Februar 29, 2004
Ich aber sage, Hui Buh ist ein Gespenst

Sprecher: Manche Leute sagen, es gibt Gespenster, manche sagen, es gibt keine Gespenster. Ich aber sage: Hui Buh ist ein Gespenst.
Hui Buh: Natürlich bin ich ein Gespenst! Ein Gespenst mit einer rostigen Rasselkette.
Sprecher: Mit einer rostigen Rasselkette, richtig. Einziges für Schloß Burgeck behördlich zugelassenes Gespenst.
So steht es für alle Zeiten ganz oben in der dicken Fledermausturmkammertür eingebrannt.
Hui Buh: Hier wohne ich!
Sprecher: Du sollst doch nicht immer dazwischenreden! Ja, dort oben in der Turmkammer wohnt Hui Buh nun schon seit nahezu 400 Jahren. Seit damals, als ...
Hui Buh: Müssen das die Leute wissen?
Sprecher: Nun doch, das gehört dazu. Also vor 400 Jahren war Hui Buh noch gar kein Gespenst, sondern ein lustiger und fideler Ritter mit Namen Balduin. Aber dann kam wiedermal so ein Freitag, der 13te, an dem bekanntlich alle schrecklichen und unheimlichen Dinge geschehen und ein gewisser jemand, dem Hui Buh heute noch gern mal im stockdunklen Finstern begegnen möchte...
Hui Buh: Hui Buh! Dem würde ich's aber zeigen!
Sprecher: Hatte irgendetwas übel genommen und ihn verwünscht. Auf diese Weise war aus dem Ritter Balduin das Gespenst Hui Buh geworden. Seit der Verwünschung waren, wie gesagt, 4 Jahrunderte vergangen. Hui Buh hatte ein ordentliches Gespensterleben geführt und das Spuken stehts pünktlich und zu aller Zufriedenheit besorgt, wie es sich für ein pflichtbewußtes Gespenst gehört. Eines schönen Morgens sauste ein roter Straßenkreuzer mit einer
dicken Staubwolke an ihm vorbei und hielt mitten auf dem Schloßhof. Aus dem Auto stieg ein junger Mann, schön, wie ein Filmstar, in einem eleganten Anzug und mit genau zehn goldenen Ringen an den zehn Fingern. Und da kam auch schon Hui Buhs alter Freund, der Schloßkastelan angewatschelt und machte einen tiefen Kratzfuß.
Kastelan: Willkommen, Majestät, auf Schloß Burgeck.
Julius: Ich danke Ihnen vielmals. Ich bin gekommen als der rechtmässige Erbe und Nachfolger des verstorbenen Königs Julius des 110ten.
Hui Buh: Hast Du das gehört, Kastelan? Daß ich nicht leise kichere!
Kastelan: Verschwinde!
Julius: Sagen sie mal, mein lieber Kastelan, mit wem reden Sie da eigentlich?
Kastelan: Och, das ist nichts, das ist gar nichts. Aber darf ich euer Majestät als neuem Herrn und Besitzer das Schloß Burgeck jetzt vielleicht zeigen?
Hui Buh: Als Besitzer! Als Besitzer hat er gesagt, dabei gehört Schloß Burgeck mir, mir ganz allein!
Sprecher: Zutiefst verärgert folgte das Gespenst unsichtbar den beiden bis zum Schloßportal. Doch als Hui Buh
als letzer hindurchhuschen wollte, knurrte der Kastelan
Kastelan: Nein, Du bleibst draußen!
Hui Buh: Au! So eine Unverschämtheit! Seit 400 Jahren bin ich hier Gespenst und noch nie hat mir jemand die Türe zugeschlagen. Aber wartet! Schon heute Nacht könnt ihr was erleben! Hui Buh!

Ach, ich hatte beim lauschen gerade einen akuten Anfall von Kindheitswehmut.
Generation Bibi Blocksberg: Geh' kacken!

Posted by banana at 07:22 EM | Comments (0)
Februar 28, 2004
First drop into a tunnel.

Ich sollte mir wirklich langsam Gedanken über meinen Zustand machen. Wenn ich Duschen gehe und mein Ego dazu ausziehe und neben der Duschkabine aufhänge, damit es nicht naß wird, dann schaut es mich ganz merkwürdig an. Mich dünkt, ich habe nicht mehr alle Tassen im Schrank.
Selbst nach dem Abtrocknen scheint mir dieser Makel noch anzuhaften.
Es geht natürlich schon wieder um Achterbahnen.
Ich fahre am zweiten Tag der Saison in den Heidepark, kaufe mir dort eine Jahreskarte, obwohl der Park 400km von meinem Wohnort entfernt ist. Depp! Denkt ihr. Nein, weit gefehlt. Die Jahreskarte des Heideparks befugt mich zu freiem Eintritt in drei der sechs Parks, die ich in der Woche nach Ostern in England besuchen werde. Da wird richtig Geld gespart! Da nehme ich gerne zwei mal eine Stunde White Knuckle Ryan Air und eine Woche Formula 1 Hotel mit Etagenklo auf mich. Denn diese Reise ist noch Gold gegenüber der viertätigen Tour de Force nach Spanien, die im Mai absolviert wird. 1400km Anreise sind ein Klacks und können selbstverständlich an einem Stück im Auto absolviert werden, locken doch drei Belohnungen, die süß schmecken, wie Honig und auf illustre Namen, wie Batman la Fuga, Superman / la Atracción de Acero oder (tatatataaa) Dragon Khan hören. Die drei Babies kommen im übrigen alle aus der Leckeren Schweizer Achterbahnschmiede Bolliger & Mabillard und zwischen Taragona und Madrid liegen schlappe 400km. Das läßt sich locker nach Feierabend bezwingen.
Nach Spanien wird das übliche Hin- und Herflippern in Kerneuropa stattfinden, vielleicht mal gewürzt durch einen Abspritzer nach Italien (Katun!) oder Frankreich (Tonnerre de Zeus).
Dann heißt es Schwung holen für zwei Wochen im Nordosten der USA. Dort warten Himmelsstützpunkte wie Top Thrill Dragster, Millenium Force, Son of Beast, Beast, The Raven, The Legend, Twister und viele viele weitere vor uns.
Dann ist erstmal Schicht.
Ob dieser Planung dröhnt mir etwas der Schädel, aber seit ich entdeckt habe, daß der European Coaster Club in 2005 eine 14 tägige Reise nach Japan plant, habe ich dann doch komplett den Boden unter den Füssen verloren.
Nein, heute keine Links. Sucht Euch den Scheiß selbst zusammen, faules Pack.

Posted by banana at 12:31 FM | Comments (0)
Februar 26, 2004
Dinner Bell Dinner Bell Ding Ding Ding

Es gibt für Young Urban Professionals über 30 - also solche wie mich - nicht viel schlimmeres, als wenn man ihnen eine CD, einen Film oder - was das Schlimmste ist - ein Buch ausleiht.
Man hat ja ohnehin schon keine Zeit. Man muß arbeiten, zur Arbeit fahren, von der Arbeit nach Hause fahren, sich über die Dämlichkeit der anderen Menschen aufregen, Essen machen, Essen essen, Essen wegschmeissen, auf der Kommandocouch rumhängen, schlechte Fernsehsendungen schauen, Zeitschriften durchblättern, die Wohnung putzen, Internet machen, spät ins Bett gehen, Sport treiben, Ausreden ausdenken, warum man keinen Sport treibt, Verabredungen absagen, nicht an's Telefon gehen und so weiter. Da bleibt für andere Dinge praktisch überhaupt keine Zeit mehr übrig.
Es ist ab einem gewissen Alter schwieriger, sich mit Yuppies zu einem Treffen zu verabreden, als aus China einen eigenhändig erwürgten Panda legal auszuführen. Der Schwierigkeitsgrad steigt exponentiell mit der Anzahl der am Treffen teilnehmenden Personen. Es gibt Gerüchte, daß sich mal sechs Yuppies verabredet haben und sich auch tatsächlich alle sechs zur verabredeten Zeit am verabredeten Ort eingefunden haben. Ich persönlich halte das für eine glatte Lüge.
Früher war das alles so einfach.
"Wollen wir heute abend in's Kino gehen?"
"Klar! Treffen wir uns um halb acht davor."
Und dann ging man tatsächlich in's Kino. Lächerlich!
Heute ist das anders.
"Wollen wir heute abend in's Kino gehen?"
"Hm. Das ist jetzt ein bißchen kurzfristig."
"Ich habe jetzt schon das Essen für heute abend eingekauft."
"Ich muß bügeln."
"Ich fühle mich irgendwie total schlapp, heute."
Von den tausend Variationen von "schon was anderes vorhaben" ganz zu schweigen. Und so weiter.
Ich persönlich bin ja der Meinung, daß ein Signifikanter Teil der Freizeit dafür drauf geht, Termine, die sich ändern im jeweiligen Planer umherzuschubsen. Sei es im PDA (Männer) oder im Filofax (Frauen). Diese Dinger sind sowieso genau so unglaublich überflüssig, wie ein Jeep in der Großstadt, aber das ist ein anderes Thema.
Man ist also zum einen mit dem persönlichen Zeit-Management komplett überfordert und zum anderen faul und asozial wie Hulle. Erschwerend kommt dazu, daß der Tagesbedarf an komischen Typen nach einem durchnittlichen Tag im Büro bereits zu 100% gedeckt ist.
Und dann kommt jemand und erzählt mir, daß ich diesen Film unbedingt sehen muß. "Laß mich mit dem bekloppten Film in Ruhe, ich habe keine Zeit für so'n Scheiß" sage ich dann leider nicht, sondern "klingt interessant!". Ein Wort gibt das andere und das Gegenüber kontert mit "Ich kann Dir den gerne mal mitbringen" und dann ist das Kind auch schon in den Brunnen gefallen und ich tunke es mit "Klar, gerne!" auch noch unter.
Dann habe ich entweder Glück und wir beide vergessen die Angelegenheit, oder ich habe ein paar Tage später eine DVD Hülle auf dem Kommandocouchtisch liegen, die mich vorwurfsvoll ansieht.
Ich bin sehr gut darin, Dinge zu ignorieren, die mich vorwurfsvoll ansehen und deswegen leben wir beiden Hübschen eine ganze Weile neben einander her. Trotzdem nervt das Ding irgendwie. Es hat Macht über mich. Es wird mir Lebenszeit klauen, die ich lieber anders verbringen würde. Es ist ein stilles Fanal der Anklage. Der Tisch wird unter der Last irgendwann zusammenbrechen. Es macht mich verrückt.
Natürlich kenne ich schon alle sehenswerten Filme dieser Welt. Sämtliche Machwerke, die mir in der letzten Zeit empfohlen worden sind, waren reine Zeitverschwendung. So hat auch dieser Film einen ziemlich schlechten Start bei mir und die Motivation, ihn mir anzuschauen ist praktisch null. Ich weiß ja schon vorher, daß ich ihn kacke finden werde.
Nach ein paar Wochen der Qual ringe ich mich dann endlich durch und lege die Scheibe in den Schacht des DVD Players, seufze und rase mit maximaler Vorspulgeschwindigkeit über den Film, um bei der Rückgabe wenigstens ein paar passende Stichworte fallen lassen zu können.
Das tue ich dann auch, sage meistens ein prophylaktisches "ganz gut, aber so richtiger der Reisser war das nicht" und bin den Nerver los.
Doch, es stimmt. Ab einem gewissen Alter ist man Neuem gegenüber nicht mehr sehr aufgeschlossen.
Man hat aber auch wirklich keine Zeit.
Moment... Gibt es überhaupt Young Urban Professionals über 30?!

Posted by banana at 07:00 EM | Comments (0)
Februar 25, 2004
Wir beide sind das ideale Gespann

...denn Du kannst alles, was ich nicht kann.
Jetzt mal im Ernst. Der Herr Küblböck hat mit seinem Unfall ein Gesamtpaket abgeliefert, das nicht besonders sexy ist. Die Eckdaten lauten "blauer Opel Astra Kombi", "LKW mit Gurken beladen", "zwei Frauen, die eine fast 40, die andere fast 50". Das ist nicht gerade Rock and Roll. James Deans Prosche hatte den Spitznamen "Little Bastard". Ich will gar nicht wissen, wie der Opel hieß. Wahrscheinlich hatte der auch Window Color Dinger an den Fenstern.
Gleich, als sie den Porsche - einen silbernen Porsche Spyder aus dem Jahr 1955 - gesehen haben, haben die Freunde von Herrn Dean ihm gesagt, daß mit dem Auto etwas nicht in Ordnung sei. Tatsächlich verunglückte der beliebte Darsteller in der Karre ja auch am 30.09.1955. Er selbst hatte aber immer gesagt, daß es sein Schicksal sei, in einem Rennauto zu sterben.
Alec Guiness, Ursula Andress und Nick Adams sagten Dean, daß sie ein ungutes Gefühl bei dem Auto hatten. Auch 'Kustomizer King' George Barris, der an Deans anderen Rennautos gearbeitet hatte, sagte, daß das Auto eine Aura von dräuendem Verhängnis habe.
Dean fuhr mit seinem Mechaniker Rolf Wuetherich mit überhöhter Geschwindigkeit auf der Route 46 (damals Route 466) durch die Diabolo Range Mountains in Kalifornien, als ihnen bei Paso Roble der Student Donald Turnupseed entgegenkam. Im Gegenlicht konnte er die niedrige graue Silhouette des Porsches nicht sehen und bog links ab. Dean wollte noch ausweichen, aber es gelang ihm nicht. Der Porsche krachte in die Seite von Turnupseeds Ford. Herr Dean wurde mit gebrochenem Genick in seinem Auto eingeklemmt. Wuetherich wurde aus dem Fahrzeug geschleudert und brach sich ein Bein und den Kiefer und erlitt einige innere Verletzungen. Turnupspeed zog sich lediglich einige kleine Schnittverletzungen und Prellungen zu.
James Dean starb auf dem Weg ins Krankenhaus.
Nach dem Unfall kaufte Barris das Wrack für 2.500 Dollar. Als das Auto in Barris Werkstadt angekommen war, fiel es beim Abladen auf einen der Mechaniker, wobei er sich beide Beine brach. Auch Barris hatte von Anfang an kein gutes Gefühl bei dem Wagen. Trotzdem baute er Teile aus dem "Little Bastard" in zwei Rennautos ein, die an einem Rennen in den Panoma Fairgrounds in Kalifornien am 24.10.1956 teilnahmen. Die Wagen wurden gefahren von Troy McHenry und William Eschrid. McHenry starb in seinem Auto, in das der Motor von Deans Prosche eingebaut war, als er die Kontrolle über den Boliden verlor und gegen einen Baum fuhr und Eschrid überschlug sich mit seinem Wagen, in das Little Bastards Getriebe verbaut war, wobei er schwer verletzt wurde.
Ein Junge, der versuchte das Lenkrad des Porsche zu stehlen, rutschte aus und riss sich den Arm auf. Ein junger Mann, dem Barris zwei ganz gebliebenen Reifen von Deans Porsche Autos verkauft hatte, kam während der Fahrt von der Straße ab, als beide Reifen zu gleichen Zeit platzten.
Das war Barris noch immer keine Lehre. Er verlieh das Wrack des Porsche an die California Highway Partol, die anhand des Fahrzeuges zeigen wollte, wie wichtig die Sicherheit im Straßenverkehr sei. Nach zwei ereignislosen Austellung und kurz vor einer dritten, brannte die Garage, in der das Auto untergestellt war, bis auf die Grundmauern nieder. Alle Autos, die in der Garage geparkt waren, wurden zerstört. Nur nicht Little Bastard.
Der wurde kurz darauf in Sacramento ausgestellt. Dort rutschte das Auto von seinem Podest und brach einem Jugendlichen die Hüfte.
Auf der Rückreise wurde der Fahrer eines Tiefladers von dem Porsche erschlagen, als dieser bei einem Unfall von der Ladefläche geschleudert wurde.
Später fiel der Porsche erneut von einem Tieflader. 1958 in Oregon versagten die Bremsen des Tiefladers, auf den Little Bastard geladen war. Der Führerlose Laster rollte in ein anderes Auto und zerbrach dessen Windschutzscheibe.
1958, als das Unglücksauto in New Orleans ausgestellt, als es plötzlich und ohne erkennbare Ursache in 11 Teile zerbrach.
Auf der Rückfahrt von einer Ausstellung in Miami verschwand das, was vom Little Bastard übrig geblieben war unter mysteriösen Umständen und ist bis heute nicht wieder aufgetaucht.
Ob ich Recht hab' oder nicht, sage ich Euch nicht.
Guten Abend.

Posted by banana at 07:10 EM | Comments (0)
Februar 24, 2004
Küblböck nach Kollision mit Gurken-Transporter auf Intensivstation

Ich sitze im China Imbiss
schaue der Bedienung auf den Arsch
und komme nicht weiter
Sie gießt ein Weizen ein
ich sehe unter ihrem
Arm durch auf ihre rechte Brust
und verstehe immer noch nicht.
Was treibt sie um,
was läßt sie bleiben.
Jetzt serviert sie die 36 und lächelt.
Warum fangen sie es an,
probieren etwas neues?
Fräulein, zahlen! Arschloch.
Obwohl es gut war.
War's gut?
Vielleicht ist das andere noch besser?
Weiß man vorher nicht.
Soll ich zwei Vorspeisen nehmen?
Zwei auf einmal?
Einer ist immer der Verlierer.
Oder zwei, oder drei.
Jetzt sehe ich ihr in die Augen.
Die 36 und 'ne Cola - 12.50, bitte.
13!

Nachtrag:
Wenn ich morgens aufwache und sehe, daß draussen alles zugeschneit ist und wenn ich dann erst zehn Minuten den Schnee vom Auto kehren muß und ich dann eine halbe Stunde hinter irgendwelchen Idioten herschleichen muß, bei denen bei Schneefall die hohen vier Gänge des Getriebes ausfallen, dann brauche ich eines nicht: Ein Schild im Büro, auf dem "Achtung Rutschgefahr" steht, das dort aufgestellt wurde, weil ein Hansel dort naß aufwischt.
Was ich auch noch nicht brauche: Den Sicherheitshinweis der Postbank, daß ich doch beim eintippen der Geheimzahl darauf achten soll, daß niemand mir über die Finger schaut und meine Geheimzahl mitschreibt. Die bescheuerten Tasten des Geldautomatens sind nämlich so schwergängig, daß man überhaupt keine andere Wahl hat, als die PIN mit der Faust einzutrommeln.

Posted by banana at 09:18 EM | Comments (0)
Februar 23, 2004
Pain is weakness leaving the body

Ein Umstand macht mir die privaten Fernsehsender richtig sympathisch: Sie ignorieren den Karneval, die Fastnacht, den Fasching, die fünfte Jahreszeit völlig. Auf den Privaten findet dieser Scheißkrawall schlicht nicht statt. Gut, die Sendungen, die sie sonst so bringen haben auch nicht mehr Niveau, aber das ist ein anderes Thema.
Während auf allen anderen Sendern also der Videotrack zum Privatbesäufnis geliefert wird, gibt's bei RTL weiter Wer wird Millionär, auf SAT.1 SK Kölsch und auf Pro Sieben die unsägliche Comeback Show.
Woran kann das nur liegen?
Ich denke, es liegt daran, daß es kein bereits international erfolgreiches Format zum Thema Karneval gibt. Man will schließlich kein Risiko eingehen. Da macht man lieber anderen Müll mit, sowas, wie den Red Nose Day, Comeback Show oder Deutschland sucht den Superstar oder jetzt die nervigsten irgendwas. Ich glaube, wenn man die nervigsten Moderatoren wählen würde, dann wäre Ingolf Lück auch ganz vorne dabei, sowohl bei der Moderation, als auch bei den Gewinnern. Außerdem müßten noch Sonya Kraus und Arabella Kiesdinsda mit dabei sein. Naja, eigentlich alle.
Wenn die Privatsender unser Land auch weiterhin so wunderbar prägen, wie sie es in der Vergangenheit getan haben, dann könnte es dazu führen, daß kein Fasching mehr gefeiert würde. Das wäre sehr zu begrüssen. Stattdessen hätte man dann aber mehr Valtentinstag, Red Nose Day, Domino Day und Haloween und wie der Schwachsinn sonst noch heißt. Vielleicht kommt irgendwann auch noch Thanksgiving dazu. Dann hocken die ganzen Vollidioten zu Hause und fressen Truthahn mit Süßkartoffeln.
Das wäre auch nicht unbedingt besser. Der Vorteil an Faschingssendungen im Fernsehen ist, daß man sofort erkennt, daß es eine Faschingssendung ist. Dann kann man sofort geeignete Maßnahmen einleiten, nämlich umschalten.
Gewöhnlich gut unterrichteten Quellen nach rufen die Karnevalisten beim Umzug "Melle Melle". Stimmt das? Kann das mal jemand verifizieren?
Im Büro habe ich heute festgestellt, daß mein Outlook ab und zu wahllos ungelesene Mails in den Mülleimer schmeißt. Ich finde das sehr nett, es wäre aber eigentlich gar nicht nötig gewesen.

Posted by banana at 06:49 EM | Comments (0)
Februar 22, 2004
Sonderbrei

Wer macht das beste Elch Emoticon?
C(o:B
Wäre mein Vorschlag.
Ich bin Linkshänder und darf schummeln.
Bitte lesen sie auch den hervoragenden Beitrag
"Wenn ich baden will oder spritzen".
Er ist sehr gut geworden, ich habe ihn bei milder Hitze im Bratschlauch großgezogen.

Posted by banana at 10:58 EM | Comments (0)
Jeden Tag wenn ich baden mag oder spritzen

Es ist wirklich ziemlich perfide und ungerecht mit dem Leben.
Man kommt auf die Welt und zwar ohne gefragt zu werden und auf eine Art und Weise, von der man offiziell selbst erst zirka zehn Jahre später erfahren darf.
Im ersten Jahrzehnt muß der annonyme Storch dafür herhalten. Der kann eigentlich gar nichts dafür und kann sich nicht dagegen wehren. Aus reiner Boshaftigkeit stirbt Vater Adebar einfach nach und nach aus. Damit wird er die Menschen schwer in die Bredouille bringen.
Aber der Mensch kann ja auch nichts dafür, wie er auf die Welt kommt. Wenn man den Menschen gefragt hätte, wie er denn gerne auf die Welt kommen möchte, dann hätte er sich sicher eine Variante ausgesucht, bei dem etwas so Dickes nicht durch etwas so Enges gedrückt werden muß und bei dem man weniger hecheln muß. Ich sage mal Spaß beim Sex vs. Geburtsschmerz. Aber als Mann darf ich mir darüber wohl keine Scherze erlauben.
Nach der Geburt hat man den schönsten Teil des Lebens bereits hinter sich. Würde man Babies, die noch im Bauch der Mutter sind, dannach fragen, was sie denn an ihrer derzeitigen Situation gerne ändern würden, so würden sicherlich nur einige bekloppte Streber die Antwort "Ich würde gerne aus Mamas Bauch raus, einen Klapps auf den Hintern bekommen, die Nabelschnur durchtrennt bekommen und mich dem Ernst des Leben stellen" auswählen.
Nicht ohne Grund versuchen die Männer ihr Leben lang, wieder den Weg zurück in die Frau zu finden.
Nach der Geburt geht es langsam aber stetig bergab.
Man lebt so vor sich hin, schaut sich um, krabbelt, brabbelt, läuft, spricht, baut Scheiße, auf die man als Erwachsener nie kommen würde und so weiter.
Dann fallen einem zu allem Überfluß alle Zähne aus. Zum Glück wachsen die nach. Es wird das letzte Mal im Leben gewesen sein.
Die ganze Zeit lernt man, ohne daß man eigentlich weiß, daß man lernt. Aus den Eindrücken und den Äußerungen der Leute baut man sich in seinem kleinen Köpfchen Vorstellungen zusammen und eine Moral und Werte und Ansichten.
Dann kommt eine sehr schwere Zeit, denn man sieht auf einmal total beschissen aus und hat Pickel und alle Freunde fragen dauernd, ob man schon seinen ersten Samenerguß hatte.
In dieser Zeit ist man aufmüpfig und rebellisch und verteidigt seine Ideale und Vorstellungen kämpft gegen die Welt und verbringt Stunden damit, sich vor dem Spiegel die Pickel ausdrücken.
Kurzum - man macht eine Menge Dinge, die man später bereut. Das muß aber auch so sein.
Irgendwann, bei dem einen früher, bei dem anderen später, da bekommt man plätzlich das auf die Reihe, was man bei den Textaufgaben in der Schule niemals geschafft hat: Man lernt zu abstrahieren, die Dinge aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten, gelassener zu sein und sich Meinungen von anderen Leuten anzuhören.
Wenn man das eine Weile recht fleissig macht und sich dazu durchringt, auch unangenehme Dinge zu betrachten, dann merkt man nach und nach, daß viele Vorstellungen, die man hatte, viele Dinge, derer man sich sicher war und auf die man sich verlassen hat, einfach falsch sind. Das Leben ist einfach nicht so, wie man es gerne hätte. Und das Leben ist bei weitem komplizierter, als mit Fischer-Technik nachzuempfinden.
Wenn man das mitbekommen hat, dann wird man entweder gleich bekloppt oder man versucht, sein Weltbild umzubauen und es der Realität anzupassen, scheitert und wird dann bekloppt.
Viele merken es aber auch einfach nicht. Denen geht es dabei ganz gut und niemand muß bekloppt werden.
Hat man alle diese erfrischenden Ereignisse im Leben hinter sich gebracht, dann setzt der körperliche Verfall ein. Dieser kann sich schonmal über dreissig bis sechzig Jahre hinziehen, je nach Veranlagung.
Der körperliche Verfall ist das letzte erwähnenswerte Ereignis im Leben und endet mit dem Tod.
Es ist schon alles ziemlich ungerecht.
Bleiben mir nur die Schmorgurken, die ich mir als Trostpflaster ob der Ungerechtigkeit der Welt heute gekocht habe. Sie haben genau so geschmeckt, wie ich mir es gewünscht haben. Komsich, daß ich noch nicht geheiratet worden bin.
Ach so, das Rezept, natürlich.
Zutaten:
Zwei Schmorgurken oder eine kleine Salatgurke
3 kleine Tomaten
50g Speckwürfel
1/8l Hühnerbrühe
2 TL Mehl
1 TL Zucker
1 EL Essig
Etwas Öl
Salz, Pfeffer

Die Tomaten kleinschneiden. Die Gurken schälen, vierteln, die Kerne herausschneiden und die Gurkenstücke kleinschneiden. In einem Topf die Speckwürfel im Öl anbraten. Die Tomaten- und Gurkenstücke dazugeben, mit dem Mehl bestäuben und kraftig durchrühren. Die Brühe dazugeben, den Essig und den Zucker dazugeben. Zwanzig Minuten bei kleiner Hitze köcheln lassen, danach mit Salz und Pfeffer abschmecken. Wer hat, kann noch ein bißchen Dill dazugeben. Wenn das Gericht zu pampig wird, mit etwas Wasser verdünnen.
Mjam, mjam, leggka, leggka.

Posted by banana at 04:04 EM | Comments (0)
Februar 20, 2004
Der muß gemarsriegelt werden

"Ohne Scheuern, ohne Bücken, einfach nur auf's Knöpfchen drücken"
Wie ging das denn weiter. Was für ein Produkt war das eigentlich. Irgendein Wannenspray.
"Erst ist der Schmutz in der Wäsche, jetzt ist der Schmutz in der Lauge". Das war Wipp Express. Damals mein Lieblingswerbespot. Schöne Geräusche, schnelle Schnitte und ein absolut überzeugendes Produkt. Ich hätte mich damals gefreut, wenn meine Mutter mit Wipp Express gewaschen hätte. Sie hat es aber nicht gemacht. Ich trug trotzdem immer saubere Hosen. Naja, zumindest, bis ich sie schmutzig gemacht habe.
Ich habe viele Sachen schmutzig gemacht. Praktisch alles, was man mir anzog. Wenn ich vom Spielen nach Hause kam, dann war ich immer ungefähr zwei Kilo schwerer, als zu dem Zeitpunkt, an dem ich das Haus verlassen hatte. Das war der Sand in meinen Hosentaschen, in meinen Haaren und in meinen Gummistiefeln. Zu Anfang meiner Outdoor-Aktivitäten hatte ich auch immer Sand in der Hose gehabt, aber dann kam meine Mutter auf die Idee, mir diese unwahrscheinlich praktischen Overalls zu nähen. Diese schicken Einteiler boten dem Sand keine Chance zum Eindringen. Außerdem hatten sie sehr viele Taschen. Das war sehr wichtig für mich. Je mehr Taschen, desto besser. Ich war schon ganz schön doof, damals.
Eine der Auflagen, die ich zu beachten hatte, bestand darin, daß ich die Gummistiefel schon vor der Haustür ausziehen mußte, den darin enthaltenen Sand ausleeren mußte und dann die Treppe in den zweiten Stock nach oben socken mußte. Meine Mutter hatte keine Lust, die ganze Wohnung voller Sand zu haben. Irgendwie verständlich. Als Bekannte zu Besuch kamen und fragten, warum denn der "arme Junge" die Schuhe "auf dem kalten Beton" auziehen mußte, kam meine Mutter etwas in Erklärungsnotstand. Sie hatte aber recht. Ich war wirklich eine kleine Drecksau und verstand es schon damals, durch linkische Körperhaltung und tapferen, aber hoffnungslosen Blick das Mitleid anderer Leute auf mich zu ziehen.
Wenn ich die Badewanne verließ, dann konnte man immer genau sehen, wie hoch das Wasser gestanden hatte. Ein bräunlicher Ring im Wanneninneren zeigte den Füllstand an. Auch fand sich immer eine gehörige Menge Sandes auf dem Wannenboden.
Wenn ich mir heute die Mengen des Sandes vor Augen führe, dann muß ich damals im Laufe der Jahre die halbe Sandkiste bewegt haben. Wir spielten mit den Autos im Sand, wie bauten Fallen in den Sand und wir bewarfen uns auch damit.
Einmal hatte man einen großen Graben hinter dem Spielplatz gezogen. Wir vermuteten, daß da die Kabel für das Kabelfernsehen verlegt werden sollten. Es hatte geregnet und der gut einen Meter hohe Graben war komplett mit rotlichem Wasser gefüllt. Es muß früh im Herbst gewesen sein.
Weder der Nieselregen, noch die Verschmutzung hielten uns davon ab, uns bis auf die Unterhosen auszuziehen und im Graben ein Bad zu nehmen. Wenn ich mich richtig erinnere, dann tauchten wir sogar, weil wir wissen wollten, was auf dem Grund des Grabens zu finden sei.
Würde ich heute auch nicht mehr machen.

Posted by banana at 07:15 EM | Comments (0)
Februar 19, 2004
Somebody set us up the bomb

Der Scheißelaberdienstag ist laut Beschluß des Spackonatischen Rates für Spackonastik und Vorverhonckung zur Kackelaberwoche Royal erweitert worden. Es ist wirklich unglaublich, welchen Gesichtsdurchfall die ganzen Sprollos den ganzen Tag über absondern.
Mich eingeschlossen.
Auffällig ist dabei, daß es nicht irgendwelche Spitzen gibt, sozusagen Highlights des Dummlaberns, sondern, daß die Qualität und der Wahrheitsgehalt dessen, was gesprochen wird einfach konstant auf sehr niedrigem Niveau ist. Das macht mir das Gehirn weich und ich muß mir Taschentücher in die Nasenlöcher stopfen, damit es nicht irgendwann rausläuft, so wie bei einer Mumie. Zum schlafen hänge ich mich an den Füßen auf, so wie eine Fledermaus, zu nämlichem Zwecke. Mein Gehirn gehört mir. In welchem Zustand es auch immer ist. Den kläglichen Rest, der noch drin und funktionstüchtig ist, den benutze ich, um zu machen, was man so macht.
Ich werde mich verbrennen lassen, wenn es mal soweit ist und der Herr mich zu sich gerufen hat. Dann bleibt nichts mehr von mir über, außer etwas Asche und den Ersatzteilen, die man bis dahin in mich eingebaut haben wird. Das ist gut, denn ich bin mir sicher, irgendwann in der Zukunft wird man das Gehirn eines Menschen nehmen können und über USB 2 (vielleicht auch über Firewire, keine Ahnung, wie weit die Technik dann ist) an einen Computer anschliessen können und dann kann man auf dem Fernseher sehen, was das denn mal für ein Mensch gewesen ist. Dann werden Diagramme und Grafiken gemalt und das ganze wird über's Internet auf fremde Server gepumpt, die knisternd in unterirdischen Atomschutzbunkern stehen. Mit diesen Daten werden dann riesige Elektronengehirne gefüttert. Diese Elektronengehirne sind sehr hunrig nach Daten und sie saugen alles in sich auf und speichern alles in ihre Speichersilos rein und sogleich stürzen sich dann andere Prozesse auf diese Daten und werten sie aus. Die Elektronengehirne haben nämlich Multitaskingfähigkeiten! Sie dampfen die Daten ein, auf das Wichtigste, bis nur noch zähflüssige Datenmarmelade übrig ist. Die wird dann eingekocht und in Regale an der Wand gestellt. Alles automatisch!
Wenn die Regale voll sind, dann kommt ein Roboter angefahren und klaubt alle Gläser mit Datenmarmelade zusammen um sie in den Keller zu bringen, wo ganz viele weitere Elektronengehirne stehen. Jedes bekommt dann ein Glas und sie schauen es sich genau an mit ihrer Webcam. Die Elektronengehirne sind vernetzt und sie kommunizieren über Intranet oder LAN miteinander und flüstern sich gegenseitig zu, was sie in dem Glas gefunden haben. Dabei geht nichts verloren! Wir sind hier ja nicht bei der stillen Post!
Sie vergleichen die neuen Gläser mit Gläsern, die sie schonmal gesehen haben und machen einen Strich hinter die passende Kategorie auf der Festplatte. Die Gläser kommen dann in den Handel und zwar als leckere Zwischenmahlzeit für zwischendurch.
So will ich nicht enden! Ich will nicht, daß man meine Gehirndaten an fremde Server schickt. Da lasse ich mich lieber verbrennen. Dann hat auch die Verwandtschaft weniger Arbeit. Ich bin ja selten auf dem Friedhof. Ein echter Friedhofsmuffel bin ich. Der Gedanke, daß ich dann ganz lange da liegen müßte, der paßt mir nicht. Nee, will ich nicht. Ist nix für Mama ihren Sohn. Dann lieber in einem schicken Ürnchen in der Friedhofswand.
Viele Leute lassen sich ja auch verbrennen, weil sie nicht wollen, daß sie irgendwann von Würmern aufgegessen werden. Auch ein Argument.

Posted by banana at 07:00 EM | Comments (0)
Februar 18, 2004
Ich bin nicht neugierig, ich weiß nur gern alles

Miau, miau, hörst Du mich schreien?
Miau, miau, ich will Dich freien!
Miau, komm, geliebte Katze,
Miau, reich mir Deine Tatze.

Ich habe mich schon immer gefragt, was in diesem Lied mit "freien" eigentlich gemeint ist. Ich ahne Schlimmes, wage es aber nicht auszusprechen. Welche Art von Liedgut tun wir unseren Kindern eigentlich an?
Man könnte eine modernisierte Variante singen, die könnte dann ungefähr so klingen:
Piep-piep, piep-piep, hörst Du mich simsen?
Piep-piep, piep-piep, ich will Dich bimsen!
Piep-piep, ach, geliebte Mandy,
Piep-piep, schau mal auf Dein Handy.

Bimsen ist ungefähr so bedeutungsschwanger und zweideutig, wie freien.
Ich persönlich habe in der Schule ein Lied mit folgendem Text gelernt und gesungen:
C-A-F-F-E-E- trink nicht so viel Kaffee
Nicht für Kinder ist der Türkentrank
Schwächt die Nerven, macht dich blaß und krank
Sei doch kein Musel-Mann
Der das nicht lassen kann.

Das wird heute bestimmt nicht mehr in der Schule gesungen.
Natürlich hat uns die Lehrerin gesagt, daß man Sachen, wie Musel-Mann nicht sagen sollte. Gesungen haben wir es dann aber trotzdem. Ich fand das Lied schon immer doof, weil man Kaffee auch absichtlich falsch buchstabieren muß. Grade ich mit meiner Rechtschreibschwäche. Hätte man da nicht ein anderes Lied nehmen können, zum Beispiel Maikäfer flieg?
Kinderliedertexter müssen geisteskranke Menschen sein. Einige Beispiele:
Doch die Mutter weinet sehr, hat ja nun kein Hänschen mehr
Da besinnt sich das Kind, läuft nach Haus geschwind

Sehr merkwürdig. Besteht da eine telepathische Verbindung zwischen Mutter und Kind? Oder besinnt sich der Hänschen einfach so, aus heiterem Himmel? Warum ist der feine Maxe denn dann überhaupt ausgebüchst? Aus einer Laune heraus? Ich finde das unverantwortlich!
Der Soundtrack zum Märchen "Hänsel und Gretel" ist auch so eine Nummer. Da werden Tatsachen unterschlagen, denn im Lied "verlaufen" sich Hänsel und Gretel nur, während sie im Märchen von der bösen Stiefmutter ausgesetzt werden, weil nicht genug zum Fressen da war.
Die beiden Kinder verlaufen sich also im Wald, meucheln die arme Hexe und dann heißt es
sie muß im Feuer braten,
die Kinder geh'n nach Haus
Nun ist das Märchen von Hans und Gretel aus

Aha! Daher weht der Wind. Von wegen "verlaufen". Vom Verlaufen redet hier keiner mehr. Die Kinder gehen einfach nach Hause. Wahrscheinlich hatten sie nur Bock, jemanden zu braten. Sinnlose Gewalt aller Orten! Die Verrohung der Sitten.
Nehmen wir das Lied vom Kuckuck, der auf einem Baum sitzt und niemandem etwas zuleide tut.
Was passiert? Es kommt ein junger Jägersmann und schiesst den armen Kuckuck tot. Ohne Angabe von Grunden, einer rechtlichen Grundlage und offensichtlich auf ohne Reue. Das Töten des Kuckucks wird sogar noch verharmlost, denn im nächsten Jahr ist der Kuckuck einfach "wieder da". So als sei ein Kuckuck ein Tamagotchi. Welche Werte werden den Kindern da vermittelt?
Ein weiteres Beispiel: Ein Hase saß im tiefen Tal.
Abgesehen davon, daß ich mich immer gefragt habe, wer da eingentlich "Holly Polly Doodle" all the day singt, ist der Inhalt dieses Liedes höchst fragwürdig.
Ich fasse zusammen: Ein Hase sitzt im tiefen Tal und will Segelflug üben. Er startet mit seinem Flugzeug, aber als er tausend Meter Höher erklommen hat, wird dem Hasen die Sache mulmig und er springt mit dem Fallschirm ab. Er landet dort, wo ein Schild "Hier Parkverbot" steht und wird deshalb ins Gefängnis gesteckt.
Der Text wirft von vorne bis hinten Fragen auf und ist bestens geeignet, Kinder zu verwirren und zu verblöden. Außerdem belegt sie unsere Exekutive Gewalt mit dem schalen Geschmack der Willkür.
Wieso sitzt der blöde Hase in einem Tal, wenn er Segelflug üben will?
Wieso hat das Segellugzeug einen Motor?
"Der Hase denkt das geht famos". Für mich hat das Wort famos eine andere Bedeutung.
Wieso ist es strafbar, sich als Fußgänger im Parkverbot aufzuhalten?
Rechtsverbindliches Schild "Hier Parkverbot" gibt es nicht. Es gibt nur "Eingeschränktes Halteverbot" und "Halteverbot".
Auf welche rechtliche Grundlage fußt es, einen Hasen(!) ins Gefängnis zu sperren, nur weil er sich (ohne Fahrzeug!) im Parkverbot aufgehalten hat? Da riecht mir nach Schikane und Willkür.
Offensichtlich bekommt der Hase im Gefängnis nur Brot und Wasser. Ist das ein Fall für Amnesty International?
Schlimm, schlimm. Man weiß gar nicht, wo man anfangen soll.
Von Texten, wie
Eine Muh, eine Mäh,
eine Täterätätä
Eine Tute, eine Rute,
eine Hopp-hopp-hopp-hopp,
Eine Diedeldadeldum,
eine Wau-wau-wau,
Ratatsching-daderatabum.

Will ich gar nicht erst reden. Da hat wohl jemand zu viel gekifft.
Ach ja, sehr heldenhaftes Verhalten, liebe §§a href="http://story.news.yahoo.com/news?tmpl=story&cid=529&ncid=529&e=3&u=/ap/20040217/ap_en_mu/music_ring_of_fire">Cashs§§/a>.

Posted by banana at 07:05 EM | Comments (0)
Februar 17, 2004
Lächelnd denk ich an damals, als ich jung war und schön

Ich sollte mein Leben verlangsamen und nicht immer zehn Dinge gleichzeitig machen. Nicht einmal zum Lesen nehme ich mir Zeit. Da meldet der Spiegel in den wichtigsten CDs der Woche, daß Gus Black eine Scheibe auf den Markt geworfen hat und ich frage mich, warum §§a href="http://www.gusbackus.de/">Gus Backus§§/a> denn dort Erwähnung findet. Sehr ungewöhnlich. Gus Backus hat doch schon seit Ewigkeiten nichts mehr gemacht, was man erwähnen müßte. Und jetzt macht er eine CD und kommt damit gleich in den Spiegel? Hat der eine neue Version der §§a href="http://www.maronis-world.de/Musik/Schlagertexte/Sauerkraut.htm">Sauerkraut Polka§§/a> aufgenommen? Passieren mir dauernd, diese Nachlässigkeiten. Ich verstehe ja auch dauernd Dolly Buster Sossen, statt Bernoldi Pasta Sossen. Ich sollte meiner Umwelt wirklich mehr Aufmerksamkeit schenken.
Hier, liebe Umwelt, da hast Du etwas Aufmerksamkeit. Es ist ein Geschenk von mir. Für Dich.
Die Zufriedenheit von gestern ist so schnell verpufft, wie ein schnelles verpuffendes Kaulquappenfisch. Ein Blick in den Kalender brachte den Grund an den Tag: Zum ersten Mal fielen heute der internationale Inkompetenztag mit dem Scheißelaberdienstag zusammen. So verlief der Vormittag nach Murphys Präzisionsregel: Messe mit dem Mikrometer. Reiße mit der Kreide an. Trenne mit der Axt.
Da erstellt eine Werbeagentur mit viel Zeit und mit viel Geld eine neue Corporate Identity und wir setzen das ganze überoberschlampig an einem halben Vormittag um, weil alles schnell fertig werden muß und weil der Kram zum Kunden geschippt werden muß. Was einmal steht, das wird nicht mehr geändert, denn nichts hält so lange, wie ein Provisorium. Naja, hätte ganz schön werden können. Hätte, hätte, Herrentoilette.
Naja, vielleicht haben wir ja die Chance, das noch nachzubessern und etwas ansprechender bzw. moderner zu gestalten. Ich habe mich auf jeden Fall schon beschwert. Leider sind viele Leute auch extrem resistent gegen Veränderungen.
Aus: Gespräche mit Banana. Heute: bna macht alte Witze. Klappt immer wieder. Woran das nur liegen mag?
k00b: Früher, in der DDR, da sind die Frauen schon ein paar Wochen nach der Geburt wieder arbeiten gegangen. Die Kinder kamen in die Krippe.
bna: War ja nicht alles schlecht, im Osten.
k00b: Nee, war wirklich nicht alles schlecht im Osten.
bna: Das beste haben sie leider 1989 abgerissen.
k00b: Arschloch.
...
dhp: Indianer und Cowboys waren auch sehr beliebt in der DDR. Aber nach Karl May durfte das alles nicht aussehen. Da haben die streng drauf geachtet.
bna: Komisch. Haben die nicht sogar eine Stadt nach Karl May benannt?
dhp: Das war Karl Marx.
bna: Ach so.

Ich will ein §§a href="http://www.warehouse23.com/item.cgi?NB1002XL">T-Shirt§§/a> und ein §§a href="http://www.dieselsweeties.com/shirts/">T-Shirt§§/a> und ein §§a href="http://www.kompressormusic.com/buy.html">T-Shirt§§/a>

Posted by banana at 06:46 EM | Comments (0)
Februar 16, 2004
You had a scowl like a Klingon beauty queen

Heute bin ich zufrieden. Im Job hat alles gut geklappt, mir ist niemand übermässig auf den Sack gegangen, die anderen Autofahrer haben sich relativ normal verhalten (neuester Fetisch: sich aufregen, wenn andere nicht blinken), das Essen war gut, das Wetter war ganz und gar traumhaft, mein DSL funktioniert wieder und die Dinge entwickeln sich im Allgemeinen gut.
Ich bin im großen und ganzen also ganz zufrieden.
Ich sehe mich also komplett außer Stande, etwas spackonastisches zu schreiben.
Brabb! Brabb! Brabb! Das ist die Katze Sandrokhan.
Brabb! Brabb! Brabb! Die macht sich an die Schnitzel ran.
Hm. Gedichte schreiben klappt auch nicht.
Vielleicht Schafe zählen. Eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben, acht, neun, zehn, elf, zwölf, dreizehn, vierzehn, fünfzehn, sechzehn.
Nee, ist auch blöd.
Mistikack.
Naja, dann vielleicht versuchen, das biologische Alter bei §§a href="http://focus.msn.de/D/DG/DGA/DGA06/DGA06E/dga06e.htm">diesem§§/a> Test hochzutreiben. Moment. Ich bin 33 und habe es auf ein biologisches Alter von 55.9 Jahren gebracht. Erstaunlich. Wer bietet mehr?
Ach und weh. Es mag nicht gelingen, etwas zu schreiben. Hoffentlich greift dieses "Zufriedensein" nicht um sich.

Posted by banana at 08:15 EM | Comments (0)
Everybody's gonna blow it up today

Der Tag fing lustig an. Politiker der Union und der FDP fordern, Langzeitarbeitslose sollen Zivildienstleistende erstetzen. Man sollte mal darüber nachdenken, die Politiker durch irgendwen zu ersetzen. Ich habe drüber nachgedacht, durch wen man sie ersetzen sollte, mir ist aber niemand eingefallen. Ich habe resigniert und mich damit abgefunden, daß wir alle mal an unserer eigenen Kacke ersticken werden. Dann trank ist erstmal einen Tee.
Neulich hat mal wieder jemand vergessen, vor dem Kaffeekochen die Pumpe aus der Kaffeekanne zu nehmen. Als Ergebnis stand die ganze Küche unter Kaffee. Es ist erstaunlich, wieviel Sauerei zwei Liter Kaffee machen können, wenn man sie in die Küche schüttet.
Da war der Vormittag mal wieder gerettet. Von Überallher kamen schimpfende Frauen und machten sich daran, wie Sauerei zu beseitigen. Als nach einer halben Stunde immernoch beseitigt wurde, fragte ich mich, wie lange es denn dauern mag, zwei Liter Kaffee aufzuwischen.
Ich erfuhr, daß es nach einem solchen Vorfall einer Grundreinigung bedürfe, da alles voller Bakterien und Bazillen sei.
Das machte mich stutzig. Nicht der Umstand an sich, sondern die Sache mit den Bazillen.
Es ließ mir keine Ruhe und deswegen habe ich mich mal ein wenig schlau gemacht.
Bazille ist ja so ein Wort, mit dem man leicht um sich wirft, ohne richtig zu wissen, was das eigentlich ist. Wie oft nennt man einen lieben Menschen "Du linke Bazille" und weiß gar nicht, als was man denjenigen da tituliert.
Bazillen sind eine Unterart von Bakterien, nämlich stäbchenförmige, die (Endo)Sporen bilden. Somit hätte man gar nicht sagen müssen, daß da alles voller Bakterien und Bazillen sei, denn der Begriff der Bakterien schließt ja die Bazillen mit ein, nicht wahr? Also: Merken und beim nächsten Mal besser machen. Ich mache das nur, weil heute keiner die Sendung mit der Maus gesehen hat.
Früher nannte man Bakterien übrigens Spaltpilze. Das Wort finde ich viel schöner.
Ach, bevor ich es vergesse:

Posted by banana at 09:05 FM | Comments (0)
Februar 14, 2004
You'd be so hard to love if love was not just there

Ein neuer Award ist da! Vielen Dank an Herrn demeziere. Das ist jetzt falsch geschreiben. Man möge mich korrigieren.
Ansonsten habe ich heute keine Zeit für Euch komischen Typen, denn ich habe einen neuen Computer und der braucht viel Aufmersamkeit.

Posted by banana at 10:53 EM | Comments (0)
Februar 13, 2004
Die Welt ist schlecht

Heute: Gedichte zum Wochenende:
In der Blus' da ist 'ne Titt'
Mädel wippt und Titt wippt mit.

Es sind schlechte Tage. Ich weiß, wie das ist, wenn Du Dir feste Punkte und Ankerplätze im Leben gebaut hast und Dein Leben um diese Stellen herum aufgestellt hast und mit dem Resultat eigentlich ganz zufrieden bist.
Ich weiß aber auch, wie es ist, wenn Dich diese Punkte und Ankerplätze plötzlich auslachen und Dir den Eindruck vermitteln, als könnten sie sich nicht daran erinnern, jemals mehr gewesen zu sein, als das Lachen, das aus dem anderen Zimmer konnt, wenn sie mit dem Neuen telefoniert. Wenn sie Deine reine Anwesenheit, die Art, wie Du auf dem Stuhl sitzt und Dein Starren ins Leere nicht mehr ertragen.
Der Mensch, dem Du als einzigen auf der Welt etwas beweisen wolltest, interessiert sich nicht mehr für Dich. Da kannst Du Dich noch so abzappeln. Du machst Dich nur zum Deppen, aber das merkst Du nicht. Selbst wenn Du es merken würdest, dann wäre es Dir egal. Sie zeigt Dir dann die neue Unterwäsche und küßt Dich auf die Stirn und Du rennst umher, ziellos, weil sich die Ziele gerade aus dem Staub gemacht haben und nur eine öde Fläche hinterlassen haben. Nichts ist mehr wichtig. Niemand beachtet Dich, denn Du stinkst nach Versager und das soll ansteckend sein. Aber Reden bringt sowieso nichts, weil die einzige, die es verstehen würde lieber telefoniert und Dir dabei ihr Lachen in die Magengrube rammt.
Dann sind die einzigen zwei Freunde der Wein für zwei Mark und das Radio, das Du in der Nacht laufen läßt, damit es nicht so still ist.
Die Mannschaft ist verwirrt und zu nichts zu gebrauchen und müßte neu aufgestellt werden. Leider ist zur Zeit kein Trainer verfügbar. Wozu auch? Es hat doch sowieso alles keinen Sinn.
Ich habe das einmal erlebt und es war die schlimmste Zeit meines Lebens. Ich möchte das niemals wieder erleben und hoffe deswegen, daß uns der Herr Stevens nicht anlügt, wenn er "first cut is the deepest" singt. Er trägt da eine gewisse Verantwortung.
Die Zeit spukt mir im Kopf umher, weil ich es mir gerade bei einem Freund mit ansehen muß. Mir ging es noch Gold, denn ich war nicht verheiratet und bei mir war nichts zu holen. Ich weiß, wie man durchmacht und weiß, daß man als Zuschauer eigentlich nur zwei Dinge über die Lippen kriegt, die nicht gelogen sind, nämlich, daß man weniger trinken soll und daß Zeit das einzige ist, was hilft. Nicht über die Lippen kriegt man, wieviel Zeit es tatsächlich braucht.
Es bleibt die Frage, ob einen so eine Erfahrung im Leben irgendwie weiterbringt., so wie Leute sagen "die Zeit beim Bund war scheiße, aber es war eine wichtige Erfahrung".
Fickende Hölle. Ich weiß es nicht.
Langsam verschiebt sich mein Frauenhass von Individuen auf die ganze Belegschaft und das will ich eigentlich nicht.

Posted by banana at 07:25 EM | Comments (0)
Februar 12, 2004
Der Herr wäre damit durchaus einverstanden

Ich bin in einem §§a href="http://www.schwarzkopf-schwarzkopf.de/assets/s2dmain.html?http://www.schwarzkopf-schwarzkopf.de/szene/2004/blogs.html">Buch§§/a> drin. Naja, eigentlich nicht ich, sondern ein paar von den Sachen, die ich hier geschrieben habe. Ich bin auch nicht alleine drin, auch wenn das eigentlich mein Herzenswunsch und nur gerecht gewesen wäre, sondern es sind auch noch Texte von anderen Leuten drin, die zugegebener Maßen sehr schöne Sachen schreiben. Es handelt sich dabei um §§a href="http://www.alles-wird-gut.net/">@lles Wird Gut§§/a>, §§a href="http://www.ankegroener.de/">Anke Gröner§§/a>, §§a href="http://www.argh.de/">argh!§§/a>, §§a href="http://www.elfengleich.de/">Elfengleich§§/a>, §§a href="http://www.emilybeat.de/pivot/box.php">EmilyBeat§§/a>, §§a href="http://freakshow.twoday.net/">Freakshow§§/a>, §§a href="http://gig.antville.org/">Gig.Antville§§/a>, §§a href="http://kutter.antville.org/">Der Kutter§§/a>, §§a href="http://www.dirkhesse.com/ligneclaire/">Ligne Claire§§/a>, §§a href="http://miagolare.blogspot.com/">Luna Lu§§/a>, §§a href="http://missunderstood.twoday.net/">miss.understood§§/a>, §§a href="http://www.siebenviertel.com/">Siebenviertel§§/a>, §§a href="http://woman.twoday.net/">Wo-Man§§/a>. Herausgegeben wird das ganze von Herrn §§a href="http://rebellmarkt.blogger.de/">Alphonso§§/a> und §§a href="http://www.kaipahl.de/dogfood/dogfood.html">Herrn Pahl§§/a>. Ich denke, das läßt sich alles sehen lassen.
Das Buch erscheint Ende März/Anfang April. Wer eins haben möchte, der kann es gleich hier bestellen. Dafür habe ich der Bequemlichkeit halber rechts einen Link eingefügt. Herr DeMessing bekommt als Dank für seine jahrelange Unterstützung dieser Seite ein Exemplar von mir geschenkt. Wenn er will.
Mit Bestürzung mußte ich heute feststellen, daß die domain www.banana-ich-will-ein-kind-von-dir.de immer noch frei ist. Das macht mich traurig.

Posted by banana at 07:05 EM | Comments (0)
Februar 11, 2004
You call this adventure? I'm doing nothing!

Mit manchen Dingen kann ich nichts anfangen. Moment, ich kann sogar mit den meisten Dingen nichts anfangen. Eigentlich kann ich mit fast gar nichts etwas anfangen. Auf was wollte ich jetzt eigentlich hinaus? Keine Ahung. Mist. Vergessen. Man wird alt. Moment, wie war das gleich wieder?
Manchmal wünsche ich mir aber, daß auch mal andere Leute so nett, verständnissvoll und vernünftig wären, wie ich. Ach! Das wäre schön! Dann wäre die Welt ein besserer Platz. Wenn sie dann auch noch so rücksichtsvoll, weitsichtig und humorvoll wären, wie ich, dann wäre es kaum noch auszuhalten. Es müssen ja nicht gleich alle Menschen sein, ein paar in meinem unmittelbaren Umfeld würden mir schon ausreichen. Zu viel des Guten wäre wirklich zu viel des Guten und die Varität ist ja das Gewürz des Lebens.
Sie brauchen gar nicht mal so schön, charmant und geistreich zu sein, wie ich. Klar müßten sie das sein, aber ganz so sehr, wie ich, das wäre gar nicht nötig. Da möchte ich gar nicht so viel verlangen.
Sie bräuchten auch nicht in der gleichen verschwenderischen Anzahl von Talenten gesegnet zu sein, wie ich, denn dann würde ich nicht mehr so klar aus der Masse hervorstechen, wie jetzt. Das will ich ja auch wieder nicht.
Nein, einfach ein paar Leute, die genau so toll und super sind wie ich. Sie müßten auch nicht so wahnsinnig gut im Bett sein, wie ich, denn bei den allermeisten Leuten ist mir schnuppe, wie gut sie im Bett sind.
Aber schön wäre es schon, mit solchen Leuten. Mit denen könnte man dann rumhängen und Talkshows kommentieren oder Gerichtsshows oder andere interessante Dinge unternehmen. Man könnte auch viele Abendteuer erleben, leckere Sachen essen gehen, schöne Filme ansehen oder schöne Lieder singen und dazu Äpfelwein trinken.
Ich schreibe das schonmal auf meinen Wunschzettel. Weihnachten kommt schneller, als man denkt!

Posted by banana at 08:48 EM | Comments (6)
Februar 10, 2004
Keiner knuspert mehr als er

Wenn man nachts im Bett liegt und nicht schlafen kann, dann denkt man über verschiedene Dinge nach.
Zum Beispiel darüber, ob bei der Schöpfung jemand mitgeholfen hat oder nicht.
Normalerweise bin ich der Meinung, daß das alles von ganz alleine passiert ist, ohne Drehbuch, ohne Auseinandersetzungen auf der Sachebene, ohne Projektplan, ohne Kick-off, ohne Deadlines, also ganz ohne Eingriff von außen. Manchmal bin ich mir da aber dann doch nicht ganz sicher. Vor allem nicht nachts, wenn das Gehirn anders funktioniert, als tagsüber.
Es sind einfach verdammt viele glückliche Zufälle bei der ganzen Geschichte. Wer schon einmal gelebt hat, der weiß, daß glückliche Zufälle nur verdammt selten vorkommen. Alle paar Jahre passiert mal was und man sagt "na, das war aber ein glücklicher Zufall". Eins tun glückliche Zufälle bestimmt nicht, nämlich sich häufen.
Bei der ganzen Schöpfung, der Erde, den Tieren, den Pflanzen, den Menschen und den physikalischen Gesetzen kommen aber derartig viele glückliche Zufälle zusammen, daß es schon fast eine Farce ist.
Da will sich einer nicht preisgeben, aber dann erschafft er eine Welt, die so mit glücklichen Zufälle vollgeprottert ist, daß die Annahme nahe liegt, daß da jemand doch ein bißchen angeben möchte.
Vielleicht hat man bei der Planung aber auch so sehr geschludert, daß diese glücklichen Zufälle einfach nötig waren, damit der ganze Laden überhaupt läuft. Vielleicht haben da aber auch ein paar Lobbyisten ihre Finger im Spiel gehabt.
Nehmen wir zum Beispiel die Fische.
Ok, Leben kann durch Zufall entstehen (ich will da auch gar nicht auf die Sache mit der Seele und den 21 Gramm eingehen, obwohl das ein sehr interessantes Thema ist), Leben kann im Wasser entstehen, Lebewesen mit Kiemen können entstehen, weil es für Wasserlebewesen einfach irre praktisch ist, wenn man unter Wasser atmen kann, da spart man eine Menge Laufarbeit, äh Schwimmarbeit (wobei ich mich an die Frage erinnere, ob Fische Durst haben). Das kann ja alles noch sein, aber dann stößt man auf ein Problem.
Das Department of Fish-Affairs hat nämlich nicht mit der Task Force State of Aggregation zusammengearbeitet, weil die Meetings der Task Force State of Aggregation immer dann stattfanden, wenn das Department of Fish Affaires gerade mit der Design Army verabredet war, um sich über die äußere Gestaltung der putzigen Wasserbewohner einig zu werden (bösen Streit gab es übrigens bei Tieren, wie dem Fetzenfisch (zu avant-garde) und dem Aal (zu langweilig). Mit den hippen Designern war es einfach lustiger, als mit den kauzigen Physikern.
So kam es dann, daß sich niemand beschwerte, als die Task Force State of Aggregation festlegte, daß Wasser bei einer Temperatur, die ein Teil der Lebewesen, die irgendwann mal auf der Erde leben würden als 0 Grad Celsius bezeichnen würden, gefrieren würde.
Den meisten war es egal, manchen kam es sehr gelegen.
Ein paar Wochen später blätterte ein gelangweilter Praktikant die Hauspost durch und fand eine entsprechende Notitz über diesen Umstand.
Er zeigte die Notitz dem Head of Department of Fish Affairs, nachdem er endlich einen Termin bekommen hatte.
Der Head of Department of Fish Affairs sprach beim Teamleader der Task Force State of Aggregation vor und teilte ihm mit, daß wenn das verfickte Wasser bei Null verfickten Grad einfach so verdammt nochmal gefrieren würde, daß dann einige seiner süßen Fische, im speziellen diejenigen, die sich in den verfickten kälteren Gefilden tummeln würden, im Winter ein ziemliches verficktes Problem bekommen würden. Drei Monate im Packeis bringen den stärksten Harung um und die Fischstäbchen waren noch nicht erfunden.
Dabei hat er einen roten Kopf gehabt.
Der Teamleader Task Force State of Aggregation räumte ein, daß man diesen Umstand nicht beachtet hätte und daß das in der Tat ein Problem darstellen könnte. Der Teamleader Task Force State of Aggregation wußte, daß der Head of Department of Fish Affairs mit dem CEO gut befreundet war. Wäre er dies nicht gewesen, vielleicht wären dann heute ein viele viele Angler sehr, sehr traurig.
So aber führte man die Anomalie des Wassers ein. Nachtigal, ick hör Dir trapsen...
Ich habe gestern abend ersteinmal §§a href="http://www.scenemusic.net/info.htm?idsong=55491">Echoing§§/a> in mein neues Mobiltelefon einprogrammiert. Klingt komplett beschissen. Zum Glück ruft mich niemand an.
Hm. Da wollte ich einen Witz mit Sony Erektion machen, aber da merke ich, daß das schon jemandem vor mir eingefallen ist. Dann halt nicht.
Schließen möchte ich mit den Worten des großartigen Grobi:
Herum, herum, herum, herum, drüber und drunter und durch!
Mehr habe ich heute eigentlich nicht zu sagen.

Posted by banana at 07:44 EM | Comments (26)
Februar 09, 2004
Woah-oh...Just nervous in the alley

Heute war es mal wieder Zeit, meine Nasenhaare zu kürzen. Ich halte nicht viel davon, mir die Dinger einzeln auszureissen. Ich will mir auch nicht mit der Nagelschere in der Nase rumschnippeln. Auch die im Handel erhältlichen Nasenhaarschneider lehne ich aus Glaubensgründen ab. Ich habe meine eigene Methode entwickelt.
Man braucht dazu eine behaarte Nase und ein Feuerzeug. Das Feuerzeug stellt man auf maximale Feuerflammpulle. Dann zündet man das Feuerzeug und hält es unter die Nase und dann atmet man kräftig durch die Nase ein. Voilà. Die Nase ist haarfrei. So einfach ist das. Abhusten nicht vergessen!
Den ganzen Kram mit der ausgleichenden Gerechtigkeit, den schminkt man sich am besten so früh es geht ab. Man sollte Kindern den Glauben daran zusammen mit dem Glauben an den Weihnachtsmann und den Osterhasen austreiben. An ausgleichende Gerechtigkeit zu glauben ist in der Tat etwa genau so naiv, wie die Sache mit dem Schornstein und dem Hasen. Dinge werden nicht wahr, nur weil man will, daß sie wahr sind. Weil nichts sein kann, was nicht sein darf.
Die Engländer nennen die ausgleichende Gerechtigkeit "poetic justice" und sie haben Recht. In diese Ecke gehört der Mist eigentlich auch.
Wahrscheinlich hat sich irgendein Ausbeuter die ausgleichende Gerechtigkeit ausgedacht, damit die Menschen mehr für ihn arbeiten. Vorher hatte er "wer weiß, wofür's gut ist" als Parole ausgegeben, aber das funktionierte nicht so, wie er sich das gewünscht hatte.
Ist ja eine schöne Motivation. "Ok, da hat mir der Arzt jetzt eben das falsche Bein abgesägt, aber irgendwann werde ich dafür auch mal Glück haben. Wer weiß, wofür es gut ist."
Nein. Das ist nicht so, weil es nämlich mit der Registrierung nicht klappt. Die Menschen machen so viele Sachen, die Menschen machen so viele Sachen nicht, es passieren so viele Sachen, es passieren so viele Sachen nicht. Die Leute, die den Auftrag hatten, das alles zu registrieren und für ausgleichende Gerechtigkeit zu sorgen, die waren einfach überfordert. Quantitativ und qualitativ. Es wurden ellenlange Listen angelegt und aus den Listen wurden Stapel und Berge und Gebirge von Papier und niemand hatte mehr den Überblick und niemand hatte mehr die Zeit, für ausgleichende Gerechtigkeit zu sorgen, weil alle damit beschäftigt waren, aufzuschreiben, was alles passiert und nicht passiert und wer wem gerade wieder ein Bein abgesägt hat. Außerdem war es auch viel zu teuer. Da hat man sie einfach aus dem Haushalt gestrichen und irgendwann gab es dann keine ausgleichende Gerechtigkeit mehr. Wenn sowieso nichts passiert in Sachen ausgleichender Gerechtigkeit, dann kann man sich das Geld auch sparen. Das freiwerdende Personal verstärkte von da ab die Abteilung für glückliche Zufälle.
Aus: Gespräche mit Banana. Heute: Die Besprechung
bna: Wo ist denn der Walther? Kommt der nicht zum Meeting?
kvw: Der ist nach Hause gegangen. Der hat Fieber.
bna: Recht hat er! Wer krank ist, soll zu Hause sein.
kvw: Das stimmt.
bna: Oder im Krankenhaus.

Posted by banana at 07:52 EM | Comments (13)
Februar 08, 2004
So lets take a drink and never think "Here's to the past"

Vielleicht bin ich doch eine Frau, gefangen im Körper eines Mannes? Jedenfalls stellte ich heute mit Erschrecken fest, wie sehr der Frisörbesuch meine Laune gebessert hat. Naja, der letzte Besuch beim Figaro war ja auch schon über ein Jahr her. Jetzt sind die lästigen Zotteln ab und ich bin wieder Schwiegermutterkompatibel und wesentlich weniger aufwendig in der Wartung.
Die neugierigen Fragen der Dame an der Schere, warum ich denn ausähe, wie ein ausrangierter Wischmop, bügelte ich mit dem Hinweis auf eine "peinliche Wette" ab. Natürlich war sie danach erst recht neugierig, aber die wollte ich nicht befriedigen. Vielleicht hätte ich ihr sagen sollen, daß ich so lange nicht beim Frisör war, weil ich die blöden Fragen nicht ertragen kann. Ich habe es nicht getan. Irgendwann war sie auch so ruhig.
Ich freue mich schon auf die originellen Kommentare der Kollegen morgen, bist Du unter den Rasenmäher gekommen?, huch! wer sitzt denn da?, den Prozess gewinnst Du und so weiter. Vielleicht habe ich mir auch deswegen die Haare so lange nicht schneiden lassen.
Vielleicht kommte meine gute Laune aber auch daher, daß ich die verloren geglaubte Hello Rockview von Less than Jake im Auto wiedergefunden habe.
Ich glaube, richtig erwachsen ist man erst, wenn man die Familie besuchen kann und genau so komplett oder unkomplett zurück nach Hause kommt, wie man das Haus verlassen hat. Ich bin definitiv noch nicht erwachsen, denn auch heute verließ ich das Haus mit:
Nichts.
Und kam zurück mit:
- 1 Paket Persil Tabs, normal
- 1 Paket Persil Tabs, color
- Portion Essen für morgen
- Klopapervorrat für ca. 3 Jahre
- 1 gebrauchtes Mobiltelefon
Nicht, daß ich mich beschweren will, aber ich frage mich, ob Gerhard Schröder auch die Essensreste für den nächsten Tag mitbekommt, wenn er bei Mama zum Essen eingeladen war.

Posted by banana at 06:29 EM | Comments (7)
Februar 06, 2004
Ich hab 'nen Bärenhunger auf ein Schokofrühstück

Wenn man zum ersten Mal vor Colossss steht, dann fragt man sich, ob man die ganzen "Oh, Geil! Colossss!", die man während der Anfahrt vor sich hingebrabbelt hat, nicht lieber zurücknehmen möchte. Die Dame ist ein ganz schöner §§a href="http://www.rcdb.com/installationgallery988.htm?unit=1">Kawentzmann§§/a>. Die Bahn ist 60 Meter hoch und es wurde so viel Holz verbaut, daß man sich fragt, wo sich denn Robin Hood und seine Freunde jetzt eigentlich verstecken sollen.
Meine Lust darauf, meinen süßen Hintern den Lifthill hochziehen zu lassen und ungebremmst den 66° steilen First Drop runterzuschuppern, hatte auf jeden Fall einen gehörigen Dämpfer bekommen.
"Die sieht ja super aus!" sagte ich.
Da hörte ich auch schon die Schreie der Mitfahrer. In meinen Ohren klangen diese Menschen gar nicht glücklich.
Aber es gab kein zurück. Diese Sau hatte mich noch nicht entjungert, also gab ich mir einen Ruck und folgte 'No Click', der festen Schrittes der Warteschlange entgegenstrebte. Credit-Schlampen bleiben Credit-Schlampen.
Es war halb zehn an einem wunderschönen Sommersonntag. Der Himmel war wolkenfrei, die Temperaturen waren angenehm und meine Knie waren weich.
Die Warteschlange war noch relativ kurz, aber sie würde im Laufe des Tages noch sehr viel länger werden, das wußten wir. Deswegen bestand 'No Click' Sven darauf, daß wir uns für die erste Reihe anstellten. Ich wollte nicht feige sein und protestierte nicht. Meine Zustimmung viel allerdings sehr verhalten aus.
Als wir schließlich ganz vorne Platz nahmen, hatte ich einen gehörigen Angstklops im Bauch sitzen. Ich bin ein Angsthase, der sich in den letzten fünfzehn Jahren eine ausgewachsene Akrophobie zurechtgezüchtet hat und die Aussicht darauf, in 60 Metern Höhe mit nichts als Luft und Holz unter mir gemütlich ersteinmal eine halbe Runde zu drehen, bevor es endlich bergab ging, schien mir nicht besonders verlockend. Ich nahm mir vor, da oben auf keinen Fall nach unten zu schauen.
So zog ich den Gurt extra fest an und drückte mir den Bügel auf die Schenkel, bis es da wirklich nichts mehr zum drücken gab.
'No Click' ist nicht viel tapferer, als ich es bin, deswegen spielen wir auf dem Lifhill immer das "guck mal da"-Zeigespiel. Wenigstens ein bißchen Ablenkung.
Dann ging es auch schon los. Ich richtete den Blick stur auf die Schienen vor mir, obwohl es laut meinem Beifahrer dort unten jede Menge interessanter Dinge zu bestaunen gab. Mein Pro Roller Coaster Rider Herz erwachte auf dem Lifthill und als wir oben waren, da war ich mir sicher, daß ich die Arme hochnehmen und einen Heidenspaß haben werde.
Das Tat ich dann auch und unter wilden "Rock and Roll!" rufen sausten wir dem Erdboden entgegen. Dem rasanten First Drop folgen zwei Camelbacks, eine überhöhte Rechtskurve, zwei weitere Camelbacks, eine Helix und schließlich noch zwei Bunnyhops.
Die Fahrt war grandios, nicht bumpy und zum Bersten gefüllt mit leckerster Airtime.
Jede Bahn macht andere Geräusche. Colossos hat wohl den markantesten Klang voll allen Bahnen. Colossos knurrt. Manche behaupten auch, Colossos würde furzen, aber soetwas würde ich natürlich niemals sagen. Das Knurren wird durch die Up Stop Wheels erzeugt, wenn sie von unten gegen die Schienen gedrückt werden. Normalerweise hört man das Knurren nur, wenn der Zug die letzten beiden Bunnyhops durchfährt.
An diesem Tag aber war das anders. Die Sonne schien auf die Bahn und dadurch wurde sie immer wärmer und schneller. Am Nachmittag knurrte die Bahn bei allen Hügeln. Wir waren um diese Zeit schon so voller Euphorie und Adrenalin, daß wir anfingen, mit dem Gurt und dem Bügel zu experimentieren. Airtime ist gut, mehr Airtime ist besser. Da kann man schoneinmal vergessen, daß der Bügel Dein bester Freund ist.
Der Gurt wurde immer lockerer, der Bügel wurde so weit eingestellt, daß die Ride-Ops uns schon auf dem Kieker hatten. Irgendwann meldete sich dann aber doch der Respekt vor der Bahn bei mir, denn ich mochte nicht die Flugbahn beschreiben, die mein Mobiltelefon beschrieben hat, als ich im Mai mit dem Ding in der Innentasche die GeForce geritten bin.
Trotzdem waren es die besten Achterbahnfahrten, die ich je erlebt habe. Die Airtime war unbeschreiblich, man flog vom Hügel fast bis hinunter ins Tal. Bei uns sind diese Fahrten nur als "Sex Rides" bekannt.
Am 4 April fahren wir wieder Colossos besuchen. Ich hoffe, daß ich dann wieder so richtig Schiß haben werde.

Posted by banana at 08:11 EM | Comments (2)
Februar 05, 2004
Besser gehen, besser stehen

Einer der schlimmeren Texte der Welt ist bestimmt der von Kleine Seen vor Purple Schulz.
Ich habe überhaupt nichts gegen weinende Männer. Aber so ein Geseier geht mir dann doch ein bißchen zu weit.
Sie sind Dir - meine Tränen
alles was ich hab
Kleine Seen...
Spring doch rein!
Du wirst sehen
das Wasser ist nicht tief.
Du kannst drin stehen

Alles was ich habe? Die Tränen? Kein Blut? Kein Schweiß? Nur Tränen?
"Was können Sie meiner Tochter denn bieten, junger Mann?"
Hm. Merkwürdig. Ich finde es auch etwas seltsam, daß man jemandem rät, in etwas hineinzuspringen, in dem man stehen kann. Sind wird denn im Zirkus, hier? Da kann man sich doch ernsthaft bei verletzen! Außerdem besagt eine der Baderegeln, daß man nie in unbekannte oder trübe Gewässer springen soll, denn Unbekanntes kann Gefahren bergen. Ich kenne die Baderegeln, denn ich bin selbst Inhaber des Seepferdchens. Ich habe den Aufnäher aber heute nicht mehr auf meiner Badehose, denn er würde die coole Optik stören.
Huch, da §§a href="http://www.richtig-schwimmen.de/allgemeine_Schwimmabzeichen/allgemeine_schwimmabzeichen.html">sehe ich§§/a>, daß die Kenntnis der Baderegeln für das Seepferdchen gar nicht nötig ist. Naja, jetzt kann ich ja verraten, daß ich auch das Jugendschwimmabzeichen in Bronze, das Jugendschwimmabzeichen in Silber und das Jugendschwimmabzeichen in Gold habe.
Aber - ich schweife ab.
Die Musik von Kleine Seen finde ich wirklich gut. Es ist nur der Text, der mich stört. Am schlimmsten ist die letzte Strophe:
Langsam ist es Zeit
Ich glaub, ich hab die Kraft es anders zu versuchen,
ich hab so viel falsch gemacht
Denn durch Dich hab ich gemerkt, wieviel ich noch fühlen kann
Und dann wollt ich Dir noch sagen, daß ich auch was für Dich hab

Früher stand ich immer mit dem Kopfhörer in meinem Zimmer und habe Musik gehört und so getan, als wäre ich ein Sänger. So mit Lippenbewegungen und coolen Gesten. Bei der Zeile Und dann wollt ich Dir noch sagen, daß ich auch was für Dich hab habe ich mir immer in den Schritt gepackt. Ich fand das sehr angemessen.

Posted by banana at 09:45 EM | Comments (7)
Februar 04, 2004
Romeo Rodriguez squares his shoulders and curses Jesus

Als DaSilva das Büro des Polizeipräsidenten betrat, schrieb der gerade seine Einkaufsliste an die Tafel an der Wand. Als er damit fertig war, knipste er sie mit seinem neuen Kamera-Handy und schickte das Foto an seine Freundin.
"Wahnsinnig praktisch, diese Dinger." begrüßte er DaSilva.
"Ich mache lieber SMS" log DaSilva. In Wirklichkeit hätte er auch viel lieber ein Kamera-Handy gehabt, aber immer wenn die Auktionen auf ebay ausliefen war er nicht zu Hause und so gewann er nie. Er mußte ja sehr viel arbeiten.
"DaSilva! Sie haben sich aber Zeit gelassen. Ich habe ihnen doch gesagt, daß mir langweilig ist."
"Ich habe nicht gewußt, daß es zu meinen Pflichten gehört, Sie zu unterhalten." sagte DaSilva.
Der Polizeipräsiden drückte einen Knopf an seiner Uniform. Die Augen des Adlers auf seinen Helm begannen zu blinken und es ertönte Babygeschrei.
DaSilva seufzte. Dieser alte Knilch war wirklich total durchgeknallt. Aber er war auch sein Chef und DaSilva war ihm hoffnungslos ausgeliefert. Wenn DaSilva aufmucken würde, dann würde er ihm seinen Geheimkommissarenausweis und seine Walther wegnehmen und das wollte DaSilva nicht. Deswegen machte er gute Mine zum bösen Spiel.
"Und was machen wir jetzt?" fragte DaSilva.
"Erstmal holen Sie uns ein schönes Pilschen!" sagte der Polizeipräsident und rieb sich die Hände.
DaSilva ging auf den Balkon und holte zwei Flaschen Binding aus einem der Kästen, die dort standen. Das Bier war warm.
"Wann beantragen sie sich endlich einen Kühlschrank, Herr Polizeipräsident?"
"In meinem Alter ist es gar nicht gut für den Magen, wenn man so kaltes Bier trinkt. Außerdem haben sie und ihre Kollegen mit ihrem imensen Munitionsverbrauch das Buget dermaßen belastet, daß keine Geldmittel für derartige Sonderausgaben vorhanden mehr sind."
"Ein Polizist, der sich nicht verteidigen kann, der kann sich nicht verteidigen!" schmollte DaSilva.
"Touché!" sagte der Polizeipräsident.
Es entstand eine kleine Pause. Beide tranken Bier.
"Und?" fragte DaSilva "Was machen wir jetzt?"
"Wir spielen die Reise nach Jerusalem!" sagte der Polizeipräsident mit leuchtenden Augen.
"Das ist ja eine totale Scheißidee" maulte DaSilva.
"Das mag sein, mein lieber Herr Geheimkommissar, aber es ist meine Idee und deswegen werden wir sie auch in die Tat umsetzen. Ober Sticht Unter."
DaSilva ergab sich seinem Schicksal. Er holte einen Stuhl vom Eßtisch und stellte ihn mitten in den Raum.
Der Polizeipräsident kramte in seiner CD-Sammlung, fand die CD, die er gesucht hatte und legte sie in die Anlage. Mit der Fernbedienung in der Hand kam er zu DaSilva herüber.
"May the Games begin!" sagte der Präsi und drückte einen Knopf auf der Fernbedienung. "The Final Countdown" erklang. Eines der Lieblingslieder von DaSilva. Vielleicht würde der Nachmittag ja doch noch ganz nett werden.
"Toller Song!" sagte DaSilva.
"Qautschen Sie nicht, laufen Sie!"
Sie liefen ein paarmal um den Stuhl herum. Als der Präsident mal wieder auf der Seite mit der Sitzfläche war, drückte er wieder einen Knopf auf der Fernbedienung. Die Musik erstummte. Der Polizeipräsident setzte sich hin. Er feixte und klatschte in die Hände. "Pah! Gewonnen! Ätschibätschi!" machte er.
DaSilva verdrehte die Augen nach oben, während der Polizeipräsident zur Tafel ging, um den aktuellen Spielstand zu notieren.
Polizeipräsident: 1
DaSilva: 0
Eine halbe Stunde später hatte der Präsident 36 Punkte und DaSilva immernoch 0. DaSilva platzte der Kragen, obwohl die Musikauswahl des Polizeipräsenten wirklich ganz gut war. Er konnte viele Dinge, aber verlieren konnte er nicht.
"Das ist doch Scheiße, hier! Das ist doch Betrug, hier!" brüllte er und stampfte mit dem Fuß auf.
"Was?" fragte der Polizeipräsident.
"Sie haben die Fernbedienung und sie bestimmen, wann die Musik aus ist! Immer, wenn sie sich hinsetzen können, dann machen Sie die Musik aus! Meinen Sie, ich merke das nicht?"
Der Polizeipräsident drückte auf einen Knopf an seiner Uniform. Aus dem Adler auf seinem Helm erscholl ein Klingelzeichen. "Oh!" sagte er "Ich muß dringend weg!"
Dann verließ er hastig den Raum. Die Fernbedienung hatte er noch in der Hand.
"Niemand veräppelt Jorge DaSilva" sagte DaSilva und stellte die beiden Bierflaschen in den Kasten zurück.

Posted by banana at 07:12 EM | Comments (12)
Februar 03, 2004
Lobotomie - Die in den fünfziger Jahren beliebte Gehirnoperation

"Wrrrrrrgh!" machte Geheimkommissar DaSilva und sprang von seinem Stuhl auf. Er war auf Hundertachzig hoch zwei Komma fünf zum Quadrat.
"Wie kann man sich nur so mädchenhaft anstellen?" polterte er.
Hacke sah von seiner Rundschau auf und Schneidi verschüttete vor Schreck seinen Kaffee. Er stellte gerade das Layout seiner Website von Tablelayout auf Cascading Stylesheets um.
"Dieser verdammte Hurensohn! Dieser scheiß Hans Günther!" DaSilva wollte sich nicht beruhigen. Es gingen ihm nur langsam die Gründe aus, sich aufzuregen.
"Der Aaaaschlöscher" sagte Schneidi.
"Isch bin bald so weid!" bemerkte Hacke "Gleisch fahr isch ins Krangehaus und dann geb' isch so rischtisch Gas. Dann hau' isch ihm so rischtisch eins auf die Fresse. Dann kanner ma wisse, warum er krank isss, der Säukribbl." bei jedem Wort tippte er mit dem Zeigefinger auf die Tischplatte seines Schreibtisches.
"Der Aaaaschlöscher" sagte Schneidi und zündete sich eine Zigarette an.
Hans Günther war immer noch nicht wieder da. Er feierte schon seit über einer Woche wegen einer lächerlichen Schußverletzung im Fuß krank, die Hacke ihm auf einer Tanzveranstaltung aus Versehen beigebracht hatte.
Leider war Hans Günther der einzige im Geheimkommissariat, der Ahnung davon hatte, wie man kriminalistisch ermittelte. Aber er war nicht da. Also lief praktisch gar nichts, außer der Kaffeemaschine.
Da draussen lief irgendwo ein Irrer rum, der schon mehrere Menschen mit einem Mähdrescher zerstückelt hatte und DaSilva sollte ihn finden.
Eigentlich war DaSilva der Mähdreschermörder absolut schnuppe. Er ging ihm genauso am Arsch vorbei, wie alles andere, wenn es kein Bier, ein Päcken Reval oder seine Walther PKK war. Es gab sowieso keine normalen Menschen auf dieser beschissenen Welt. Es gab nur solche und solche. Irgendwie verrückt waren alle. Ob sie nun einen Pullover nach dem anderen Strickten, in einer Dixiebank spielten oder Leute mit Mähdreschern überfuhren.
Aber er war vom Polizeipräsidenten damit beautragt worden, den Mähdreschermörder zu schnappen und hinter Schwedische Gardinen zu stecken oder zu erschiessen und er hatte keine Ahnung, wie er das anstellen sollte. Er kannte den Kerl doch gar nicht und er lernte auch nur sehr selten andere Leute kennen. Der Polizeipräsident nervte dauernd rum, wegen der Sache. Der hatte Probleme, der alte Bock! Der sollte ihn doch selbst suchen, wenn er so wild darauf war, seine Bekanntschaft zu machen.
Draussen schob eine trübe Sonne den Staub über die hässliche Stadt. Der Himmel hing in Fetzen. Ein dicker Mann trötete auf seiner Zündapp vorbei.
DaSilva dachte sich gerade einen neuen Tobsuchtsanfall aus, da schellte sein Telefon. Ein Modelladler kreiste über der Wählscheibe. Das Zeichen dafür, daß der Polizeipräsident persönlich anrief.
"Mist. Die alte Schlampe. Der nervt" zischte DaSilva.
"Soll isch Dich ableugnen?" fragte Schneidi.
"Nein. Das regele ich auf meine Weise" sagte DaSilva kühl.
Er hob ab und brummte "Geheimkommissar Jorge DaSilva" in den Hörer.
"Quatschen sie keine Opern. Kommen sie in mein Büro. Aber ein bißchen Dalli Dalli!" ertönte die blecherne Stimme des Polizeipräsidenten.
"Geht es etwa um diesen bekloppten Mähdreschermörder?" fragte der DaSilva mürrisch.
"Reden Sie nicht so von unseren Kunden! Mir ist nur langweilig." sagte der Polizeipräsident.
"Ok, verstanden, Over and Out!" sagte DaSilva und legte auf.
"Wieso ruft der eigentlich immer nur mich an?" fragte DaSilva und ging aus dem Büro.
"Ei, der hat Disch halt so lieb" sagte Schneidi.
Die Tür flog ins Schloß.
"Was ist das dann für eine Scheise?" fragte Hacke.
"Ei was dann?" wollte Schneidi wissen.
"Hier steht, die bau'n jetzt so e Art Handy in die Fahrscheinautomaten ein. Wenn die dann kaputt sinn, dann schicke die eine SMS, damit se schneller repariert werde könne."
"Un?"
"Des ist doch Scheise. Wenn die sisch dann verwähle? Dann krigste ne SMS mit 'Isch bin kabud'. Und dann?"
"Dann schreibste zurück, dassde auch kapud bist."
"Haste aach widder Rescht. Isch geh ma Bier holn."

Posted by banana at 06:05 EM | Comments (21)
Februar 02, 2004
It's like putting icing on a turd

Das Vorbild für Animal von den Muppets war übrigens Keith Moon, der ja bekanntlich für The Who getrommelt hat. Keith Moon hat immer ohne Hihat gespielt. Als mir das gestern jemand erzählte, konnte ich es gar nicht glauben. Ich habe mir ein paar Bilder von Herrn Moon angeschaut und habe festgestellt, daß es stimmt. Er hat tatsächlich kein Hihat. Dafür hat er zwei Basstrommeln. Wahrscheinlich hat er den zweiten Fuß für die zweite Basstrommel gebraucht.
Animal hat übrigens auch kein Hihat und dafür zwei Basstrommeln. Ich glaube aber, daß das eher ein Zufall ist.
The Who waren eine lustige Truppe. Pete Townsend hat immer versucht, daß Gitarrespielen so gefährlich, wie möglich aussehen zu lassen. Nach Autritten hatte er oft blutige Finger an der rechten Hand, weil er sich die Hand an der Gitarre angeschlagen hatte, wenn er seine Hubschrauberspielweise zum Einsatz brachte.
John Entwistle ist mehr oder weniger dafür verantwortlich, daß es flat wound und round wound Bassaiten gibt. Früher gab es nur flat wound Bassaiten, d.h. Saiten, bei denen der Draht, der die Seele der Saite umwickelt, glattgeschliffen ist. Danelectro brachte dann billige Bässe auf den Markt. Aus Kostengründen wurde der Draht um die Saiten nicht glattgeschliffen. So entstanden die round wound Bassaiten. Sie klingen härter und brillianter, als flat wound Saiten. Immer mehr Bassisten wollten auch diesen Sound haben und so boten die Saitenhersteller nach und nach round wound Saiten an. Zu hören sind die Dinger zum Beispiel auf "My Generation". Das Bassolo ist ohnehin hörenswert. Heute gibt es fast nur noch round wound Saiten.
Zwischen Herr Townsend und Herrn Entwistle fand immer ein Kampf statt, wer denn lauter sei. Es muß unglaublich laut auf der Bühne gewesen sein. Herr Entwistle ist wohl der einzige Bassist, der es geschaft hat, ein Feedback auf dem Bass zu erzeugen. Am Klang von Herrn Townsends Feedback und am Tempo, mit dem es sich aufbaut, läßt sich in etwa erahnen, wie brutal laut die Jungs gewesen sein müssen.
Herr Moon wurde nach einem Konzert einmal gefragt, warum er das Schlagzeug so merkwürdig an der Seite der Bühne aufgebaut habe. Er sagte, er habe es nicht so merkwürdig an der Seite der Bühne aufgebaut, sondern es sei durch die Schwingungen des Basses dort hingewandert.
Ich fand The Who immer blöd, weil sie ihre Instrumente kaputt gehauen haben. Instrumente haut man nicht kaputt. Mein Bruder sagt, daß haben sie nur gemacht, damit sie keine Zugaben mehr spielen müssen, aber das glaube ich nicht.
Na, das waren doch mal wieder sehr interessante Informationen, die man oft im Leben gebrauchen kann oder?
Now for something completely different.
Die sechsjährige Nichte hatte gestern ihren Winki-Hasen dabei. Der Winki-Hase ist eine Hasenhandpuppe, die ganz flauschig ist. Eigentlich hieß er früher Stinki-Hase, weil man ihr damit beibringen wollte, wie man auf's Klo geht, statt in die Hose zu machen. Keine Ahnung, wie sie das angestellt haben. Ich kann mich aber auch wirklich nicht mehr daran erinnern, wie man damals versucht hat, mir die Problematik näher zu bringen.
Auf jeden Fall hatte sie gestern den Winki-Hasen in der Hand, setzte ihn meinem Bruder auf den Kopf, machte ein Pupsgeräusch und sagte "Der hat Dir auf den Kopf geschissen."
Ich mußte natürlich lachen und wurde deswegen sofort strafend angeschaut.
"Das Wort scheissen will ich aber nicht mehr hören. Das sagt man nicht" sagte meine Schwägerin.
"Wo hast Du denn solche Worte her?" fragte meine Mutter.
Die Nichte schwieg.
"Aus dem Kindergarten?" fragte mein Bruder.
Die Nichte nickte.
"Wer sagt denn sowas?" fragte meine Mutter.
"Die Becki!" sagte meine Nichte.
"Die sagt 'Ich geh' jetzt hm hm'`" fragte meine Mutter.
"Ja, die sagt 'Ich geh' jetzt scheissen."
Da mußte ich sehr lachen und wurde wieder böse angeschaut.
Aber ich glaube eigentlich, daß sie gelogen hat.

Posted by banana at 07:45 EM | Comments (12)
Februar 01, 2004
Maximale Querbeschleunigung

Ich hatte das eine Weile nicht mehr gemacht, so ungefähr 20 Jahre. Ich werde es aber jetzt wieder öfter machen. Ich spreche davon, daß man Essen im Backofen dabei zuschaut, wie es fertig wird.
Nicht nur dann und wann mal kontrollieren, nein. Backofen einschalten, davorsetzen und erst wieder aufstehen, wenn das Gericht fertig ist.
Das macht den Kopf frei, das erdet, das hilft den Blick für's Wesentliche wiederzufinden, das entspannt.
Im Backofen entwickelt sich alles ganz langsam, ohne Hektik. Man nimmt sich Zeit. Es kann nichts passieren, das man nicht in den Griff kriegen würde, indem man einfach ein bißchen mit der Temperatur spielt. Das Ende ist im großen und ganzen auch schon bekannt, was übrigens eine Eigenschaft ist, die ich an Büchern und Filmen ebenfalls sehr schätze.
Geeignet ist eigentlich jedes Gericht. Ich hatte heute Yorkshire Pudding, was natürlich zum Zuschauen besonders interessant ist, weil der Teig erst langsam hochkommt und dann ganz langsam braun und lecker wird. Gut eignet sind auch Toast Hawaii und Pizza mit viel Käse.
Ich habe das früher ständig gemacht. Fast immer, wenn es etwas aus dem Backofen gab, dann saß ich davor. Ganz zum Leidwesen meiner Mutter, der ich natürlich im Weg saß, so direkt in der Küche.
"Ist das nicht langweilig?" fragte sie mich.
"Nein" antwortete ich dann und es ist wirklich alles andere als langweilig.
Meine Lieblinge damals waren Gerichte, die im Bratschlauch zubereitet werden. Alleine, wegen der Optik. Der aufgeblähte Bratschlauch sieht gut aus und unten kocht immer irgendwo etwas Tunke, der man schön beim blubbern zusehen kann. Außerdem fand ich es damals toll, daß Erwachsene solche dummen Dinge machen, wie Fleisch in einer Plastiktüte zu backen.
Das Geräusch des Backofens wirkt auch sehr beruhigend und es kommt immer warme Luft heraus. Für mich als Warmluft-Junkie natürlich eine wundervolle Sache.
Ich war damals ziemlich sauer, als Mama einen Römertopf kaufte. Für Backofenschauer sind Römertöpfe das langweiligste, was man sich vorstellen kann. Man sieht ja leider nur den Topf und der verändert sich nichteinmal.
So saß ich heute vor dem Backofen, schaute den Puddings zu und dachte nach, obwohl ich schon wußte, daß ich das Backgut zum großen Teil wegwerfen würde, weil der Bauch so voll mit komischen Fragen ist, daß nichts anderes mehr hineinpaßt.
Dann waren die Dinger fertig und wußte immernoch nicht, was ich eigentlich will. I'm still confused, but on a much higher level.
Die Probefahrt mit dem §§a href="http://www.nissan.de/servlet/nissan.convergence.servlets.extended.carbuilder2.CarBuilderSplashPage?nSCVehicleId=584&successURL=/showroom2/showroom_cb_splash.jsp">Nissan 350Z§§/a> gestern war sehr gut. Eine feine Karre. Sieht sehr hübsch und außergewöhnlich aus, der Innenraum ist gut gestaltet und man hat keine Ahnung, wie man die Heckklappe öffnet.
Der Sound des 280PS V6 Motors ist angenehm röhrig und der Wagen liegt satt auf der Straße. Leider hat Nissan den Fehler gemacht, allen Autozeitschriften den Wagen in Orange zum Testen zur Verfügung zu stellen. In allen anderen Farben sieht das Ding wesentlich besser aus.
Ich persönlich finde allerdings den S2000 noch einen Tick besser. Der Sound ist besser, das Auto sieht noch etwas aggressiver aus und es macht einfach Spaß, im offenen Auto zu fahren.
Wie gut, daß ich mir beide nicht leisten kann. Eine Sorge weniger.

Nachtrag: Auf die Frage, auf welchen Coaster sich 'No Click' Sven sich bei unserem Amerka-Coaster-Trip am meisten freute, sagte er Son of Beast. Meine Lieblinge waren eher The Raven, Twister und Phoenix. Aber, fickende Hölle! Ich glaube, §§a href="http://www.rcdb.com/installationgallery584.htm?unit=1">er hat Recht.§§/a>

Posted by banana at 08:01 EM | Comments (18)
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