Mai 31, 2004
Auch wenn Du Dich wehrst, ne Chance hast Du nicht

Ich frage mich manchmal, was eigentlich der Grund dafür war, den Text zu "Ja, mir san mim Radl da" zu schreiben.
Soweit ich weiß, besteht das Lied nur aus dieser einzigen Textzeile, die allerdings beliebig oft wiederholt wird. Die Wiederholungen machen den Text aber weder aufschlußreicher noch sinnvoller.
Meist wird das Lied von Dixieland Kapellen gespielt. Da ich Dixieland absolut nicht ausstehen kann, hat das Lied sowieso bei mir schon einen schlechten Start.
Was bringt mir die Information, daß die Herrschaften mit dem Fahrrad gekommen sind?
Vielleicht sind sie auf einer Party und sind mit dem Rad gekommen, damit sie mehr saufen können. Das scheint mir die einzige sinnvolle Antwort zu sein.
Der Gastgeber fragt "Wollts ihr noch a Bier?" und die Gäste antworten "Ja, mir san mim Radl da". So, oder so ähnlich muß es gewesen sein. Dabei ist natürlich zu bedenken, daß man auch als Radfahrer nicht sternhagelvoll am Straßenverkehr teilnehmen darf. In schweren Fällen kann alkoholisiertes Radeln sogar zum Entzug der Fahrerlaubnis führen.
Es wäre auch denkbar, daß auf der Party jemand gefragt hat, ob die Herrschaften ihn noch nach Hause fahren könnten. Dann hätte die Antwort allerdings "Na, mir san mim Radl da" heißen müssen.
Vielleicht ist der Text aber auch entstanden, weil die Welt noch ein weiteres, total bescheuertes Lied gebraucht hat, mit dem uns Fernsehsendungen neven können, wann immer Beiträge gebracht werden, die auch nur im Entferntesten mit dem Fahrrad zu tun haben.

Posted by banana at 08:05 EM | Comments (0)
Mai 26, 2004
Böden, Böden, Böden

Umziehen macht wirklch keinen Spaß, besonders, wenn sich der Umzug auf zwei Abende von Werktagen ausdehnt.
Man kommt an und ist der festen Meinung, daß man eigentlich nur ein paar Umzugskisten von A nach B schubsen soll, was sonst sollte man auch Montags abends nach 18:00h noch anstellen.
Pustekuchen. Der ganze Umzug steht an. Also kurz gestöhnt und angepackt. Irgendwann, nach ewiger Schlepperei, merkt man dann, daß man nicht den Hauch einer Chance hat, das ganze Umzugsgut an einem Abend von A nach B zu bewegen. Das ist ein schöner Moment, denn man wird sich bewußt, daß noch ein zweiter Abend dieser Woche versaut sein wird und zwar nicht einer, der mit schmerzenden Gliedern endet, sondern bereits mit schmerzenden Gliedern anfängt.
So kommt man am zweiten Abend an, wehklagend und übellaunisch und gar nicht mehr so recht zum scherzen aufgelegt. Das fällt nicht weiter auf, denn die Laune der anderen ist auch beschissen.
Man schleppt also weiter Kisten und Mobiliar aus dem zweiten Stock nach unten, stopft das Auto voll und wirft dem Umziehenden ein paar böse Blicke zu, der gerade dabei ist, die Küche in hektischer Manier Küchengeräte in Umzugskisten zu packen.
Der Haushalt hat epische Ausmaße. Kiste folgt auf Kiste, alle randvoll gepackt und mit dem Rest, der noch unverpackt in der Wohnung rumliegt, könnte man ein mittleres Flüchtlingslager glücklich machen. Etwas später am Abend haben die Umzugshelfer gerade Spaß daran gefunden, sich ihre körperlichen Beschwerden zu schildern. Man steht am Auto, erklärt, bei welcher Bewegung das Knie schmerzt, versucht sich in die Rückenschmerzen des anderen hineinzuversetzen und bestaunt die Blessuren an den Händen des dritten, da wird eine weitere Kiste herangeschleppt, die man eben noch oben in der Küche gesehen hat.
"Da tropft was." sagt einer.
Tatsächlich zieht der schleppende eine deutliche Tropfspurt hinter sich.
Die Kiste wird abgestellt und geöffnet. Die Verursacherin ist schnell ausfindig gemacht: Eine Rotofriteuse, die hochkant in die Kiste gestopft wurde und ihren fettigen Inhalt nun recht gerecht im Treppenhaus verteilt hat.
Es ist eine Riesensauerei, das Treppenhaus stinkt wie eine Frittenbude und die Stufen sind so rutschig, wie die Festplattenpreise.
Natürlich ist es eine willkommene Abwechslung bei so einem Umzug eben mal kurz die Treppe von oben bis unten zu putzen, um so mehr, da sich natürlich keinerlei Putzmittel mehr in der Wohnung befindet. Das wurde wohl als erstes abtransportiert, offensichtlich waren die Putzmittel aber das einzige, was aus der Küche bereits abtransportiert wurde.
Es ist eine interessante Erfahrung, sehr schwere Kisten eine eben noch fettverschmierte und dürftig geschrubbte Treppe herunter zu tragen. Es ist sehr, spannend, wann man ausrutschen wird und sich, während man die Treppe herunterpurzelt und der Kisteninhalt sich über einen ergießt, jeden Knochen einzeln bricht.
Letztendlich ist dann doch nichts passiert. Irgendwann war das Auto voll, die Wohnung leer, das Auto wieder ausgeladen, die sperrige Couch unter Johlen in der Zielwohnung zertrümmert und eine zehn jährige Umzugssperre verhängt.
Mal sehen, wann der nächste umzieht. Sommerzeit - Umzugszeit

Posted by banana at 09:46 FM | Comments (0)
Mai 25, 2004
Your changes have been saved.

Unzüge sind eine lästige Sache. Ich werde nicht müde, das zu betonen. Sie sind anstrengend, viele Sachen gehen kaputt und es kann einem gehörig die Laune verderben.
Umstände halber mußte ich in der letzten Zeit bei überdurchschnittlich vielen Umzügen helfen. Vielleicht, weil ich nicht nein sagen kann, vielleicht, weil ich selbst bei extremster Angepisstheit nicht zu Wutausfällen neige, vielleicht aus tausend anderen Gründen, aber bestimmt nicht, weil ich so ein entschlossener, kräftiger und kompetenter Umzieher bin.
Ich habe bei so vielen Umzügen mitgeholfen, daß ich bei meinem nächsten Vorstellungsgespräch nicht die Gelegentheit verpassen werde, auf diese, meine Qualifikation hinzuweisen. Das erscheint zunächst sinnlos. Bedenkt man allerdings, wie oft in Firmen umgezogen wird, so könnte sich durch diese Extraqualitikation durchaus die eine oder andere Karrieremöglichkeit umgeben.
Außerdem muß ich aus den vielen Schmerzen, Blessuren, Flüchen und Quetschungen irgendein Kapital schlagen.
Als kleinen Leitfaden für den potentiell Umziehenden und zum Beweis meiner Kompetenz habe ich hier mal eine Liste von Punkten gemacht, deren Beachtung jeden Umzug zum unvergesslichen Erlebnis macht.

  • Das ganze Rumgezicke mit den Umzugskartons ist reine Beutelschneiderei der Umzugkartonindustrie! Besorgen sie sich vom Supermarkt ein paar Pappkartons, in denen vorher Papiertaschentücher oder Babywindeln verpackt waren. Die sind genau so gut, wie Umzugskartons und viel, viel billiger. Außerdem sorgt deren heterogenes Erscheinungsbild für Abwechslung im Fahrzeug.
  • Diese Kleinlaster sind wahre Raumwunder! Sie sind innen viel größer, als sie von außen aussehen. Mieten sie das Fahrzeug ruhig eine Nummer kleiner. Eine Drei-Zimmer-Wohnung kann man bequem in einen Sprinter verpacken, wenn man sich wirklich Mühe gibt. Kleinere Fahrzeuge rangieren sich besser, sparen Sprit und Mietkosten.
    Fragen Sie doch auch ihre Freunde, ob sie Ihnen nicht ihre Privatfahrzeuge zur Verfügung stellen, zum Beispiel zum Transport ihrer Dattelpalme oder ihres Feigenkaktus. Freunde freuen sich immer, wenn sie helfen können und so ein Kubikmeter Erde ist doch schnell aus dem Fußraum gesaugt. Kleinere Risse in der Kofferraumverkleidung werden bei der Wertminderung völlig überbewertet.
  • Das Gerücht, daß nur teures Werkzeug gut ist, hält sich hartnäckig, doch es ist völlig an den Haaren herbeigezogen. Zu günstigen Preisen gibt es wahnsinnig praktische Schraubenzieher, die sich durch austauschbare Spitzen jeder möglichen Schraube anpassen. Außerdem ist gutes Werkzeug etwas für Proleten! Ein Akkuschrauber ist ein Makel jeder Akademikerwohnung.
    Klebeband wird bei Umzügen völlig überbewertet. Auf- und zuklappende Türen und Schubladen sind eine willkommene Erhöhung des Schwierigkeitsgrades beim Schleppen. Das lustige Klappern und Scheppern ermuntert zudem Zuschauer und Nachbarn. Zu ein Umzug soll ja auch Spaß machen! Das Leben ist ernst genug.
  • Packen Sie die Kisten schön voll! Lieber etwas schwerer heben, als einmal zu viel Laufen. Vollere Kisten sparen außerdem Platz im Auto.
  • Halten Sie sich im Vorfeld nicht mit sinnlosen Tätigkeiten, wie dem Abbauen oder gar Ausräumen von Schränken und Regalen auf! Sie haben weiß Gott wichtigeres zu tun. Sowas ist schnell zwischendurch gemacht. Die Kleidung steckt man in Müllbeutel, die Schrauben von Schränken in die Hosentasche. So ist alles sicher verpackt und kommt nicht durcheinander.
  • Das Beschriften von Kisten ist für Bürokraten und Anfänger. Mit geschultem Blick kann man Kisten von außen ansehen, was sie enthalten.
    Es ist überhaupt kein Problem, wenn man den halben Tag Kisten geschleppt hat, diese dann noch schnell vom dritten Stock in den Keller zu tragen. Kisten tragen macht Spaß! Wenn sie nicht so leer gepackt worden sind, dann braucht man auch nicht so oft zu laufen.
  • Zerlegen Sie Möbel nur so weit, wie unbedingt möglich! Ein Schrank wird vom dauernden Auf- und Abbauen bestimmt nicht besser! Außerdem kann man wertvolle Zeit sparen, in dem man die Möbel nicht auseinanderbaut. Darüber hinaus erhöht das den Schwierigkeitsgrad beim bepacken des Fahrzeuges. Akademiker lieben die Herausvorderung. Und - sein wir doch mal ehrlich: Gibt es ein befriedigenderes Gefühl, als wenn man eine Sitzlandschaft komplett durch das enge Treppenhaus getragen hat, obwohl alle behauptet haben, das sei auf keinen Fall möglich?
  • Ermuntern Sie alle Helfer, ihre Vorschläge dazu abzugeben, wie das Fahrzeug am besten zu bepacken ist, vor allem, wenn das Auto schon fast voll ist. "Ich habe doch die ganze Zeit gesagt", "Das konnte ja nicht gehen" und "auf mich hat ja keiner gehört" sind dabei gerne gehörte Sätze.
    Über das Bepacken des Autos läßt sich anregend diskutieren. Jeder, der schon einmal Tetris gespielt hat, ist hervorragend qualifiziert, wertvolle und erfrischende Vorschläge zu der Diskussion beizutragen.
    Gurte zum Verzurren der Ladung im Fahrzeug sind überflüssig. Fehlende Gurte sind spielend durch vorsichtigere Fahrweise auszugleichen.
  • Empfindliche Gegenstände, wie Glastüren, Spiegel und Bilder sind empfindlich und müssen gut verpackt werden! Weisen Sie die Packenden unbedingt mehrmals auf diesen Umstand hin und verlassen dann den Ort des Geschehens. Decken und ähnliches Verpackungsmaterial läßt sich auch von ortsunkundigen bequem und schnell noch am Unzugstag beschaffen. Kontrollieren Sie alle Gegenstände nach dem Auspacken gründlichst! Sollten Sie Beschädigungen finden, so beschweren Sie sich sofort bei den Packern und erkundigen sich nach deren Haftpflichtversicherung.
  • Laden Sie auch ihre Mutter ein. So ein putzendes Maskottchen, daß einem zwischen den Beinen herumsausst und bald hier, bald da wischt und zur schonenden Verpackung der Möbel mahnt, ist eine willkommende Abwechslung zum eintönigen Schleppen.
  • Menschen helfen gerne! Gerne opfern sie ihre Freizeit und setzen sich körperlichen Qualen aus. Traditionell wird das "dicke Abendessen als Dank für Eure Hilfe" nur versprochen und nie eingehalten. Das ist ein ungeschriebenes Gesetz und kein Grund, ein schlechtes Gewissen zu haben.

Wenn sie diese Punkte beachten, dann wird ihr Umzug garantiert ein unvergessliches Erlebnis, daß auf vielen Parties Gesprächsthema sein wird. Vor allem, wenn Sie nicht dabei sind.

Posted by banana at 09:55 FM | Comments (0)
Mai 23, 2004
Der Fahrstuhl nach oben ist besetzt

Ich war wirklich einigermaßen verstört. Da heiratet in Spanien irgend so ein "Kronprinz" und die ganze Fernsehnation verfällt in den Ausnahmezustand. Dass Rüttel die ganze Sache überträgt, das wunderte mich nicht, aber dass auch das erste UND das zweite den Firlefanz in Echtzeit übertragen, das machte mir dann etwas Sorgen.
Hätte es nicht gereicht, wenn die Dritten das übertragen hätten? Hätte nicht RTL die Exklusivrechte kaufen können und zwar so exklusiv, dass jedem, der mit einer Kamera auch nur in Sichtweite des glücklichen Paars gekommen wäre, derartig der Arsch aufgerissen worden wäre, dass das ganze Hochzeitsklein hinein gepasst hätte und zwar mitsamt der Schleppe, so wie das die New Yorker jetzt in ihrer U-Bahn planen?
Nein, es hat offensichtlich nicht gereicht. Aber eine Hochzeit des Spanischen Thronfolgers legt die beiden wichtigsten öffentlich rechtlichen Sender für einen ganzen Tag lahm. Dabei passierte noch nicht einmal etwas und es goss, wie aus Kübeln. Für die bekloppte Goldmünzen oder Ring oder weiß der Kuckuck-was-Übergabe wurde dann darüber hinaus noch die Üertragung der Qualifikation in Monaco unterbrochen.
Zu allem Überfluss krochen aller Orten die selbsternannten Monarchie-Experten aus ihren Löchern und faselten wirres Zeug. Monarchie-Experten. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Im 21. Jahrhundert.
Heute dann beschwerte man sich darüber, dass der Kuss nicht leidenschaftlich genug gewesen sei.
Ich fasse also kurz zusammen:
Es scheint sehr großes Interesse in diesem Land zu bestehen, sich stundenlange Hochzeiten von Kronprinzen in Spanien anzusehen, selbst, wenn gar nichts passiert.
Das Interesse an der Europäischen Monarchie scheint sehr groß zu sein.
Es ist scheißegal, wenn das Erste und das Zweite exakt das gleiche zeigen.
Es gibt noch genügend Leute, die Geld damit verdienen, Monarchie Experten zu sein.
Jeder hat zu jedem Scheiß was zu sagen.
Na ja. Das ist eigentlich beruhigend. Ich brauche wohl doch keine Angst davor zu haben, dass irgendwelche Feministinnen hinterm Baum hervorgesprungen kommen und mir den Schwanz abschneiden.
Vielleicht wäre es aber ein gutes Wahlkampfthema, z.B. für die CSU, wenn man vorschlagen würde, die Monarchie wieder einzuführen. So einen König von Deutschland, eine Königin, eine Prinzessin. Dann würde die Identifikation mit dem eigenen Land vielleicht wieder besser werden. Man hätte mehr Gesprächsstoff, man wäre wieder wer in Europa. Roland Koch würde dazu bestimmt auch eine Unterschriftenaktion durchführen.
Was? Ach ja, stimmt. Der Bundespräsident ist gewählt worden. Von ganz tollen Leuten, die jedem zum Vorbild gereichen sollten.
Meine Schwägerin war krank.
"Was hat sie denn?" frage ich meine Nichte.
"Ich glaube, sie hat die Krätze" sagte sie.
"Die Krätze?" fragte ich ungläubig.
"Ja, sie hat immer gesagt 'Da kann man ja die Krätze kriegen' und ich glaube, jetzt hat sie sie."

Posted by banana at 08:30 EM | Comments (0)
Mai 20, 2004
Superstars that know her name

Nur ganz kurz: Großer Danke gebührt DeMeziere für einen neuen Award, nämlich den Award de Fabel, verliehen für §§a href="http://www.spackonauten.org/aktuell/archiv/2004_05.html#000580">diesen§§/a> Beitrag.
Mit dem aufrichtigen Dank an DeMeziere ist die Bitte an alle anderen verbunden, mir auch einen Award zu schicken, wenn Ihr erkannt habt, wie großartig meine Site ist. Seid nicht schüchtern!
Zu finden ist der Award, wie immer, auf der §§a href="http://www.spackonauten.org/awards.html"/>Award Seite§§/a>.

Posted by banana at 10:46 EM | Comments (0)
Wie die Wan tan kann

So. Im Kino gewesen. In Troy. Ja, natürlich in Troy und nicht in Troja, denn ich bin einer von den Klugscheissern, die sich Filme gerne im Original ansehen. Besonders Finnische, Französische und Österreichische.
Der Film war gut. Abgesehen von ein paar wirklich bösen Schnitzern im Plot, die ich - gar nicht faul und klugscheisserisch, wie ich bin - hier mal kurz aufzähle:

  1. Warum untersuchen die blöden Trojaner das Pferd nicht, bevor sie es unter größten Auwänden in ihre ach so sichere Stadt schleppen? Jeder zweitklassige Paranudistenstaat nimmt heutzutage Fingerabdrücke von allen Einreisenden.

  2. Wenn die den Holzgaul schon blind vor Gotteserfurcht in die Stadt gezogen haben, wieso bewachen sie das Mistding nicht, wenn sie es mitten in der Fußgängerzone parken?

  3. Wenn nach zwölf Tagen die Griechen von "The Plague" dahingerafft sind und voller häßlicher Male am Strand von Troja rumliegen, warum untersuchen die Trojaner nicht mal einen von ihnen und schauen nach, ob die Herrschaften tatsächlich tot sind?

  4. Warum bekommen die Trojaner nicht mit, wie die Griechen ein Holzpferdchen von zwanzig Metern Höhe am Strand, kaum einen halben Kilometer von der Stadt entfernt, bauen, sondern sind ganz erstaunt, als es plötzlich dastand. Ach so, sie waren mit Trauern beschäftigt. Die waren doch die ganze Zeit besoffen!


Aber das ist Erbsenzählerei. Der Film hat mir gut gefallen, auch wenn er mir im Moment wie eine Mischung aus Herr der Ringe, Buck Rogers, James Bond und einem Fußballspiel mit David Beckham vorkommt.
Ich habe mal wieder gelernt, meine Mitmenschen zu lieben und erfahren, warum ich so gerne am Abend die Dienste des öffentlichen Personennahverkehrs in Anspruch nehme.
Der Besoffene mit erhöhtem Mitteilungsbedürfnis quatscht mich entweder gleich auf dem Bahnsteig an oder er rennt den Bahnsteig während des Wartens permanent auf und ab und steigt dann zielsicher in den Wagen, in den ich auch steige, um mich dann anzuquatschen. Sehr angenehm.
Wenn das nicht passiert, so wie heute auf der Rückfahrt, dann steigt eine Horde ausgelassener Enddreissiger in den Zug ein. Wahrscheinlich irgendeine Art von Verein, komplett mit Quotenlaller und machen Witze, die nur für sie lustig sind, weil sie so blöd sind.
Der Lokführer nuschelt "Aussteischeinfaatrischdung Links" ins Mikro. Die Tussies, weil sie sie gerade irgendwelche dumme Kacke erzählt haben, bekommen nur das "Links" mit.
Eine fragt "Links?" und zeigt mit dem Zeigefinger nach links. Alle lachen gackernd. Um bei den Hühnern zu bleiben, erschallt bald hier ein "Links?", bald da ein "Links?" und das Lachen wird immer heftiger. Alle zeigen in irgendwelche Richtungen und haben den Spaß ihres Lebens. Da wundert es mich nicht, warum Sieben Tage Sieben Köpfe so ein Erfolg ist.
Überhaupt frage ich mich, warum die Leute ins Kino gehen, wenn sie sich eigentlich viel lieber unterhalten wollen. Sollten sie nicht lieber in eine Bar gehen? Nein, dann müßten sie ja ihre blöden Fressen sehen.

Posted by banana at 12:54 FM | Comments (0)
Mai 18, 2004
Hold my breath as I wish for death

Der Professor lag neben dem Panther im Staub. Er trug seinen Khaki-farbigen Tropenanzug am Leib, seine schwarzen Stiefel an den Füssen und seinen Tropenhelm auf dem Kopf. Quer über die Brust trug er einen hässlichen roten Streifen. Blut tropfte dem Professor vom Bauch und versickerte im Boden.
Der Professor stöhnte "Warum hast Du das gemacht?"
Der Panther blickte den Professor erstaunt an und sagte "Ich bin ein Panther. Panther tun solche Dinge."
"Aber" hob der Professor an und das Sprechen fiel ihm schwer "Du lebst bei mir seit drei Jahren. Ich gebe Dir zu Essen und zu Trinken. Du schläfst in meinem Haus und nicht im Käfig, bei den anderen Tieren."
"Dafür bin ich Dir sehr dankbar" sagte der Panther, "aber ich bin immer noch ein Panther"
Der Professor patsche mit der Hand auf seinen Bauch, besah sich seine Blutverschmierte Hand und stöhnte abermals.
"Die ganze Zeit über warst Du zahm und tatest mir nichts zuleide." sagte der Professor.
"Ja, Professor. Da hatte ich vergessen, dass ich ein Panther bin." sagte der Panther.
Er leckte sich das Blut von der Tatze, drehte den Kopf zum Professor und sagte "Du hast es gewusst. Es steht doch in Deinen Büchern, die Du jeden Abend liest, wenn Du vor dem Haus sitzt."
"In den Büchern steht, dass Panther gefährlich sind. Du warst aber nicht gefährlich. Du warst mein Freund. Ich liebe Dich." sagte der Professor.
"Ich liebe Dich auch" sagte der Panther sanft "Aber ich bin immer noch ein Panther."
Der Panther stand auf und trottete davon.

Posted by banana at 06:38 EM | Comments (0)
Mai 17, 2004
So why does it got to be so damn tough

Man sollte sich nicht so viele Gedanken machen, wenn man in ein Land fährt, dessen Sprache man nicht spricht und nicht versteht.
Im Grunde genommen ist es ja doch nicht anders, als zu Hause. Da hört einem ja auch keiner richtig zu. Da versteht ja auch jeder nur das, was er verstehen will. Da pickt sich ja jeder raus, was ihm gefällt und reißt es aus dem Zusammenhang, dreht es um und versabbelt dann noch die Formulierung. Der einzige Nachteil im Ausland ist, dass man die Schilder nicht lesen kann. Aber nach ein paar Tagen ist man mit den wichtigsten Schildern ohnehin vertraut und der Rest wird schon nicht so wichtig sein.
Es ist überhaupt sehr erstaunlich, das die ganze Welt so weiterfunktioniert, wo doch überall die ganze Zeit die Leute aneinander vorbeireden. Mikronesische Wissenschaftler vermuten angeblich, daß nur 27,6% aller gesprochenen Sätze so verstanden werden, wie sie formuliert wurden. Das ist besonders fatal, denn nur 27,6% der Gedanken gelangen als gesprochene Sätze korrekt formuliert an die Öffentlichkeit. Die Übereinstimmung der Prozentzahlen ist hierbei übrigens ein reiner Zufall und kein Schreibfehler.
Ein Mensch denkt also etwas, beziehungsweise hat etwas im Kopf und fängt erst einmal an zu reden. Das geht schon mal etwas schief, denn das Formulierte kommt anders heraus, als es eigentlich gemeint war. Der Zuhörer hört dann die Worte, versteht aber etwas ganz anderes.
Die Mikronesischen Wissenschaftler sind bei ihrer Analyse eigentlich etwas unsauber. Vielleicht war es auch die Übersetzung, die unsauber war, aber ich persönlich denke ja, dass bei weiten nicht alles, was man so den Tag über von sich gibt, ein vollständiger Satz ist. Oft sind es nur einzelne Worte, Halbsätze oder Gegrunztes. Aber ich will nicht päpstlicher sein, als der Pabst.
Da hängt dann also dieser Satz in der Luft und der Zuhörer hört ihn. Vielleicht ist die Akustik schlecht und man versteht nur die Hälfte. Man möchte aber nicht nachfragen (das habe ich jetzt akustisch nicht verstanden!), weil das Gegenüber gewöhnlicherweise ohnehin nur gequirlte Kacke von sich gibt, vielleicht ist man im Gedanken schon ganz wo anders, vielleicht möchte man das Gespräch möglichst schnell beenden oder vielleicht sind auch noch ganz andere Sachen gerade am gehen, zum Beispiel der Hefeteig.
Dann ist man unaufmerksam, die Gedanken schweifen ab, die Worte erwecken Assoziationen im Kopf, rote Lampen gehen an, grüne Lampen gehen aus, man möchte sich gerne die Zähne putzen, schönen Frauen hinterher schauen und so weiter.
Die Chancen, dass man das Gegenüber tatsächlich so versteht, wie es gemeint ist, stehen also geradezu lächerlich schlecht. Da ist es doch wirklich verwunderlich, dass sich so etwas, wie eine Sprache überhaupt entwickelt hat, die über die absoluten Grundlagen hinaus geht.
Ok, solche Sachen, wie "Gib mir die Butter" oder "Ich will noch Kaffee", die sind schon wahnsinnig praktisch, aber bei allem, was darüber hinaus geht, da wird es schon verdammt knifflig.
Der Herr Kierkegaard sagt
Die Menschen haben, wie es scheint, die Sprache nicht empfangen, um die Gedanken zu verbergen, sondern um zu verbergen, dass sie keine Gedanken haben.
Aber das ist ja ein ganz anderes Thema. Bei mir geht es eher um die Technik, also so zu sagen um eine weiter unten gelegene Schicht im ISO/OSI-Modell.
Aber, wenn ich mal so richtig drüber nachdenke, dann ist die Sprache schon relativ praktisch. Grade für so einfache Sätze. Die kann man eigentlich nicht falsch verstehen.
Ich stelle also folgende These auf:
Sprache ist eigentlich ganz praktisch, aber man wird oft missverstanden oder/und labert Müll.
Ja, ich glaube, darauf können wir uns einigen.

Posted by banana at 08:04 EM | Comments (0)
Mai 14, 2004
We are old, we are young we are in this together

Heute ist mir ein Werbespruch eingefallen:
Macht die Nase frei. Frei, wie ein Vogel.
Dann habe ich mich gefragt, warum darauf noch keiner vor mir gekommen ist. Ich habe mich aber nicht lange gefragt, weil der Spruch eigentlich total kacke ist. Naja auch egal.
Manche Sachen hasse ich wie die Pest. Da bin ich ruck zuck auf Hundertachzig. Da schwillt mir der Kamm. Da kriege ich so einen Hals. Da könnte ich grade ausrasten. Da sehe ich rot. Da platzt mir die Hutschnur. Da schnall ich ab. Und so weiter. Es sollte klar geworden sein, was ich meine.
Böse Zungen behaupten, Frauen wollten aus dem Grunde Kinder haben, damit sie ihr eigenes Kindischsein ausleben können. Kinder sind so ein bißchen, wie Puppen. Man kann sie ausziehen, anziehen, frisieren und sie wehren sich nicht, weil Kindern bis zu einem gewissen Alter ihr Aussehen völlig schnurz ist.
Da kann man mit der Babystimme sprechen und Babyworte sagen und dumme Spiele machen und so weiter. Man bekommt praktisch ein kackendes Alibi dafür serviert, sich selbst wie ein Baby aufzuführen und bekommt dafür noch Erziehungsurlaub und Kindergeld.
Die Sache mit dem Kindischsein kann richtig sein, kann aber auch nicht richtig sein. Ich weiß es nicht.
Warum Männer Kinder wollen, weiß ich auch nicht. Wahrscheinlich sind sie nach längeren Beziehungen derartig von den Frauen indoktriniert, daß sie einfach nur Kinder wollen, ohne jegliche Hintergedanken. Einfach so. Das Gehirn ist frisch gewaschen und sie trauen sich nicht mehr, keine Kinder haben zu wollen, denn dann würden sie wieder mit Sexentzug bestraft. Das ist ein bißchen paradox, denn eigentlich wollen die Frauen ja Kinder und ohne Sex ist das beim heutigen Stand der Technik in normalen Haushalten einfach nicht drin.
Was mich aber total nervt, sind diese Schriftsachen, die die Eltern von meist ziemlich kleinen Kindern verfassen. Es wird immer so getan, als schreibe das Kind. Immer in der ersten Person.
Heute nacht kam ich auf die Welt. Es war ganz schön anstrengend für Mami, aber noch schlimmer war es für Papi. Er ist zweimal umgefallen.
Mit meinen elf Pfund bin ich ein echter Fettsack, dafür bin ich ungefähr einen halben Meter groß

und so weiter. Man kennt das. Mir fehlt die Kraft, das jetzt noch irgendwie lustig zu formulieren. Jüngstes abschreckendes Beispiel ist Frau Klum. Dort konnte man das Geseier auf der Website nachlesen.
Was soll der Scheiß? Ist das niedlich? Ist das lustig? Ist das süüüüüß?
Irgendetwas geht da gehörig an mir vorbei. Ich mag mir ohnehin nicht vorstellen, wie ein Baby aus Frau Klum kommt, aber dieses erste Person Geseier schlägt dem Faß den Boden aus.
Babys schreiben ihren Papis auch oft Mails mit Einkaufslisten.
Papi, bitte kauf doch für mich Hip Abendbrei, 50.000 Windeln und Babypuder ein.
Deine Tochter Amanda

Wahrscheinlich bin ich der einzige, den das stört, aber es stört mich nunmal.

Posted by banana at 11:20 EM | Comments (0)
Mai 13, 2004
I get to think about, what might have been

Immer, wenn ich Ankündigungen für die Sendung "Alarm für Cobra 11" irgendwo sehe, dann frage ich mich, was eingentlich Cobra 1 bis Cobra 10 so die ganze Zeit machen und ob es nicht an der Zeit wäre, daß für die auch mal ein Alarm abfällt. Wieviele Cobras gibt es eigentlich? Die gleiche Frage stelle ich mir bei James Bond Filmen. Wie viele Geheimagenten gibt es eigentlich? Ist der Chef 001? Oder 000? Gibt es 010 (Null Eins Null) oder heißt der - um der Null Null-Geschichte treu zu bleiben - dann 0010 (Null Null Zehn)? Steht an James Bonds Bürotür auch 007 dran? Wird das Büro dann oft mit dem Abort verwechselt? Hat James Bond eigentlich ein Büro?
Wie ist denn da die Numerierung, bei den Geheimargenten? Hat jeder Angestellte des Geheimdienstes eine Nummer? Welche Nummer hat Miss Moneypenny? Welche hat der Chefbuchhalter? Was passiert, wenn 005 erschossen wird? Bekommt dann ein anderer seine Nummer?Wird womöglich 007 zu 006, als Nachrücker, sozusagen?
Das ist wirklich alles sehr verwirrend.
Wick Formel 44 verwirrt mich auch, genauso, wie Creme 21. Hat schon einmal jemand versucht, Creme 15 zu kaufen? Was ist mit den Ernten 1 bis 22 passiert? Stammen alle Zigaretten aus der gleichen Ernte? Was wird bei 8 mal 4 miteinander multipliziert, wofür steht die 8, wofür steht die 4?
Tut mir leid, wenn ich nerve, aber ich gehe den Sachen nunmal gerne auf den Grund.

Posted by banana at 08:41 EM | Comments (0)
Mai 11, 2004
Esst mehr Obst

Es gibt Tage, die fangen mit einem Problem an, das ganz klein und sympathisch aussieht, ungefähr so, wie ein Tic Tac. Dann macht man sich dran, das kleine sympathische Problem zu beheben und merkt, dass es gar nicht so klein ist. Es hat sich nur so klein gemacht. In Wirklichkeit ist es ein kleiner Schimmelfleck an der Wand, der es nötig macht, die ganze Wand einzureißen. Als die Wand weg ist und man sich die Hände gerade gewaschen hat, da merkt man, dass die ganze Hütte von Pharaoameisen befallen ist und einem nichts anderes übrig bleibt, als das Haus platt zu machen. Als man auch damit fertig ist, da meldet sich jemand und sagt, dass das Gemäuer unter Denkmalschutz stand.
Dass das Problem nicht klein war, wusste man schon länger, aber sympathisch findet man es jetzt auch nicht mehr. Man findet es eher total beschissen und wünscht sich, man wäre einfach nicht aufgestanden und im Bett geblieben. Dann hätte man zwar andere Probleme, aber die wären bestimmt nicht so groß und unsympathisch, wie das kleine sympathische Problem. Wahrscheinlich hätte sich dann ein anderer des kleinen sympathischen Problems angenommen.
Wahrscheinlich? Teufel noch eins! Bin ich jetzt unter Optimisten gegangen? Nein.
Auf jeden Fall war heute so ein Tag. Ich bin rechtschaffen genervt und hätte nicht übel Lust, die geneigte Leserschaft mit Details über XSL im Besonderen und über Variablen und Node Sets und Entities und meine vergeblichen Versuche, mit schmutzigen Tricks zum Ziel zu kommen im Speziellen zu langweilen, aber dann würde mir bei der Darlegung der Problematik bestimmt einfallen, wie ich es hätte einfach und schön machen können, statt langsam und sehr, sehr, sehr hässlich und das will ich natürlich nicht.
Naja hinterher ist man immer schlauer und ich weiß auch nicht so recht, was ich mit diesem Beitrag eigentlich sagen will.

Posted by banana at 08:14 EM | Comments (0)
Mai 10, 2004
Bremen 1874 Philadelphia 1876

Vor einiger Zeit gab mein Haarschneide-Dingsda seinen Geist auf. Keine Ahnung, wie die Dinger heißen, aber es sind die, die es zum Spottpreis in jedem Elektronmarkt gibt. Schermaschine? Langhaarschneider? Keine Ahnung.
Jedenfalls gab mein altes Billigding vor kurzem seinen Geist auf, ich warf es weg und schaute mich heute nach einem neuen um.
Ich musste nicht lange suchen und wurde bei Wal Mart fündig. Dort gab es ein Set, das genau meinen Vorstellungen entsprach: Ein silbernes Gerät, ansprechend in durchsichtigem Plastik präsentiert, mit vier Haarschneideaufsätzen zu 3, 6, 9 und 9 Millimetern, etwas Klingenöl, einem Bürstchen, einer Batterie und einem merkwürdigen Ding, dass etwa, wie ein Lippenstift aussah. Dazu gab es, wie sich später herausstellen sollte, noch einen Kamm, allerdings war der von solch minderer Qualität, dass man ihn zusammen mit dem Netzkabel des Schergerätes hinter einem Sichtschutz aus Pappe versteckt hatte.
Das ganze sollte 4.90eur kosten. Ich lachte kurz hysterisch auf und begab mich zur Kasse.
Der Lippenstift weckte meine Neugier. Ich konsultierte die Betriebsanleitung und erfuhr, dass es sich um ein Gerät zum Kürzen der Nasen- und/oder Ohrhaare handelte.
Der Nasenhaarschneider nahm die mitgelieferte Mignonzelle in sich auf und gab, nachdem ich den Gummischalter in die "An" Position geschoben hatte, ein nervös knurrendes Geräusch von sich, nicht unähnlich dem, wie man es vielleicht bei Epiliergeräten schon zu fürchten gelernt hat. Ich habe noch nie begriffen, wie Frauen mit etwas, was derartig gemeine und rücksichtslose Geräusche von sich gibt, wie ein Epiliergerät, auch nur in die Nähe von Körperbereichen gehen können, auf denen Haare wachsen. Die Entwicklungsabteilungen für Epiliergeräte stelle ich mir als einen Haufen Sadisten vor, die als Kind unter einem sehr brutalen und sehr behaarten Vater leiden mussten.
Der Nasenhaarschneider musste von einem Praktikanten in der Abteilung entwickelt worden sein.
Zunächst war da dieses mahlende, fiese Geräusch. Das wäre eigentlich schon Abschreckung genug gewesen. Dazu kam aber noch das Aussehen, bzw. die Bewegung. An der Spitze befand sich eine verchromte Manschette, mit kleinen Schlitzen drin, die wohl dazu dienten, das Haar aufzunehmen. Damit waren sie die Zuarbeiter für den Schneidekopf, der sich inmitten der Manschette unerbittlich drehte. Das ganze Ding sah ungefähr so aus, wie das Ding, was das Alien Ripley entgegenstreckt, nur schien es bei der Ausübung seines schmerzbringenden Handwerkes bei weitem nicht so konsequent zu sein.
Bereits nach kurzer Betriebsdauer nämlich, wurde die Umdrehungszahl des Scherkopfes langsamer und das Geräusch klang etwas leiser, aber nicht minder zornig, als vorher.
Ich stelle mir vor, wie die Nasenhaare von einem der kleinen Schlitze erfasst wurden und sich dann langsam um den Scherkopf wickeln würden, bis diesem alsbald die Kraft ausgehen würde, er stoppen würde und man sich mit einem aus der Nase baumelnden Lippenstift und höllischen Schmerzen, bedingt durch mannighaarige Kontraktion des überdurchschnittlich gut mit Nerven ausgestatteten Naseninnenraums konfrontiert sehen würde. Reinkriegen war leicht. Aber wie kriegt man das Ding wieder raus? Einen Rückwärtsgang gab es nicht. Vorwärts immer, rückwärts nimmer.
Ohne lange zu überlegen, wusste ich, dass ich dieses Höllengerät um kein Geld der Welt in eine meiner Körperöffnungen einführen würde.
Selbstlos bot ich allen Kollegen an, sie könnten heute kostenlos ihre Nasenhaare schneiden, aber keiner ging auf das Angebot ein.
Der Haarschneider dagegen macht einen guten Eindruck.

Posted by banana at 09:00 EM | Comments (0)
Mai 09, 2004
I've got asthma and I cannot breathe

Eigentlich sah der Fünf-Jahresplan vor, am Samstag den Holiday Park zu besuchen. Der Plan war gut, aber dumm war, dass es am Samstag mit einer derartigen Konstanz regnete, dass sie eigentlich im Fünf-Jahresplan hätte vorgesehen werden müssen.
So fanden sich 'No Click' Sven und 'Airtime' Chris mit einem Konflikt konfrontiert.
Statt Expedition GeForce, laut Internet Coaster Poll Besten Achterbahn der Welt, gab es also erst einmal einige Runden Dance Dance Revolution zum Wachwerden.
Da sich Pro Roller Coaster Rider vom Regen nicht abhalten lassen, die Jahreskarte unbedingt gekauft werden musste und man in unserem Alter nicht den ganzen Tag Dance Dance Revolution spielen kann, fuhren wir natürlich trotz des Regens in die Pfalz.
Der Park war für die schlechten Wetterverhältnisse überraschen voll und wir mussten zwei Züge warten, bis wir endlich in der drittletzten Reihe Platz nehmen konnten.
Die Wiedersehensfreude war groß! Ich herzte die Sitze, drückte meinen besten Freund, den Bügel und war etwas verwundert, mit welcher Leichtigkeit sich die Weite meines zweitbesten Freundes, des Gurtes verstellen lies. Das Gurtschloss schlüpfte von weit nach eng und von eng nach weit, dass es eine Art hatte.
War das im letzten Jahr auch schon so gewesen? Ich glaube nicht. Mir schoss durch den Kopf, dass man in der Winterpause neue, längere Gurte montiert hatte, aber hatte man vergessen, dass diese Gurte bitteschön den Pflichten eines verdammten Gurtes nachkommen müssen, nämlich die ihm anvertrauten Passagiere fest zu umgürten.
Während ich mich noch so fragte, erscholl bereits das Signal, dass mir befohl, den Bügel an mich heranzuziehen und aus einem Reflex heraus gehorchte ich.
Neben mir machte 'One Click' Sven seine üblichen 'One Click' Scherze, aber ich fand sie gar nicht mehr so lustig.
War die Bahn im letzten Jahr auch schon so steil? War die Bahn auch schon so hoch? Saß man im letzten Jahr auch schon so frei in dem Wagen?
Ich zog meinen Gurt noch ein wenig enger und hatte das Gefühl, er würde sich von selbst wieder etwas weiter stellen.
Der Kabellift nahm seine Arbeit auf, mein Kopf kippte leicht nach hinten und da waren wir auch schon auf dem Lift Hill.
Expedition GeForce ist eine Bahn, die nicht lange Fackelt. Da gibt es kein ewiges Rumeiern auf dem Lift Hill, da gibt es kein Möchtegern Rumgeeiere in 60 Metern Höhe, da gibt es auch kein 3 Sekunden vor dem Abgrund hängen. Nix da, Dicker.
Zügig hoch und zügig runter heißt die Devise und ich glaube, das hatte ich ein kleines bisschen vergessen.
Jedenfalls ging mit ab dem zweiten Drittel des Lift Hills gehörig die Düse. Es war hoch, man saß völlig ungeschützt im Wagen, der Wagen kletterte flott weiter nach oben und zu allem Überfluss regnete es auch noch.
Letztes war mir aber gar nicht so wichtig.
Noch bevor wir ganz oben waren, ging es los. Ich spürte, wie der Wagen Fahrt aufnahm und streckte die Arme nach oben. Der vordere Teil des Zuges sauste schon in die Tiefe, und wir wurden mit einer Geschwindigkeit über die Kuppe des Lift Hills gezogen, die uns aus schier dem Sitz riss.
Immer schneller wurde die Fahrt, der Zug warf sich herum und wie im freien Fall rasten wir, nur vom Bügel und vom Gurt gehalten, 60 Meter der Erde entgegen.
Die Erde muss uns verdammt lieb haben, wenn sie uns so stark anzieht.
Unten drehte die Bahn in die Horizontale und bald wieder gen Himmel und wir wurden zusammengestaucht, dass die Bandscheiben ächzten.
An den Rest der Fahrt kann ich mich gar nicht mehr so richtig erinnern.
Das ist natürlich gelogen. Aber der erste Drop ist wirklich einmalig, sucht seines gleichen, nimmt einem den Atem und hat mich völlig umgehauen. So gut hatte ich es nicht in Erinnerung. Selbst mit einigen Achterbahn Kilometern auf dem Buckel, war ich schwer beeindruckt.
Wir fuhren nur dreimal, danach waren wir so nass, dass sogar wir keine Lust mehr hatten. Wir machten noch einen Abstecher auf die Darmstädter Frühjahrs-Mess (?), um uns die Credits auf der Alpina Bahn zu sichern, spielten noch ein paar Runden Dancing Stage Unleashed und machten dann Feierabend.
Ein weiterer harter Abend im Leben eines Pro Roller Coaster Riders.

Posted by banana at 10:11 EM | Comments (0)
Mai 07, 2004
b-boys, breakers, electric boogaloo

Kann man denn nicht einmal mit einer Burger King Krone auf dem Kopf über den Gang laufen, ohne dass man sich gleich irgendwelche Bemerkungen anhören muss. Ich fühle mich diskriminiert und unverstanden!
Unlängst stand es im Spiegel: Die Automobilingenieure bauen technischen Schnickschnack in die Autos ein, den kein Mensch braucht. Selbstlenkende Hinterachsen, von außen verstellbare Innenspiegel und und und.
Diese falsche Innovation habe ich auch in einem anderen Bereich ausgemacht: Bei Tetrapaks!
Früher war alles klar. Da gab es ein Tetrapak und man brauchte eine Schere oder ein Messer, um es aufzumachen. Alles klar, klare Fronten. Hektoliterweise Milch, Apfel- und Orangensaft habe ich detetrapatkiert und hatte mit überhaupt keine Probleme. Alles war in Ordnung, so wie es war.
Dann kamen diese komischen Perforationen an den Laschen. Ich weiß nicht, wer damit angefangen hat, aber er hätte es bleiben lassen sollen. Man sollte damit in der Lage sein, ein Tetrapak auch ohne ein Messer oder eine Schere oder einen anderen Gegenstand, der für Kinder nicht ist, aufzumachen.
Ich habe das einmal versucht. Zack! Die ganze Suppe war in der Küche verteilt! Vielleicht habe ich mich ja extrablöd angestellt, aber vielleicht war diese komische Perforation auch einfach extrasinnlos. Riss man so ein Ding auf, so blieb immer ein Grat der Innenfolie so stehen, dass man garantiert den ganzen Tisch voller Milch goss, nicht aber das Glas traf.
Was blieb einem übrig? Ja, Messer, Gabel, Schere, Licht. Die bewährte Methode.
Vor kurzen tauchten dann diese komischen Plastikaufsätze zum Ausschütten auf und haben sich verbreitet, wie die Pest. Es scheint mittlerweile zum guten Ton zu gehören, als Getränkeabfüller seine Tetrapaks mit diesen Gießprotzhutzen zu versehen.
Somit hat man es geschafft, etwas zu erfinden, was das Ausgießen noch mehr erschwert, als diese Perforation.
Man klappt die Plastikkappe hoch und da glänzt einem ein Aluminuimstreifen entgegen, der so gut befestigt ist, dass bereits beim Abreißen des selbigen ein nicht unerheblicher Teil der Flüssigkeit direkt aus dem Tetrapak auf die Klamotten schwappt. Gestern noch im Tetrapak, heute schon auf dem neuen Pullover. Es grüsst Ihr Traubensaft.
Da mag man diese Plastikausgießer schon gar nicht mehr. Die technisch-naive Neugierde (was haben sie den die Verpackungsdesigner da wieder Tolles ausgedacht?) ist blindem Konservatismus gewichen (Ich hole jetzt das Messer!). Aber da gibt es klein zurück mehr. Der Alustreifen ist weg und jedes Ausgießen, selbst bei geschlossenem Plastikdeckel - würde dazu führen, dass sich noch mehr Flüssigkeit dahin bewegt, wo sie nicht hin soll. Der Flüssigkeit kann dabei wirklich kein Vorwurf gemacht werden.
Also muss man in den sauren Apfel beißen und den Saft durch die Schütte gießen. Das gelingt eher schlecht, als Recht, es schmatzt, hechelt und nickt und in einem Schwallstakkato kotzt die Tüte ihren Inhalt auf den Tisch, die Hand und teilweise auch ins Glas.
Es ist zum verrückt werden und sieht bei Verabredungen darüber hinaus auch noch extrem uncool aus.
Ich verstehe das alles nicht und will zurück zu der ursprünglichen Lösung. Wobei es da mehrere Arten gab, die Tüte zu öffnen: Eine Lasche hoch, Querschnitt. Eine Lasche hoch, Längsschnitt, beide Laschen hoch, ohne Atemloch an der Rückseite, beide Laschen hoch, mit Atemloch an der Rückseite, und, und, und.
Vielleicht dient die Schütthutze einfach der Normierung der Öffnungsarten von Tetrapaks? Vielleicht gibt es da auch so eine EU Vorschrift.
Ja, so muss es sein, anders ist dieser Schwachsinn nicht zu erklären.

Posted by banana at 08:59 EM | Comments (0)
Mai 05, 2004
Tauben vergiften im Park

Freiheit?
Was ist eigentlich Freiheit?
Freiheit ist ein abstrakter Begriff. Liebespartner sagen, "ich brauche meine Freiheit" und dann ziehen sie mit jemand anders zusammen. Visa sagt "die Freiheit nehm ich mir", Rosa L. sagt, "die Freiheit des einen hört dort auf, wo die Freiheit des anderen beginnt". Ich sage, für mich ist es Freiheit, daß ich ins so lange aufbleiben kann, wie ich will.
Wir alle bleiben aber eine Definition schuldig. Freiheit ist so individuell, wie die Menschen. Der eine fühlt sich frei, wenn er mit seinem Auto mit 240 über die Autobahn saust, der andere fühlt sich frei, wenn er mit einem Sixpack vor der Nachttanke steht. "Frei, wie ein Adler", so sagt man oft. Aber was würde der Adler dazu sagen. Freiheit ist das Gegenteil von Zwang. Auch Marius Müller Westernhagen sang einst von Freiheit und behauptete unter anderem, daß sie die einzige sei, die fehlt. Die Freiheit. Freiheit ist feminin. Kein Wunder, denn grade im Zusammenhang mit Produkten der Monatshygiene ist oft von Freiheit die Rede und den Bedarf an Produkten der Monatshygiene haben die Frauen uns Männern klar voraus. Der Geschmack von Freiheit (und Abenteuer) wurde mal in Zusammenhang mit Marlboro Zigaretten gesagt. Na, wenn so Freiheit schmeckt. Ich weiß ja nicht.
Ich hoffe nur, daß David H. wußte, was für ihn die Freiheit ist, als er ein Lied darüber sang, wie sehr er nach ihr suchte.
Ich habe das Lied zum besseren Verständnis mal schnell ins Deutsche übersetzt.
Ja, bitte, keine Ursache.

An einem Junitag, kaum zwanzig Jahre her
Gebahr mich einst ein reicher Wicht
Ich had jedes Ding, das Geld Dir kaufen kann
Doch Freiheit hat ich nicht

Und ich suche nach Freiheit
Ich suche Stund' um Stund'

Ja, ich suche' nach Freiheit
Ohne Anhaltspunkt

Hey, ich suche nach Freiheit
Und ich schau hier und dort

Immer such ich nach Freiheit
Wo ist ihr Aufenthaltsort?

Ich ging den Weg hinauf
Die Koffer hintendrauf

Ich liess Hannover hinter mir
Ich ging den Weg hinab
Hintendrauf den Sack

Der Seelenfrieden war mein Wunsch
Papi sagt: Sein kein Knallkopf, Sohn
Wenn Du jetzt so schnell wegrennst

und siehst dann eins, zwei, drei, nur Geld macht wirklich frei
Kommst Du wieder an und flennst.

Ja, ich suchte nach Freiheit
Ich suchte Stund um Stund
...

Ich zahlte viel Gebühr
Konnt ja nichts dafür
Bei der Reise quer durchs Land
Ich schaffe wie ein Tier
Muskeln wuchsen mir

Trotzdem bin ich kein reicher Mann
Ich bin noch unterwegs, geh Leuten auf den Keks

Und ich klopf an jedes Tor
Und nach etwas Zeit
Ist es dann soweit
Dann fnde ich die Freiheit vor

Und ich suche nach Freiheit
Ich suche Stund' umd Stund'
...

Posted by banana at 07:32 EM | Comments (1)
Mai 03, 2004
Ja kann auch nein heissen.

Ich weiß, Euch ist langweilig. Allen ist langweilig, im Moment. Das liegt an der Jahreszeit. Im Winter schüttet der Körper sehr, sehr viele Müdigkeitshormone aus, weil es so dunkel ist. Wenn die Augen nur Dunkelheit sehen, dann leiten sie die Botschaft an die Hormonhauptdrüse weiter. Wie das genau funktioniert, ist noch nicht vollständig geklärt, aber es wird schon irgendwie klappen.
Die Hormonhauptdrüse schüttet dann Müdigkeitshormone aus. Dabei ist der Begriff "ausschütten" eigentlich total falsch gewählt, denn Ausschütten, das ist, wenn man einen Behälter, er eine Flüssigkeit enthält, rasch leer macht, in dem man ihn umstürzt. Nun wird aber die Hormonhauptdrüse beim Ausschütten nicht irgendwie umgestürzt, sondern der Hormonhauptdrüsenringmuskel zieht sich zusammen und quetscht so die Müdigkeitshormone aus der Drüse heraus. Das limbische Lymphtransportkanalsystem befördert die Müdigkeitshormone dann in das Gehirn, wo sie an die Müdigkeitshormonandockstellen andocken und zu den üblichen Symptomen der Müdigkeit führen: Müdigkeit, Schläfrigkeit, Schlafen, Gähnen, schwere Augendeckel, et cetera, p.p.
Nun ist es aber draußen wieder heller geworden. Das liegt daran, dass sich die Erdachse gekippt hat, aber eine genaue Beschreibung des Vorgangs würde hier zu weit führen. Es ist also heller und es werden weniger Müdigkeitshormone in Umlauf gebracht. Man ist also weniger müde.
Im Lauf des Winters hat man sich aber daran gewöhnt, wenig zu tun. Oftmals schläft man im Winter mehr als 12 Stunden pro Tag. Da kann man einfach nicht so viel tun!
Nun ist man aber wacher und denkt sich "was soll ich nur mit der ganzen Zeit anfangen?". Deswegen ist uns allen langweilig. Das ist aber nur in der Übergangsphase so, denn bald werden wir wieder die emsigen Tätigkeiten aufnehmen, die wir sonst auch so machen und dann wird es nicht mehr langweilig sein.
Nehmt doch ein Ehrenamt an, wenn Euch langweilig ist. Damit tut ihr noch eine gute Sache. Vielleicht schafft ihr es dann bis zum Bundesverdienstkreuz! Das wäre doch stark!
Früher aß man übrigens Eidechsen gegen die Müdigkeit. Es hat sich aber heraus gestellt, dass das nichts nützt und so ist man davon abgekommen. Außerdem schmecken die auch gar nicht.

Posted by banana at 09:03 EM | Comments (0)
Mai 02, 2004
Die größte Artenvielfalt findet sich in Fischen

Ich mag gerne Essen, das ich selbst gekauft habe. Es muss eingepackt sein und fachkundige Maschinen müssen draufgedruckt haben, was drin ist. So mag ich essen gerne. Wurst, Käse, Fleisch, Fisch.
Meine Oma hatte einen von allen gefürchteten Bekannten. Er war nämlich Hobbyangler und verteilte seinen Fang gerne unter seiner Bekanntschaft. Niemand vermag zu sagen, wie viele der Fische tatsächlich gegessen worden sind und wie viele in irgendeiner anderen Form entsorgt worden sind.
Eines Tages war es mal wieder soweit. Er brachte einen Fisch vorbei. Es war ein großer Fisch, vielleicht ein Karpfen. So genau weiß ich das nicht mehr, denn es ist schon fast zwanzig Jahre her. Der Fisch hatte klare Augen, große Schuppen und einen dicken Bauch.
Meine Oma bedankte sich für den Fisch. Sie nahm ihn gerne an, denn sie hatte schlechte Zeiten mitgemacht.
Als der Fisch ausgenommen werden sollte, da entdeckte meine Oma einen Parasiten im Darm des Fisches. Es war ein Bandwurm, ich vermute, ein Diphyllobothrium latum. Er hatte die Farbe von Nudeln in Tomatensosse, bestand aus einzelnen, flachen Segmenten und brachte es auf eine Länge von gut fünf Metern. Die fünf Meter sind ein Schätzwert, denn niemand mochte den Wurm auseinander ziehen. Ich weiß noch, dass ich mich damals gefragt habe, wie so viel Bandwurm in so einen Fisch hineinpassen konnte.
Mehrere Tage lang schwamm der Wurm in einem Eimer voller brackigem Wasser, der in der Küche stand. Ich mochte mir den Wurm nicht ansehen, denn ich hatte Angst, dass er in mich übergehen konnte. So viel Wurm in meinem Bauch wäre mir entschieden zuviel gewesen. Gleichzeitig ging ich bei mir alle möglichen Bandwurmsymptone durch, denn ich hatte große Angst, auch so einen Nudelkameraden durch die Gegend zu tragen.
Meine Oma präsentierte das tote Ding jedem, der es wissen wollte und auch jedem, der es nicht wissen wollte. Die Akzeptanz des Fisches als Nahrungsquelle sank dadurch kräftig. Schon nach kürzester Zeit wollte niemand mehr etwas von dem Fisch essen. Meine Oma hat ihn also alleine aufgegessen. Sie kannte da nichts.
Der Angler hatte es danach noch schwerer, seine Fische an den Mann zu bringen und gab das Angeln schließlich ganz auf. So hat - ohne es zu wollen - dieser Bandwurm vielen Fischen das Leben gerettet.
Und ich kaufe Fisch heute am liebsten gefroren. Da kenne ich die Bandwürmer nicht persönlich.

Posted by banana at 09:02 EM | Comments (0)
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