichtlich, wenn auch nicht immer auf den ersten Blick. Stundenlanges "Suche die 10 Fehler" spielen in der Kindheit hilft da erheblich. Es hilft auch, wenn man dabei zu zweit ist. Zwei Augen sehen mehr, als eins. Ach Quatsch, vier Augen sehen mehr als zwei. Ich sollte nicht immer von mir auf andere schließen. Es hilft auch sehr, wenn man das Möbelstück genau so anordnet, wie es in der Anleitung aufgedruckt ist. Ja, ich weiß, ihr rotiert n-dimensionale Matrizen bei Frühstück im Kopf, aber das ist nichts im Vergleich zum Zusammenbau eines Möbelstückes von Ikea. Vor allem muss man sich die rotierten Matrizen nicht jahrelang anschauen.
Noch mal: Auch, wenn es Euch so vorkommt, aber Ihr seid, zumindest was den Zusammenbau des Möbelstückes angeht, nicht schlauer, als die Verfasser der Anleitung. Also, versucht die vorgegebenen Schritte so nachzuvollziehen, wie angegeben. Wenn da nichts steht von Schrauben, sondern nur ein "Klick", obwohl da zwei Schraublöcher sind und ihr auch noch Schrauben übrig hättet, bitte - in drei Teufels Namen: Klickt das Scheißding einfach fest und vergesst die Schrauben. Ikea hat Euch die Schrauben gegeben, damit ihr sie in die richtigen Löcher schraubt und nicht blindlings sämtliche Bohrlöcher von Billy stopft.
Als letzten und wichtigen Punkt gebe ich Euch folgendes auf den Weg: Während des oder vor dem Aufbauen von Ikea Möbeln sollte man niemals Alkohol konsumieren. Alkohol vermindert die Auffassungsgabe, erhöht die Waghalsigkeit und senkt die Hemmschwelle. Alles tödlich beim Aufbau der Möbel. Auch sinkt die Toleranzgrenze, was Aussehen und Stabilität eines Möbels angeht in der Regel am Tag nach dem Gelage stark ab. Heere von zertrümmerten Paxen, die noch eine große Karriere als Kleiderschrank mit Klapptüren vor sich gehabt hätten, wissen davon ein trauriges Lied zu singen.
Denkt dran: Ikea Möbel geben auch nur eine Chance. Nutzt sie!

Posted by banana at 09:06 EM | Comments (0)
Juni 03, 2004
Niveauloser Dickschwanztext

Natürlich hat es durchaus seine positiven Seiten, so einen Riesenlümmel in der Buxe zu haben. Der Weg zur Blase ist zum Beispiel so unwahrscheinlich lang, daß man sich niemals eine bakterielle Blasenentzündung einfängt, selbst wenn man den Schlauch in einen mit Bakteriensuppe gefüllten Eimer hängen würde. Und, ja, es stimmt schon, die Frauen sind auch meistens sehr beeindruckt bis sprachlos, wenn ich meinen Megaholger auf den Tresen lege. Danach kommt dann die Neugier und die immer gleichen Fragen, die natürlich jeder Mann kennt, der von der Natur mir einem derartig gigantischen Bohrhammer ausgestattet worden ist.
Das ist gut fürs Ego und dank der Informationsbroschüre des Verteidigungsministeriums, die ich stets bei mir trage, hält sich das anfängliche Fremdeln in Grenzen und wandelt sich bald in den puren Spaß an der Freude. Schiere Größe bringt die Mädels ans Gerät. Vergesst die Sprüche von wegen, es käme nicht auf die Größe an.
Aber, so ein Megagemächt hat auch seine negativen Seiten.
Man verbraucht zum Beispiel viel mehr Duschgel, als "normal" bestückte Herren. Der Johannes sollte ja immer schön sauber sein, falls man ihn zum Beispiel spontan für Werbeaufnahmen zur Verfügung stellen muß.
Dann ist es grade im Sommer manchmal geradezu unerträglich. Man kann ja schließlich keine kurzen Hosen anziehen, weil man sonst ruck zuck eine Klage wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses an der Backe hätte. So staut sich die Hitze dann in der Hose und es gibt keine Chance auf Linderung. Im letzten Jahr, als es so heiß war, habe ich mir die Männerfleischlanze um den Bauch gewickelt, weil ich es einfach nicht mehr ausgehalten habe und bin dann in kurzen Hosen losgezogen. Das sah aber total beknackt aus und ich war das Gespött von ganz Hollywood.
Schlimm ist es auch auf öffentlichen Toiletten. Neugierige Blicke sind vorprogrammiert, wenn man anfängt, den Tatzelwurm aus der Hose zu zaubern. Man zieht und zieht und zieht und die Augen werden immer größer. Meistens schlinge ich ihn mir dann einmal um den Hals. So geht es am besten, nur geknickt sein darf er nicht. Manche Männer lachen sogar. Es ist nicht schön, auf diese Weise beobachtet zu werden.
In die Sauna kann ich auch nicht gehen, denn ein kurzsichtiger Frührentner, der mir auf den Sahnespender getreten ist, reicht für ein Leben aus.
Ja, es ist nicht immer leicht, so gut bestückt zu sein.

Posted by banana at 06:12 EM | Comments (0)
Juni 02, 2004
In a brand new fashion in a dance house style wee rule

Ich kann Paketzustelldienste nicht leiden. Sicher, für Firmenkunden mögen sie praktisch sein und preislich eine echte Alternative zur Post, aber für Leute, wie mich, nämlich alleinstehende, berufstätige Menschen, sind sie schlicht inakzeptabel.
Wenn die Fahrer vom Paketzustelldienst mir nämlich gerne mein Paket in die Hände drücken wollen, dann bin ich unter Garantie nicht zu Hause. Denn dann mache ich das Pendant zum in die Hände drücken von Paketen, was meiner beruflichen Ausbildung entspricht.
Komme ich dann nach Hause, so finde ich einen Zettel im Briefkasten, auf dem steht, daß man versuchte, mir ein Paket zuzustellen, daß ich aber leider nicht anzutreffen war, daß man es morgen zur gleichen Zeit nocheinmal versuchen werde und dann nochmal und man dann - sollte man mich immer noch nicht angetroffen haben - das Paket an den Absender zurückschicken werde. Die Chancen, mich zu den Zustellzeiten anzutreffen, sind lächerlich gering und beschränken sich darauf, daß ich spontan krank werde, von einem Auto angefahren werde oder ähnlich unerfreulicher Dinge.
Leider bieten die Zustelldienste nicht die Möglichkeit, die Pakete irgendwo abzuholen. Ich habe das einmal versucht, war sogar erfolgreich, allerdings stand ich dabei etwa eine halbe Stunde mutterseelenallein und mit Besucherausweis und ohne Personalausweis, den man als Pfand genommen hatte, in einer großen Halle und froh mir den Arsch ab, bis sich jemand fand, der für mich zuständig war.
Manche Zustelldienste liefern die Pakete sogar am Samstag. Das habe ich neulich mitbekommen, denn es klingelte an einem Samstag an meiner Tür.
Es war ein Fahrer eines Paketzustelldienstes und dabei hatte er zwei Pakete. Leider waren die nicht für mich, sondern für zwei meiner Nachbar. Ob ich sie nicht annehmen könne, fragte der Herr. Er wirkte etwas besorgt. Er erklärte mir, daß er schon zum zweiten Mal hier gewesen sei und daß sich keiner der Nachbarn bereit erklärt habe, die Pakete anzunehmen. Er müsse sie zurückschicken, wenn ich sie nicht annähme. Da wurde mir weich ums Herz und ich stellte die Pakete in meinen Flur, kritzelte das, was andere Leute ihre Unterschrift nennen würden in ein merkwürdiges Gerät. Der Herr fragte nach meinem Namen, den ich nannte und ich fragte, ob der Herr den Nachbarn denn einen Benachrichtigungszettel in die Briefkästen werfen würde. Das werde er wohl tun, versicherte er mir.
Ich schloß die Tür, kam mir vor, wie ein Philantroph und harrte der Ströme von Nachbarn, die bald kommen würden, um ihre Pakete abzuholen.
Sie kamen aber nicht.
Das Wochenende passierte nichts. Auch am Montag und am Dienstag nicht. Das machte mich stutzig. Ich klingelte bei der einen Nachbarin. Sie war auch zuhause, ich drückte ihr das Paket mit der entsprechenden Erklärung in die Hand und sie schien freudig überrascht, dankte mir und schloß die Tür.
Das andere Paket war immer noch da, die Adressatin jedoch nicht.
Die ganze Woche über klingelte ich abends an ihrer Tür, jedoch wurde mir nicht geöffnet. Langsam ging mir das Scheißpaket auf den Sack. Da nahm ich den Müll an und keine Sau scherte sich darum, ihn abzuholen. Für mich selbst beschloß ich, das nächste Mal auch einer der Leute zu sein, die keine Pakete für andere annehmen.
Eine Woche und zwei Tage waren inzwischen verstrichen, in dem ich mit dem Paket meine Wohnung geteilt hatte. Wieder klingelte ich an der Tür und siehe da, mir wurde aufgetan.
Ich erklärte den Umstand und erwartete einen warmen Regen menschlicher Dankbarkeit.
Doch davon war nichts zu spüren. Sie erklärte mir, sie habe das Paket mittlerweile doppelt, weil es verspätet gewesen war und sie sich beschwert habe. Beim Versand hätte man ihr nur sagen können, daß jemand im Hause das Paket für sie angenommen habe, man könne ihr aber nicht sagen, wer und sie könne sich ja schließlich nicht durch das ganze Haus klingeln.
Ob sie keinen Zettel im Briefkasten gefunden habe, fragte ich. Sie verneinte.
Naja, so dachte ich, das erklärt alles, inklusive der freudigen Überraschung der anderen Nachbarin.
Ich sagte, in diesem Falle könne ich auch nichts tun. Kein Thema sagte sie. Einer der Ausdrücke, die ich am meisten auf der Welt hasse.
Ich nahm mir fest vor, nie wieder Pakete für die Nachbarn anzunehmen. Sollten die doch selbst ihre Kriege mit den Lieferanten führen. Ich nahm mir auch vor, wenn es irgend geht, nichts mehr bei Firmen zu bestellen, die mit Paketdiensten ausliefern und diesen Firmen auch den Grund dafür zu nennen.
Ja, manchmal bin ich ein echtes Arschloch.

Posted by banana at 08:44 EM | Comments (0)
Juni 01, 2004
Automatic pulp ejection

Bin ich eigentlich der einzige, der bei dem Begriff "Torwart-Titan" immer an weibliche Brüste denken muss?
Ich bin ja wirklich sehr froh, dass die Münchner Freiheit kein Thema mehr ist. Andererseits ist Pur auch nicht besser. Es wird immer eine Grundversorgung mit schlechter Musik geben. Das ist eigentlich gar nicht schlecht. Zum einen hat man dann ein schönes Feindbild, zum anderen kann man sich schön davon abgrenzen.
Weiß eigentlich jemand, ob der Camembert, den man für gebackenen Camembert nimmt, ein spezieller Camembert ist? Ich habe gestern einen normalen Aldi-Camembert in den Ofen gesteckt und schön durchgebacken. Als ich das Ding dann anschnitt, da saftete der gesamte Käseinhalt heraus und lies eine leere Schimmelhülle zurück. Das ex-Innere war sehr flüssig, schmeckte nicht und klebte an den Zähnen. Widerlich. Vielleicht habe ich den Käse auch einfach nur zu lange in der Röhre gelassen.
Das Verkaufsfernsehen hat mittlerweile seine beruhigende Wirkung auf mich verloren. Die fröhlichen Menschen in ihrer heilen Welt aus Wunderprodukten rufen in mir kein Gefühl der Sicherheit und Geborgenheit mehr hervor, so wie sie es eine ganze Weile getan haben. Sie gehen mir nur noch auf den Sack. Ich kenne das Witzrepertoire der Protagonisten und ich kenne jedes Gottverdammte Produkt, das der Sender im Programm hat, weil ich jede Präsentation schon mindestens zweimal gesehen habe.
Ich schalte trotzdem manchmal den Sender ein, vielleicht aus Gewohnheit.
Eine Sache ist mir dabei aufgefallen: Bei dem Verkaufsfernsehen arbeitet alles, jeder mit jedem. Mit dem Superschärfer wird das Messer nicht geschärft, nein, da wird gearbeitet. Mit dem Dekorationsset wird nicht eine Kiwi in Einzelteile geschnitten, nein, da wird gearbeitet. Mit dem Wundertuch wird nicht der Spiegel von der frisch verschmierten Fettcreme gereinigt, nein, da wird gearbeitet. "Schau, Felix, Du machst das Tuch ein bisschen nass und dann kannst Du damit prima arbeiten."
Wieso machen die das? In einem Satz sagen sie, wie viel Spaß das Saubermachen mit dem neuen Staubwischer macht und im nächsten Satz sagen sie "Schau, Felix, wie einfach man damit arbeiten kann". Spaß oder Arbeit? Da sollte man sich vielleicht mal entscheiden. Erst kommt die Arbeit und dann das Vergnügen.
Vielleicht ist das Arbeiten als eine Art Rechtfertigung gedacht. Wahrscheinlich hat man als Moderator ein schlechtes Gewissen, wenn man die ganze Zeit nur wundervolle Produkte anpreist und vorführt, die alle wunderbar funktionieren und alle richtige Problemlöser sind.
Da steht man dann und macht Menschen glücklich und irgendwann keimen die Zweifel auf. "Wieso habe ich so ein großes Glück? Womit habe ich das verdient? Wieso darf ich jeden Tag die Welt verbessern? Wieso müssen alle anderen so hart arbeiten?"
Und dann ist es da, das schlechte Gewissen. Dann arbeitet man unbewusst an einer Kompensationsstrategie und die sieht nun mal so aus, dass man den ganzen Spaß als Arbeit bezeichnet. Deswegen arbeitet alles. Außerdem kann man sich so nicht vorwerfen lassen, man würde den lieben langen Tag nicht arbeiten.
Pornodarsteller machen das übrigens auch. Sie fragen "Mit wem arbeite ich heute?" dabei ficken sie ja eigentlich. Wenn man "Arbeit" definiert, als etwas für dass man Geld bekommt tun, dann stimmt das ja eigentlich auch.
So, hätten wir das auch mal wieder geklärt.
Wo wir gerade beim Verkaufsfernsehen sind.
Das merkwürdigste Produkt ist im Moment sicher der Jack LaLane Power Juicer. Das Gerät an sich mag ja ganz toll sein. Es verschwinden ganze Kiwis, ganze Äpfel oder Weintrauben mit Stängeln darin. Aber warum kostet das Ding 150öre? Wer zur Hölle ist Jack LaLanne? Warum hat ihm niemand gesagt, wie beschissen er in diesem blauen Hosenanzug aussieht?
Diese Fragen werde ich ein anderes Mal klären, denn ich bin jetzt sehr erschöpft.

Posted by banana at 07:39 EM | Comments (0)
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