Juli 31, 2003
maus gegen maus

ich erfinde mich staendig neu. natuerlich im rahmen meiner bescheidenen moeglichkeiten. eigentlich denke ich mir nur neue kleine albernheiten aus, um das oede dasein etwas kurzweiliger zu machen. am anfang muss ich mich zwingen, die dinge zu tun, dann mache ich sie automatisch, dann gehen sie mir auf den geist und dann habe ich etwas muehe, sie mir wieder abzugewoehnen.
im moment ist es, dass ich dauernd entsetzt "was?!" ausrufe, wenn jemand etwas sagt. aber eigentlich nicht "was?!", sondern eher britisch-prollig "wuss?!" wobei der vokal tief aus dem kehlkopf kommt, kurz in den bauchraum taucht, wieder hoch kommt und dann den zischlaut fast automatisch nach sich zieht, als wuerde ein dickes nilpferd aus einem fluss auftauchen. im moment finde ich es noch sehr unterhaltsam. ich schaetze aber, spaetestens montag mittag wird es mir ziemlich auf die nerven gehen.
im buero haben wir eine primaklasse klimaanlage. sie ist in der lage, jede klimazone der erde zu simulieren, manchmal sogar mehrere klimazonen im gleichen raum. im moment ist sie gerade auf subtropischen regenwald eingestellt. echt super. da braucht man gar nicht in den urlaub zu fahren.
keine ahnung, wie man das hinbekommt, aber es ist noch waermer und noch schwueler, als draussen. ich habe schon angst vor gefaehrlichen insektenmutationen und giftschlangen. vielleicht laesst sich ja gewinn draus schlagen.
naja, es koennte schlimmer sein. wueste gobi oder antarktis oder sowas. kommt bestimmt auch noch.
auch heute habe ich wieder die kollegen gluecklich gemacht, in dem ich schwierige, nachgerade daseinsbedrohlende probleme geloest habe. natuerlich werden die kollegen immer korrekt ueber ihr glueck in kenntnis gesetzt:

der beck's leergut notstand hat mich uebrigens in die arme von budweiser getrieben.
auch nicht teurer und mindestens genau so gut.

Posted by banana at 07:52 EM | Comments (4)
Durable Knickers

One of the most courageous, not to mention malodorous, attempts to enter The Guinness Book of Records was made by 27-year-old Kenyan bus driver Moses Kwigezi, who undertook to wear the same underpants - 24 hours a day - for a record breaking five years. "The name of the game is not to move around too much," explained the rancid record-chaser. "The stiller you remain, the greater the chance of your knickers retaining their integrity over a period of years." Buoyed up by his own advice, Mr Kwigezi began his quest in 1993, putting on his underpants before a huge crowd of supporters and posing for photographs. All went well for the first three years, with the dark-blue-heavy weave cotton panties showing few signs of mould or disintegration. It was at the beginning of year four, however, that things went disastrouly when when Mr Kwigezi's long-suffering bus passengers finally rioted, dragging him into the road, stripping him naked and ritually burning his record-breaking underpants.
"He stank," said one anonymous attacker. "Even at the back of the bus, with the windows open and a perfumed handkerchief held over your nose, it was still hell on earth." Allthough saddened by the violent end to his record attempt, Mr Kwigezi remains philosophical. "I thought pants were my route to fame,"he mused, "but it was not to be. Now I am trying to wear a pair of red leather gloves for an entire decade."

Posted by banana at 11:16 FM | Comments (0)
Juli 30, 2003
the center of your analog lifestyle

aus focus online zum thema "spam kostet die wirtschaft 10 milliarden dollar":
*schnipp*
Das Forschungsinstitut Nucleus Research gehe sogar von 874 Dollar Kosten pro Mitarbeiter aus, ergänzte der Online-Dienst. Bei 100 Millionen Beschäftigten ergibt dies eine Summe von rund 87 Milliarden Dollar. Durchschnittlich erhalte ein Mitarbeiter 13,3 Spam-Mails pro Tag, um diese zu lesen und zu löschen, benötige jeder Beschäftigte mehr als sechs Minuten. Dies bedeutet einen Verlust von 1,4 Prozent der Arbeitszeit.
*schnapp*
mal im ernst. das muss ja wohl einn scherz sein, oder? ich sehe schon die schlagzeilen:
kacken kostet die wirtschaft 200 milliarden dollar!
ich verstehe die spam aufregung sowieso nicht. man sieht im subject, was es ist und loescht es einfach. fertig.
da gibt es noch ganz andere sachen, die die angestellten jeden tag so machen, abgesehen vom arbeiten. was das alles kostet! das muss alles unterbunden werden! mit den kollegen reden. kaffee trinken. tee abgiessen. im internetz surfen. schockschwerenot! das sind ja billiardensummen!
wenn man um sich um 13 spam mails zu kuemmern sechs minuten braucht, dann widmet man sich jeder spam mail ungefaehr eine halbe minute. sehr interessant. muesste die schlagzeile dann nicht eigentlich
bescheuerte leute kosten die wirtschaft 10 milliarden dollar
heissen? oder bekloppte gutachten kosten die wirtschaft einen arsch voll geld?
wer verzapft so einen unsinn eigentlich?
heute war's wieder ganz klasse im buero. da kommt der it-samurai/admin des todes, nachdem er den rechner des kollegen schon vor mehreren stunden haette in ordnung gebracht haben sollte und fragt:
der funktioniert nicht?
und bekommt zur antwort
nee, warum auch?
naja, ist jetzt hier nicht so lustig, war aber sehr lustig. das muss man mir schonmal so glauben, wenn ich das sage, auch, ohne die leichen zu praesentieren.
wenn vorpubertaere jungen nachmittags allein zu hause sind, dann kommen die auf eine reihe dummer gedanken. seit den griechen wissen wir, dass alles, was gedacht werden kann auch irgendwann getan werden wird und so mussten viele regenwuermer, ameisen und schnecken dran glauben.
es mussten auch viele muetter schimpfen, weil viele kuechen versaut wurden. ein freund von mir berichtete mir von versuchen, bei denen er multivitamintabletten in kochendes wasser geworfen hatte, um ihr aufloesungsverhalten in abhaengigkeit der temperatur ihre millieus zu studieren. es gab wohl eine ziemliche sauerei.
solche art von gedanken meine ich. man experimentiert halt herum. aus langeweile und neugierde. immer noch besser, als an sich rumzuspielen, denn davon kommt man in die hoelle!
der gleiche freund praesentierte mir eines tages, als wir im regen pudelnass geworden waren, eine methode, um schnell die haare mittels eines handtuches zu trocknen. sie laesst sich etwa folgendermassen beschreiben:
man legt das handtuch ueber den kopf, so dass die langen enden ueber die ohren haengen. die langen enden greift man sich dann und zieht das handtuch schnell und kraeftig immer wieder links und rechts ueber den kopf. hin und her. vom einen anschlag der hand bis zum anderen. moeglichst schnell und moeglichst kraeftig.
neulich habe ich ihn mal wieder gesehen. er hatte keine haare mehr auf dem kopf, die arme socke.
drum denkt immer daran: wer langsam reit' kommt gleich so weit!
um das ganze noch ein wenig abzurunden:
noch ein kostenloser tip am ende: wenn ihr bei vorstellungsgespraechen die wahl zwischen stillem wasser, wasser mit wenig kohlensaeure und der stark sprudelnden variante habt, dann waehlt immer letztes.
aber das nur am rande.

postambel:
der am meisten beachtete satz auf dieser site war im klo pisse ich die schamhaare anderer ins becken.
heute lag ein nasenhaar oben drauf. ich mag mir gar nicht vorstellen, wie das da hingekommen ist.

Posted by banana at 07:26 EM | Comments (5)
Juli 29, 2003
grosse politik und grosse brueste

diese technik ist wirklich klasse! ich kann mich nun ueber remote desktop auf einen xp rechner einloggen, der zwanzig meter entfernt steht und kann dort minesweeper spielen. endlich weiss ich, wozu sowas gut ist. hervorragend! auf den anderen pcs ist naemlich kein minesweeper drauf.
heute habe ich mich gefragt, was wohl das peinlichste lied ist, was ich jemals richtig gut gefunden habe.
kindersuenden zaehlen natuerlich nicht (ja, mir hat als kind teddybaer 05 gut gefallen!), ich rede von einer phase, in der man schon zwei und zwei zusammenzaehlen konnte und es eigentlich besser haette wissen muessen.
ich musste nicht lange nachdenken: es ist final countdown von europe. ich habe sogar versucht, das gitarrensolo zu lernen. ich habe dabei aber klaeglich versagt. zum glueck.
zu meiner entschuldigung muss ich aber natuerlich anfuehren, dass das nunmal damals die zeit war. da hat sich keiner wirklich drueber gewundert, dass solche typen im harte-kerl-outfit mit spuelungsgepflegten langhaarfrisuren einen auf hartei machten.
dass die gitarristen wahrscheinlich 14 stunden am tag uebten, um solche ueberfluessigen gitarrensoli hinzubekommen und dabei nicht komplett anders auszusehen, als haetten sie geschlechtsverkehr mit wem auch immer.
man wunderte sich auch nicht darueber, dass der trommler hinter ungefefaehr 35 verschiedenen trommeln und becken versteckt war und nur optisch nur dadurch zu erkennen war, dass er ab und zu eine explosion am drumkit ausloeste.
es war auch nichts besonderes, dass der bassist den eindruck erwecken wollte, als wuerde er sehr sehr hart arbeiten.
ich habe ihn geliebt, diesen song. vor allem wegen dieser unsaeglichen keyboardmelodie, die schwerer aus dem kopf rauszukriegen ist, als tony blair aus dem amt.
ich habe ihn auch geliebt, wegen dem synthesizer sound. das ist auch der grund, warum ich jump so gerne mag, aber ich will van halen nicht unrecht tun, weil ich sie mit europe vergleiche.
heute schaeme ich mich ein bisschen dafuer, denn der song ist so schlecht, dass man gaensehaut bekommt.
unschlagbar mal wieder ein review des albums "the final countdown" auf amazon.com:
*schnipp*
I don't own this CD, but from just looking at it I can tell it is the best CD in existance.
*schnapp*
besser haette man das nicht ausdruecken koennen. man sollte sich §§a href="http://images.amazon.com/images/P/B00000265X.01.LZZZZZZZ.jpg">jetzt§§/a> das cover ansehen.
in die kathegorie "lieder, ueber die sich andere schaemen, weil sie sie gemocht haben, dich ich auch mag und richtig gut finde" sind uebrigens don't worry, be happy und unbelievable zu nennen. aber wahrscheinlich nur, weil ich es so lustig finde, dass 95% der deutschen sie falsch verstehen.

Posted by banana at 07:42 EM | Comments (16)
Juli 28, 2003
all through the night she can't come

in jeder alterstufe gibt es ein lieblingsthema. unter maennern ist die reihenfolge ungefaehr so:
- autos
- videospiele
- saufen
- frauen
- bundeswehr/zividienst/saufen
- frauen
- aelter werden
- krankheiten
- kriegserinnerungen
mein umfeld befindet sich definitiv gerade in der aelter werden phase, ich bin noch bei den autos.
heute habe ich aber etwas durchgemacht, was mich ein kleines wenig entsetzt hat.
es gab einen bug. den wollte ich fixen und machte mich frisch ans werk. nach zwei stunden intensiven forschens hatte ich die sau umzingelt udn begann damit, ihn umzubringen.
so tippte ich vor mich hin und merkte mit jedem tastendruck, dass ich mich durch die fehlerbehebung mehr und mehr in schwierigkeiten brachte, dass dieser fehler also nur mit sehr hohem und sehr unangenehmen aufwand zu beheben sei.
zur gleichen zeit beschlich mich ein ungutes deja vu gefuehl. es wurde staerker und staerker und ploetzlich war alles wieder da: ich kannte diesen fehler. ich hatte ihn bei einem redesign vor zwei monaten schon bemerkt. ich hatte aber auch bemerkt, wie eklig er zu fixen waere und mich damals dafuer entschieden, ihn einfach drin zu lassen und zu hoffen, dass ihn schon niemand bemerken wuerde.
gut. ich habe ihn jetzt gefixt. war gar nicht so schlimm. aber es hat mich ganz schoen irritiert, dass ich mich so gar nicht daran erinnern konnte.
wahrscheintlich hatte ich die erinnerung mit meiner hirnloeschmaschine einfach ausgeloescht. brrrrrrzzz.
ja, so muss es gewesen sein. und die erinnerung an das loeschen hatte ich auch geloescht. brrrrrrzzz.
ja, klingt logisch.
richtig verkackt ist ein morgen, wenn man verschlafen hat. wenn man sich dann noch beim rasieren ordentlich geschnitten hat und es in der dusche fuenf minuten und dreimal scheisse schreien gebraucht hat, bis man die richtige temperatur eingestellt hatte und man ein schmutziges hemd anziehen muss, weil man am wochenende mal wieder keine lust gehabt hatte, zu buegeln, dann hat man es mit einem klasse a sternenscheissmorgen zu tun.
dann hat man auch in 99% aller faelle den schlimmsten verkehrsteilnehmer der welt vor sich: gemietete lastwagen.
am liebsten sixt.
die sind der garant dafuer, dass aus den 15 minuten verspaetung locker eine halbe stunde wird. und dann koennte man eigentlich auch schon fast ganz zu hause bleiben.
gemietete laster sind aus folgenden grunden schlimm:
die leute ziehen meistens um. der laderaum ist so filigran verstellt, dass jede seitliche querbeschleunigung die ganze ikea-scheisse auf alle zeit zermalmen wuerde. deswegen werden kurven grundsaetzlich nur im schrittempo durchfahren.
die fahrer kennen sich nicht aus und sind wegen der emotionalen ausnahmesituation sowieso total durch den wind. dewegen bauen sie nur scheisse und veranstalten lichtorgeleffekte mit allen verfuegbaren ruecklichtern.
die fahrer fahren normalerweise keine autos von dieser groesse. und das merkt man auch.
diese drei faktoren zusammen ergeben ein passives auf-den-sack-geh potential von 4 megastoiber, multipliziert mit dem fruehen morgen faktor 5 ergibt das genug flantsch, um sie abgrundtief zu hassen und sie, wenn sie nach dem weg fragen hemmungslos in die falsche richtung zu schicken.

Posted by banana at 09:27 EM | Comments (6)
Juli 27, 2003
schande!

uebrigens: die mainzelmaennchen heissen anton, berti, conni, det, edi und fritzchen. zumindest hiessen die mal frueher so, als es noch keine mit roten haaren gab. ist wusste sogar mal, wer welcher ist. heute weiss ich nurn noch, dass der det der mit der brille war.
aber das nur am rande.
gestern nach dem aufstehen habe ich erstmal die lage sondiert. nicht an jedem samstag kann alles gegessen werden. die speisen muessen punktgenau auf die tagescharakteristik abgestimmt werden, sonst koennen die koerperenergien und -saefte aus dem gleichgewicht geraten und hinterher will's dann wieder keiner gewesen sein.
der gestrige tag wahr schwierig. er straeubte sich, wollte sein geheimnis nicht preisgeben. er war verschlossen und sproede, wie eine schoene frau, aber dann, so gegen halb eins, da hatte ich ihn da, wo ich ihn haben wollte. dann stand es so klar und gross, so eindeutig und unmissverstaendlich vor mir, dass ich mich fragte, warum ich nicht schon vorher darauf gekommen war.
gestern war ein tag, der nach einem gericht verlangte, dass hauptsaechlich aus bohnen und hackfleisch bestand. chili! schoss es mir durch den kopf, aber dann rief mich ozzy osbourne an und sagte nur ein wort: burrito!
also wuerden es burritos werden. ich machte mich schnell schlau, recherchierte im internet, las meine mexikanischen kochbuecher und rief dann meine mexikanischen freunde an.
es stellte sich heraus, dass burritos mit bohnenpampe, salat und kaese gefuellte tortillas sind, die man mit saurer sahne und guacamole isst und dass es wohl mal ende der sechziger eine band gegeben hat, die sich "the flying burrito brothers" nannte. das leben kann so spannend sein.
burrito klingt lecker, also sollten es burritos werden. und die wurden es dann auch. sie schmeckten gut. fast so gut, als haette mama sie gekocht!
was aber noch viel spannender, als diese wahnsinnig spannende burritogeschichte ist, ist die tatsache, dass ich gestern tatsaechlich eine avocado bekommen habe, die auf den punkt reif war. cremig, aromatisch, weich - vom geschaeft weg. die guacamole war so lecker, dass ich es fast nicht glauben konnte. zum dank an diese avocado habe ich deren praechtigen strotzenden kern gleich eingepflanzt.
angeblich kann es monate dauern, bis er keinen wird. das ist mir aber egal, ich werde ihm auf ewig dankbar sein.
normalerweise ist das kaufen von avocados eine erniedrigende sache. avocados sind kleine diven. sie sind ungefaehr zwanzig wochen lang steinhart und schmecken ekelhaft, bevor sie dann - aus einer laune der natur heraus - ungefaehr zehn minuten lang geniessbar sind, bevor sich die ganze frucht in sekundenschnelle in einen faulen stinkenden klumpen verwandelt.
avocados sind die frauen unter den gemuesen. sie koennen einem wirklich die laune verderben, besonders, wenn man sie so gerne mag, wie ich.
da bekomme ich spontan lust auf ein gericht mit avocados und stiefele los (noch schlimmer ist es natuerlich, wenn die tagescharakteristik ein gericht mit avocados zwingend vorschreibt - zum glueck haette ich auf die guacamole gestern verzichten koennen).
im geschaeft gibt es keine reifen avocados und die freundliche einzelhaendlerin hat auch nur den ratschlag, dass man sie "noch ein bisschen liegenlassen" muss. toll. das hilft mir im moment nicht weiter.
dass mache ich dann und wenn es der advokatenbirne dann gefaellt, geniessbar zu sein, dann habe ich keine lust auf sie.
ja, der vergleich mit den frauen war schon gar nicht so schlecht.
ach ja: avocados enthalten sehr viel fett, allerdings "gutes" fett in form von ungesaettigten fettsaeuren. zum pflanzen steckt man den gesaeuberten kern zu einem drittel ins substrat (die spitze muss nach oben zeigen). bis zum keinem sollte das substrat immer feucht gehalten werden. nach dem keimen etwas weniger giessen. wenn sich die ersten vier blaetter gebildet haben, dann muessen die abgeschnitten werden, ansonsten entwickelt sich ein zu hoher stamm.
bitte, keine ursache.

Posted by banana at 08:48 EM | Comments (7)
That's entertainmen

The life of an actor can be a desperate one. Low wages, years out of work, a constant stream of auditions and rejections - it is, in many ways, a form of vocational torture. Few performers, however, even at their lowes and most dispirited ebb, can have gone so far to secure work as Mr Luther Charles, who cut off his ears to land a role in a play about singing missionaries. Mr Charles, 41, had been out of work for almost five years when he spottet an advert in an actor's magazine for 'Genuine earless performers'. Being desperate for employment, and seemingly condemned to a life of penurious inactivity, he decided 'to go for it' and, having drunk a bottle of whiskey and numbed them with a block of ice, removed both the specified appendages with a hacksaw. He duly arrived at the audition, bandaged but confident, only to be informed that the magazine had made a printing error and the advert should actually have read 'Genuine fearless performers'. He is now undergoing psychiatric treatment after insisting he is a reincarnation of Pharaoh Rameses II.

Posted by banana at 02:28 EM | Comments (2)
Juli 26, 2003
she's a rude navigator

im fernsehen ist es vielleicht so, aber nicht in freier wildbahn. da ist es naemlich genau andersherum, als man es annehmen wuerde.
die meisten maenner tanzen besser, als die meisten frauen. zumindest, wenn sie nuechtern sind. ueber die tanzenden besoffenen maenner, da muesst ihr schon mercedes fragen, aber das wuerde ich vielleicht lieber bleiben lassen, wenn ihr nicht in den schmuck gekickt werden wollt.
dabei ist der ruf der tanzenden maenner im allgemeinen recht schlecht, aber nur deswegen, weil es landlaeufig als lustig gilt, wenn maenner schlecht tanzen. darum werden schlecht tanzende maenner wesentlich oefter gezeigt, als schlecht tanzende frauen. schlecht tanzende frauen sind naemlich schlichtweg deprimierend.
der schenkelklopfhoehepunkt einer jeden fremdensitzung besteht darin, dass das maennerballett auftritt. alle pissen sich dann fast in die hosen. aus traditionellen gruenden. es ist naemlich ueberhaupt nicht witzig und originell schon gleich gar nicht. der reflex ueber maennerballette zu lachen ist im deutschen genau so fest verdrahtet, wie der reflex, an sylvester ueber dinner for one zu lachen. und nur an sylvester!
dabei ist es eigentlich hochtragisch. der dancefloor/tanzboden/tanzflaeche wird bevoelkert von normalen leuten, die sich dinge angezogen haben von denen sie entweder denken, sie waeren fuer sie vorteilhaft oder grade hip. leider wird der tanzboden nur sehr selten von leuten bevoelkert, bei denen beides zusammen faellt: es ist fuer sie vorteilhaft und gerade hip, aber das nur am rande.
dann geht dieses gezappel los.
die maenner geben sich echte muehe. sie hoeren sogar hin, welches stueck gerade laeuft und passen ihre tanzgeschwindigkeit dementsprechend an.
bei den frauen ist das anders. bei 20% der frauen verfuegen ueber eine gesunde rhythmusresistenz. egal, was gerade laeuft, sie fuehren in immer gleicher geschwindikeit immer gleiche schritte aus, wie bei der skigymnastik. das ist im kleinhirn so verdrahtet. begriffe wie rhythmus und tempo spielen keine rolle. fuer sie ist tanzen das gleiche, wie schlafen und leider auch sex, also: finger weg.
dann haben wir da weitere 10%, die den begriff tempo schoneinmal gehoert haben, die das konzept aber einfach nicht begreifen. man erkennt sie am angestrengten gesichtsausdruck. sie versuchen ihr leben lang, den naechsten schlag vorherzusagen, sind aber jedes mal ueberrascht, wenn er dann tatsaechlich kommt. sie wirken immer etwas fehl am platze und stets unzufrieden. gut gemeint bleibt auch hier das gegenteil von gut gemacht.
sehr dankbar, diese frauen. das ist aber auch das einzige.
die breite masse der frauen - nehmen wir mal goennerhaft 50% an - kennt rhythmus und geschwindigkeit und spult dazu pflichtbewusst die immer gleichen schritte ab: linker fuss vor, linker fuss zurueck, rechter fuss vor, rechter fuss zurueck [repeat]. der kopf osziliert im surveilance mode, dazu die arme auf huefthoehe gebeugt und mit den fingern die "ich schipp gleich" position. bei heissen stellen in der musik werden die arme auch gerne mal ueber den kopf gehoben. nach dem zweiten bier stoesst man den arsch vorsichtig an den arsch der besten freundin und stoeest dazu ein "whooo!" aus.
bleiben noch 20%.
5% sind besoffen und meinen, sie waeren jennifer grey im endstadium und muessten das auch jedem beweisen. der erzielte effekt reicht von ueberraschung ueber freudiges bestaunen bis zum blanken entsetzten.
15% koennen wirklich tanzen. hut ab.
aber das koennen 25% der maenner auch.

Posted by banana at 10:34 EM | Comments (3)
Juli 25, 2003
a divine combination

wenn man ein alter sack wird, dann sorgt man mehr und mehr dafuer, dass das leben immer gleichfoermiger wird. ich habe heute abend den gang in die disko abgesagt, weil ich nach einer wocher schwerer koerperlicher arbeit in der diamantenmine und zweimaligem besuch des fitnesscenters einfach zu muede bin, um heute abend noch das tanzbein zu schwingen.
und das bin ich auch. das stelle ich folgendermassen fest: ich frage mich selbst "haben sie lust, heute abend um elf in diesen verrauchten stickigen dunklen laden zu gehen, bier aus buegelflaschen zu trinken und die immer gleiche musik zu hoeren, dabei frauen und maennern beim zuckenden tanzen zuzuschauen und das ein oder andere mal selbst den vorstadttravolta zu geben, damit sie morgen frueh wieder muskelkater in den beinen haben und einen kater?"
nein. sage ich da. da bin ich mir sicher, dass ich das also nicht will.
schnaftomatic!
stattdessen ein weiterer abend als koenig auf der commandocouch mit dem fernbedienungszepter in der hand und dem reichsapfel aus der beck's brauerei, frueh im bett, muede und gelangweilt.
wie so oft.
wie wir alle wissen verhaelt sich das gedaechtnis gegensaetzlich zur realitaet. zeiten, in denen wir viel erlebt haben nehmen in der erinnerung viel platz ein, zeiten, in denen wir nicht viel erlebt haben kommen uns in der erinnerung sehr kurz vor.
deswegen wundert man sich mit zunehmendem alter immer mehr, wie schnell die zeit doch vergeht, weil man bequem wird und versucht, rede stoerung der ewigen gleichfoermigkeit, jede unannehmlichkeit, von sich abzuwenden.
was? jetzt ist opa schon vier jahre tot?
man macht sich das leben immer gleichfoermiger. dadurch wird es immer bequemer, aber auch immer langweiliger und dadurch wird man selbst immer langweiliger.
es kommt kaum noch vor, dass ich mal irgendwo uebernachte, weil ich mal ordentlich einen saufen will und nicht mehr nach hause fahren kann. stattdessen nippe ich dann an dem einzigen promillegrenzenbier und schaue auf die uhr, wann ich denn endlich die segel streichen kann. warum auch nicht? die andern machen es ja genauso.
wenn ich dann mal doch irgendwo bleibe, dann bringe ich meinen ganzen hofstaat mit: selbstaufblasende isomatte, kopfkissen, waschsalon, bullrich salz, wecker, handcreme, rasierer und und und.
voellig ausserhalb jeder vorstellung ist es, das sowas mal ungeplant passieren wird.
wenn ich dann mal irgendwo hingehe, dann pruefe ich vierzigmal, ob ich nicht irgendetwas vergessen habe: taschentuecher, sonnencreme, sitzdecke, pflaster, allergieausweis, bremsfallschirm.
warum ich diesen mist schreibe?
ganz einfach. ich wollte mich eigentlich ueber die kollegen aufregen, die durch das oeffnen der fenster bei regenwaldschwuelen aussentemperaturen die klimaanlage ausser gefecht setzen und mich tropfen lassen, wie einen geritzten kautschukbaum.
aber dann ist mir nochmal aufgefallen, wie spiessig ich geworden bin.
klar, das leben ist so angenehmer, aber auch um einiges langweiliger.
meine erste begegnung mit einer klimaanlage hatte ich in einem zug in italien. wir waren unterwegs zum gargano. ich hatte grade mein praktikum in hamburg hinter mir und war reichlich erleichtert, mal zwei wochen am stueck nichts tun zu muessen. wir fuhren mit dem nachtzug, hatten mit dem freundlichen italiener zusammen ordentlich einen gepetzt, um besser schlafen zu koennen und nun war es morgens um 9:00, der zug rollte die adria hinunter und ich erwachte, weil mir warm war.
was machte man als armer arbeitersohn im jahre 1994, wenn einem zu warm war? klar. man machte das fenster auf.
da traf es mich, wie ein buegeleissen. die heisse luft krachte in das abteil, dass ich mir vorkam, wie in der trockenkammer von dunlopillo. mein hirn war so gelaehmt von der sengenden hitze, dass ich gar nicht auf die idee kam, das fenster wieder zu schliessen. ich lies mich auf die polster fallen und saftete meinem trockenen tod entgegen.
der italiener schaute etwas merkwuerdig, schloss das fenster und sagte etwas, was ich nicht verstand.
mein kumpel uebersetzte: bei klimaanlagen muss man das fenster schliessen, sonst wirken sie nicht.
wenn ich das seit 1994 weiss, wieso wissen das dann meine kollegen nicht?

Posted by banana at 10:23 EM | Comments (3)
Juli 24, 2003
me cool, me chat patoise

ich kann mir nicht helfen, aber alles, was mit country zu tun hat, finde ich komplett scheisse.
vor allem die westernhemden sind kaum zu unterbieten. ich frage mich immer, warum die diese metallspitzen am kragen haben. fuer den nachkampf, um damit den gegnern die augen auszustechen? oder sind westernhemdenkragenspitzen einfach so stark belastet, dass sie einer ummantelung aus metal beduerfen?
ich weiss es nicht.
nachdem ich meine ambitionen, japanisch zu lernen schon verworfen habe, nachdem ich mir dieses beknackte wort fuer die begruessung nicht merken konnte, habe ich nun neue ambitionen.
ich will englisch mit jamaicanischem akzent sprechen. es muss ja nicht gleich komplett §§a href="http://niceup.com/patois.txt">patois§§/a> sein, aber ein kleiner akzept, der ist bestimmt ganz cool. gerade so, dass es auffaellt, aber nicht uebertrieben ist, so als haette ich auf jamaika englisch gelernt. dann denke alle leute "wow, der banana, der ist ja wirklich ein toller hecht". nicht, dass ich ohne akzent kein toller hecht waere, aber das hat ja auch keiner angenommen, dass ich das nicht waere das sollte ja mal voellig ausser frage stehen.
als hilfsmittel habe ich die erste und zweite futurama staffel (hermes kommt ja aus jamaika, aber das merkt man nur im englischen orignal und nicht in der deutschen uebersetzung, denn alle synchronsprecher sprechen akzentfrei und wenn sie zur erhoehung der komik irgendeinen akzent sprechen, dann geht das immer in die hose), sowie zwei seeed alben. das muss erstmal reichen.
ist bestimmt lustig, wenn beim naechsten meeting die kollegen aus den usa da sind und ich dann angejamaikanischt loslege. meinen cockney akzent und meinen irishen lege ich so lange auf eis. das lenkt mein gehirn nur ab.
das weiss aber auch jeder, dass man beim lernen neuer akzente alle anderen akzente total vergessen muss.
denn ich brauche beim lernen neuer akzente die komplette verfuegbare stroemkraft von 40 gigapansen, um mir die strukturen in die hirnrinde zu brennen. das weiss doch jedes kind!

Posted by banana at 08:02 EM | Comments (15)
Juli 23, 2003
wurstbowling for columbine

turbulente zeiten waren das, als man so sechzehn oder siebzehn war. man rebellierte gegen die welt und musste um mitternacht zu hause sein.
die maedels wollten erobert werden und wenn sie erobert waren, dann wollten sie was geboten bekommen.
das budget war schmal, aber das eigene kaff war uninteressant, der sinn stand nach der ferne.
aber wie sollte man die ferne durchmessen ohne fuehrerschein?
deswegen gab es zum glueck die sogenannten fahrer.
das waren jungs, die schon ueber achzehn waren und die einen fuehrerschein und ein auto hatten und wenn es nicht das eigene war, dann war es das der eltern, das sie fuer abendliche spritztouren ausleihen durften.
es waren meistens irgendwelche komischen typen, die keine gleichaltrigen freunde hatten, aus welchen gruenden auch immer.
wir wollten aber gerne ihre freunde sein, denn sie hatten ein auto und sie fuhren uns mehr oder weniger dorthin, wohin wir wollten, wenn man sich am spritgeld beteiligte.
wenn die maedels unbedingt auf die autobahn wollten, weil autobahnfahren die beschaeftigung der wahl war, dann fuhr man eben auf die autobahn.
wenn es zur abendunterhaltung nach frankfurt gehen sollte, dann fuhr man eben zur abendunterhaltung nach frankfurt. wenn uns der sinn nach hamburgern von mcdonalds statt vom imbiss stand, dann wurde eben der naechste mcdonalds angesteuert.
so schoen, so einfach war das.
aber meine freunde und ich, wir hatten irgendwie pech in diesem sommer.
das auto unseres fahrers war ein ziemlich alter golf eins. er hatte schon einiges von der welt gesehen und die tatsache, dass der fahrer die gaenge moeglichst schnell reinsemmelte, weil er das fuer besonders sportlich hielt, sollte die lebenszeit und den gesamt-sound des wolfsburgers nicht unbedingt zum positiven veraendern.
er hatte aber ein noch viel schimmeres manko, naemlich einen defekt.
es war ein heisser sommer. es war wahnsinnig heiss. es war so heiss, dass man nicht im entferntesten auf die idee kommen wuerde, die heizung in auto auch nur ein jota von der "aus" stellung wegzubewegen.
wenn man nicht ein problem mit dem kuehlwasser haette.
bereits kurz nach dem losfahren naemlich stieg die kuehlwassertemperaturanzeige des golfs emsig emsig an und blieb erst stehen, nachdem das kuehlwassertemperaturwarnlaempchen begonnen hatte, still und nervoes zu blinken.
der kuehlen musste wohl kaputt gewesen sein.
das geld fuer einen neuen kuehler war nicht vorhanden.
aber permanentes fahren mit kochendem kuehlwasser tat dem motor nicht gut.
am anfang versuchte der fahrer, den notstand durch noch schnellere fahrweise und so erhoehte kuehlluftzufuhr in den griff zu bekommen, aber das half nichts.
die temperatur musste auf andere weise gesenkt werden.
klar! genau! die heizung! die verbraucht ja waerme!
gesagt, getan.
so fuhren wir einen heissen sommer lang in einem metallic-gruenen golf eins mit kackebraunen plastikstoffbezuegen durch die gegend. stets alle vier fenster runtergekurbelt und stets die heizung bis zum anschlag aufrissen. wir schwitzten, wie die schweine.
wenn man ueber land fuhr, ging es ja noch. aber wenn man zu fuenft mitten in frankfurt im stau auf der strasse stand, die hemden aufgeknoepft, hechelnd und mit hochrotem kopf, das blinkende warnlicht stehts im muerrischen blick, dann gab man schon ein ziemlich erniedrigendes bild ab. und das wusste man auch.
der fahrer versuchte stehts von dem problem abzulenken, in dem er demonstrativ ergriffen zur musik aus dem blaupunkt hamburg mitwippte.
nach diesem sommer trennte sich unsere wege, die der freunde und des fahrers.
ein jahr spaeter, als er mit einem manta gsi vorfuhr, da sagte er schmierig grinsend, dass die ganze zeit nur der waermefuehler fuer die kuehlwassertemperatur kaputt gewesen war.
im nachhinein frage ich mich, warum wir uns nie gewundert haben, dass der kuehler nie kochte.
sein grinsen war nur einer der gruende, warum er keine freunde hatte.

Posted by banana at 08:22 EM | Comments (13)
Juli 22, 2003
heute habe ich keine zeit

denkt euch selbst eine lustige geschichte aus, schreibt sie auf ein stueck papier und werft sie dann weg.
viel spass!

Posted by banana at 04:03 EM | Comments (19)
Juli 21, 2003
schockschwerenot

zur sprachlichen vielfalt und zu einigen diskussionen zwischen regional unterschiedlich aufgewachsenen individuen traegt in seiner unnachahmlichen art der apfel bei.
der apfel?
ja, der apfel!
dabei geht es gar nicht um boskop, granny smith, golden delicious, fuji, jonathan, jonagold, elstar und so weiter. das ist jacke, wie hose, gehuepft wie gesprungen und so weiter.
wie nennt man den die stuecke, die man erhaelt, wenn man einen apfel in acht teile teilt?
schnitz? schnutz? das hochdeutsch stellt uns dafuer keinen begriff bereit. der amerikaner sagt "slice". wie langweilig.
ebenso gibt es keinen hochdeutschen begriff dafuer, was vom apfel uebrigbleibt, wenn man ihn am stueck gegessen hat.
ich sage dazu krotzen und schaeme mich jedesmal im gleichen moment. der amerikaner sagt dazu "core". wie langweilig.
habe nun ach! qoo apfel, qoo orange und leider auch qoo kirsche probiert mit heissem bemühn.
was soll ich sagen. es war ein fehler. das hat coca cola mal wieder sauber hinbekommen.
qoo kirsche kann man getrost ignorieren. das bringt nichts. schmeckt langweilig. bei den beiden anderen geschmacksrichtungen hat coca cola allerdings bemerkenswertes zustande gebracht:
qoo orange schmeckt, als enthalte es fruchtfleisch, ist aber von fruchtfleischgehalt soweit entfernt, wie eintracht braunschweig von der meisterschaft.
aber es schmeckt so. etwas bitter. man denkt "whoopie! wenn das mal kein fruchtfleisch gewesen ist." sauerei.
qoo apfel schmeckt so, wie granny smith aepfel grade nach dem aufschneiden riechen. unglaublich. sehr lecker. qoo apfel ist mein liebling. ich will sex mit ihm haben.
es stimmt also doch: das leben steckt voller ueberraschungen, genau, wie der fruchtige geschmack von qoo.
das dosenpfand schlaegt zu. schon wieder kein beck's bier im getraenkemarkt. einfach keins da.
die scheinen nicht genug pfandflaschen zu haben, um die republikweite abdeckung hinzukriegen. schockschwerenot.

Posted by banana at 07:20 EM | Comments (13)
Juli 20, 2003
geh doch in die usa und feier da, geh bullenreiten

manche dinge versteht man als kind einfach nicht.
warum zum beispiel in der hoer zu die programme der ddr immer in anfuerhungszeichen gestanden haben. das habe ich nicht verstanden. warum man sich darueber in der ddr aufgeregt hat, das habe ich auch nicht verstanden.
manche sachen versteht man aber auch als erwachsener nicht.
jetzt ist es uebrigens passiert, wie ich es vorausgesagt habe: samples als klingeltoene. gibt's jetzt. hat mein kollege. und zwar ein superschnaftes telefonschellen so richtig mit glocke, wie frueher. ziemlich gut.
habe ich aber vorausgesehen. hm. wenn ich alle meine todsicheren ideen auch mal umsetzen wuerde, dann waere ich bestimmt schon reich. reichtum und faulheit scheinen sich gegenseitig auszuschliessen.
a propos telefone und frueher. folgendes ist mir zugetragen worden: ein elektro-bastler hat in seiner wohnung - aus welchen gruenden auch immer - ein altes telefon stehen. so eins mit waehlscheibe. sie bekamen besuch, unter anderem auch ein jugendlicher. der wollte dann mal telefonieren (hatte der kein handy dabei?). "klar" sagte der bastler "telefon steht im flur". nach ein paar minuten kam der juenglich unverrichteter dinge wieder. er konnte mit dem waehlscheiben ding nichts anfangen, dass heisst, er wusste nicht, wie man mit der waehlscheibe waehlt. was zeigt uns das? keine ahnung!
mit mobiltelefonen ist dem menschen jetzt zum glueck noch ein weiteres mittel an die hand gegeben, um seinen mitmenschen gegenueber verachtung und geringschaetzung entgegenzubringen. da bekommt man besuch, will sich nett unterhalten pi-pa-po und was macht der besuch? dauernd sms schreiben und empfangen, telefonieren. zum glueck wurden die java games nicht ausgepackt.
was sagt mir das? der besuch will sich eigentlich gar nicht mit mir unterhalten, sondern mit jemand anderem, der wahrscheinlich interessanter ist und das gleiche programm wohl jetzt woanders vorfuehrt. toll. und ich arsch sage noch nichtmal was. selbst schuld.
ist aber trotzdem extrem unhoeflich.
gestern fiel mir auf, dass ich 200dm scheine nur 1989, kurz nach deren einfuehrung und zwar als sold in den haenden hielt. dannach habe ich nie wieder einen 200dm schein bekommen. ich hatte auch noch keinen 100euro schein in den fingern. gesehen schon. schoen gruen. aber ich hatte noch keinen in den fingern.
ach, das leben kann so spannend sein!

Posted by banana at 09:19 EM | Comments (11)
Juli 19, 2003
aisha, aisha, reponde-moi

die meldungen im einzelnen:
1) zurueck vom schmierideo zum spruehdeo.
weil: ist wesentlich maennlicher! man denke nur an diese wundervolle deowerbung (die marke faellt mir jetzt nicht ein). auf jeden fall dieselt sich da so ein phonck bestimmt 20 sekunden lang ein. der muss stinken, wie ein puma. hat wahrscheinlich die ganze woche nicht geduscht und muss den durch mangelnde primaehygiene entstandenen koerperhumus mit uebermaessiger applikation von duftmittel uebertrumpfen, die olle sau.
2) noch immer keine spur von elemex gelee.
mittlerweile bin ich ueberzeugt davon, dass es das zeug gar nicht gibt. es handelt sich um eine urban legend. zahnaerzte und zahnarzthelferinnen haben es erfunden, um ihren patienten ein schlechtes gewissen zu machen.
demnach ist die frage sie haben doch elmex gelee im haus? eine pure verarsche und dient lediglich dazu, den patienten zu verunsichern und ihm ein schlechtes gewissen zu machen. etwas, das es nicht gibt, das kann man auch nicht im hause haben (es sei denn, man hat eine interessante psychische krankheit und sieht sich selbst durch die wohnung socken). beim naechsen zahnarztbesuch (in beruhigenden 5 1/2 monaten) werde ich die zahnarzthelferin demaskieren und sie mit der tatsache konfrontieren, dass es gar kein elemex gelee gibt (diabolisches lachen).
elemex faellt damit in die kathegorie siemens lufthaken, kolbenrueckholfeder und brennholzverleih (endlich mal was lustiges in der c't).
3) habe heute von zwei scheiben gekochtem schinken, einem boerek und einer frikadelle gelebt, weil: gestern gesoffen.
4) der titel beste truse geht an die gnaedige dame, die ihren mann unbedingt beim holen des einkaufswagens begleiten musste und mir deswegen rekordverdaechtige 30 sekunden den weg verstellte. wahrscheinlich wollten die chappi kaufen (mit hirn). da faellt mir ein.
aus: gespraeche mit bna: heute: "die pizza"
bna: hm ich nehm die 6.
fum: ich weiss nicht, was ich bestellen soll.
bna: nimm' doch 'ne manager pizza.
fum: hae?
bna: ist mit doppelt hirn.

5) bester moment des tages
unter absingen von waterpumpee mit allen fenstern runter und grenzlegalem restalkohol durch die waelder der wetterau flitzen.
6) doofster moment des tages
uebermuedet nach hause kommen und feststellen, dass mercedes' bekloppte freundin das ganze gaesteklo vollgekotzt hat.
7) der ausblick
heiter und trocken. farbe kriegen? fett abbauen? fett aufbauen? welt retten? kleine gelbe kegel schnitzen? mal schaun. auf jeden fall mono-, bi-, tri- oder multilateral. auf jeden!

nachtrag (11:29): die oberhessischen philosophen sind die besten:
es gibt viele frauenversteher, aber keine maennerversteher
+1

Posted by banana at 08:46 EM | Comments (4)
being boring and being bored

What a wasted day. What a low day. What a day to be forgotten. Let's call it a day.
Chris was out yesterday playing some stupid German Seefarher songs with some other likely-minded (?) nerdos, so it was time for the ever astonishing Deidre and the easily bored Mercedes to hit the road once more and shake the stuff, just to one time again find out how boring and depressingly ugly most of you meat and hair transporters are and how sexy the occasional latin lover type of guy could be if he wasn't the chicken he is until completely sloshed, rendering him utterly unsexy again.
Once and for all, you monkey monkey wankies planning a night-o-fun on a basis of lager and dutch courage: Relax and take the time for once to go out one night and don't fucking touch any schnapps whatsoever. Howsabout that for some confrontation therapy?
What you'll experience at around one o'clock in the morning is: A dancefloor crammed with a bunch of stupid pale stiff four-eyed monkey monkey plonkers in Aldi jumpers and slippers who are so full of booze they think, they are Ricky F. Martin.
You dance like stupid assholes. Your clothes suck. Your singing along and star-trek-goofy-poofy-air-guitaring makes me want to toss my cookies. Somebody sensible really ought to film you pathetic milksobs and air the footage on national TV while you're at your mother's having your hair cut. Or better: have it on the internet for everyone to see, you shaved mongooses.
And then, it's your time to try and hit on sombody, preferably Sexy von Deidre and Perky McMerc. And then you want to show off your silly Lord Of The Fucking Rings Englisch skillz. And then you even smoke. Boy, it is so sad, I'll just stop here.
If kicking you dorks in the schmuck wouldn't cause so much of an uproar, Deidre and I would conduct in the fine art of schmuck-kicking at a way higher frequency. The Kick-a-lot sissies of bollocks mansions.
Anyways. The beer was yumyum, my head hurts and I've lost my jacket. This is one of those days perfectly suited for typing swear words in google.
This is what I'll do.
cu,
Merc.

Posted by banana at 01:21 EM | Comments (3)
Juli 17, 2003
aisha, aisha, ecoute-moi

wann hat kurt felix "verstehen sie spass" abgegeben?
keine ahnung, aber etwas weiss ich ganz gewiss. sie drehten grade eine verarsche mit mir. dann war der kurt weg und man hat mich vergessen. so lebe ich jetzt schon eine ganze weile in dem sketch und der kurt felix taucht nicht auf und fragt mich, ob ich spass verstehe, um mir kurz darauf meine freunde, meine frau, meine kinder, mein haus, mein geld, mein leben und meine nerven zu praesentieren.
hallo kurti! ich bin's! ist gut jetzt. wir haben genug gelacht. schluss mit lustig.
vielleicht habe ich aber auch im letzten leben ordentlich mist gebaut, zum beispiel hexen gefoltert und verbrannt, rom angezuendet oder brunnen vergiftet.
wer auch immer das zu verantworten hat: reicht jetzt! wir hatten alle unseren spass. wenn's am schoensten ist, soll man aufhoeren. steckt mich wieder zurueck in mein normales leben (da wo milch und honig fliessen).
ja. so bald, wie moeglich.
danke.
mir reicht's im moment.
ich hab' die faxen dicke.
mir steht's bis hier.
jetzt mal schluss mit lustig.
usw. usf. die weiteren 20 formulierungen sind dem studenten als einfache uebungsaufgabe ueberlassen.
seemann, deine heimat ist das meer im kopfradio wurde heute nach rekordverdaechtigen zwei tagen an der spitze von aisha von outlandish abgeloest.
als ich das dem kommissaren mitteilte, da lachte er mich aus. darauf habe ich ihn schoen gedisst, weil er eine justin timberlake cd besitzt. und seit neuestem auch noch ein timberland t-shirt. timber alarm wuerde ich mal sagen. schwerste sorte.
er versuchte sich zu retten und meinen ultrakonvexatzigen dissattacken zu entkommen, in dem er sich eine kollegin an die seite rief, die justin timberlake angeblich auch gut findet.
ich setzte meinen doppeltmangansauren vernichterblick auf und schleuderte einige sengende dasglaubichnich blicke in ihre richtung. sie erstarrte sofort zur salzsaeule und bibberte, wie wackelpudding, wurde rot und stammelte dann eine weile herum.
das eine lied ist ganz gut.
rock your body.
zum tanzen.
und so weiter. so arbeitete sie sich langsam rueckwaerts vor, um dann letztendlich ganz von der buehne zu verschwinden.
ich fuehrte weiter dissattacke um dissattacke aus und vernichtete den kommissaren. sein gehirn musste mir 292 stichen wieder an der schaedeldecke befestigt werden. leider falschherum.
waehrend der operation sang ich etwas one von metallica, um die noetige stimmung zu schaffen. auserdem musste ich dringend meine double-base skillz verbessern. sie waren nach der langen expedition nach tacka-tucka etwas eingerostet. die arbeit in den salzminen war sehr hart und monoton.
darkness imprisoning me
all that I see
absolute horror
I cannot live
I cannot die
trapped in myself
body my holding cell

in runde zwei ging es dann weiter. ich entschied sie fuer mich, indem ich laut bei der macht von grayskull!! rief.
so ging ein weiterer tag im buero zuende.
mehr habe ich heute eigentlich nicht zu sagen.
kurt? hallo! kurt!

Posted by banana at 09:08 EM | Comments (15)
Juli 16, 2003
you fucking ocean!

§§a href="http://bbspot.com/News/2003/07/star_trek.html">hier§§/a> etwas zum lesen, weil man sich sowas gar nicht ausdenken kann, aber es ist schoen, wenn die leute hobbies haben und sich stattdessen nicht gegenseitig auf die vorderzaehne hauen. sehr schoen!
oh. da faellt mir doch jetzt grade erst auf, dass das ja satire ist. schade. aber ich lasse es hier mal stehen, weil es trotzdem lustig ist. nag nag nag.
traurig bin ich dagegen sehr. die meisten gruende gehen keinen was an, ein grund aber schon, naemlich der, dass antje im tierpark hagenbeck in den letzten zuegen liegt. ich fand die immer ganz sympathisch.
wahrscheinlich ist es nur der neid, weil die hamburger so ein cooles walross als ard-maskottchen haben und wir nur den deprimierenden onkel otto. naja, immer noch besser, als das aeffle und pferdle. aber was fuer eine scheisse salbadere ich hier eigentlich?
heute habe ich eine interessante geschichte von meiner besten interessante-geschichten-versorgerin gehoert. sie ging ungefaehr so (it goes something like this):
eine bekannte von ihr (35) hatte einen neuen job angenommen, im medizinischen bereich, wie man so schoen sagt. angeblich sei er sehr gut bezahlt gewesen. die arbeit aehnelte der eines pharma-referenten, allerdings nicht fuer medikamente, sondern fuer medizinische geraete. man faehrt also von chirurg zu chirurg und versucht, ihm skalpelle und andere fiese schlitzer zu verkaufen.
ok. kann man moegen, so einen job, muss man aber nicht.
nun sind chirurgen sehr sehr sehr beschaeftigte leute, die niemals zeit haben. schon gar keine zeit haben sie, um frauen audienzen zu gewaehren, die ihnen skalpelle und andere fiese schlitzer andrehen wollen.
was tun?
klar. man kombiniert mehrere termine.
so musste die bekannte also den chirurgen die vorzuege der von ihr vertriebenen geraete waehrend anpreisen, waehrend sie operierten. sie stand also komplett mit kittel und handschuhen angetan im op, neben ihr ein chirurg und vor ihr ein aufgeschnittener mensch.
da ist sie umgekippt.
sie hat jetzt einen anderen job.
ich finde das hoechst bemerkenswert, aber eigentlich sehr praktisch. dann kann man die geraete gleich im praktischen einsatz sehen. ein koch will die kochtoepfe, die er kauft vorher ja auch testen. ist ja im prinzip das gleiche. nur beim koch riecht es bisschen besser.
nicht zu unrecht gibt es ja keinen wunderbaum offener mensch (ebensowenig, wie kalter rauch und maennerumkleidekabine).
aber das nur am rande.
mein liebstes zynikerzitat von heute lautet: man hat den eindruck, dass die entlassungsentscheidungen in dieser firma mit dem grafikprogramm getroffen werden. chapeau! koennte ich nicht besser sagen.

Posted by banana at 07:15 EM | Comments (12)
Juli 15, 2003
never is a promise and you can't affort to lie

der muldenbunker war dunkel, feucht und muffig.
es stank nach kaltem rauch und wunderbaum new car.
mitten im muldenbunker sass ein kleiner mann an einem schreibtisch, spaerlich von einer 20watt gluehbirne beleuchtet.
er trug eine lupenbrille und einen sonnenschirm. seine nase und sein kinn waren spitz und merkwuerdig rosa. aus seinen ohren kamen aus beiden seiten kleine trichter, die zu dem hyperhoergeraet gehoerten, dass er trug. auf dem aermelosen feinrippunterhemd waren flecken von irgendetwas, dass hellbraune flecken hinterlies. seine arme waren vernarbt und spinnenduenn und da, wo die haende hingehoert haetten, da befanden sich zwei metallene werkzeuge, die aussahen, wie schneebesen, die ein yeti in die finger bekommen hatte. im hintergrund hoerte man leise freddy quinn singen.
der schwede.
der bombenexperte des geheimkommissariates.
niemand war gerne in seiner naehe, denn er war ein unangenehmer mensch. er hatte etwas linkisches, hinterhaeltiges an sich und in seiner gegenwart fuehlten sich sogar gestandene maenner wie jorge dasilva unwohl. deswegen hatte dasilva auch hacke hierher geschickt.
ausserdem stank er ziemlich aus dem hals, weil er mit seinen metallwerkzeugen keine zahnbuerste halten konnte.
"schwede!" sagte hacke.
"hacke." sagte der schwede. sie sahen aneinander vorbei.
schon die begruessung des schwedens war unangenehm, weil man ihm nicht die hand geben konnte.
"was fuehrt dich zu mir?" fragte der schwede. fauliger gestank schlug hacke entgegen, er atmete aus.
hacke grinste sein dummes grinsen.
"ach, eigentlisch nischts. isch wollt nur ma so vorbeikomme." sagte er.
"du willst mich doch auf den arm nehmen."
"stimmt" hacke grinste jetzt noch mehr. der schwede blickte genervt. hacke spuerte das unangenehme gefuehl in sich aufsteigen, dass die anwesenheit des schwedens hervorrief. er wollte so schnell wie moeglich wieder hier raus. raus aus dem muldenbunker, der zweihundertachtundreissig meter unter dem geheimkommissariates lag, damit der schwede bei seinen wahnsinnigen versuchen mit schwarzpulver, tnt, semtex und ihren krawallbruedern keinen schaden anstellte. hier arbeitete der schwede, hier lebte und schlief er auch. er verliess den muldenbunker nur, wenn er eine neue batterie fuer seine digitale armbanduhr brauchte. also etwa dreimal im jahr. er brauchte oft eine neue batterie, denn er benutzte die beleuchtung staendig.
hier entwickelte und baute er die tollsten bomben, die man sich nur vorstellen konnte. grosse, keine, runde, eckige, gelbe, rote. kurz: jede bombe, die man sich nur vorstellen konnte.
"de scheff will 'inen b5" sagte hacke.
"geil!" sagte der schwede. seine kleinen trueben augen schienen fast etwas aufzublitzen.
"auf jeden." sagte hacke und drehte sich um, um etwas frische luft zu schnappen, denn der schwede hob an.
"irgendwelche wuensche? rohr? splitter? plastik, fluessig oder lieber fest? vielleicht etwas brand? gift? gas? spreng? rot? gelb? fuer wieviele personen soll's denn sein? kontaktzuender oder lieber zeitzuender?" geifer troff ihm vom kinn.
hacke wurde ganz bluemerant. er konnte der gegenwart des schweden nicht viel laenger standhalten. vielleicht wuerde er ihn erschiessen muessen.
nein. das wuerde nur wieder mecker geben.
hacke wedelte mit der hand vor seiner nase.
"normal splddae, fest, blau. soll so aussehe, als wenn die terroriste dahinnerstegge. des ueblische programm."
"wie langweilig." sagte der schwede langsam, gelangweilt und betont deutlich.
"s'lewwe is kaa wunschkonserdd." er hatte das gefuehl, als druecke ihm jemand den magen zusammen. er musste hier raus.
"allerdings nicht." sagte der schwede.
"wann biste feddisch?" fragte hacke. er konnte nicht mehr. er rannte zur tuer. die anwesenheit des schweden und der ueble gestank waren zuviel.
als er am fahrstuhl angelangt war, hielt er inne und drehte sich um.
"wann?" rief er.
"ist morgen mittag fertig" kam die antwort duenn zurueck.
"ok, dange." rief hacke und drueckte auf den knopf fuer das erdgeschoss.
er atmete durch. er war sehr erleichtert, den besuch beim schweden hinter sich zu haben. das naechste mal wuerde das wieder hans guenther machen, die faule schlampe.

Posted by banana at 08:36 EM | Comments (17)
Juli 14, 2003
noch fuenfzehn minuten bis buffalo

bna: palim palim!
fth: guten tag.
bna: guten tag.
fth: was kann ich fuer sie tun?
bna: hier, diesen tag. den moechte ich gerne zurueckgeben.
fth: warum?
bna: ich bin nicht zufrieden mit ihm, ich glaube, er ist schlecht.
fth: tut mir leid. bereits angebrochene tage nehmen wir nicht zurueck.
bna: aber es haette ein montag sein sollen, so ein wochenanfang, wo man ein bisschen genervt ist und man sich gegen drei uhr schon abgefunden hat und man dann um sechs uhr nach hause geht und sich freut, dass man den wochenanfang hinter sich gebracht hat.
fth: aha.
bna: dabei war es ein absoluter scheisstag. der ist bestimmt schonmal zurueckgegeben worden.
fth: das kann ich mir nicht vorstellen. wir fuehren ausschliesslich genormte qualitaetstage.
bna: sie nehmen ihn also nicht zurueck?
fth: ich bedaure, nein.
bna: nix zu machen?
fth: niente!
bna ab.

ganz frueher, so mit 12 oder 13, da dachte ich, alle koennten hoeren, was ich denke und wuerden sich nur verdammt gut zusammenreissen. das war ziemlich vertrackt, denn ich dachte 'ne menge schweinskrams. je mehr ich versuchte, nicht an schweinkrams zu denken, an desto mehr schweinskrams dachte ich natuerlich. so sass ich dann in der kirche waehrend der predigt und dachte schweinskrams und wunderte mich, warum sie mich nicht rausschmissen oder anzuendeten oder sowas.
ich versuchte auch angestrengt gar nichts zu denken. aber das ist unmoeglich. man denkt dann staendig ich denke jetzt gar nichts. also denkt man doch. es ist sehr verzwickt!
spaeter dachte ich, dass sich kummer und freude immer die waage halten wuerden im leben. dass es da so eine null-linie der zufriedenheit gaebe, um die ich immerfort herumpendeln wuerde. ging es mir einmal schlecht, dann wuerde es mir auch bald wieder gut gehen. und zwar exakt so gut, wie es mir vorher schlecht gegangen ist.
das war kein schlechter lebensgrundsatz, denn er versprach immer hoffnung, wenn es mir gerade nicht so gut ging. so wurde jede krise immer auch ein kleines bisschen von positivem licht beschienen.
auf der anderen seite machte es mich misstrauisch, wenn es mir zu gut ging, denn ich wusste, dass nach dem hoch ein ebensostarkes tief kommen wuerde.
nun kann man ueber solche sachen denken, wie man will. ich glaube aber, dass uns letztendlich das widerfaehrt, von dem wir wissen, dass es uns widerfaehrt. ich sollte vielleicht also wieder zu dem zufriedenheits null-linien modell zurueckkehren.
ist auf jeden fall besser, als jetzt.
heute glaube ich naemlich gar nichts mehr, halte nur ab und zu an, steige ab und schaue staunend die teile an, die mich umgeben und wundere mich, wie ich hier hergekommen bin und wer sich den ganzen mist eigentlich ausgedacht hat und wann ich aufgehoert habe, der handlung zu folgen.
dann gibt es wieder turnusmaessig einen auf die fresse, ich schuettle kurz die benommenheit aus den haaren, orientiere mich, schimpfe ein bisschen, klicke auf akzeptieren und rollte langsam und gelangweilt weiter ohne mich zu wundern.
aber das nur am rande.

Posted by banana at 07:55 EM | Comments (13)
Juli 13, 2003
der feierabend ist eine illusion

es klopfte an der tuer.
"was?" brummte dasilva und drueckte seine reval im aschenbecher aus.
hacke steckte seinen kopf durch die tuer und grinste sein bescheuertes grinsen. dasilva haette es ihm am liebsten aus dem gesicht geschossen, aber er hatte keine lust mehr auf waffenreinigen.
"haste disch wieder abgerescht?" fragte hacke langsam.
"hm." brummte dasilva.
"isch habb' nemmisch neuischkeide. und isch glaub', es sinn kaa guude neuischkeide." er grinste immernoch. vielleicht koennte er sich hackes pistole leihen? nein. mit berettas traf er nichteinmal ein scheunentor auf vier meter entfernung.
"halt's maul und leg los." sagte dasilva "und dann verpiss dich wieder."
hacke warf ihm die aktuelle wahrheit auf den schreibtisch. dasilva brauchte sie nicht zu lesen, er wuesste, was drinstehen wuerde.
"arschloecher" zischte er.
"neuntes massaker des maehdreschermoerders!" stand auf der titelseite und "sind wir bald alle gehacktes?".
darunter war ein foto der polizisten beim aufsammeln der einzelteile und ein foto von kommissar wartburger, der eine augenklappe trug. darunter stand "tappt im dunkeln: f. wartburger (polizei)".
dasilva seufzte. wieso streubte sich der so sehr, dass die ganze redaktion einen dummen unfall mit einem wasserkocher und brandbeschleuniger haben wuerde? das wuerde das leben viel einfacher machen.
es schien keinen anderen ausweg zu geben, als den maehdreschermoerder zu finden.
"naja, das finden wir die sau eben und buchten ihn ein. mal sehen, was die drecksaeue dann schreiben!" sagte dasilva sein blick war fest und entschlossen. er ballte die faust und schlug auf den tisch, dass das telefon huepfte.
"die aschloescher!" sagte hacke.
"hacke, ich weiss jetzt, wie wir den maehdreschermoerder fangen."
"unn wie?"
"wir sehen nach, wer alles vermisst wird, dann haben wir die opfer identifiziert. dann muessen wir nur noch nach den gemeinsamkeiten und beziehungen zwischen den opfern fahnden und zack! haben wir ihn hinter gittern!" jetzt grinste dasilva.
"genial!" fluesterte hacke.
"wie im fernsehen! denn: wer ermordet wird, der wird auch irgendwann vermisst!".
"die abbeit kann de schneidi mache unn mir petze hier so lang' en schoene schobbe! des alde arschloch!"
beide lachten, bis das telefon schellte.
dasilva fixierte den hoerer, aber es hoerte nicht auf zu klingeln. er nahm ab.
"dasilva!"
es war der .
"lesen sie zeitung?" fragte er.
"nein, ich mache internet." sagte dasilva cool.
"hm. achso. naja. mmh. wo waren wir stehengeblieben?" der ruelpste ein feuchtes bindingruelpsen.
"bei der zeitung. meinen sie die wahrheit?"
"na klar meine ich die wahrheit! was soll ich denn sonst meinen?" er hatte seinen roten faden wieder gefunden.
"sehr unschoener bericht. und wartburger sollte seine piratenmaetzchen lassen."
"er sagte mir, er truege die augenklappe, weil sie ihm ins auge gestochen haetten."
"hm. wer ein glasdach hat soll nicht mit steinen werfen." sagte dasilva und sog luft durch die zaehne.
"aber deswegen rufe ich nicht an. hoeren sie zu, dasilva. ich war heute beim ministerpraesidenten. wenn ich nicht bald ergebnisse in dem fall vorzuweisen habe, dann schneiden die mir bald die eier ab. den sack haben sie mir heute schon rasiert, damit es nicht so eine sauerei gibt. und wenn die mir die eier abschneiden, dann werden die eier bestimmt nicht lange allein sein. sie sind dann der naechte. ich habe mir schon ein messer besorgt."
"das alte eierspiel" sagte dasilva.
"genau." sagte der .
"ja, wir haben schon die ersten spuren."
"das hoffe ich schwer. fuer sie. aber das reicht mir nicht. wir brauchen ein ablenkungsmanoever."
"ein ablenkungsmanoever? keine schlechte idee." sagte dasilva. wieso war er da nicht selbst drauf gekommen.
"wir machen ein b5."
"exzellente wahl, herr ."
"ich weiss. veranlassen sie alles moegliche. den schriftlichen geheimbefehl bekommen sie, solbald ich meinen kuli wiedergefunden habe. ende!"
es knackte in der leitung.
dasilva legte auf.
"der praesi, der alte fuchs." sagte dasilva anerkennend.
"was willern?" fragte hacke und kratzte sich am sack.
"dem geht der arsch auf grundeis."
"unn?"
"er will einen b5." sagte dasilva langsam.
"geil!" sagte hacke.
"geh' du zum schweden und lass ihn ein richtig dickes haessliches baby bauen. ich fahr inzwischen zu der mieze mit den vermisstenlisten und lerne mr. maehdreschermoerder kennen."
"ok." sagte hacke.
es koennte doch noch ein guter tag werden.

Posted by banana at 08:30 EM | Comments (15)
Juli 10, 2003
ich bin ein gaensebluemchen

ich weiss, dass ich weder normal, noch repraesentativ bin. ich unterhalte mich bestens bei hr4, volksmusiksendungen und der bildzeitung, wobei letzte mein klarer favorit ist, denn da habe ich noch einen hoffnungsschimmer, dass es die redakteure nicht wirklich ernst meinen.
ich kann mir gut vorstellen, wieviel spass sie jeden tag haben, wenn sie zynisch genug sind. und das will ich doch stark hoffen.
laut bild online sagen naemlich deutsche urlauber in italien unter anderem folgendes:
*schnipp*
„Eine Unverschämtheit. Wir müssen uns so etwas nicht bieten lassen. Wir Urlauber tragen massenweise Euro nach Italien. Ich glaube, ich fahr das nächste Mal wieder nach Spanien. Ob sich unser Wirt bei uns entschuldigt hat? Paahh, der spricht doch kein einziges Wort Deutsch!“
*schnapp*
das unterstreicht sehr schoen das, was ich gestern vom stapel gelassen habe und gibt wiederum herrn stefani recht. der deutsche fuehrt sich auf, wie die rasende wildsau beim domino-day. herrlich.
ach so. ich wiederhole die vorderung, dass die formulierung wir deutschen nicht mehr benutzt werden darf. sie ist durch der deutsche zu ersetzen. danke.
boese zungen behaupten ja, dass berlusconi und stephani das ganze nur angezettelt haben, damit die exit-italiener in deutschland mehr umsatz mit ihrer pizza und dem eis machen, aber das glaube ich nicht so recht.
bei allem spass darf man natuerlich nicht vergessen, dass der herr berlusoni den herrn scholz fuer eine rolle als kz aufseher vorgeschlagen hat. und das ist dann nicht mehr so lustig.
neulich in der goetterkneipe:
thor: ich hatte vier vodka-ambrosia.
wirt: macht 2 daenemark.

wahnsinnig witzig.
hier - aus gegebenem anlass - noch ein schlechter witz:
Ein Chemiker, ein Ingenieur und ein Informatiker fahren in einem Auto. Plötzlich fängt der Motor an zu stottern und der Wagen bleibt stehen.
Der Chemiker meint, daß einfach kein Benzin mehr im Tank ist. Der Ingenieur öffnet die Motorhaube und sucht nach einem technischen Defekt. Und der Informatiker schlägt vor: "Jetzt steigen wir alle aus, dann steigen wir wieder ein, und dann läuft der Wagen wieder!"

aus: gespraeche mit banana:
amk: gestern ist mir ein vogel gegen die wohnzimmerscheibe geflogen. das hat richtig laut gerummst.
bna: und?
amk: tot.
bna: tot?
amk: tot.
bna: tragisch. was war es denn fuer ein vogel?
amk: keine ahnung.
bna: ein adler?

Posted by banana at 08:42 EM | Comments (9)
Juli 09, 2003
heinz ruediger, da geh' her!

zur zeit ist ja mal wieder ein hoechst harmloser und dabei hoechst amuesanter streit im gange.
unser bundeskanzler schmollt und bleibt lieber in hannover, als nach rimini in den wohlverdienten urlaub zu fahren, weil der italienische staatssekretaer stefano stefani ganz boese sachen ueber die deutschen gesagt hat.
na, wie schoen, dass er das gemacht hat! danke stefano.
da haben wir nun ein echtes ganz doll schlimmes problem, das die deutschen endlich mal verstehen koennen.
das ist nicht so abstrakt und kompliziert, wie der ganze finanzkram mit den steuern und den subventionen (oder wie die heissen), da muss man ja erstmal mehrere seiten text lesen (am stueck!) um ueberhaupt mitreden zu koennen.
nein. dieser spraghetti hat die armen deutschen in solch plumper weise beschimpft, dass wir nun endlich mal im recht sind und nun ausgiebig schmollen duerfen und unsere dreckschleudern auspacken koennen und zurueckschleudern.
aber mit schmackes!
das wird dem noch leid tun!
so! ich fahr nicht nach rimini. ich kann auch zuhause schoenen urlaub haben! aetschibaetschi!
der deutsche fragt sich schon, ob er in italien ueberhaupt noch sicher ist, oder ob er am strand eventuell beim ersten erschallen des br3-verkehrssignals von einem wilden mandolinenspielenden mob den arsch aufgerissen bekommt und dann umgebracht wird. denen ist ja alles zuzutrauen.
die bildzeitung liefert schon verhaltenstips fuer den italienurlaub (Der Pöbel-Skandal um den Statssekretär Stefano Stefani hat gezeigt: Nicht alle Italiener mögen uns Deutsche.).
da fahren wir einfach alle nicht nach italien, wenn die so auslaenderfeindlich sind. pah. wir haben es doch nicht noetig da runter zu fahren. die werden schon sehen. ich sage nur malorca! ich sage nur malorca!
fahren wir eben woandershin. tuerkei ist grade billig.
da weiss man noch was gastfreundschaft ist. da ist man nicht so undankbar! wer hat denn die ganzen gastarbeiter hochgepeppelt?
aber - hm. moment. was hat er denn eigentlich so gesagt, der herr stefani (kann ich von ihrer schwester gwen eventuell eine autogrammkarte haben?)
*schnipp*
Wir kennen sie gut, die Deutschen. Diese stereotypisierten Blonden mit dem hypernationalistischen Stolz, schon seit jeher dazu indoktriniert, sich unter allen Umständen als die Klassenbesten zu halten. Und wie alle Klassenbesten versäumen sie keine Gelegenheit, sich anmaßend zu verhalten. (...)
*schnapp*
hm. kann man durchaus so sehen. wir deutschen halten uns nunmal fuer die besten. das wort hypernationalistisch haette er nicht benutzen sollen, denn da regieren wir traditionel immer gereizt. anmassend benehmen wir uns. das stimmt.
ist immer schoen, mitten auf sardinien die worte ich bekomm' ein kaese-schinken baguette., zu hoeren. wir regen uns aber natuerlich immer gerne darueber auf, dass die amerikaner kein wort deutsch lernen wollen.
naja, ist ja auch klar. die wollen ja schliesslich unser geld, die leben ja vom tourismus. da koennen die schonmal deutsch lernen.
*schnipp*
Es hat nämlich der ehemalige Buchhändler von Helrath, Martin Schulz (ein SPD-Abgeordneter im Europaparlament, Anm.), keine Sekunde versäumt, unseren Ministerpräsidenten anzugreifen, und an der Intelligenz und Kompetenz unserer Minister zu zweifeln. Auf diese Weise hat Schulz absichtlich alle Italiener beleidigt, die sich mit ihrer Stimme demokratisch dafür entschieden haben, von diesen Parteien vertreten zu werden.
*schnapp*
hm. da stimme ich sowohl herrn schulz, als auch herrn stefani zu. die italiener, die sich mit ihrer stimme demokratisch dafuer entschieden haben, von herrn berlusconi regiert zu werden, die gehoeren auch beteildigt, getreu der freien meinungsaeusserung.
*schnipp*
Ich bin empört, aber nicht verwundert. Die Deutschen sind es gewohnt, sich so zu benehmen. Sie essen unsere Spaghetti, aber sie versäumen keine Gelegenheit, sie gleichzeitig auf einem Teller mit einem Revolver statt mit der Soße darzustellen. Sie fallen lärmend über unsere Strände her, aber sie vergessen es gleichzeitig nicht, vor Beginn der Reisesaison in ihrer meistgelesenen Tageszeitung 'Bild' (..) die Zahl der Autodiebstähle in Rimini oder sogar die letzten Statistiken der Mafiatoten auf Sizilien zu erwähnen.
*schnapp*
da hatter recht, der herr stefani, auffallend.
*schnipp*
(...) Aber dieser Martin Schulz, der wahrscheinlich mit dröhnenden Rülpswettbewerben nach Bier- und Fressgelagen mit frittierten Kartoffeln aufgewachsen ist, ignoriert dies. (...)
*schnapp*
ach, wie gerne denke ich an die ruelpswettbewerbe nach bier- und fressgelagen mit frittierten kartoffeln zurueck. so lernt man endlich mal frische neue vorurteile seiner nachbarn kennen. ich finde das sehr bereichernd. da bricht endlich mal der schelf durch!
insgesamt ist der ganze zwist ebenso unnoetig und harmlos, wie amuesant. er lenkt schoen von viel wichtigeren sachen ab, stopft das sommerloch und schweisst uns deutsche zusammen. uns deutsche fasse ich ja fast schon als beleidigung auf.
ich betone aber, dass ich die lega nord scheisse finde und legen alle meinen lieblingsfilm man spricht deutsh an herz. der duerfte immernoch aktuell sein.
und die poseidonplatten sind immer noch alles frisch.

Posted by banana at 08:08 EM | Comments (5)
Juli 08, 2003
es geht doch nichts ueber einen mitbuerger!

heute kam der vorschlag des bundesamts fuer heulung und entschlusslosigkeit, mich zum amtsleiter zu machen. ich werde das aber ablehnen und stattdessen lieber den posten als pfoertner im bundesamt fuer abfahrt und echtzeitrulung annehmen.
ist einfach besser. obwohl ich fuer den anderen posten wesentlich besser geeignet bin. mein namensgedaechtnis ist doch so schlecht.
naja, irgendwer muss sich ja auch um die redaktion kuemmern. wenn ich das nicht mache, dann passiert hier ja nix. alles muss man selber machen. verdammich.
den heutigen abend habe ich dafuer wieder damit verbracht, darueber zu reden, wie es nicht weitergehen kann um dann am ende wieder den gleichen schluss zu ziehen: man ist zu feige, um wirklich etwas zu aendern. und zu spiessig.

Posted by banana at 10:15 EM | Comments (2)
Juli 07, 2003
by popular demand

dasilva hatte die alte gneister noch nie leiden koennen. den ganzen faschingsschnickschnack hatte er auch noch nie leiden koennen. nein, er hasste ihn. er machte ihn aggressiv.
ausserdem gab es in der familie dasilva ein ehernes gesetz:
wer einem dasilva die krawatte abschneiden will, der muss leiden.
es hatte mal wieder das uebliche gekreische gegeben und die uebliche hysterie. das uebliche geheule und die ueblichen vorwuerfe. dasilva ermuedete das nur noch mehr.
dabei hatte er ihr doch bloss in die hand geschossen. sie wuerde ueberleben.
ob sie allerdings nochmal versuchen koennte, jemandem den schlips abzuschneiden, das stand auf einem anderen blatt.
er hatte geschlagene fuenf minuten rumbruellen und ballern muessen, bis sie endlich ihre fressen gehalten hatten. dann hatte er sie aus dem buero geschmissen und eigenhaendig das blut aufgewischt. eine elendige sauerei. ganz zu schweigen von seiner walter. die musste mittlerweile voellig verdreckt sein.
er hatte einen kater. sein schaedel brummte wie ein umspannwerk und sein gehirn schlug bei jeder bewegung von innen gegen den schaedelknochen.
er konnte nicht kotzen, weil sein magen noch ueber eine moeglichkteit nachdachte, wie er sich selbst zusammen mit dem erbrochenen aus dem koeprer bugsieren konnte. er brauchte dringend ein aspirin.
hans guenter! rief er. scheisse. der war ja nicht da, die faule sau.
dasilva sass an seinem schreibtisch und stuetzte den kopf in die haende.
vor zwei wochen wuerde hans guenter nicht wiederkommen. das bedeutete, dass es schwierigkeiten geben wuerde, denn der wollte so schnell wie moeglich ergebnisse im fall des maehdreschermoerders sehen.
mist.
er wuerde wohl selbst ermitteln muessen. wenn er nur wuesste, wie das geht. ansonsten war hans guenter fuers arbeiten zustaendig.
ob er ihn anrufen und fragen sollte? nein. voellig unmoeglich.
dasilva packte sein waffenreinigungsgeraet aus. er musste sich konzentrieren und das konnte er am besten beim waffenreinigen.
waehrend er oelte und wischte, versuchte er sich daran zu erinnern, was er auf der polizeischule ueber kriminalistische ermittlungsmethoden gelernt hatte.
er konnte sich an nichts erinnern.
ihm fiel ein, dass er ja gar nicht auf der polizeischule gewesen war.
er war quereinsteiger. lehrer mit den faechern religion und erdkunde wurden einfach nicht in dem mass gesucht, wie er es sich vorgestellt hatte.
dasilva seufzte. wenn doch nur honky tonk noch leben wuerde! auf den konnte man sich immer verlassen. der war nicht so ein arschloch, wie hans guenter, der sich verpisst, wenn es ernst wird.
es half nichts. dasilva musste selbst ran. wie tief man sinken konnte dachte er und pustete durch den lauf der pistole.
dasilva versuchte, an den kopfschmerzen vorbei zu ueberlegen, wie die kommissare in den fernsehkrimis immer vorgingen.
sie fingen bei den opfern an und versuchten, zusammenhaenge zu finden.
auch dasilva wuerde mit den opfern anfangen. mehr hatte er ja auch nicht in der hand. er hatte nichts, ausser neun sehr grossen haufen gehacktem und neun ziemlich verdreckten feldhaeckslern.
er griff zum telefonhoerer und lies sich mit dem zustaendigen gerichtsmediziner verbinden.
ja, hier ist dasilva, ich wollte mich mal erkundigen, ob es schon ergebnisse von der obduktion der opfer des maehdreschermoerders gibt.
aus der leitung kam ein veraechtliches lachen.
scheint ja wahnsinnig lustig zu sein, da bei euch im leichenschauhaus..
der gerichtsmedizieren war unbeeindruckt. guter witz, dasilva. sagte er trocken.
wieso?
sie haben echt humor, von obduktion zu sprechen. ich wuerde das eher fleischbeschau nennen. ich hoffe, sie liefern mir nicht noch mehr von diesen homo sapiens puzzlen mit tausend teilen.
wie auch immer dasilva hatte keine zeit fuer seine witzchen habt ihr irgendwas rausgefunden, was ich wissen muesste?.
hm. moment. alle leichen waren maennlich und unbekleidet. mehr laesst sich nicht sagen. die teile sind einfach zu klein. ich glaube nicht, dass wir sie identifizieren koennen, aber wir versuchen weiterhin unser bestes.
dasilva schluckte. was sollte er nun tun? wie sollte er den moerder jemals finden, wenn er nicht wusste, wer die opfer waren und er keine zusammenhaenge zwischen ihnen herstellen konnte?
da werden sie hoechstens mit viel glueck ueber die vermisstenlisten drankommen sagte der gerichtsmedizierer.
erzaehl mir nicht, wie ich meine arbeit zu machen habe, du wurst! bellte dasilva und knallte den hoerer auf die gabel.
natuerlich! wer tot ist, der wird irgendwann vermisst!
da waere er natuerlich auch selbst draufgekommen.

Posted by banana at 08:16 EM | Comments (4)
Juli 06, 2003
hoerst du die regenwuermer husten?

es gibt eine krankheit, hervorgerufen durch den uebermaessigen genuss von fertigprodukten, marlboro light und gzsz (sic!): das nopplatog-syndrom.
es befaellt vorwiegend leute, die nichts mit sich anfangen koennen und die auch keine freunde besuchen koennen, weil sie naemlich keine haben.
es ist halt schwer, freunde zu finden, wenn man rein garnichts vorzuweisen hat, was andere leute irgendwie spannend oder interessant finden koennten und wenn man obendrein noch haesslich ist und kein geld hat.
die nopplatog-patienten verlassen dann ihre bude und gehen zu walmart.
dort streifen sie sinnlos hin und her, ohne ziel, ohne sinn, aber sehr sehr langsam und in der mitte des ganges. sie denken sich aus, wo ihre einkaufswagen am meisten stoeren wuerden, sie schlagen unendlich langsame haken, fuehren unendlich deprimierende gespraeche mit ihren lebenabschnittspartner und lesen sich das kleingedruckte auf einer dose bihun-suppe durch (des iss hinkelsupp').
getreu dem motto maximaler blockadeerfolg bei minimalem personalaufwand.
man kennt das gefuehl. der aufgenblick, an dem einem klar wird, das irgendetwas, was sich nun nicht mehr aendern laesst, keine gute idee hatte.
ich hatte dieses gefuehl gestern, als ich in der kassenschlange im walmart gestanden hatte.
ich hatte dort schoene socken gesehen, dazu noch eine schoene turnhose, darueberhinaus gibt es dort auch eine apotheke. mein gewissen schrie mir schon einige tage zu, doch endlich dieses mysterioese elmex gelee zu kaufen, damit es mir das naechste mal nicht erst wieder auf dem zahnarztstuhl einfaellt.
so hatte ich die idee, doch einfach zu walmart zum einkaufen zu fahren.
genau, der walmart, nach dessen besuch ich mir jedesmal geschworen hatte, dort niemals wieder hinzufahren.
naja, getreu dem adenauer motte was kuemmert mich mein geschwaetz von gestern fuhr ich aber trotzdem hin.
es fing nicht schlecht an. die socken waren ok. ab da ging es aber stetig abwaertz.
die hose gab es nur in xs. weil ich ja nun schlauer bin, als damals, als ich optimistisch die letzte xs hose gekauft hatte und dann mit der buchse in den kniekehlen durch die wohnung gehuepft bin, wie ein liebhaber auf der flucht vor dem ehemann, so kaufte ich die hose nicht. ich suchte ca. 20 minuten alle hosen durch, auf der suche nach dem gleichen modell in einer anderen groesse, aber leider: pustekuchen.
walmart scheint ein interessantes konzept zu verfolgen. es gibt jedes modell nur in einer groesse.
ist ja auch viel uebersichtlicher.
naja, junger mann. fuer die graue fila muessen sie aber noch 5 kilo abnehmen.
fuer meine statur hatte walmart einen schwarzen leibsack von adidas mit nach unten breiter werdenden beinen vorgesehen.
so kamen wir nicht zusammen.
dann schlaengelte ich mich durch die gassen, staendig sabotiert von nopplatog patienten, die ihrem lebensziel nacheiferten: mir auf den sack zu gehen. ach ja, ich vergass, das nopplatog-patienten einen stoff aussondern, der ihr kinder hyperaktiv werden laesst.
so war ich dann richtig menschensatt, als ich mich in die verdaechtig lange kassenschlange einreihte.
fuenfzehn minuten passierte nichts.
es wurde nicht kassiert.
die leute wurden unruhig, die nopplatog-patienten schienen verstoert zu sein, erste tics wurden sichtbar.
dann erfolgte eine durchsage, dass es zurzeit nicht moeglich sei, mit karte zu bezahlen.
das war schrecklich!
das privileg des kleinen mannes war dahin! das leben vom dispo in den mund, das ging nun nicht mehr.
aber es passierte trotzdem weitere fuenf minuten passierte nichts - abgesehen davon, dass sich die leute aufregten und die durchsage noch zweimal wiederholt wurde, wobei es keiner fuer moeglich gehalten hatte, den sprecher auf die grammatikalischen fehler hinzuweisen. ach, der hesse: idiot mit herz!
dann erst daemmerte es irgendwem, dass man ja, wenn man schon selbst nicht mit der karte bezahlen konnte, man ja wenigstens diejenigen, die bar zahlen wollten vor lassen koennte, aber das konzept schien dem meisten zu altruistisch oder zumindest zu kompliziert zu sein.
jedenfalls bedurfte es einiger diskussion, bis ich schliesslich meine socken und meine gulasch-zutaten auf das band legen konnte und mein bargeld dem aengstlich verstoerten kassierer in die hand druecken konnte.
natuerlich hatte die apotheke mein elmex gelee nicht (das sagenumwobene elmex gelee! kein menschenauge hat es bis jetzt erblickt, aber es schuetzt die zaehne einfach super! wahrscheinlich gibt es das gar nicht. es wird nur von osteuropaeischen zahnarzthelferinnen eingesetzt, um armen patienten ein schlechtes gewissen zu machen).
als ich die tueten in das auto hiefte, erfolgte eine durchsage, dass das zahlen mit karte nun wieder moeglich sei. hosianna, davids sohn!
ach so.
die hose habe ich auch in darmstadt nicht bekommen, weil es mir gar nicht erst gelungen ist, in die verfickte innenstadt vorzudringen. da wird mal wieder irgendein beschissenes fest gefeiert.
naja, dann wissen wenigstens die nopplatog patienten, wo sie hingehen muessen.
obwohl, mercedes meinte, sound of frankfurt sei gestern auch gewesen.
schwere zeiten fuer noppatog-leute, denn sie sind nicht sehr entschlussfreudig.

Posted by banana at 07:46 EM | Comments (1)
Juli 03, 2003
we are lost!

man erlebt doch immer wieder ueberraschungen in der software-branche.
nach dem letzten highlight
fte: koennen wir nach dem transformieren die dateien automatisch auf die shipment server stellen?
bna:hm... da muessen wir ein paar perl scripte fuer schreiben.
fte: das kann man alles damit machen?
bna: klar.
fte: dann hat sich das ja ganz schoen weiterentwickelt, das post script.
bna: *zack*

war's heute wieder schoen:
bna: ja, das ist das toad-db-modul.
hkve: ich gehe davon aus, dass db-modul das deutsche bahn modul ist?

klar. deutsche bahn! was denn sonst? database vielleicht?
naja, das passt dazu, dass sie gestern grade noch abbuegeln konnten, dass product management einen client product management system, - abgekuerzt pms (ja, wie premenstrual syndrome) - nennt.
naja, clients, die bo (wie body odor) und bm (wie bowel movement) hiessen gab es ja auch schon.
vielleicht machen sie ja bald software, die search and replace system heisst oder advanced internal data system oder asynchroneous database demon oder business software engine oder so.
dagegen durften sich die uebersetzer damals nicht localisation and online systems team (lost) nennen, obwohl sie schon das entsprechende schild an der tuer kleben hatten (we are lost!), weil lost ja ein weltberuehmtes kampfgas aus dem ersten weltkrieg ist.
haettens sie's gewusst?
das schoene an computern ist, dass alles immer so sauber aussieht. da mag man in der versifftesten bude in offenbach oder hanau sitzen, verschwitzt, in schmutziger unterwaesche und mit ungebuersteten zaehnen und fettigen haaren und auf der verpektesten tastatur der welt rumdruecken und html seiten produzieren - am ende sehen sie genau so wohlriechend und frisch, sauber und aufgeraeumt aus, als gaebe es die staubschicht auf dem monitor und die schmutzige waesche auf dem fussboden gar nicht.
alles sauber und frisch. wahrscheinlich will ich den leuten gar nicht in natura begegnen, die meine lieblingsseiten produziert haben.
das ist auch der eigentliche grund dafuer, warum webcams so schlechte bilder liefern: damit man nicht sehen kann, dass das gegenueber in kontaminiertem gebiet haust.
die leute, die apples isight haben, die werden in zukunft einen dreieckigen bereich ihrer wohnung aufraeumen und putzen, naemlich den, der von dieser tollen kamera (im hal design) erfasst wird.
schwere zeiten! die anderen, die die kameras haben, um neue fickfreunde zu finden, die muessen ihre wohnungen sowieso dauernd aufraeumen, damit sie einen guten eindruck machen, denn wir wissen ja alle: der erste eindruck entscheidet, der letzte bleibt. das zumindest wurde der mensch nicht muede zu erzaehlen, der das buch schrieb, in dem es um rhetorik und schlagfertigkeit ging. schreckliches ding. ein ausgeliehenes hoerbuch.
ich konnte mir die zielgruppe so richtig vorstellen: karrieristen mit vertreterjob, die die langen autofahrten dazu nutzen, sich noch weiterzubringen - nur keine zeit verschwenden! das leben ist ein kampf! die arbeit ist wichtig! die hoeren dann hoerbuecher mit profitips zur dialektik und lernen techniken auswendig, wie man denn mit laestigen zwischenrufern umgehen soll.
das sacko, dass hinten im auto am haken baumelt, ist karriert, auf die bunte krawatte sind lustige symole gedruckt, eine krawattennadel haben sie auch und ihre freundin hoert gerne pur und traeumt davon, von einer grossen diddlmaus beschlafen zu werden.
da sitzen sie dann im firmenmercedes und hoeren saetze, wie schlagfertigkeit ist nicht selbstzweck, sondern ein mittel, um sich zu positionieren.
dennoch denke ich, wer's nicht kann, der lernt es auch nicht. vielleicht erheitert es mich irgendwann mal, wenn jemand nach angestrengtem nachdenken einige der techniken zur anwendung bringt. mir lief es auf jeden fall einige male kalt den ruecken runter und ich haette das buch lieber grundloses runterbuegeln fuer buegelanfaenger genannt.
mir geht es da, wie herrn ringsgwandl (der gute) , der sich mal auf einem konzert darueber schlappgelacht hat, dass es clown-workshops gibt. recht hat er.
so und ich rufe jetzt mal den geheimkommissaren dasilva an, damit der maehdreschermoerder endlich hinter schloss und riegel kommt!

Posted by banana at 07:28 EM | Comments (1)
Juli 02, 2003
happy birthday to me

hm. da faellt gerade auf: ein jahr die alle der spackonauten. jetzt waere es zeit, mir ein paar saftige geschenke zu machen, wenn mir geburtstage nicht so egal waeren.
danke.

Posted by banana at 10:49 EM | Comments (7)
mit gordon bleu und brad wurst

was mich mal so richtig freuen wuerde, waere, wenn mich ein berater oder irgendein it wolfgang mal so richtig mit ungewoehnlichen loesungen ueberraschen wuerde.
statt oh, ja, da muessen wir einen neues image ghosten oder ja, ich de-installiere das nochmal und installiere das nochmal oder hm. ich fuerchte, da ist ihre hardware einfach etwas zu schwach auf der brust. da muessen wir was aufbohren und dem ganzen kram, den man schon hundertmal gehoert hat mal etwas frisches, feines, etwa:
ach, da mischen sie bei vollmond etwas fledermausblut mit haaren einer jungfrau und vergraben es an einer wegkreuzung, an der schon ein mensch gestorben ist. oder
da knipsen wir einfach dieses mauskabel hier durch und schon ist der rechner doppelt so schnell oder
bitte wickeln sie unseren weltweit patentierten schwupp-di-wupp lappen um ihre festplatte und deren kapazitaet wird sich auf 80gb erhoehen. dabei wird sie noch doppelt so lange halten. oder ein anti bluescreen tanz oder sowas.
aber nein, immer die selben technokratischen loesungen, die meistens auch nicht mehr bringen als die aufgefuehrten alternativen loesungsansaetze.
heute nacht hatte ich einen sehr interessanten traum. ich war zum tode verurteilt. warum, dass weiss ich nicht mehr. ich war aber auch nicht im gefaengnis, sondern fuhr mit dem auto zu meiner eigenen hinrichtung. das war ein ziemlich ungutes gefuehl denn da wusste ich noch nicht, dass ich traeumte.
ich wunderte mich gar nicht darueber, dass ich freiwillig zu meinem ende fuhr, aber ich machte mir sorgen.
ich hatte mal wieder nicht alles geschafft, was ich eigentlich machen wollte. eigentlich hatte ich mein bevorstehendes ableben gar nicht vorbereitet, weder im kopf, noch in meinem leben.
die wohnung sah aus wie sau. keiner wuerde durch meine unterlagen durchsteigen, ich hatte einige dinge, von denen ich nicht wollte, dass sie in meinem hause gefunden werden nicht entsorgt und ich war von dem ploetzlichen gedanken, dass ich bald tod sein werde ziemlich ueberrumpelt.
man kommt ja immer zu nichts. naja. dann bin ich zum glueck aufgewacht.
ob das was zu sagen hat?
ob ich bald sterben werde?
ob ich meine unterlagen unter diesen voraussetzungen vielleicht mal aufraeumen sollte?
fragen ueber fragen.
da faellt mir doch noch ein, dass mir heute siedendheiss eine gemeine peinlichkeit bewusst geworden ist, die ich so eigentlich gar nicht vorgehabt habe.
auf meinem schreibtisch habe ich schon seit jahren geldscheine rumfliegen: 30 niederlaendische gulden und 30 schweizeri franken. letztes jahr in aegypten wollte ich dem hoteltypen natuerlich trinkgeld geben. ich hielt 30 franken fuer eine ganz angemessene summe. dem kerl wird es ja wohl egal sein, ob er euros oder franken kriegt. umtauschen muss er's sowieso und fuer mich war es totes kapital. also habe ich am letzten tag die 30 franken eingepackt und sie zwei wochen spaeter dem herrn in die hand gedrueckt.
heute habe ich dann gemerkt, dass die schweizer franken noch da sind, dass aber die hollaendischen gulden weg sind.
da habe ich dem armen kerl in eurozeiten wohl noch ein paar gulden geschenkt.
dabei hatte ich doch wirklich nur gute absichten.

Posted by banana at 08:16 EM | Comments (0)
Juli 01, 2003
gott ist der einzigste mensch

unbestaetigten geruechten zufolge ist es ungarischen wissenschaftlern gelungen, einen biologischen wurstsprengstoff namens salamit herzustellen.
man plant, damit die erlebnisgastronomie zu unterminieren. das ziel ist der erlebniskommunismus. dabei haben immer alle gleich viel spass, naemlich gar keinen. hoffen wir, dass es nicht so weit kommen wird! das ist genau die art von dingen, die man nicht braucht.
naja, egal, es war ohnehin frei erfunden.
step-aerobic scheint eine tolle sache zu sein. in der gruppe macht es noch mehr spass. ich finde es ja toll, wenn leute etwas fuer ihre ertuechtigung tun. aber step aerobic bestaerkt mich auch leider in meiner alten theorie, dass ich mittelpunkt eines grossen §§a href="http://www.spackonauten.org/aktuell/archiv/2003_01.html#000188">experimentes§§/a> bin. das projekt hat kein besonders grosses budget.
abgesehen davon, dass man sich fuer diese art von ertuechtigung natuerlich wieder gaga begriffe, wie step touch, step side oder hopscotch ausgedacht hat und diese auch noch hemmngslos einsetzt, scheinen mir die trainer und trainerinnen alle geklont zu sein.
optisch sind die ja alle sowieso genormt, aber sie sondern auch alle den gleichen audiokompost ab und haben alle die gleiche stimme. hoch, leicht knoedelig und markerschuetternd.
und dann machen sie dieses ...geraeusch. dieses ansteigende ui ui. das machen sie dauernd, wenn sie nicht grade zaehlen oder gaga begriffe rufen. bim zaehlen ist uebrigens inner zu beachten, dass die sieben die einzige zweisilbige zahl ist und das ist auch gut so! eins, zwei, drei, vier, fuenf, sechs, sibb-beeen acht und eins...
die ui ui machen sie dauernd. mir ist dafuer noch keine begruendung eingefallen. wahrscheinlich soll es einfach suggerieren, wie wahnsinnig viel spass dieses step-aerobic doch macht.
die koerpersprach der mitsteppenden sagt meistens etwas ganz anderes aus, naemlich dass das alles viel zu anstrengend ist und dass sie morgend abend wieder mit chips und fernbedienung auf der commandocouch zu finden sein werden.
ab und zu fragt die trainerin dann auch was: koennt ihr noch? oder wollt ihr nochmal? die steppenden antworten dann ebenfalls mit ui ui. allerdings klingt das ziemlich gepresst und in eine winzigkleine atempause gequetscht. manche rufen auch whoo!
damit wollen sie den anderen weismachen, dass es ihnen wahnsinnig viel spass macht und dass sie noch gar nicht ausser atem sind und dass die nassen flecke auf der klamotte von den freudentraenen kommen, die sie weinen, weil es so wahnsinnig viel spass macht.
naja. die teilnehmer sind alle geklont. die trainer auch. basta.
warum gibt es eigentlich noch keine luxuszahnpasta, die deka-dent heisst?
hat man bei der namensfindung fuer kaesewuerste auch ueber eiterwurst nachgedacht?
und was denken eigentlich amerikaner, wenn sie in deutschen supermarktregalen ihre erste schachtel superdickmanns sehen?

Posted by banana at 07:27 EM | Comments (3)
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