November 30, 2003
I love my brain

Gestern war ich seit langer Zeit mal wieder beim Eishockey. Die Frankfurt Lions spielten gegen die Eisbären aus Berlin (aus Berlin!). Dabei habe ich einige Dinge festgestellt.
Zum einen war ich viel zu lange nicht mehr beim Eishockey. Die Stimmung im Stadion ist toll. Die Leute sind gut gelaunt und entspannt. Fans der Lions laufen neben Fans der Eisbären her, ohne sich gegenseitig einen auf die Omme zu klopfen. Die Stimmung ist sogar so gut, daß Henniger aus dem Faß tatsächlich trinkbar ist. Und das kommt nicht oft vor. Eishockey ist die beste Sportart, die man sich live ansehen kann. Es ist schnell, es passiert eine Menge auf den Spielfeld, Männer schubsen sich, dreijährige Kinder gehen verloren und werde nicht abgeholt und man könnte sich den Brast auf die gegnerischen Spieler - stellvertretend für alle Arschlöcher der Welt - mal so richtig von er Seele schreien.
Wenn man nicht in Frankfurt wäre.
Frankfurt, das ist die Deutsche Bankenmetrolpole. Frankfurt, das ist die einzige Deutsche Stadt mit einer Skyline. Frankfurt, das ist die Stadt, für die man sich als Wohnort entschuldigt. Frankfurt, das ist das c:\temp Verzeichnis der Leute, die hier Geld verdienen.
Wer in Frankfurt ist, der wäre eigentlich viel lieber an einem anderen Ort.
Und so verhalten sich auch die Fans.
7000 Leute waren anwesend. Sie sahen den Löwen dabei zu, wie sie trotz Kämpferherz angestrengt stochernd drei 3 zu 5 Überzahlspiele verschenken und letzendlich mit einer verdienten 2:3 Niederlage von Eis rutschten.
Das einzige was ich die ganze Zeit gehört habe, waren die scheiß Berliner Eisbären Fans. Die haben trotz ihrer geringen Zahl das ganze Stadion niedergebrüllt.
Tolle Fans haben die Frankfurter. Wer solche Fans hat, der braucht keine Feinde.
Es wurden wirklich genug Eisbären des Eises verwiesen. Hörte ich ein "Raus, raus, raus, Du Sau?" oder ein "Sitz, Du Sau, Du Drecksau"? Nein, ich hörte es nicht. Ich höre ein "Komm, Weichei, komm" aus dem Stadionlautsprecher. Das finde ich nicht besonders originell.
Ich gebe es nicht gern zu, aber die Berliner Fans bewiesen guten Eishockeygeist. Als beim 0:2 für die Eisbären eine lustige Schlägerei mit Fratzengeballer losging, da skandierten die Eisbären Fans munter ein "Scheiß Verlierer!" und dafär konnte ich ihnen gar nicht richtig böse sein.
Böse war ich ihnen aber für ihr zwanzig minütiges "Olé olé olé super Eisbären" oder wie auch immer. Ich bin froh, daß ich es nicht mehr im Kopf habe.
Das nächste Mal fahre ich wieder nach Bad Nauheim.

Posted by banana at 03:17 EM | Comments (129)
November 28, 2003
Heute erschien PGR2

Ich frage mich, wer sowas macht. Wer diese lustigen PowerPoint-Scherzpräsentationen macht. Diese Dinger, die ab und zu in der Mailbox landen, die man sich dann, wenn man mal nichts Wichtigeres zu tun hat, anschaut, obwohl man schon vorher weiß, daß es einen humormässig nicht grade vorwärts bringen wird.
Ich frage mich auch, wer so etwas weiterleitet, aber diese Frage ist weit weniger interessant, als die Frage, wer die Dinger macht.
Eins ist klar. Es können keine Leute sein, die sich öfters mit PowerPoint herumschlagen müssen, denn alle Regeln für erträgliche Präsentationen werden naiv oder mit Absicht, auf jeden Fall aber mit traumwandlerischer Sicherheit missachtet.
Die Farbwerte werden gerne mit Vollausschlag im roten, grünen oder blauen Bereich gewählt, also Türkis, Purpur oder Gelb. Das gibt in der Mischung eine erfrischende Kombination, die auch gerne von Leuten benutzt wird, die sich auch mit anderen Dingen nicht auskennen, z.B. html. Die Schriften serifen munter vor sich hin und die Hintergrundfarbe wechselt so oft, wie möglich.
Weiterhin wird stets darauf geachtet, daß sich alles bewegt, was sich bewegen kann. Text ruckelt zeilenweise von rechts nacht links oder von unten nach oben, Bilder bauen sich aus Kacheln auf und Listeneinträge erscheinen nur, wenn man sie höflich per Mausklick persönlich um ihr Erscheinen gebeten hat.
Wenn das ganze noch lustig wäre, dann wäre es noch zu ertragen.
Ist es aber nicht. In der It-Sprache würde ich es eine Portierung nennen. Eine Übertragung eines Witzes von einem Medium ins nächste. Comics werden auseinandergeschnitten und wildanimiert wieder zusammengesetzt. Bildersammlungen, die man vor zwei Monaten per Mail bekommen hat, erreichen mich jetzt erneut im neuen Gewande.
Wer macht sowas?
Setzen die sich tatsächlich zuhause vor den Computer, mit einer Tasse Tee und mit der Mission, die Welt mit einem Stück Humor zu bereichern, um das sie keine Sau gebeten hat.
"Schatz. Ich arbeite dann mal weiter an meiner PowerPoint Präsentation. Du weißt, der Witz, wo der Papst abtreibt."
"Ha Ha Ha! Ja, der ist super! Soll ich Dir was zu essen machen?"
Oder machen die das während der Arbeitszeit? So versteckt, die Zunge verschwörerisch herausgesteckt?
Von mir aus könnten sie es auf jeden Fall lassen.

Posted by banana at 10:04 EM | Comments (42)
November 27, 2003
niesfest, weich, weiss

Aus: Gespräche mit Banana. Heute: Wo er recht hat, hat er recht.
drh: Dieser scheiß Viren-Scanner!
bna: ?!
drh: Der hatte sich vor zwei Stunden eingeschaltet und seitdem ist mein Rechner platt. Ich kann nichts machen! Platt, platt, platt! (tobt)
..wenig später..
drh: Jetzt habe ich ihn ausgeschaltet und alles funktioniert wieder wunderbar.
bna: Aber jetzt kannst Du Dir Viren aus dem Internet holen.
drh: Das ist nicht so schlimm, wie der scheiß Viren-Scanner!

Ich habe ein neues Kissen gekauft. Beim Aldi. Es ist das Seitenschläferkissen.
Als ich das Angebot für das Seitenschläferkissen sah, war ich sofort von dem Konzept überzeugt und sogar ein bißchen begeistert, obwohl das eigentlich gar nicht meine Art ist.
Das Seitenschläferkissen ist 140cm lang und 40cm breit. Man legt es längs neben sich ins Bett und kann es schön in den Arm nehmen und das Bein drauflegen. Super!
Ich bin ja bekennender Seitenschläfer. Bis ich das Seitenschläferkissen gesehen habe, wußte ich gar nicht, daß es die Bezeichnung Seitenschläfer überhaupt gibt, aber nun bin ich froh, zu diesem kleinen aber feinen Kreise zu gehören. Der Kreis kann nicht besonders groß sein, denn besonders viele Seitenschläferkissen schienen sie noch nicht verkauft zu haben. Vielleicht sollte man einen Seitenschläfer Verein gründen. Mit Merchandise und verschiedenen Modellen des Seitenschläferkissens. In diesem Forum könnten dann auch Fragen, wie "Wo finde ich die besten Bezüge für mein Seitenschläferkissen" beantwortet werden. Dort könnte man auch Statistiken erstellen, ob mehr Leute lieber auf der rechten Seite oder auf der linken Seite schlafen.
Viele bekannte Figuren der Weltgeschichte waren übrigens auch Seitenschläfer! Leider kenne ich sie nicht.
Manchmal bin ich auch Bauchschläfer. Aber größtenteils Seitenschläfer.
Zum einen bin ich Seitenschläfer geworden, weil ich in der Rückenlage derart unerträglich schnarche, daß der Aufenthalt im gleichen Raum praktisch nur komplett gehörlosen bzw. stark schwerhörigen Menschen möglich ist. Sollte ich jemals ins Gefängnis kommen und mit einem gewalttätigen Menschen eine Zelle teilen müssen, so würde ich das höchstwahrscheinlich nicht lange überleben. Aus diesem Grund kommt für mich übrigens nur Einzelhaft in Frage.
Zum anderen ist es einfach sehr angenehm, wenn man zu zweit im Bett liegt, Sie vorne, ich hinten und man sich schön ineinanderschmiegt. So bin ich Seitenschläfer sozusagen als Reminiszenz an bessere Tage. Ich stelle dabei mich dar, das Kissen stellt die Frau dar.
Der Vorteil des Kissens gegenüber einer Frau besteht darin, daß es sich nicht bewegt, einem nachts nicht auf den Kopf patscht und daß es keine eigene Heizung hat. Frauen fühlen sich allerdings wesentlich besser an, das muß ich zugestehen.
So kaufte ich also das Kissen im Aldimarkt. Ich war der einzige an der Kasse. Das war mir noch nie passiert, deswegen lies ich mich auch gleich zu einem kleinen Jokus hinreissen: "Wir haben ja Zeit, da kann ich Ihnen das Geld ja auch passend geben". Die Kassiererin lächelte höflich. Wahrscheinlich, weil sie bald Feierabend haben würde.
Egal. Ich kaufte das Kissen und auf der Packung war eine Frau abgebildet. Das wunderte mich etwas, schließlich war es ja kein SeitenschälferInnen Kissen. Desweiteren war dort zu lesen, daß es sich vor allem für Frauen während der Schwangerschaft eignen würde. Ich wurde leicht Rosa im Gesicht. Hätte mich jemand auf das Kissen angesprochen, so hätte ich gesagt, es sei für meine schwangere Frau.
Zuhause angekommen packte ich das Seitenschläferkissen sofort aus.
Die Länge schien mir in Ordnung zu sein. Lediglich Dicke und Breite schienen mir etwas zu wünschen übrig zu lassen.
Ich ließ es auf die erste Nach ankommen.
Was soll ich sagen?
Es ist hervorragend. Es ist himmlisch. Man schläft, wie in Morpheus' Armen.
Dewegen habe ich heute morgen auch prompt verschlafen und war eine Stunde zu spät im Büro.
Scheiße.
Hm. Den Witz mit "Siebenschläferkissen" habe ich jetzt irgendwie nicht unterbringen können.

Posted by banana at 07:55 EM | Comments (90)
November 26, 2003
Und dann verkaufen Sie mit Konjunkturgewinn

Eine Bar, abends. Ein Mann betritt den Raum. Eine Frau spricht ihn an: "Bist Du Brad? Ich bin Alex."
Er schüttelt den Kopf "Sorry" sagt er.
"Blind Date" sagt sie entschuldigend.
Ein Amerikanischer Sportwagen fährt vor. Auf dem Nummernschild steht "The Brad." Ein großer Mann mit langen Haaren und befranster Lederjacke steigt aus und sondiert ersteinmal die Lage. Das ist Brad! Die Frau ist entsetzt. Sie duckt sich hinter den Tresen. So hatte sie sich ihr Blind Date aber nicht vorgestellt!
Brad betritt die Bar.
Der erste Mann hat sinzwischen sein Getränk bekommen, es ist irgend so ein Alcopop Kram. Er scheint kurz nachzudenken, dann schaut er seine Alcopop-Flasche an, dreht sie kurz in der Hand, so als wolle er sie fragen, ob er es tun solle und dann ist sein Entschluß gefasst.
Er geht zu Brad und sagt "Du mußt Brad sein! Ich bin Alex." Dann grinst er.
Als nächstes sieht man Brads Auto, das schnell zurückgesetzt wird.
Die Frau spricht nun den Mann an "Du heißt also Alex.." dabei grinst sie ein Grinsen, daß sich selbst mit ein paar Litern Alcopop in den Eingeweiden nicht falsch deuten läßt. Der Abend ist gerettet. Der Herr hat mal wieder mindestens 20€ gespart.
Ich finde diesen Werbespott ziemlich unrealistisch.
Auch ich habe vor manchen spontanen Veranstaltungen meinerseits schon das eine oder andere mal eine Flasche mit Alkohol befragt und stets hatte sie mir gesagt "Klar Alter, mach' das! Das ist eine Super Idee. Das ist total cool!".
So tat ich das dann auch. Sobald ich mich am nächsten Tag dann wieder an den letzten Abend erinnern konnte, bereute ich meine Handlungen durch die Bank.
Es war alles entweder schrecklich schiefgelaufen, schrecklich peinlich oder schrecklich illegal, was ich da so getan hab.
Jetzt möchtet Ihr natürlich alle Beispiele hören, aber den gefallen werde ich euch nicht tun.
Heute frage ich keine Alkoholflaschen mehr, ob ich etwas tun oder lassen soll, denn Alkoholflaschen sind Arschlöcher.

Posted by banana at 08:22 EM | Comments (64)
November 25, 2003
Nothing worth having comes without some kind of fight

Eingerahmt von meinen Leuten, von Erinnerungen umstellt, getränkt von den Ereignissen an meinem Ort, unterwandert von der Erfahrung, dass Zeit nichts, aber auch gar nichts heilt, weiß ich, was ich zu tun habe und was ich tun werde morgen früh.
Ich kann Menschen nicht ausstehen. Ich hielt es eine Zeit lang für eine geeignete Therapie, impertinente Leute auf Video aufzunehmen und ihnen die Aufnahmen von sich selbst am nächsten Tag vorzuspielen, damit sie - mit einigem Abstand - sehen konnten, was sie doch für widerliche, nervtötende, dämliche, lärmende, schmutzende, stinkende, deprimierende, langweilige, schlechtgekleidete, primitive, abstoßende, lächerliche, unoriginelle, selbstverliebte Geschöpfe sie sind.
Aber es nutzt nichts. All das wird erfolgreich durch selektive Wahrnehmung und Verdrängung abgeblockt. So, wie ein biologischer Spam-Filter. Alles wird ausgefiltert und nur das Wahre, Schöne, Gute dringt zu den Ganglien durch.
Schließlich macht das zum Beispiel RTL täglich: Talk Shows, Gerichts Show, Meta Talk Shows (Shows über Talk Shows), Explosiv und so weiter und so fort.
Es nutzt nichts. Leute, wie Gerhard Polt und Georg Ringsgwandl sind auch schon eine Weile unterwegs und es hat sich nichts geändert.
Es ist ja noch schlimmer. Neulich habe ich einen komischen Typen gefragt, ob er "Man spricht Deutsh" von Gerhard Polt kenne. Er bejahte, merkte aber an, daß es ein schlechter Film sei. "Total Langweilig. Weiß nicht, was daran lustig sein soll".
Nicht die Hoffnung stirbt zuletzt, die Angst stirbt zuletzt.
Heute im Walmart ist mal wieder meine Gier geweckt worden. Der Walmart hat einen sehr großen Vorteil: Der Sprecher hat diese wunderbare Art zu Sprechen, die nur die Hessen beherrschen, wenn sie versuchen, Hochdeutsch zu sprechen. Es klingt im großen und ganzen nicht schlecht, nur jedes ch wird zum sch. Heute war irgend etwas auf der Freifläche (Freifläsche) ausgestellt und es gab irgendwelche Speicher-Chips (Schpeischerschips) relativ günstug.
Der Kerl war es aber nicht, der meine Gier geweckt hat. Mitnichten. Ich kann mit Männern nichts anfangen, mit Frauen allerdings auch nicht. Meine Gier wurde geweckt durch einen Schneemann, einen Weihnachtsmann und einen Weihnachtsbaum. Die drei gibt es dort zu kaufen, handlich verpackt in einer Pappschachtel mit vielleicht 25 Zentimeter Kantenlänge. Zu Demonstrationszwecken war ein Schneemann und ein Weihnachtsbaum aufgebaut. Da kippte ich fast aus den Latschen!
Sie sind aufblasbar! Sie sind von innen dezent beleuchtet! Sie sind 2.40m Meter groß (in Worten: zwei Meter vierzig)! Dabei sehen sie auch noch ziemlich klasse aus. Sie erinnern etwas an den Tiger, den man auf ausgesuchten Esso-Tankstellen findet. Ich war sofort verliebt. Doch dann kam der obligatorische Wermutstropfen: Pro Stück kosten die Dinger 89,99€.
Das schockierte mich. Ich sah vom Kauf ab. Auf dem Rückweg piekste es mich aber schon wieder. Ich stellte mir den 2.40 Meter hohen Weihnachtsbaum in unserem Büro - oder noch besser - in meinem Wohnzimmer vor! Ich wüßte zwar in beiden Fällen nicht, wo für soetwas Platz wäre, aber das ist kein Grund! Außerdem sind Gründe die Hölle.
Der Preis schreckte mich aber doch ein.
Wir sprachen ein paar Aspekte der Aufblastannenthematik durch:
Der Meter Nordmanntanne kostet 14€. Eine echte Tanne von dem Kaliber würde also 33€ kosten. Die Aufblastanne hätte sich also nach drei Jahren praktisch amortisiert, dabei würde sie wahrscheinlich ein Leben lang halten und mein Weihnachtsfest verschönern.
Wie viel Geld habe ich in letzter Zeit für die Verschönerung meiner Wohnung ausgegeben? Nix. Was kostet zum Beispiel ein schöner Druck mit Rahmen? Mindestens 89€! Dabei kann ein Bild an der Wand in den Kategorien Präsenz, Prominenz und Blickfang einer Aufblastanne keineswegs das Wasser reichen.
Noch herrscht der Verstand über den drängenden Wunsch, aber ich weiß nicht, ob ich das noch lange durchhalte.

Posted by banana at 08:15 EM | Comments (27)
November 24, 2003
Don't the hours grow shorter as the days go by

Ich kann mich gar nicht mehr so genau daran erinnern, wie das früher bei uns war. Ich glaube, man hat sich Spielzeugkataloge durchgeschaut oder ist durch die Geschenke gestromert und hat sich ausgesucht, was man denn gerne zu Weihnachten haben wollte.
Dann hat man einen Wunschzettel geschrieben und ihn den Eltern gegeben. In bekloppten Familien haben die dann behauptet, daß sie den Zettel dem Christkind/Weihnachtsmann (unzutreffendes bitte streichen) schicken würden.
Es gab eine große Sache und viele kleinen Sachen. Die kleinen Sachen waren nicht so wichtig, aber die große Sache. Die wollte mit Bedacht ausgesucht werden, denn Weihnachten war ja erst wieder im nächsten Jahr.
So weit ich mich erinnern kann, waren bei mir die großen Sachen erst Playmobil Autos oder Häuser und dann Märklin Lokomotiven. Aber das tut nichts zur Sache.
Meine anarchistischen Verwandten haben ihre Wünsche im Spielzeugkatalog angekreuzt. Es sieht aber stark danach aus, als seien sie dabei nicht mit sehr viel Bedacht vorgegangen, sondern von rasender Konsumgier getrieben worden.
So war ich hoch erfreut, daß §§a href="http://www.kinder-geschenke.com/Play-Doh_Dr_Wackelzahn.html">Dr. Wackelzahn§§/a> angekreuzt war. Das wollte ich schon immer mal kaufen und hatte noch keinen Vorwand gefunden.
Freudig erklärte ich meiner Nichte, daß ich ihr das zu Weihnachten schenken werde. Meine Schwägerin schaute schon etwas komisch.
Meine Nichte war nachgerade entsetzt. "Nein" sagte sie "das will ich eigentlich gar nicht so gerne. Ich will lieber das hier" sagte sie, blätterte ein bißchen im Katalog hin und her und deutete dann letztendlich auf irgendeinen Scheißdreck.
Man kann die Welt nicht zu ihrem Glück zwingen. Gerne hätte ich am Weihnachtsabend eine Wurzelbehandlung durchgeführt oder zumindest Zahnstein entfernt. So wird nichts daraus werden.
Jetzt, da ich mir das Bild von Dr. Wackelzahn anschaue, da fällt mir auf, daß man dort noch auf die veralteten und eventuell gesundheitsschädlichen Amalgamfüllungen zu setzen scheint. Nein. Das wäre dann sowieso nichts geworden. Außerdem kann man nicht am Zahnfleisch rumschneiden. Nein. Das ist nichts.
Dabei kam mir mal wieder ein Einfall für eine Geschäftsidee: Man bietet im Internet eine Platform für Kinder an, damit Sie ihren Wunschzettel online stellen können. Man meldet sich an, trägt seine Wünsche, am besten gleich mit Links auf den Ramschverkäufer, in eine Datenbank ein und schickt allen, die was schenken müssen einen Link.
Die Schenkenden können dann im Internet schauen, was die Brut denn wieder für einen Tand haben will, können gleich markieren, daß sie es kaufen, damit es für die anderen nicht mehr sichtbar ist und können es auch gleich online bestellen.
Ich schaute kurz im Internet nach und wurde leider fündig. So etwas gab es natürlich schon. Es nennt sich §§a href="http://www.weihnachtswunsch.de">weihnachtswunsch.de§§/a>.
Mist. Wieder nichts mit schnellem Reichtum, Sex, Drogen und Steuerberaterin.
Ich stelle mir auch gerade die Horden von verzweifelten Omas und Opas vor, die vor dem Computer sitzen und es mal wieder nicht raffen. Dann müssen die Enkel zusammen mit den Omas und Opas den virtuellen Wunschzettel anschauen und dann ist irgendwie der letzte Rest des Zaubers weg.
Nein, nein. Keine wirklich gute Idee.

Posted by banana at 08:26 EM | Comments (20)
November 23, 2003
Turn off the light! That's bad feng shui

Zunächst einmal herzlichen Dank an Firehead für einen neuen Award. Es ist der Award für das beste Fischlied 2003. Herzlichen Dank! Ich habe mich sehr darüber gefreut!
Wie man aus der Überschrift sehen kann, ist Ratchet and Clank 2 bei mir eingezogen und es fällt mir sehr schwer, zu glauben, wie geil dieses Spiel ist. Clank rockt.
Aus: Gespräche mit Banana. Heute: Auch Bananas Bruder hat einen an der Waffel.
bnas Bruder kehrt die Straße. Ein Auto hält neben ihm. Das Fahrerfenster senkt sich.
daf: Hallo Sie! Können Sie mir sagen, wo hier die Metzgergasse ist.
bb: Keine Ahnung.
daf: Aber Sie wohnen doch hier.
bb: Wollen Sie da hin oder ich?

Aus: Gespräche mit Banana. Heute: Der Neffe (3) stellt Ansprüche.
bn: Das hier wünsche ich mir von Dir zu Weihnachten (deutet auf ein Monster in einem Spielwarenkatalog).
bna: Und das hier wünsche ich mir von Dir zu Weihnachten (deutet auf ein Porsche 914 Modell im gleichen Spielwarenkatalog).
bn: Das geht nicht.
bna: Wieso?
bn: Ich habe doch kein Geld. Weil ich noch so klein bin.
bna: Hm. Du könntest ja welches verdienen.
bn: Wie denn?
bna: Du könntest Teppichknüpfen lernen. Das machen viele andere Kinder auch.

Er wollte dann aber doch nicht. Also bekommt er ein Bild von mir gemalt.
Die Snowboard-Klamotten sind angekommen. Langsam drängt sich mir der Verdacht auf, daß ich zu alt für diesen Kram bin. Schon die Kleidung überfordert mich, geistig als auch körperlich. Bis ich die Montur, bestehend aus Hose, Jacke und Handschuhen angelegt habe, vergeht eine ganze Weile. Es dauert so lange, daß ich schwitze wie ein Schwein, noch bevor ich irgendetwas gemacht habe. Von wegen "die mikroporöse Beschichtung läßt Körperflüssigkeiten verdunsten" oder so ähnlich.
Dann stecke ich da drin, wie ein Ei im Becher und komme mir eingeengt vor.
Die Hose stellt das geringste Problem dar. Reinschlüpfen, Hosenträger über die Schultern, Hosenlatz zuziehen, Bundösen einhaken, Gürtel schliessen und fertig. Ok, die Beinmanschetten, die wohl die Schneemassen davon abhalten sollen, meinen empfindlichen Teilen zu nahe zu kommen, haben mich beim ersten Mal etwas überrascht, aber nun, nachdem ich die Rüstung einige Male an- und ausgezogen habe, finde ich sie nur noch lästig. Meine Einstellung zu den Dingern wird sich wahrscheinlich schlagartig ändern, wenn ich erst ein paarmal die Piste heruntergepflügt bin.
Die Hose hat überall Reißverschlüsse. Da ich in meiner Kindheit gerne den P.M. Logiktrainer gelöst habe, ist es mir gelungen, die Bedeutung von fast allen Zippern zu erschließen: Hosenlatz, Gesäßtaschen (2x), Hosentaschen (2x), Beinerweiterung (2x), seitliche Belüftung mit Mesh-Einsätzen (2x). Uff. Das ist komplex. Sie hätten irgendwo einen Hinweis anbringen sollen, daß man die Hose während der Fahrt nicht bedienen soll.
Dann kommt die Jacke dran. Reingeschlüpft, und erstmal aus der neuen Perspektive begutachtet. Versagensängste packen mich. Die untere Schneefangmanschette drei Mal falsch, dann richtig zusammengeknöpft. Leichtes Gefühl der Beengung. Dann am zwei Wege Reißverschluß rumgenestelt. Wütend geworden, geflucht, Verpackung mit dem Fuß getreten, Fuß gerieben, Atemübungen gemacht, beruhigt, nochmal am zwei Wege Reißverschluß rumgefummelt. Klappt. Jacke geschlossen (in der gut gefütterten Hose bildet sich unterdessen schon leckere Beinsuppe). Im Jackeninnenbereich spring gut hörbar ein Druckknopf auf. Anscheinend habe ich die untere Schneefangmanschette doch nicht ganz richtig zugeknöpft. Gut, daß in meiner Wohnung kein Schnee liegt. Nun schließe ich die mit Klettverschlüssen besetzte Leiste des Reißverschlusses und klicke die beiden Druckknöpfe am Kinn zu, indem ich den Kopf gegen die Wand schlage und mit dem Mund gegendrücke, weil ich nicht ganz sicher bin, ob meine Arme bis zum Mund geführt werden können. Ich stelle fest, daß das Futter in den Armen nach oben gerutscht ist. Eine kurze Analyse zeigt, daß das Futter Löcher hat, durch die man die Daumen stecken kann. So wird das Futter vorne gehalten. Ich komme mir ein bißchen tuntig vor, aber da sollen ja noch die Handschuhe drüber. Ich schaue an mir herum. Auch hier ist mit Reißverschlüssen nicht gespart worden. Taschen, Belüftungsöffnungen unter den Armen und ein langer Verschluß am Kragen. Ich vermute, daß sich darunter die zusammenlegbare und abnehmbare Kapuze befindet, will es aber gar nicht so genau wissen.
In die Reißverschlußverdeckungsleiste ist eine Tasche eingebaut. Wahrscheinlich für den Skipaß. Auch der linke Arm verfügt über eine Tasche. Wahrscheinlich für Schußwaffen oder für eine Liste, auf der man vermerkt, welche Dinge man in welche Tasche gesteckt hat (wenn es mal schnell gehen muß).
Auch die Jacke wärmt hervorragend! Ich öffne die Belüftungen unter den Armen. Linderung stellt sich aber nur marginal ein.
Zum Abschluß streife ich noch die Handschuhe über. Zunächst ohne die herausnehmbaren Innenhandschuhe aus Fleece, dann mit. Dabei fällt mir auf, daß die Handschuhe über ein verstellbares Band verfügen, daß man am Arm festmachen kann, falls einem die Eissplitter die Handschuhe mit enormer Wucht von den Fingern reissen, wenn man auf die Fresse fliegt. Zusätzlich zu der Ganzkörpersuppe treibt es mir jetzt auch noch den Angstschweiß auf die Stirn.
Ich frage mich, wie man dieses Band wohl am Arm befestigen sollte. Schließlich sollte es ja unter das Ärmelfutter, daß - wie erwähnt - durch den Daumen in seiner Kuschelwarmposition gehalten wird. Ich beschließe, die Bänder erst zum Einsatz zu bringen, wenn ich etwas fortgeschrittener bin.
Snowboard wird ohne Stöcke gefahren. Diese Tatsache haben die Handschuhhersteller rücksichtslos ausgenutzt. Nachdem man die Handschuhe angezogen hat, sind die Hände nämlich schlichtweg unbrauchbar. Ich bewege zwar Finger, aber an der Außenhülle der Handschuhe ist nichts zu sehen. Drehen kann ich die Hände aber noch. Das beruhigt mich ein bißchen. Reißverschlußtechnisch haben die Handschuhe leider gar nichts zu bieten. Man hat aber die Möglichkeit, den Schaft der Handschuhe durch eine Kordel enger zu ziehen. Wahrscheinlich muß das vom Partner gemacht werden (die Zähne zu benutzen wäre unwürdig). Das muß der Grund dafür sein, warum man nicht alleine fahren sollte.
So stehe ich da, eingemoppelt wie ein Samurai in seiner Rüstung. Snowboard fahren scheint ein sehr gefährlicher Sport zu sein. Überall Protektoren, dreifache Nähte, Lawinensonden, Manschetten, Kordeln. Eigentlich wollte ich doch nur ein bißchen saufen und mit willigen Mädels feiern.
Ich fühle mich ein bißchen einsam.
Dabei habe ich noch gar keinen Schnee gesehen. Das kann ja heiter werden. Mir drängt sich der Verdacht auf, als wollte der Club der Snowboarder nur Leute bei sich haben, die mindestens einen IQ von 120 haben. Leute, die schon an den Klamotten scheitern, die sollen Ski fahren oder rodeln.

Posted by banana at 07:58 EM | Comments (9)
November 21, 2003
Sie ist ein Moppel und sie sieht dick aus

Mein Regierungsprogramm wird erweitert: Zusätzlich werden alle Leute erschossen, die "Rechts ist da, wo der Daumen links ist", sowie "Links ist da, wo der Daumen rechts ist" sagen.
Danke.
Auch meinen Bekannten passieren lustige Dinge.
Da hätten wir den einen, der gerne bei Burger King einen Doppelwhopper ißt. So ein Doppelwhopper ist ja schon ein ganz schönes Pfund. Deswegen möchte er kein Doppelwhopper Menü, sondern nur einen Doppelwhopper. Er wollte sich gerne jegliche Diskussion ersparen und die Bestellung so knapp wie möglich ausfallen lassen. Deswegen bestellte er "einen Doppelwhopper ohne alles, bitte".
Der Service bei Burger King ist sehr gut. Man nimmt es sehr genau, dort.
"Menü?" fragte die freundliche Dame.
"Nein, nur einen Doppelwhopper." sagte er gutmütig.
"Getränk dazu?"
"Nein, nur einen Doppelwhopper. Ohne alles." sagte er, etwas genervt.
Die Frau war's zufrieden. Es dauerte eine Weile und er hatte den frischen Doppelwhopper ,verpackt in Papier, vor sich auf dem Tablett liegen.
Er setzte sich und wickelte den Burger aus. Der bestand aus einer unteren Brötchenhälfte, zwei Scheiben Fleisch und einer oberen Brötchenhälfte. Eben ein Dopperwhopper ohne alles. Keine Gurke, kein Salat, keine Tomate, keine Soße.
Der Service bei Burger King ist eben gut. Konsequenterweise hätte man aber eigentlich auch das Brötchen weglassen müssen.
Als häufiger Burger King Besucher hätte man aber schon stutzig werden können, als man nicht "mit Käse?" gefragt wurde.
Ein anderer Bekannter änderte unerlaubter Weise die Auto-Signatures von anderen, die mit dem gleichen Mailsystem arbeiteten, wie er. Einer merkte das erst zu spät. Da hatte er schon drei Bewerbungen mit der Signature "Nacktputzen? Ruf einfach an!" verschickt.
Das fand er nicht besonders lustig.
"Gib mir noch Zeit" von Blümchen ist ein schlimmes Lied. Ich möchte nicht derjenige sein, für den Blümchen das Lied singt, denn der Arme muß leiden, leiden, leiden. Abgesehen davon möchte ich die Frau auch nicht küssen. Wahrscheinlich ist der Kerl auch gestorben, denn wie wir alle wissen, können Männer sterben, wenn sie es nicht kriegen.
Es war ein bißchen Stressig, doch es ist uns geglückt,
haben uns heimlich still und leise auf der Party verdrückt

Na, das fängt ja schonmal ganz gut an. Das wird sich auch der junge Mann gedacht haben, der sicherlich schon ganz aufgeregt war, weil er dachte, daß er zum Stich kommen würde. Wahrscheinlich hat er auch dahingehende Wünsche geäussert, denn weiter heißt es
Nur der Mond schaut zu bei unserem allerersten Kuß
Und er weiß genau, worum ich dich jetzt bitten muß

Ganz klar. Wir wissen alle, wie der Hase läuft. Wir wissen genau, was er will und wir wissen alle, daß sie ihn abblitzen läßt. Er ist schon scharf, wie ein Rettich und sie zeigt ihm die kalte Schulter. Sie versucht es natürlich - ganz Frau - mal wieder so hinzubiegen, als sei Sie nicht schuld. Warum bitteschön "muß" sie ihn denn bitten? Wer zwingt sie denn dazu? Der Mond vielleicht? Der arme Kerl wird bald tot sein und sie treibt ihre Spielchen.
Gib mir ein Küsschen und dann geh’ bitte heim
Laß mich bitte allein, heute Nacht bin ich noch nicht so weit

Tolle Wurst. Da verläßt man die Party unter Umständen, die hier nur unreichend als "ein bißchen Stressig" beschrieben werden, die aber wahrscheinlich dazu führten, daß ihn keine Sau mehr zum Freund haben will und dann wird man nach Hause geschickt. Verdammich! Darf der Kerl nichteinmal auf die Party zurückgehen und weiterfeiern? Typisch. Die beiden sind noch nicht richtig zusammen, da macht sie ihm schon Vorschriften und verbietet ihm das Feiern. Ich dachte, daß würde erst passieren, wenn man zusammenzieht. Aber heutzutage geht ja alles etwas schneller.
So ein tolles Gefühl, wenn man sich schwindelig knutscht
Wenn das Herz anfängt zu klopfen und ein bißchen verrutscht

Es ist also nicht beim allerersten Kuß geblieben. Die Herrschaften haben sich "schwindelig geknutscht". Wahrscheinlich waren es sogar Zungenküsse oder wie das heißt!
Die Version für Männer heißt übrigens:
So ein tolles Gefühl, wenn man sich schwindelig küßt
Wenn das Herz anfängt zu stottern und das klopfen vergißt

Wie ich schon sagte: Männer können sterben, wenn sie es nicht kriegen!
Er ist also komplett im verhornten Zustand. Er ist heiß. Der Allmächtige hat gesprochen. Ihr wißt, was ich meine. Doch dann kommt:
Doch was wir uns beide wünschen soll heut’ Nacht noch nicht sein
Warum "soll" es heut' Nacht noch nicht sein, wenn es sich doch beide Wünschen?
Da wird ganz klar wieder die Schuld vertuscht. Der Mann wird im erregten Zustand nach Hause geschickt und wird sich dort wahrscheinlich erstmal einen schleudern. Ist es das, was sie wollte? Er darf nicht mehr feiern und wird zum Wixer.
Vom moralischen Standpunkt aus gesehen muß man Blümchen allerdings rechtgeben und ihr volle Unterstützung zuteil werden lassen. Man soll sich nicht mit Kerlen abgeben, die immer nur das eine wollen. Schließlich war es ihr erster Abend zusammen und es trägt zur Erhaltung der Sitten und der Moral in diesem Lande bei, daß es noch junge Menschen gibt, die nicht nur den schnellen Sex wollen. Junge Menschen, die sich nur ein bißchen schwindelig Knutschen wollen.
Männer sind als Kontrolinstanz hierbei völlig ungeeignet, weil sie dem Allmächtigen keine Widerworte geben können. Wenn man einmal in der Whoopie-Maschine drin ist, dann gibt es kein entkommen. Dann gibt es nur die eine Straße, die zum weißen Tod führt. Frauen sehen da klarer. Sie können sagen "Stop it!", so wie Hella im Big Brother Haus zu Sava gesagt hat, als ihm schon der Allmächtige ins Ohr geflüstert hatte.
Wir fassen also zusammen: Ich habe auch keine Ahnung, was ich damit eigentlich sagen wollte.

Posted by banana at 07:14 EM | Comments (3)
November 20, 2003
Baby Rock Hudson rock, yeah!

Heute habe ich mich gefragt, wie man wohl den Scorpions Klassiker "Rock you like a hurricane" schmissig ins Deutsche übersetzen könnte. Wahrscheinlich stellt sich das Problem nicht wirklich, da es schon ein alter Hit ist und der Trend, Englische Texte ins Deutsche zu übersetzen glücklicherweise vorbei ist. Wir erinnern uns mit Schrecken an die Deutsche Version von "Let your Love flow" ("Ein Bett im Kornfeld", Jürgen Drews), "Paranoid" ("Der Hund von Baskerville", Cindy und Bert), "By the Rivers of Babylon" ("Die Legende von Babylon", Bruce Low) sowie "The lions sleeps tonight" ("Der Löwe schläft heut' Nacht", Henry Salvador). Zum Glück ist auch der Trend, Deutsche Texte ins Englische zu übersetzen schnell verebbt ("What's all this" von Herbert Grönemeyer). Akzeptabel war vielleicht noch "Geh'n wie ein Ägypter" von den Ärzten. Da fällt mir ein, daß ich nicht ganz sicher bin, ob "Jenseits von Eden" die Deutsche Version von "Guardian Angel" ist oder umgekehrt. Ich glaube aber, hinter beiden steckte Drafi Deutscher.
Aber zurück zur Übersetzung von "Here I am, rock you like a hurricane". Man könnte
Hier und nun! Rocke ich, wie ein Taifun
Schau mich an! Rockend, wie ein Hurrikan oder
Hier wir sind! Rocken, wie ein Wirbelwind
verwenden. Ist doch gar nicht so schwer, wenn man sich mal ein paar Gedanken macht. Die dritte Version müßte dann aber von Yoda gesungen werden. Vielleicht im Soundtrack für den nächsten Star Wars Film?
Gibt es eigentlich noch Läden, die explizit 80er Jahre Klamotten verkaufen oder bedarf es schon einiger Shopping- und Styling-Kompetenz, um treffsicher so rumzurennen, wie die Dame, die ich jeden Morgen über die Straßen spazieren sehe?
Ansonsten habe ich mich heute wirklich mal wieder gefragt, ob es einen Gott gibt. Natürlich weiß ich, daß es einen Gott gibt und ich habe auch den Beweis, aber den werde ich niemals verraten, zumindest nicht hier im Internetz.
Da saß ich im Kommissariat und dachte an nichts böses, als ich plötzlich dieses verdammt ungute Gefühl im Bauch hatte. Mir fiel ein, daß ich das Snowboard per Nachnahme bestellt hatte, daß ich natürlich nicht genug Bargeld dabei hatte und daß ich besser mal losziehen sollte, um ein paar Flocken zu besorgen (Pferdewetten, Pokerspiel und Schutzgelderpressung). Ich gab also die Mittagspause dran, ging nicht mit den anderen essen und besorgte Geld. Just, als ich zurückkam und vor der Firma stand, klingelte mein Mobiltelefon (dip, dip, dip, dadidida dip, dip, dip, dadidia dup, dup, dup und so weiter, ein Nokia Klingelton). An der Strippe war der freundliche Herr von der Einkaufsabteilung, der mich darüber informierte, daß gerade ein Paket für mich angekommen war.
Natürlich war es das Snowboard.
Ist das nicht eine irre positive Fügung des Schicksals? Aus irgendeinem Grund fällt mir das Snowboard ein, ich hole Geld und just, als ich zurück komme, ist der UPS Mann da. Also, das hat mich wirklich gefreut.
Wer immer dafür verantwortlich ist: Vielen Dank.
Darüber hinaus habe ich noch ein paar Snowboard Stiefel zu einem unverschämt günstigen Preis ersteigert. Der Tag fing beschissen an, nahm dann aber noch eine erfreulich positive Wendung. Mal sehen, was noch alles passiert.
Was mir heute noch aufgefallen ist: Wahrscheinlich sind wir die erste Generation, die das @ Zeichen mit der Hand schreiben kann, die aber nicht wissen, wie das Symbol für ein Pfund (500g) aussieht. Schlau, nicht. Ja, so bin ich.

Posted by banana at 07:42 EM | Comments (9)
November 19, 2003
Stop! Hämatom

So was Doofes. Nur, weil ich mich nicht für Fußball interessiere, habe ich zehn Euro verloren. Aber: Euch zur Warnung, damit ihr nicht auf den gleichen Trick hereinfallt: Es war nicht Ruud Gullit, sondern Franz Rijkaard, der Rudi Völler im Achtelfinale der WM 1990 angespuckt hat.
Ich habe mich in die Irre führen lassen von dem §§a href="http://www.joint-venture.de/musik/extramliedermaching/text04.htm">Lied Holland§§/a> von §§a href="http://www.joint-venture.de/">Joint Venture§§/a>:
Grad bei wichtigen Turniern sollt man sich nicht dafür geniern.
Was kann schlimmeres passiern, als daß wir gegen die verliern?
Beide ham wir unsern Rudi, wir ham ihren nie bespuckt,
ein guter Deutscher denkt europäisch, außer, wenn er kicken kuckt.

Natürlich ist das eine unser Rudi Völler und der andere ist Rudi Carell und nicht der Ruud Gullit. Da habe ich etwas zu viel in den Text hineininterpretiert und zack! ist ein Roter weg.
Wo wir gerade beim Fußball sind:
Aus: Banana belauscht Gespräche. Heute: Die sympatischen Tischnachbarn im All you can eat Restaurant (hessischer Akzent wurde entfernt)
dt1: Guck mal, die machen hier nächste Woche Türkischen Abend.
dt2: Und? Was passiert da? Wird man da als Deutscher von der Security verkloppt?
beide: Ho ho hoho.
dt1: Wir sind doch hier nicht bei den Hittentitten.
beide: Ho ho hoho.

Wirklich ganz charmant die beiden. Ich schätze, sie bezogen sich auf §§a href="http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,274595,00.html">das hier§§/a>.
Buffets sind eine feine Sache. Wenn sie in einem Hotel oder einem gastronomischen Betrieb einer gehobenen Kategorie aufgebaut sind.
Man unternimmt mindestens fünf Gänge zum Buffet und bekommt selbstverständlich jedesmal einen neuen Teller und neues Besteck gereicht. Beides unbedingt passend zum aktuellen Gang. Der alte Teller wurde vom emsigen Kellner während meiner Abwesenheit natürlich bereits entfernt, wenn ich zu meinem Platz zurückkehre und die gepflegte Konversation fortführe.
Buffets in normalen Restaurants, insbesondere "All you can eat" Buffets sind ein Relikt aus der Zeit, in der wir noch vornehmlich als Jäger und Sammler untergekommen waren.
Die Unerträglichkeit der Veranstaltung steigert sich proportional mit der Anzahl der anwesenden Gäste. Da brechen alte, unverarbeitete Traumata aus der Kindheit wieder hervor. Alle haben Angst, sie würden nicht genug bekommen, beziehungsweise, andere könnten mehr bekommen.
Ehemalige Studenten (mit oder ohne Abschluß spielt hier keine Rolle) sind bei der Schlacht am Buffet klar im Vorteil. Zum einen, weil ihr Magen gegenüber unkonventionellen Speisekombinationen bedingt durch semesterlangen Mensabesuch klar toleranter ist und zum anderen, weil man sich in der Mensa und bei nächtelangen Jenga Partien eine Fähigkeit zum Stapeln und zum Transport großer Essensmengen angeeignet hat, die jede Blattschneideameise wie einen stümpferhaften Amateur aussehen läßt.
Da wird ein kleiner Staudamm aus Kartoffelbrei gebaut, der einen kleinen See aus brauner Soße bändigt, da werden Salatblatter mit der Unterseite des Salatbestecks komprimiert, als würde ein Landwirt die Silage zubereiten, da werden Eierhälfen um exakt 180° zueinander versetzt angeordnet, da werden Schnitzel auf filigrane Trägerstrukturen aus Bohnen und Nudeln gebettet, nur, damit man vier Gänge auf einen einzigen Teller bekommt. Wer weiß? Vielleicht ist beim nächsten Gang ja schon alles weggefressen. Better safe, than sorry bzw. Was mer hat des hat mer. Es soll ja Leute geben, die nich an sich halten können, wenn es etwas umsonst gibt.
Salatstatik II. Das ist eine Veranstaltung, für die keine Sau je einen Schein bekommen hat, selbst wenn es ein gottverdammtes Genie war.
Doch all die Kunst, sie hilft nichts. Auf dem Teller fließt dann doch zusammen, was nicht zusammengehört und es entwickelt sich eine widerliche Soßenbilge unter der freitragenden Pommes/Hackbällchen Strucktur. Doch selbst das süß/saure Soßengemisch wird gnadenlos mit der Baguettescheibe aufgetunkt, damit der Teller leer ist und man einen zweiten Gang zum Buffet starten kann.
Vorausgesetzt, die anderen Heuschrecken haben noch etwas übriggelassen.
Wir Deutschen, wir nehmen "All you can eat" ja immer wörtlich und fressen bei entsprechenden Gelegenheiten, bis wirklich nichts mehr reingeht. Wir essen mehr, als gut für uns ist, um dann den Rest des Tages rumzuheulen, wie schlecht uns denn ist.
Deswegen ist ein "All you can eat" Buffet in der Mittagspause mit das bescheuertste, was man besuchen kann. Natürlich will man alles probieren und natürlich will man den anderen zeigen, mit welch tänzerischer Leichtigkeit man zwei Pfund Kartoffelschnee, zwei Schnitzel, zwei Scheiben Braten, 200g Endiviensalat, zwei Ecken Brie und ein Karamel-Sahne Dessert auf einen Teller bekommt.
Der Rest des Tages ist dann so gut, wie gelaufen.
Notiz an mich selbst: Morgen wieder Salat essen. Es gäbe aber auch XXL Riesenschnitzel mit Champignonrahmsoße und Pommes..

Posted by banana at 06:51 EM | Comments (12)
November 18, 2003
Stop! Hammer time

Ich habe mich schon immer gefragt, was der Text eigentlich soll
Ice Ice Baby, Ice Ice Baby
Eis Eis Baby, Eis Eis Baby

Ok stop! Kooperieren Sie mit und hören Sie zu!
Eis ist zurück mit einer brandneuen Erfindung
Etwas nimmt mich gefangen
Dann fliesse ich wie eine Harpune, am Tag und in der Nacht
Wird es jemals aufhören? Hui - Ich weiß es nicht
Knips das Licht aus und ich leuchte
Bis zum Extrem rocke ich das Mikophon, wie ein Vandale
Mach die Bühnenscheinwerfer an und wachse die Deppen, wie eine Kerze

Tanz, schmeiß den Lautersprecher raus, der drönt
Ich töte Ihr Gehirn, wie ein giftiger Pilz
Tödlich, wenn ich eine aufputschende Melodie spiele
Alles, was schlechter als das Beste ist, ist ein Verbrechen
Lieben Sie es, oder lassen Sie es. Sehen Sie lieber zu, daß sie Land gewinnen
Sie treffen besser ins Schwarze. Das Junge macht keine Faxen
Wenn es ein Problem gibt, Hui, Ich werde es lösen
Lauschen Sie dem Hook während mein Plattenleger ihn kreisen läßt

Ice Ice Baby Vanilla, Ice Ice Baby Vanilla
Eis Eis Baby Vanille, Eis Eis Baby Vanille
Ice Ice Baby Vanilla, Ice Ice Baby Vanilla
Eis Eis Baby Vanille, Eis Eis Baby Vanille

Nun, da alle tanzen
Mit dem eingesetzten Bass, die Vegas pumpen
Schnell zum Punk, in diesem Punkt gibt es keinen Betrug
Ich koche MCs wie ein Pfund Schinken
Ich verbrenne sie, wenn sie nicht schnell und geschickt sind
Ich werd bekoppt, wenn ich ein Becken höre
Und ein Hi Hat in einem flotten Tempo
Ich bin gut im Geschäft, es wird Zeit, eine Solokarriere zu starten
Ich rolle in meinem 5.0
Mit offenem Verdeck, damit mein Haar wehen kann
Die Mädels sind einsatzbereit, Sie winken, um Hallo zu sagen
Haben Sie gestopt? Nein - Ich bin einfach vorbeigefahren
Ich mache weiter, bis zum nächsten Stop
Ich bog nach links und ich fahre zum nächsten Block
Der Block war tot

Hui - so machte ich weiter zur A1A Beachfront Ave.
Die Mädchen waren heiß und trugen weniger, als Bikinis
Rockman Liebhaber fahren Lamborghinis
Neidisch, denn ich bekomme meinen Teil ab
Shay mit einer Gauge und Vanille mit einer Neun
Lesen für die Deppen an der Wand
Die Trottel verhalten sich merkwürdig, denn sie sind so voller "Eight Ball"
Schüsse kommen raus wie eine Glocke
Ich schnappte meine Neun - Alles was ich hörte waren Hülsen
Die sehr schnell auf den Zement fielen
Ich sprang in mein Auto und trat auf das Gas
Stoßstange an Stoßstange, es war viel Verkehr
Ich versuche wegzukommen, bevor die Polizei kommt
Polizei am Tatort, Sie wissen, was ich meine
Sie ließen mich entwischen, schnappten alle Rauschgiftfreunde
Wenn es ein Problem gibt, Hui, Ich werde es lösen
Lauschen Sie dem Hook während mein Plattenleger ihn kreisen läßt

Ice Ice Baby Vanilla, Ice Ice Baby Vanilla
Eis Eis Baby Vanille, Eis Eis Baby Vanille
Ice Ice Baby Vanilla, Ice Ice Baby Vanilla
Eis Eis Baby Vanille, Eis Eis Baby Vanille

Obacht, denn ich bin ein lyrischer Dichter
Miami ist der Platz, wo es abgeht, falls Sie es nicht gewußt haben
Meine Stadt, die den ganzen Bassklang geschaffen hat
Genug, um Löcher in den Boden zu schütteln und zu treten
Denn mein Stil ist wie ein Chemikalienfleck
Brauchbare Reime, die Sie fühlen und sehen können
Begleitet und geführt, welch überragendes Konzept
Wir machen es zum Hype und Ihr wollt drauf tanzen
Shay spielt am Fader, schlitzt wie ein Ninja
Schneide schnell, wie eine Rasierklinge, andere DJs sagen "verdammt"
Wenn meine Reime Drogen wären, dann würde ich sie Grammweise verkaufen
Magnetisiert vom Mikrophone während ich auf die Kacke haue
Wenn es ein Problem gibt, Hui, Ich werde es lösen
Lauschen Sie dem Hook während mein Plattenleger ihn kreisen läßt

Eis Eis Baby Vanille, Eis Eis Baby, Vanille
Eis Eis Baby Vanille, Eis Eis Baby, Vanille

Hui Mann - Laß uns hier verschwinden! Schönen Gruß an Deine Mutter!

Eis Eis Baby zu kalt, Eis Eis Baby zu kalt zu kalt
Eis Eis Baby zu kalt zu kalt, Eis Eis Baby zu kalt zu kalt

Weg Da! Jetzt ist erstmal MC Google ran!
Gefrieren Sie Eisbaby, gefrieren Sie Eisbaby
aller rechte Anschlag, arbeiten Sie zusammen und hören Sie
Eis ist zurück mit meiner nagelneuen Erfindung
die etwas einen Einfluß von mir ergreift
fest dann ich wie eine Harpune täglich und allabendlich
Wille es überhaupt Anschlag fließe?
Yo - ich weiß nicht drehe weg die Lichter und ich glühe
zum Felsen des Übermaßes I, den mic wie ein Vandale
oben ein Stadium beleuchten und wachse einen Holzklotz wie eine Kerze ein. Tanzen Sie, Bum Anstürme der Lautsprecher
dem Hochkonjunktur ich Ihr Gehirn wie ein giftiger tödlicher Pilz töte
wenn ich eine Schmieremelodie alle weniger spiele
als das beste eine Kapitalverbrechenliebe es ist oder es läßt
das Sie Gewinnweise verbessert
Sie besser Bullauge schlagen, das Zicklein spielen nicht
wenn es ein Problem gab, Yo, ich löst es
Überprüfung aus dem Haken, während mein DJ ihn Eiseis-Babyvanille rotiert
Eiseisbaby-Vanilleeis-Eisbabyvanille, Eiseis-Babyvanille

nun da das Beteiligte mit dem Baß springt
der innen getreten wird, das Vegas sind pumpin ' schnell zum Punkt
zum Punkt, der fälschend ich keinem ist
kochen MCS wie ein lbs Speck
sie brennend, wenn sie nicht schnell sind und nimble
ich verrückt gehe, wenn ich ein cymbal höre
und ein hallo Hut mit a souped herauf Tempo
das ich auf einer Rolle bin und es ist Zeit, solo zu gehen
Rollin ' in meinen 5.0
mit meinem ragtop, das unten so mein Haar
die girlies auf der Stütze durchbrennen kann
bewegend gerade zum Sagen hallo wellenartig
Sie stoppte? No - ich fuhr gerade vorbei
gehalten auf dem Ausüben zum folgenden Anschlag
den ich ein links sprengte und ich gehe zum folgenden Block voran
den Block totes Yo war
also fuhr ich zu Beachfront Allee A1A fort.
Mädchen sein heiß tragen kleiner als Bikini
Rockman Geliebt fahren Lamborghinis
eifersuechtig ' Ursache ich sein heraus geting Grube
Shay mit ein Lehre und Vanille mit ein neun
lesen für d Holzklotz auf d Wand d
Holzklotz fungieren krank weil sie sein also voll von "acht Kugel"
gunshots erstrecken heraus wie ein Glocke
ich ergreifen mein neun -
all ich hören sein Oberteil fallen auf d konkret real schnell
springen in mein Auto, zuschlagen auf d Gas
Stoßdämpfer zu Stoßdämpfer d Allee verpacken ich sein versuchen zu erhalten
weg vor d jackers Steckfassung Polizei auf d Szene
Sie wissen was ich bedeuten sie führen mir oben
konfrontieren all d Schmiere fiends
wenn dort geben ein Problem, Sie, Ich löse sie
Überprüfung aus dem Haken, während mein DJ ihn Eiseis-Babyvanille rotiert,
Eiseisbaby-Vanilleeis-Eisbabyvanille, Eiseisbabyvanille-

Nehmenaufmerksamkeit, ' Ursache
die ich ein lyrical Dichter
Miami auf der Szene gerade falls Sie sie nicht meine Stadt kannten,
die den ganzen Baß-Ton genug verursachte
um Bohrungen in der Grund zu rütteln und zu treten
Ursache meiner Art wie durchführbare Reime eines chemischen Überlaufes,
die Sie Anblick und geleitete und gebildete fühlen können,
diese bin eine Hölle eines Konzeptes bin wir es hype bilden
und Sie daß mit Spielen dieses
Shay auf treten zu wünschen verblassen,
Scheibe wie ein ninja, das geschnitten wird wie ein Rasiermesser Blatt so schnell
anderes Sagen DJs, "verflucht"
wenn mein Reim eine Droge war, würde ich sie durch den Grammunterhalt mein Composure verkaufen
wenn es Zeit ist, lose magnetisiert durch das mic zu erhalten
während ich meinen Saft
wenn es ein Problem gab, Yo trete - ich löse es!
Überprüfen Sie aus dem Haken, während Deshay ihn rotiert.
Gefrieren Sie Eisbabyvanille, Eiseisbaby-Vanilleeis-Eisbabyvanille,
Mann EiseisbabyvanilleYo - lassen Sie uns hier verlassen!

Wort zu Ihrer Mutter!

Gefrieren Sie das kalte Eisbaby zu, des Eiseis-Babys des Eiseisbabys zu kaltes zu kaltes kaltes zu kaltes zu, kaltes zu kaltes des Eiseis-Babys zu

Hm. Scheisse. Der Google Übersetzer hat einfach den besseren Flow.

Posted by banana at 07:30 EM | Comments (13)
November 17, 2003
Go tell it from the mountains

Aus: Gespräche mit bna, heute: Da will es aber jemand ganz genau wissen!
bna: Wir haben jetzt in den Builds einen Mechanismus integriert, der sich alle Teile, die zum Shipment gehören zusammensucht und an die richtige Stelle einfügt. Für jede Version müssen die Daten in einer Konfigurationsdatei angegeben werden. Bei neuen Releases muß auch die Konfigurationsdatei entsprechend angepaßt werden.
wggw: Wir müssen also nichts mehr von Hand machen?
bna: Nein, nur die Konfigurationsdatei anpassen und dann klappt das automatisch.
wggw: Wow! Und wie funktioniert das?
bna: Elektrisch.

Oft beneide ich Menschen, die noch mit solch kindlicher Naivität an technische Probleme herangehen. Oft gehen sie mir aber auch nur tierisch auf den Sack.
Letzeres, wenn ich mit den Leuten im gleichen Zimmer bin und ersteres, wenn ich mit der technischen Umsetzung er "Ideen" nichts zu tun habe.
Wenn man noch unerfahren ist, dann macht man sich die Mühe und erläutert technische Zusammenhänge in einer Sprache, die man für allgemeinverständlich hält, man läßt unwichtige Details aus und verschweigt auch das eine oder andere, was einem das Kreuz brechen könnte. Man gibt sich wirklich Mühe und versucht, dem Gegenüber etwas beizubringen. Das ist eine Tätigkeit, die durchaus etwas Anstrengung erfordert.
Dabei sollte man den Gesprächspartner stets im Auge behalten, damit man mitbekommt, wann er gar nichts mehr kapiert und stattdessen an den Feierabend oder ein Wurstbrot denkt. Dann spart man sich einigen Aufwand.
Man sollte dann mit einer humorvollen Bemerkung den Vortrag abbrechen und andere Leute weiter reden lassen.
Leider kann ich das nicht. In diesen Augenblicken fallen mir keine humorvollen Bemerkungen ein. Mir fallen nur Bemerkungen ein, wie:
Wenn Dich der Scheiß nicht interessiert, warum fragst Du dann?
Nimm Dir doch nicht selbst die Chance, noch etwas dazuzulernen!
Es fällt mir wirklich nicht leicht, mich auf Dein Niveau hinunterzudenken.

Das löst erst blankes Erstaunen und dann peinlich berühretes Alibikichern aus.
Ich selbst grinse dann auch, damit alle denken, ich meinte es gar nicht so. Tue ich aber.
Das ist eine gute Strategie. Man sagt etwas durchaus Böses und Beleidigendes und dann grinst man doof. Alle denken dann, man habe einen Witz gemacht. Hat man aber gar nicht.

Nachtrag: Es gibt einen neuen Award! Vielen Dank an Genetic Gemini, die talentierte Drecksau für den bananaward.
Daß auf den Namen noch keiner vorher gekommen ist, das ist wirklich ein Armutszeugnis.

Posted by banana at 10:10 EM | Comments (4)
November 16, 2003
Was ist eigentlich ein Schnauferl?

Ich hasse das Gefühl, wenn mir alles zuviel ist, wenn mir alles auf die Nerven geht und wenn ich am liebsten im Bett liegen würde. Irgendwo in einem Atombunker in Sibierien.
Neulich war es wieder so weit. Ich hatte schlecht geschlafen, hatte nicht viel gegessen und starkes Heimweh.
Da setzte man mich vor einen Computer. Es war kein normaler Computer, es war eine verzogene, verwöhnte, überzüchtete Ausgeburt der Hölle.
20" Bildschirm, riesengroße Lautsprecher links und rechts, die bedrohlich summten, externe Laufwerke in allen Größen und Windows XP als Betriebssystem.
Ich hatte den Hobel noch nicht berührt, da war mir schon klar, daß wir beiden Hübschen nicht gut miteinander auskommen würden.
Es war einer der Tage, die ich besser Steinchen werfend vor einem stillen Gebirgssee verbringen sollte. Stattdessen saß ich vor diesem Bonsai Deep Thought und sollte "die Platten durchschauen, ob da irgendwetwas Interessantes" drauf sei.
Ich muß zugeben, meine Motivation war nicht besonders groß, denn ich habe seit einer Weile das Gefühl, ziemlich komplett zu sein. Ich brauche keine neue Musik, keine neuen Videos, kein gar nichts. Ich könnte mich den Rest meines Lebens blendend mit den Dingen unterhalten, die mich im Moment umgeben. Wahrscheinlich würden meine Erben auch noch ein paar Jahre dran Spaß haben.
Diese Riesenkiste schüchterte mich ein.
So saß ich also vor dem Ding und legte die Hand eher widerwillig auf die Funkmaus.
Ich wackelte ein bißchen an der Maus und beobachtete den Mauszeiger dabei, wie er kilometerlange Strecken auf dem Monitor zurücklegte. Jedesmal, wenn der Mauszeiger über irgendein Element kam, veränderte es seine Farbe, blinkte auf, nahm eine andere Form an oder spielte ein Geräusch ab.
Es war die Hölle auf Erden. Es war der Rummelplatz auf 20 Zoll. Es ging mir tierisch auf den Sack. Jedes beknackte Icon heischte um meine Aufmerksamkeit. Ich wurde über alle möglichen Zustände informiert, alles zoomte und verschob sich, überall poppten Tool Tips auf. Ich kam mir vor, wie auf dem Flughafen von Hurghada. Ich kann es auf den Tod nicht ausstehen, wenn ich so bedrängt werde. Wie kann es ein Mensch länger, als 30 Sekunden vor diesem Mistding aushalten ohne einen epileptischen Anfall zu bekommen?
Ich biß die Zähne zusammen und versuchte, mit dem Mauszeiger sämliche Bildschirmelemente zu umkurven. Es gelang mir eher schlecht als recht. Links und rechts von mir schlugen unwichtige Informationen ein.
"Ach Du heilige Scheiße" flüsterte ich. Es war einer dieser Momente, in denen man "Ach Du heilige Scheiße" flüstern muß.
Ich wollte mit dem Ding nichts zu tun haben.
Ich schaute nach, wieviel Plattenplatz dieser Mutant denn unter seinem grauen Gehäuse verbarg.
Es war ein halbes Terrabyte.
Da nahm ich die Hand von der Maus, legte sie in den Schoß, drehte mich im Bürosessel und blickte aus dem Fenster. Die Augen entspannen sich ja so wunderbar, wenn man in die Ferne schaut. Die Boxen brummten weiterhin, aber das konnte mich nicht mehr anfechten.
Ich mag keine 500 Gigabyte Daten durchschauen. ich mag überhaupt nichts durchschauen. Ich habe alles, was ich brauche. Ich habe sogar viele Dinge, die ich nicht brauche.
Draussen jagden zwei Eichhörnchen um einen Baum. Ich mag Eichhörnchen sehr.
"Na, haste was gefunden?" hörte ich es fragen.
"Hm. Nö. Nix dabei, was mich interessiert."
Und das war nichteinmal gelogen.

Posted by banana at 07:36 EM | Comments (9)
November 14, 2003
Amanto mbazane ayeza

Mit der Zeit wird auch das Traurigsein langweilig. Man sitzt herum, starrt wie üblich pitbullwelpigen Blickes Löcher in die Nacht und stellt sich zum ersten Mal die Frage, was man denn stattdessen tun könnte. Dieser Moment überrascht, denn bis dahin gab es keine Alternative zum Traurigsein. Nicht, daß man weniger traurig wäre - bei Gott nicht. Der Löschteig ist noch voll genug, um ein paar Dutzend lodernde Feuer zu löschen. Es ist einfach so, daß man als fortgeschrittener Pessimist, Depressionskünstler und Selbstbemittleider einfach eine professionellere Einstellung zu seiner Tätigkeit bekommen hat, effektiver geworden ist und sich darüberhinaus weiterentwickeln möchte.
Man hat keine Lust mehr, Kalle Theodor oder Never is a promise ad infinitum zu hören, ein paar stille Tränen zu vergiessen und sich vorzustellen, wie leid es ihnen allen tun würde, wenn man erst kalt und vor sich hin modernd gefunden werden wird.
Man hat auch keine Lust mehr, an den Gitarrensaiten zu zupfen und so lange zu warten, bis man den Ton nicht mehr hören kann, weil zu diesem Soundtrack das eigene Seufzen einfach am besten zur Geltung kommt.
Eine gewisse Zeit verhalfen diese Sachen zu einem tröstenden Schluckauf und einer flauschigen, sehr kleinen aber wild mit der Faust drohenden Wut im Bauch, die wenigstens den Schlaf brachte, weil sie darüber hinwegtäuschte, daß man längst vergessen hatte, warum man eigentlich so traurig war.
Für Trauer braucht es keinen Grund und für ein tragisches Leben schon gleich gar nicht. Gründe sind die Hölle. Gründe haben lange Haare, an denen man sie herbeiziehen kann. Gründe haben kurze Beine. Auf einem Grund kann man nicht stehen.
Nun reicht es aber.
Die Traurigkeit ist zum Selbstzweck geworden und bis zur Neige ausgekostet worden. Routinierte Trauer braucht kein Mitleid. Trauer auf hohem Niveau ist zu intim, als daß man sie mit jemandem teilen könnte.
Aber es ist auch stinkelangweilig.
Die dunklen Gedanken, die verletzenden und die gemeinen sind so oft hervorgekramt und durchgewalkt worden, daß sie rund und glatt geworden sind, wie Kieselsteine in einem Flußbett. Manche sind schon ganz dünn und fadenscheinig geworden. Bei anderen lugt der Kern hervor und der ist meistens spiegelglatt und sieht gar nicht so schrecklich aus, wie man es sich immer vorgestellt hatte.
Es muß also ein Ergänzungsprogramm her, zur Trauer. Lebensergänzungsmittel.
Die Achterbahnen hibernieren. Das ist ungüngstig. Aber ich werde schon etwas Passendes finden.
P.S.
Der Mörder ist immer der Lehrer für Verteidigung gegen die dunklen Künste.

Posted by banana at 08:06 EM | Comments (1)
November 13, 2003
Dial l for love

Heute haben wir endlich den Büroweihnachtsbaum aufgestellt. Es war auch allerhöchste Eisenbahn. Wir waren sehr spät dran, dieses Jahr. Der November ist ja schon fast vorbei. Es ist sehr wichtig, Weihnachtsbäume zeitig im Büro aufzustellen, denn das ist eine Art von Sache, zu der den Kollegen kein blöder Spruch einfällt. Außerdem mahnt Bruder Nadel schweigend dazu, endlich Weihnachtsgeschenke einzukaufen. Somit ist gewährleistet, daß das Projekt Weihnachtseinkäufe nicht erst am 24.12 startet. Das sorgt für Entspannung und Wohlbefinden und weniger schlechtes Gewissen während der Bescherung, weil sich früher Weihnachtsgeschenkeeinkauf meistens sehr positiv auf die Qualität der Geschenke auswirkt. Naja, eigentlich ist es anders herum.
Als wird den Weihnachtsbaum mit Lametta behingen, entstand folgendes Gespräch:
k00s: Du Commissioner, wie finds'n die Französische Sängerin? Die Junge?
bna: Die kleine mit den dunklen Haaren? Ich glaub' rattenscharf. Wie heißt'n die? Ingrid?
k00s: Nee, nicht Ingrid, die macht Schnullimusik. Mist. Ich komm nicht drauf! (summt die Melodie ihres Hits vor sich hin).
bna: (summt mit) Ja, genau die! Schweinegeil! Die war mal bei den Deutschland-Champions.
k00s: Argh. Mensch!! (tobt) ich komm' nicht auf den Namen! Ich muß das jetzt wissen (doppeltobung royal inkl. Hände vor das Gesicht schlagen).
bna: Keine Ahnung. Wie finden wir denn das jetzt raus?
drh: Gib doch in Google "Französische Popsängerin" ein.
k00s: Du Pausenklaus.
bna: (gibt in Google §§a href="http://www.google.de/search?hl=de&ie=UTF-8&oe=UTF-8&q=franz%C3%B6sische+pops%C3%A4ngerin&meta=">Französische Popsängerin§§/a> ein).
k00s: Ah! Ich hab's, mir ist's wieder eingefallen!
bna und k00s: Alizée

Ha! Ihr verrückten Wissenschaftler! Ich habe einen erneuten Beweis dafür gefunden, daß die Welt nur zu dem Zweck existiert, um herauszufinden, wie lange ihr mir auf den Sack gehen könnt, bevor ich komplett austicke und etwas tue, für das ich mich entschuldigen müßte.
Ich hasse es, mich zu entschuldigen.
Wie oft stand ich auf diesem blöden Luisenplatz in Darmstadt und fror bibbernd vor mich hin, weil ich auf den Bus oder auf die Straßenbahn wartete. Wie oft?
Immer wenn ich dort ankam, dann war die Bahn gerade weggefahren oder ein Reifen am Bus war geplatzt oder irgendein anderes Unglück war passiert.
Und jetzt? Jetzt habe ich ein Auto und bin nicht mehr auf den Bus und die Straßenbahn angewiesen und nun stehen mir jedesmal, wenn ich den Platz überqueren möchte diese beknackten Busse und Bahnen im Weg. Jedes gottverdammte Mal. So viele Bahnen können doch Fahrplanmässig gar nicht fahren. Ich habe aus reiner Boshaftigkeit am Montag den Platz besonders häufig überquert und immer waren diese Bahnen Busse da. Immer. Und die Fahrer schauten mich alle so merkwürdig an. Und die Passagiere auch. Und die Passanten auch. Das kann kein Zufall sein.
Ok! Verrückte Wissenschaftler! Kommt raus! Ich habe Euch entdeckt.
Ihr feigen Schweine. Ihr denkt wohl, mit mir könnt ihr es machen.
Ihr könnt das Experiment jetzt abbrechen! Es ist würdelos und langweilig. Ihr denkt wohl, ich bin so blöd und merke es nicht, was? Aber da müßt Ihr Euch schon einen anderen suchen.

Posted by banana at 07:31 EM | Comments (19)
November 12, 2003
Hide the deadly black tarantula

Umstände halber nahm ich dieses Jahr an einem Laternenumzug zum St. Martins Tag teil. Ja, ich war auch wirklich überrascht, daß dieser Umzug am 11.11. stattfindet, denn daran konnte ich mich nicht erinnern und nein, ich trug selbst keine Laterne.
Natürlich erkundige ich mich sofort, ob man mit richtigen Lampions mit richtigen Kerzen umziehen werde oder mit diesen spaßraubenden elektrischen Funzeldingern.
Man versicherte mir, daß nur selbstgebastelte Lampions mit Echtwachskerze zum Einsatz kämen. Es ist einer dieser Kindergärten, in denen Kinder vegetarisches Essen bekommen und zur Verantwortung erzogen werden.
Trefflich!
Ich freute mich schon auf die eine oder andere gepflegte Echtwachskerzenkombustion, die damit einhergehende Illumination der Szenerie sowie auf die zwischen Faszination und Entsetzen hin- und hergerissenen Kinderaugen. Es geht doch nichts über einen gepflegt und kontrolliert abbrennenden Lampion am späten Nachmittag.
Die Kinder sollen schließlich erfahren, daß sie nicht umsonst brenne auf, mein Licht, brenne auf mein Licht, aber nur meine liebe Laterne nicht.
Nicht umsonst nennt man den St. Martinsumzug das Russische Roulette für Vorschüler.
Meine Geduld sollte nicht lange auf die Probe gestellt werden.
Noch in den Mauern des Kindergartens und vor dem Absingen des ersten Liedes beging der erste Racker eine folgenschwere Fehlerkombination aus Haltungs- und Aufmerksamkeitsfehler und seine schief mit brandbeschleunigendem Bastelleim zusammengepappte Zeitbombe aus Tonpapier und Pergamentpapier stand lichterloh in Flammen.
Ich war immer der Meinung gewesen, ein Lampion verbrenne sehr schnell, ja, verpuffe geradezu, das stimmt aber nicht. So ein handgebastelter Lampion brennte gut und gerne seine zwei Minuten.
Ich grinste in mich hinein.
Der Junge nahm es wie ein Mann. Er wehklagte nicht und verzog keine Miene. Wahrscheinlich hatte er es mit Absicht gemacht.
Wir sangen Ich gehe mit meiner Laterne, gingen ein paar Schritte und huben gerade an, Laterne, Laterne zu singen, als ich erneut zu meiner rechten das vertraute Knistern hörte. Ich drehte mich um.
Aus dem Augenwinkel sah ich noch, wie eine geistesgegenwärtige Mutter einer tollgeschockten Tocher den Holzstab mit dem flammenden Symbol der Nächstenliebe aus der Hand riß und ziemlich geschickt Löschmaßnahmen einleitete. Da war eine erfahrene Martinsumzüglerin am Werk. Die Tochter stand schweigend da und wollte anscheinend folgende Gefühlsausbrüche vom Zustand der Restlaterne abhängig machen.
Obwohl die Mutter bemerkenswert schnell gelöscht hatte, fehlte dem Lampion eines ihrer vier Pergamentpapierfenster. Der Vater sprach tröstende Worte aber die Tochter brüllte los ich will aber keine Laterne mit einem Loch.
Da fühlte ich mich auf einmal schlecht. Das arme Mädchen hatte - anders als ihr pyromanischer Gruppengenosse - offenbar sehr viel Freude am Lampion an sich und am Umzug gehabt und nun stand sie da und weinte, weil die Laterne Verbrennungen vierten Grades hatte und ich, ich hatte nur darauf gewartet.
Mehr passierte Feuertechnisch dann auch nicht mehr.
Allerdings ist es wirklich kein Zuckerschlecken, frierend durch die Gegend zu laufen, umgeben von kleinen Kindern, die einem dauernd brennende Kerzen, umgeben von noch viel besser brennendem Material unter die Rockschösse halten. Es ist ein wahres Spießrutenlaufen und ich wartete nur darauf, daß ich der nächte sein werde, der Feurio! Feurio! rufend durch die Vorgärten hüpfen würde.
Es passierte nichts.
Aus einem Grund sind St. Martinsumzüge in Kindergärten sehr empfehlenswert: Es gibt hinterher noch was zu Saufen. Die Eltern durften sich in Listen eintragen, was sie denn mitbringen würden. Da gab es Kinder-Punch, Flammkuchen, Zwiebelkuchen, gebackene Martinsgänze (sic!) und natürlich Glühwein und das in rauhen Mengen und mit Schuß.
Natürlich macht man, wenn man etwas zu einer solchen Veranstaltung mitbringt immer viel zu viel. So gab es drei große Töpfe mit Glühwein und wenige Eltern. Und der Glühwein war nicht von schlechten Eltern, wenn mir dieser tumbe Wortwitz an dieser Stelle gestattet ist.
Man wurde nachgerade zu Konsum angefeuert ("Ich will das Zeug nicht mehr mit nach Hause nehmen") und ehrlich gesagt, lies ich mich nicht zweimal bitten. Kurzum: Am Ende der Veranstaltung fühlte ich mich glücklich, wie ein Kind, nur, daß die noch nie so besoffen waren, wie ich.
Flirtfaktor: 0. Spaßfaktor: 5.

Posted by banana at 08:29 EM | Comments (3)
November 08, 2003
Mistikack

Gestern beim Kochen ordentlich die Flossen verbrannt. Heisses Fett Fleischstücke ergeben Brandblasen. Aua aua.
(Bitte bemittleiden, danke).

Nachtrag:
Desweiteren erlaube ich mir, bis Donnerstag, 13.11 zu pausieren.
Ich bin im Urlaub und durchstreife das Land auf der Suche mach Essbarem.
Bitte benutzen sie in der Zwischenzeit die anderen interessanten Webangebote, zum Beispiel www.aspekte.de oder anderedie man so ähnlich schreibt, ich kenne mich da nicht so genau aus.
Gruß und Kuss, euer Julius.

Posted by banana at 06:53 EM | Comments (4)
November 07, 2003
Mein, Dein Tag

Heute war ein toller Tag.
Der Wecker weckte mich aus dem Schlaf. Ich schaltete ihn aus und mir fiel wieder ein, daß ich gar nicht zur Arbeit gehen mußte, denn ich hatte ja frei.
Das war ein schönes Gefühl. Ich drehte mich nocheinmal um und schlummerte noch ein bißchen.
Doch bald wurde es mir im Bett zu langweilig. Ich streckte mich und stand auf.
Dannach putzte ich meine Zähne und rasierte mich. Die Klinge war stumpf geworden, so daß ich eine neue benutzen mußte. Es war die letzte, also ging ich zurück ins Schlafzimmer, nahm mir einen Zettel aus der Zettelbox und schrieb "Rasierklingen" darauf.
Danach duschte ich mich und trocknete mich ab.
Nun war es Zeit, den Computer anzuschalten und die üblichen Websites zu checken. Erleichtert stellte ich fest, daß keine großen Unglücke in der Welt passiert waren.
Nun widmete ich mich meiner schmutzigen Wäsche. Es hatte sich mal wieder eine Menge schmutziger Wäsche angesammelt: T-Shirts, Unterhosen, Socken, Hemden, Pullover, Cardigans, Bettwäsche, Hosen und Tücher.
Ich sortierte die Wäsche in drei Haufen: Weisse Wäsche, schwarze Wäsche und bunte Wäsche. Ich mußte etwas tricksen, aber am Ende waren alle drei Haufen gleich groß.
Ich füllte den Haufen mit der bunten Wäsche in meinen Wäschekorb und ging in den Raum, in dem die Waschmaschinen stehen. Dort angekommen füllte ich die bunte Wäsche in die Waschmaschine. Nachdem ich Waschmittel, Weichspüler und Wasserenthärtungstabletten zugefügt hatte, startete ich die Waschmaschine.
Den Wäschekorb nahm ich wieder mit in die Wohnung.
Nun war es Zeit, mit dem Wohnungsputz anzufangen. Mit der WC Ende bereitete ich die Toilette für eine spätere Reiniung vor. Darauf sprühte ich die Dusche mit Reinigungsmittel ein, das ich kurz darauf mit der Brause abspritzte. Die Wanne wusch ich mit dem Lappen rein.
In der Küche hatten sich einige Töpfe und Schüsseln aufgehäuft. Ich spülte sie ab. Auch die Geschirrspülmaschine wollte ausgeräumt werden.
Nun war es auch schon Zeit, die Toilette zu putzen. Hinterher wusch ich die Putzlappen extra gründlich aus. Dann wischte ich den Boden im Bad.
Nach einem kurzen Blick entschied ich mich, die Fenster und die Spiegel heute nicht zu reinigen.
Ich füllte den Wäschekorb mit der schwarzen Wäsche. Im Waschmaschinenraum füllte ich die Buntwäsche in den Trockner und die schwarze Wäsche in die Waschmaschine. Ich fügte den Weichspüler, die Kalkentfernungstabletten und das Waschmittel für schwarze Wäsche hinzu und setzte die Waschmaschine in Gang. Auch den Trockner schaltete ich ein.
Nun wollte ich mir etwas zu essen kaufen. Ich verließ das Haus und kaufte einige Dinge in Aldi Markt ein: Rotwein, Gouda, Brie, Emmentaler, Nußkäse, Tomaten, Schafskäse, Apfelsaft, Blauschimmelkäse. Ich bezahlte 19.47 Eur. Ich gabe der Kassiererin einen 20 Eur Schein. Als Wechselgeld bekam ich 53 Cents zurück. Ich wünschte Ihr noch einen schönen Tag und ging wieder nach Hause.
Dann kaufte ich noch einen Kasten Wasser (Gerolsteiner Stille Quelle Medium) und einen Kasten Beck's Bier ein und noch sechs Flaschen Tannenzäpfle Rothaus Pils, denn ich sollte am Abend Besuch bekommen von einem Mann aus Reutlingen.
Dann fuhr ich zum Media Markt, denn ich wollte ein Spiel kaufen (True Crime, Streets, of LA für XBox). Leider hatte ich Pech. Das Spiel war nicht vorhanden. Stattdessen kaufte ich mir eine DVD von dem Film Resident Evil. Die DVD kostete nur 7.50EUR.
Nach einem erneuten Wäschewechsel (schwarze Wäsche auf weiße Wäsche) war es Zeit für Alfredissimo. Frau Meineke kochte einen Gulasch. Ich nahm mir vor, morgen auch einen zu kochen.
Bald darauf klingelte es an der Tür. Es war der erste Besuch. Danach klingelte es wieder an der Tür. Es war der zweite Besuch. Auch der dritte Besuch klingelte an der Tür.
Ich führte dem Besuch mein Können auf der XBox vor. Alle waren begeistert.
Dann gingen wir in die Pizzeria. Dort bestellte ich einen Apfelwein.
Wir warteten auf unsere Freundin, bevor wir Essen bestellten.
Ich bestellte eine Nummer 36 (Pizza mit Käse, Tomaten, Schinken, Salami und Champignons). Die anderen bestellten Nummer 36, Nummer 25, Nummer 70 und Nummer 24.
Heute war das Essen nicht so gut, wie sonst. Ich muß meine Liste der Top 5 Italiener dringend überarbeiten.
Während des Essens unterhielten wir uns über dies und das. Später zahlten wir und gingen.
Nun bin ich zu Hause und sehr müde. Es war ein erfüllter Tag. Der Bauch ist voll, die Wohnung ist geputzt und die Wäsche ist sauber. Was will man mehr?

Posted by banana at 01:20 FM | Comments (0)
November 05, 2003
Der Tote am Friedhofstor

Vielleicht sollte ich mir eine Katze kaufen. Eine charaktergetestete Superschmusimischung mit blonden Haaren, einem weichen Fell, einem schlanken Körper und scharfen Augen.
Gestern, als ich auf einem Sofa saß und eine der Hauskatzen es sich auf meinem Schoß bequem gemacht hatte, da merkte ich, daß es eigentlich sehr angenehm ist, eine Katze zu haben.
Sie ist warm und weich und sieht auch noch ziemlich gut aus.
Vielleicht kann man Katzen auch nur leihen. So über den Winter. Im Sommer brauche ich keine Katze, da ist mir warm und weich genug zumute. Da würde ich sie dann zurückgeben, damit sie ausgelassen über die Almen tollen kann.
Katzen sind privat voll ok. Sie machen, was sie wollen, sie wollen nicht, daß man ihnen Stöckchen wirft, sie wollen nicht ausgeführt werden, sie passen auf den Schoß und sie machen abgefahrene Brummgeräusche, wenn sie sich hoopy fühlen.
Aber Katzen haben auch Nachteile. Sie verlieren Haare (ok, das tun Männer auch) und sie benutzen eine Katzentoilette, die dann einmal im Jahr saubergemacht werden muß. Ich habe mir auch sagen lassen, daß Katzen ab und zu Möbel zerkratzen, weil sie ihre Krallen schärfen können.
Ziemlich doof. Wir leben im 21ten Jahrhundert und die Katze benutzt immernoch solch archaische Methoden, um ihre Krallen zu schärfen. Das wäre ja so, als würde man sich heute noch nackt ausziehen, um Sex zu haben.
Ok, ich gebe zu, da kenne ich mich nicht besonders gut aus.
Unterm Strich scheint eine Katze ein ziemlich grooviger Hausgenosse zu sein. Ich werde mir demnächst mal probeweise eine leihen.
Für immer (Katzen Leben teilweise mehrere Jahre) mag ich keine Katze haben, denn Katzen haben keine Lust, mit in den Urlaub zu fahren. Man muß also jemanden haben, der sich um das Vieh kümmert, wenn man nicht da ist. Katzen gehen nicht alleine einkaufen und Futterautomaten für Katzen, das scheint es auch nicht zu geben.
Da ich keine Freunde habe, wird das natürlich ganz schön schwierig, einen "Katzensitter" zu finden.
Naja, dann eben keine Katze. Ich kann Tiere sowieso nicht leiden. Sollen sie doch auf ihrem Bauernhof bleiben und sich da verlustierten, die blöden Arschlöcher.
Darüberhinaus habe ich auch festgestellt, daß Katzenbesitzer mit der Zeit etwas merkwürdig werden. Sie stellen sich mannshohe Katzenmöbel in die Wohnung, zum Beispiel einen Kletterbaum, der das ganze Wohnzimmer verschandelt. Wenn man dann Pech hat, dann nimmt die Katze den Kletterbaum nicht an und dann hat man den Salat: Die Wohnung sieht scheiße aus und die Katze ist unentspannt.
Viele Katzenbesitzer pflastern sich ihre Wohnung auch mit Katzenbildern, Kunstkatzen, Katzenkörben und so weiter zu. Wenn man eine solche Wohnung betritt, dann sieht man gleich, wer hier der Herr im Hause ist. Mit magnetischen Hirnkopfstrahlen beeinflussen die Katzen ihre Besitzer und bringen sie dazu, solche Sachen, wie Sheba zu kaufen. Nur vom Teuersten!
Manche katzen sind auch richtige Charakterschweine. Sie tun erst so, als seinen sie ganz cool und freundlich und wenn man ihnen dann zu nahe kommt, dann versetzen sie einem Zack! Zick! Ritsch! Ratschi! einen Hieb mit ihren Krallen. Mit den Krallen, die sie vorher noch ausgiebig an dem neuen Sessel geschärft haben. Ich weiß nicht, aber für mich ist das echtes Arschlochverhalten.
Andere Katzen sind zwar sehr locker drauf und entspannt, aber sie haben einfach keinen Bock auf Schmusen. Sie schlafen lieber oder gehen auf die Jagd oder sowas. So ein Tier wäre für mich komplett unbrauchbar.
Und das Problem ist: Es steht nicht drauf, was man denn da für eine Version von dem Tier erhält!
Das Sprichwort "die Katze im Sack kaufen" ist völlig bescheuert, denn selbst, wenn man die Katze gesehen hat, dann weiß man noch lange nicht, wes Geistes Kind sie ist.
Meine Entscheidung steht jetzt fest: Mir kommt keine Katze ins Haus.

Posted by banana at 07:52 EM | Comments (41)
November 04, 2003
Und Opa! Und Opa!

Es gab mal eine Zeit, als die Monitore noch 12" oder 14" groß waren, da spannte man Stoff, der Nylonstrumpfhosen nicht ganz unähnlich war vor die Monitore, damit man bei der Arbeit nicht von den Blendreflexen gestört wird.
Das Problem mit den Blendreflexen scheint sich irgendwie von selbst gelöst zu haben. Vielleicht hat auch keiner mehr Lust darauf, sich Damenstrumpfhosen vor die Monitore zu spannen. Auf jeden Fall ist die Kombination Monitor/Damenstrumpfhose ausgestorben.
Dann gabe es mal eine Zeit, als die Monitore 14" oder 15" Zoll groß waren, da gab es Papprahmen, die man sich auf den Monitor kleben konnte. Tat man dies, so wurde die geliebte Textverarbeitung fürderhin von einem bunten Arrangement eingefaßt, das jemand erstellt haben mußte, der sich fast gar nicht mit Grafik-Software auskannte.
Diese häßlichen, unpraktischen und völlig sinnfreien Dinger verschwanden auch erfreulich schnell.
Dann kamen irgendwann die kleinen Lautsprecher für PCs auf den Markt (irgendein Scherzkeks kam auf den Namen Brüllwürfel und ab dem Zeitpunkt benutzen IX Leser diesen Begriff standhaft und wundern sich jedesmal unverhohlen, daß niemand lacht). Mit den kleinen Lautsprechern traten Screensaver mit Ton auf den Plan. Das war übrigens schon lange nachdem das Einbrenn-Problem der Monitore gelöst war und Screensaver eigentlich überflüssig geworden waren. Es war aber gut, daß das Einbrenn-Problem gelöst war, denn die Screensaver mit Ton hatten den Effekt, daß sie sofort ausgeschaltet wurden, nachdem sie sich eingeschaltet hatten, weil sie einfach nicht zu ertragen waren. Es gab da ein besonders nerviges Exemplar, daß hieß Winfried. Da konnte man dann den Winfried beobachten, wie er um Aufmerksamkeit heischte. Er winkte und rief "Hallo, ich bin Winfried", er klopfte an die Monitorscheibe und es machte klonk klonk klonk. Kurzum: Mit Winfried mochte man ungefähr so gerne zusammen in einem Zimmer sein, wie mit Dirk Bach.
Das muß auch die Zeit gewesen sein, als man für verschiedene Ereignisse bestimmte Töne festlegen kann. Wenn ein Programm abstürzt, dann ertönt "Always look on the bright side of life", wenn man ein Fenster minimiert, macht es swoosh, wenn man auf einen Button klickt, dann macht es klick und so weiter.
Auch das ging den Leuten mit der Zeit so auf die Nerven, daß diese Töne nach und nach wieder abgeschaltet wurde.
Taten alle das?
Nein, natürlich nicht! Ein tapferer Angestellter in meinem Nachbarbüro läßt - gar nicht dumm - jedesmal eine lustige Melodei erklingen, wenn eine Mail ankommt (didldidldidl-plüm-plüm).
Ihn scheint das nicht zu stören, weil er nie in seinem Büro ist. Mich stört es schon. Am Anfang habe ich nur genervt geguckt. Das bringt aber nichts, weil das ja keine Socke sehen kann. Dann habe ich laut gestönt. Mittlerweile singe ich die Melodie laut mit.
Der Kerl scheint aber wahrnehmungsresistent zu sein. Aber das ist auch keine besonders große Überraschung bei einem Menschen, der in seinem Büro bei jeder Mail diese debile Melodie erklingen läßt. Wäre ein Computer ein Auto, dann wäre es das Gegenstück zu einer La Cucaracha Hupe bzw. zu einer Diddlmaus, die in Seitenfenster baumelt.
Heute war ich schon sehr genervt. Manchmal mache ich Sachen, die ich bereue, wenn ich sehr genervt bin. Ich werde noch eine Weile mitsingen und dann einfach mal abwarten, was passiert.

Posted by banana at 10:42 EM | Comments (16)
November 03, 2003
Trick or treat

Halloween dient dem internationalen Kulturaustausch!
Ich persönlich finde Halloween ja beschissen. Es paßt einfach nicht hierher. Trotzdem haben es das Fernsehen, die Filmindustrie, die Schnickschnackindustrie, die Kürbisindustrie und weiß-Gott-wer endlich geschafft, diesen Schwachsinn bei uns als festen Termin zu etablieren.
Vielen Dank! Wann ist eigentlich endlich wieder wieder Red Nose Day?
Ich fühle mich schon an Fasching belästigt, wenn die Früchtchen irgendwelche Schnüre über die Straße spannen, weil sie der Meinung sind, daß ich deswegen anhalten würde und ihnen mein sauer verdientes Geld in den Rachen schmeißen würde, damit sie sich Zigaretten, Pokemonkarten und Bonbons kaufen können.
Natürlich halte ich nicht an, sondern werfe diesen Störern der öffentlichen Ruhe einen "Mach das nie wieder!" Blick zu, der sich gewaschen hat, wenn ich ihre bekackten Schnürchen überrolle.
Schließlich sind die Zeiten des Feudalismus vorbei! Nicht jeder kann anderen unbescholtenen Bürgern mir nichts dir nichts im Stil der Raubritter am Straßenrand auflauern und Abgaben verlangen. Das darf bei uns nur der Staat! Und der ist offensichtlich zu blöd dazu.
Halloween hat mir den 31.10 endgültig zum Tag aus der Hölle gemacht.
Alle Furz lang klingeln gar nicht, bis mitleiderregend kostümierte kleine Terrorristen an der Tür und faseln etwas von "Süßes oder Saures" und erwarten allen Ernstes, daß ich ihnen Süßigkeiten in ihre eigens mitgebrachten, wäschesackgroßen Discountertüten werfe.
Einen Scheiß mache ich!
Das wäre ja noch schöner!
Wo kommen wir denn da hin?
Welche Veranlassung habe ich denn?
Betteln und Hausieren ist bei mir verboten!
Fragt mal die Zeugen Jehovas!
Wenn man sich das mit dem "Süßes oder Saures" überlegt, dann stellt sich doch die Frage, ob nicht diejenigen, die "Süßes" wollen alternativ auch "Saures" bekommen, so sich der Hauherr denn dafür entscheiden sollte. Mir drängt sich aber der Eindruck aus, die kleinen Racker sehen das anders und so, wie die kleinen Verbrecher aussehen, würde ich mich nicht wundern, wenn sie einem das Dach über dem Kopf abfackeln würden, ohne mit der Wimper zu zucken.
Ich möchte es auf jeden Fall nicht darauf ankommen lassen. Da ich generell keine Süßigkeiten im Hause haben und da mir Kinder, die solche Sachen mitmachen absolut unsympatisch sind, gehe ich einfach nicht an die Tür. Die sollen sich ihre Zahnschmelzzersetzenden Zuckerbomben woanders holen. Das marode Gesundheitssystem wird es uns allen danken.
Ich hatte aber eingangs erwähnt, daß Halloween dem internationalen Kulturaustausch dient, und das stimmt auch. Unsere teutonische Schwesterverantstaltung, der Karneval findet eignet sich nämlich dazu, eine Brücke über den Atlantik zu schlagen. Fashing meets Halloween. Nein, nicht indem man die gleichen Kostüme trägt, nein.
Man geht auf einen Faschingsumzug und läßt sich mit Bonbons bewerfen. Die sammelt man dann auf und weil dieses Billigzeug sowieso völlig ungeniessbar ist, kann man es den Halloween-Nervern schön in ihre Tüten schmeißen.
Somit hat man die schrecklichen Bonbons entsorgt und Kinder glücklich gemacht.
Zumindest, bis sie versuchen, das Zeug zu fressen.
Und ja, man hat eine Brücke vom Karneval zu Halloween geschlagen.

Posted by banana at 07:13 EM | Comments (72)
November 02, 2003
Mein Name ist Oxygen 4

Ich werde in nächster Zeit nicht mehr mit Achterbahngeschichten rumnerven. Der Grund ist einfach: Die Saison ist vorbei. Das ist sehr schade und ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie ich die Zeit bis April herumkriegen soll. Auf der anderen Seite habe ich nun aber wieder die Chance, soziale Kontakte zu pflegen und bei einigen Leuten vorzusprechen, die gerade dabei sind, mich in die Wüste zu schicken.
Vielleicht tue ich das aber auch nicht.
Heute gab es den furiosen Abschluß der Saison auf der Expredition GeForce. Natürlich waren 'No Click' Sven und 'Airtime' Chris bei einer der letzten Fahrten dabei, die der Park verlost hatte. Ein Foto von uns gibt es auch und das kann man sich §§a href="http://www.spackonauten.org/images/pro_rc_riders_posing.jpeg">hier ansehen§§/a>. Links: 'No Click' Sven. Rechts: 'Airtime' Chris. Ja, ich finde das lustig und ja, Achterbahn fahren macht einen flachen Bauch. Ich warte darauf, daß die Brigitte die Achterbahn Diät entdeckt und dann sämtliche Bahnen mit Frauen verstopft sind. Vielleicht findet auch jemand heraus, daß Achterbahnfahren gegen Orangenhaut hilft. Dann werden die Bahnen auch voller Frauen sein. Interviewer werden die Frauen interviewen und alle werden natürlich behaupten, daß sie das nur des Fahrens wegen machen. Ja ja.
Ich habe allerdings noch ein paar Pfund Bilder von beachtlicher Qualität auf der Platte, also wird es doch keine 100% Achterbahn freie Zeit werden.
Der Tag gestern ging einfach so vorbei und ich kann mich an fast nichts erinnern. ich würde den Tag noch zusammen bekommen, allerdings müßte ich mich dann etwas anstrengen. Es ist nicht so, wie normal, nämlich daß der Tag praktisch vor einem liegt und man ihn sich im Rückblick anschaut. Der Tag liegt eher im Dunkeln und ich muß einzelne Stunden beleuchten, um auf die Details zu kommen. Das muß am Abend vorher gelegen haben. Wir haben Monopoly gespielt und Apfelwein getrunken. Am Monopoly kann es nicht gelegen haben.
Ich habe verloren. Ich war als erster Pleite. Ich war grandios gestartet, hatte die meisten Straßen und habe auch als erster Häuser gebaut. Kurz: Ich war siegessicher. Doch dann verkaufte jemand die Parkstraße an den Besitzer der Schloßallee zu einem lächerlichen Preis und da war mein Ende besiegelt. *Plopp* *plopp* *plopp* *plopp* standen da vier Häuser und ich kam natürlich an zwei aufeinander folgenden Runden auf die Straße. Da war's mit mir leider vorbei. Da war der Käse gegessen. Wenn man einmal angezählt ist, dann kommt man auf keinen grünen Zweig mehr.
So mußte ich eben Apfelwein trinken, bis ich nicht mehr mochte und dann legte ich mich gegen 1:00h ins Bett.
Und dann erlebte ich gestern diesen Tag, an den ich mich nicht so recht erinnern kann. Fets steht: Ich war einkaufen. Ich glaube, ich weiß sogar auch noch, wo. Ich bin mir aber nicht ganz sicher.

Posted by banana at 09:02 EM | Comments (21)
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