Februar 28, 2003
marsusalami

ich war frueher ein grosser symapthisant der kapelle spider murphy gang, jener band aus muenchen mit dem lustigen gitarristen der barny hiess und dem trommler, der franz trojan hieiss. entgegen anderslautenden geruechten hatt uebrigens der franz trojan mit der trommelfirma troyan nur insofern zu tun, als dass er deren equipment endorste (man moege mir dieses wort verzeihen).
dabei war es garnicht einmal skandal im sperrbezirk, was mir so gut gefiel. meine lieblinge waren ich schau dich an und rock'n'roll rendezvous. ersteres, weil der trommelschlag identisch mit dem von da da da ist - was ich damals fuer sehr aussergewoehnlich hielt und wegen dem sound der bx-3, letzteres wegen der wunderschoenen refrain-textzeilen:
sie hat den stereo-plattenspieler o
und das wohnzimmerlich ausg'macht

ja, ich weiss, ich bin nicht sehr anspruchsvoll. heute schwaerme ich nicht mehr so sehr fuer die spider murphy gang. seit dem song ffb haben sie bei mir verschissen.
in weiteren meldungen lese ich, dass die salami versucht, die kartoffel als haupt snack-grundstoff zu verdraengen.
es gibt mini salamis, bifi roll und nun auch bifi balls und bifi mini. ein klarer angriff auf die snack front. doch - das ist noch nicht genug. nicht nur bifi versucht, an der kartoffel zu knabbern. da gibt es reinert snaekx, die ersten salami chips und neuerdings auch salami sticks von einem unbekannten hersteller.
meiner meinung nach ist das ein klarer versuch der salami, die weltherrschaft an sich zu reissen. was kommt als naechstes? salami hosen (holami), salami schuhe (saletti), salami krawatten (salatte) und salami kondome (salatte). auf mittlere sicht wird dadurch unser gehirn durch salami ersetzt. ein salamigehirn wird dann die deutsche salami partei gruenden. hauptforderung dieser partei ist die abschaffung der salamisteuer. der wahlkampf der salamipartei ist durch eine ausgepraegte salamitaktik gepraegt. erfolgreich - die salamipartei erreicht knapp die absolute mehrheit. vegetarier werden verboten. der erste artikel des grundgesetzes lautet von nun an die huelle des menschen ist unverzehrbar. das christentum wird durch den glauben an die wiederkehr der grossen luftgetrockneten ersetzt.
millionen von schweinen zittern wie espenlaub.
aufgrund des ueberhohten salamiverzehrs kommt es zur salazitaet in weiten bereichen der bevoelkerung. das volk hilft sich selbst! es werden videos beschlagnahmt, auf denen salamis bei lebendigem leibe die pelle vom leib gerissen wird.
salos werden in salis umbenannt und von nun an aus salami hergestellt. einzelne teile des volkes sind ziemlich angepisst.
es kommt zur revolution. sie gelingt, hauptsaechlich deswegen, weil die kasernierte wurstpolizei mit baguette-salamis statt schlagstoecken ausgeruestet war.
alles ist wieder gut!
oh, es war alles nur ein boeser traum! gott sei dank!
dank auch an den net-consul fuer den ritt auf dem tier!

Posted by banana at 08:35 EM | Comments (3)
Februar 27, 2003
s.b.d.w.

die bude sah aus, als waere sie aus der kulisse zu wir kinder vom bahnhof zoo stehengeblieben. der wagen war schmuddlig weiss, die scharniere der klappe verrostet und der muelleimer quoll ueber. es stank nach altem fett und diesel.
der mann in der bude beaeugte dasilva misstrauisch. er schien der einzige potentielle kunde zu sein und der kerl schien potentielle kunden nicht besonders zu moegen.
auf den drahtberg auf seinem kopf hatte er irgendwie eine laecherlich wirkende haube montiert. es sah so aus, als sei sie dort festgewachsen, denn ansonsten haette sie schon laengst runterfallen muessen. er trug ein aermelloses unterhemd. seine dicken arme schienen mit den achselhaaren an seinem nicht weniger dicken torso festgebunden zu sein.
den abschluss des koerpers nach unten - zumindest aus dasilvas sicht - bildete eine beigefarbene schuerze.
beige? dasilva wollte nicht genauer darueber nachdenken.
er suchte die bude nach einer karte ab, fand aber keine. das einzige, was er sah, war ein vergilbter, handgeschriebener zettel, auf dem stand:
heute besonders zu empfehlen: currywurst. 3,50DM das 3,50DM war durchgestrichen und 2eur druntergeschrieben.
scheiss teuro dachte dasilva.
der mann sah dasilva immernoch mit dem gleichen gesichtsausdruck an. sein repertoire an gesichtsausdruecken schien nicht besonders gross zu sein.
er hob eine augenbraue, was dasilva als sie wuenschen bitte? interpretierte.
currywurst und 'n export sagte dasilva.
drei minuten spaeter hatte dasilva seine wurst. sie schmeckte lecker. der mann war ein guter koch. das broetchen haette frischer sein koennen, aber einem geschenkten gaul schaut man schliesslich nicht ins maul.
dasilva legte eine zehn euro note auf den tresen. der mann kramte in der kasse und gab dasilva ein paar muenzen. dasilva warf einen blick auf das wechselgeld.
ich hab' dir zwanzig gegeben.
hast du nicht.
willst du mich ueber den tisch ziehen, du ratte?
halt's maul, du arschloch.
rueck die kohle raus, du miese ratte! bruellte dasilva.
mit einer behendigkeit, die dasilva ihm niemals zugetraut haette, schnellte der man nach vorne aus seiner bude heraus und packte dasilva am kragen. dasilva spuerte, wie er mit grosser kraft in die luft gezogen wurde.
dasilvas nase war jetzt genau vor den bartstoppeln des mannes. es stank fuerchterlich.
wenn ich sage, dass das zehn waren, dann waren das zehn, ok? und jetzt abflug.
jetzt stank es noch mehr. dasilva wurde ganz bluemerant.
ok, ok, mann, reg' dich ab, mach dich locker. es waren zehn, ok. ich hab' mich geirrt. presste dasilva hervor. er bekam kaum luft.
der man lies dasilva los. als er sich von der landung erholt hatte, schnappte er nach luft, wie ein fisch auf dem trockenen.
der mann sah ihn mit seinem standardgesichtsausdruck an, als waere nichts passiert.
dein wechselgeld sagte er.
fick dich! zischte dasilva.
er ging zurueck zu seiner viper und schnappte sich das funkgeraet.
ich brauche hier ein sek. ja, bewaffnete geiselnahme in einer wurstbude. dieselstrasse. ja, extrem gefaehrlich. er hat die geiseln schon erschossen und jetzt ballert er auf alles, was sich bewegt. ja, schaetze ich auch. ja, der ist gefaehrlich. kein risiko eingehen.
mit einem gefuehl der befriedigung fuhr er davon. an so einem machte er sich doch nicht die finger schmutzig.
als er zwei strassen weiter war, hoerte er eine explosion.
wuff! sagte dasilva und grinste.
damit endete dasilvas dienst. kein besonders guter tag.
scheisse
dasilva hatte kopfschmerzen und kopfschmerzen verschlechterten seine laune. zusammen mit seiner ohnehin schlechten laune hatte er also verdammt schlechte laune.
die bettwaesche muesste auch mal wieder gewaschen werden.
er versuchte sich an den letzten abend zu erinnern. er war gestern nacht in siggi's pilsschwemme versackt. er hatte mit zwei alkoholikern schocken gespielt. soweit er sich erinnern konnte, hatte er eine ziemlich pechstraehne. das hatte ihm aber nicht viel ausgemacht. immer wenn man verlor, musste man trinken.
seine erinnerungen wurden gegen ende des abends immer nebuloeser. er erinnerte sich nur schwach daran, dass der wirt aerger gemacht hatte, weil dasilva nicht bezahlen wollte.
er kramte seine walther pkk aus der jacke. eine kugel fehlte.
scheisse.
es war halb eins. langsam wurde es zeit, zum dienst zu gehen. er gurgelte mit mundwasser, schmierte sich haarwachs in die haare, pisste und ging aus dem haus.
an der bude kaufte er sich ein ueberraschungsei. das hippo hatte er aber schon.
scheisse
er warf die plastikfigur auf den boden und zertrat sie zu staub. wo hatte er gestern abend nur seine viper geparkt?
wieso hatte immer nur er soviel pech?
nach einer runde um den block fand er sie endlich. sie war offen und der schluessel steckte noch.
idioten murmelte er.
im buero waren alle lustig oder besoffen. weiberfastnacht. frau gneister aus der kantine kam wiehrend mit einer schere in der hand auf dasilva zugewankt. ihr gesicht war zu einer lachenden fratze verzerrt.
schmauchig bellte dasilvas walther.

Posted by banana at 06:10 EM | Comments (5)
Februar 26, 2003
alaska-seelachs-schnitzel: lecker!

heute: banana (der gute) emuliert blogs:
meine bekannte linda sieht aus, wie jennifer aniston. wieso sage ich eigentlich nicht, dass jennifer aniston aussieht, wie meine bekannte linda?
nee, ist nix. gibt ja auch schon genug von der sorte da draussen.
heute hat mir eine tasse kaffee gruendlich den tag versaut. am sonntag musste ich notgedrungen die pumpe der kaffeekanne aus der spuelmaschine holen. es war sonst keiner da, der es haette machen koennen. so fischte ich das ding aus der rollschublade und freute mich auf frischgebraeuten bohnensaft. in meinem uebermut klopfte ich das ding ein paarmal auf die kante des spuelsteins. das war ein fehler.
dicke schwarzbraune schuppen rieselten da aus der pumpe. zu hunderten. ich klopfte und klopfte, bis nichts mehr rieselte und kochte dann kaffee. die pumpe setzte ich in die kaffeekanne ein. pump pump pump, gluck gluck gluck.
ich hatte den vorfall schon wieder verdraengt, bis ich heute einen kreaftigen schluck kaffee nahm. ich spuelte das gebraeu etwas in der fressenkavitaet hin und her und her und hin und ploetzlich bemerkte ich einen fremdkoerper im kaffee. nur ganz kurz. ich spuelte weiter und versuchte, den krueppel zu erwischen, aber es gelang mir nicht. irgendwas schwamm mir in der gosche und ich wusste nicht, was. ich hasse sowas. nach einer weile erfolglosen spuelens gab ich dann auf und schluckte runter. keine ahnung, was das war. hinterher war mir auf jeden fall uebel. das musste eine von diesen killerschuppen gewesen sein, mein frohes klopfen musste sie gelockert haben und nun hatte sie der kaffeestrom mit sich gerissen, direkt in meine tasse hinein. vielleicht handelte es sich auch um einen rotz-/blutpopel von irgendwem oder vielleicht nur ein essensrest, der sich aus einem zahnzwischenraum geloest hatte? es haette auch ein partikel aus der spuelmaschine gewesen sein koennen, der an der tasse haftete und sich durch die waerme des kaffees geloest hatte, dann im kaffee schwam und schliesslich den weg in meinem mund gefunden hatte.
was immer es auch war, es war auf jeden fall in meinem magen. und mir war uebel. jedesmal, wenn ich nun die leute sehe, die stolz wie oskar ihre kaffeetassen vor sich hertragen, dann denke ich an dieses ding und an die vielen millionen dinger, die taeglich in den kaffeetassen der welt schwimmen und breitwillig geschluckt werden - ohne wissen. schluck, du sau. schluck den buerokaffee aus den grossen kannen, die taeglich hektoliterweise braune bruehe durch ihre pumpen spuelen. was wisst ihr denn schon? nichts wisst ihr! schluckt sie alle, die kaffeeablagerungen. und schluckt auch alles andere, was sich in den tassen befindet.
da schlage ich gestern den spiegel auf und was sehe ich. ein weisses blatt mit den worten sie glauben, ihn zu beruehren. aber es ist umgekehrt. da bin ich doch gleich neugierig geworden. die praegung im papier deutete an, dass da noch etwas kommen moege und so blaetterte ich um. da sah ich ihn dann, den neuen bmw z4, den neuen roadster, das neue prestigetraechtige sportwagenprojekt.
urgh! dachte ich spontan. dann sah ich ihn mir eine weile an und dachte dann gott, ist der haesslich! nachdem man mit dem design des 7ers mehr oder weniger erfolgreich die bonzen verbraemt hat, versucht man das jetzt auch bei den moechtegern jugendlichen. ich bin sicher, es wird klappen.
den z3 mag ich nicht, aber er sieht wenigstens einigermassen ansprechend aus.
der z4 aber hat irgendwie nichts sportliches an sich. er hat ein gesicht, wie der hoehlentroll im herrn der ringe, glubschige, blinkerunterlaufene aufen, eine riesengrosse bmw-niere und eine seitenlinie, die aussieht, als wuerde die karre irgendwie durchhaengen.
der tropfen, der das fass beim 7er zum ueberlaufen bringt, ist der kofferraum, diese monumentale container-wumme. beim z4 ist es die wulstige stirn. die front des autos sieht irgendwie so aus, als haette es jemand aufgepumpt. nee nee. der wird mir nicht meinen fuhrpark erweitern. aber das nur am rande.

Posted by banana at 07:47 EM | Comments (9)
Februar 25, 2003
well, first of all, i'd like to say fuck off

...if you don't get it, why don't you go shove your head back up your ass?
don't waste my time, i don't need your opinion.

um mal die hervorragende suedkalifornische band reel big fish zu zitieren.
manche sachen, die passieren einfach. manchmal geht es einem einfach nicht so gut. das kommt vor. das geht mir so, das geht auch dir so , mein sohn, und das geht auch anderen leuten so. koerperlich oder geistig.
dann steht man da im bueroklo vor dem urinal und pischert so vor sich hin. alles ist shmoove, keine sackhaare auf dem rand, heute. das haus ist voll besetzt, alle 4 pinkelsteine sind bemannt. dann wird die idylle jaeh gestoert. die tuer fliegt auf, ein kollege kommt hereingestuermt und steuert zielstrebig eine der kabinen an. den oberkoerper nach vorne gebeugt, den blick fest nach vorne gerichtet, etwas angespannt, die gesichtsfarbe rosig frisch. die kabinentuer wird zugeschlagen. sie fliegt ins schloss, blitzschnell dreht sich der riegel von weiss auf rot.
dann ertoenen hektische fummelgeraeusche. man kann das zittern der haende beinahe hoeren. da hat es jemand eilig! ein guertelschloss klingelt, ein reissverschluss surrt und eine hose raschelt. man hat laengst aufgehoert, zu pinkeln, aber das szenario ist einfach zu vielversprechend.
dann geht es los.
ein trompetenartiges dreigetrichenes a ertoent. erst leise, dann etwas lauter, mit einem leichten tremolo. es wird ansatzlos abgeloest durch ein geraeusch, das klingt, als wuerde jemand einen eimer brackiges moorwasser in eine volle badewanner schuetten. nur laenger. das dauert ca. 4 sekunden, begleitet von unterdruecktem stoehnen. danach ertoent - sozusagen als abgesang - wieder ein trompetenton, diesmal aber wesentlich tiefer und feuchter. aus der toilette kommen wischgeraeusche.
man waescht sich die haende, auf das abtrocknen verzichtet man und verlaesst den lokus. dann lacht man erstmal ordentlich ab.
der kollege ist dann nach hause gegangen. fuer mich wird er niemehr derselbe sein.
deutschland wird zur zeit gerade von einem musikalischen tiefauslaeufer dominiert, der deutschland sucht den superstar heisst. dagegen habe ich ja nichts. schaut euch den kram an, das ist besser, als euch oder andere zu verkloppen, zum beispiel. was mich aber zur zeit unendlich nervt, dass ist dieser red nose day werbespot auf pro sieben. durch diese vereinheitlichten superstars (din 5021) und auch durch die no angles und bro'sis und wie diese zusammengecasteten karrieristen auch heissen moegen, klingt naemlich jedes aus kommerziellen gruenden veroeffentlichte lied gleich. dazu gehoert eben auch die musik von dem red nose day. dagegen habe ich auch nichts, jeder hoert die musik, die er verdient. was daran aber so schlimm ist, ist, dass es so nervig ist. nun koennen ja alle alle alle ganz ganz ganz toll singen, aber alle singen gleich. bei dem nena remake fuehrt das dazu, das jede zeile, die gesungen wird, nochmal von einem ganz ganz ganz tollen saenger (ueberzeugend: udo lindenberg) wiederholt wird. dann kann jeder mal zeigen, was er kann, aber alles klingt gleich. das geht mir dermassen auf den sack, das kann ich gar nicht sagen. alles die gleiche scheisse.
ist es wirklich so aussergewoehnlich, dass ich gerne ein bisschen abwechslung habe?
die musikindustrie macht nur das, was garantiert kohle bringt. nur kein risiko eingehen. innovationen kommen nur rein, wenn mal jemand einen markanten ueberraschungshit hat. die erfolgreichen elemente werden dann sofort uebernommen. hm. mutig, mutig und so innovativ. da kann ich nur wiederholen, was ich schon so oft gesagt habe: die brauchen sich nicht zu wundern, wenn die tontraegerverkaeufe zurueckgehen. es gibt ja nur scheisse.
manchmal bin ich froh, dass die breite masse so einen schlechten geschmack hat und manchmal finde ich es scheisse.
und jenifer lopez hat einen fetten arsch! so!

Posted by banana at 07:59 EM | Comments (9)
Februar 24, 2003
rømpømpømpøm

so ein richtiger muskelkater, der muss sich entwickeln. das geht nicht so einfach schaffen, schlafen, *zack* muskelkater. der muskelkater, der muss sich erst einspielen, sich im koerper ein wenig umschauen und sich die knochen und die muskeln suchen, in denen er sich am wohlsten fuehlt. da kann es schonmal einen tag dauern, bis er in voller bluete steht.
der zeitpunkt ist bei mir jetzt gekommen. meine muskeln sind sauer, wie donald rumsfeld. ich laufe rum, wie arnie und fuehle mich, wie eine lebende anatomieillustration. ich kann genau fuehlen, wie die muskeln verlaufen. es gibt da einen muskel, der setzt kurz ueber der knoechelinnenseite an und zieht sich dann quer ueber die wade rueber. dann gibt es noch einen, der setzt kurz ueber der aussenseite der kniee an und laueft dann den ganzen oberschenkel hoch. wo er aufhoert, das kann ich nicht genau sagen, denn da ist nur ein flammendes meer von schmerzen. vielleicht weiss ich morgen mehr. ich habe diese muskel provisorisch maurice und thierry genannt. am schlimmsten ist es beim treppenabwaertslaufen. das geht eigentlich gar nicht. ich falle von stufe zu stufe und hoffe jedersmal, dass der naechste aufprall weniger schmerzhaft wird, als der letzte. dabei stosse ich spitze schreie und lautmalerische flueche aus. soviel spass hatte ich seit der kniereizung nicht mehr. heureka!
ach ja. was soll ich sagen, liebe freunde? der flugzeugkauf war ein fehler. das gebe ich offen zu. ich haette auf meine bekannten hoeren sollen. sicher, so ein flugzeug macht schon was her und es ist auch tierisch praktisch, wenn man mal weitere strecken zu beaeltigen hat, zum beispiel nach rio. der sound ist schnafftomatik, der pilot hat eine schicke uniform und die stewardessen, die sind auch nicht von schlechten eltern. mein lieber herr gesangsverein.
das dumme an so einem flugzeug ist aber, dass es so viel platz zum landen und starten braucht. die investition in einen privatflughafen, die habe ich gescheut. zum einen bin ich zur zeit etwas klamm, zum anderen habe ich auch ueberhaupt keinen bock, meine laendereien mit einer landebahn zu versauen. von dem gerangel mit den umweltschuetzern und den tierschuetzern ganz zu schweigen.
so mietete ich mich weiterhin beim fraport ein. das ist ja auch kein wunder bei der regierung.
da geht der aerger schon los. man will mal schnell jemanden besuchen, sagen wir in muenchen. dann muss man erst beim flughafen in frankfurt bescheid sagen, dass man starten will und dann kostet das wieder und dann muss man erst in muenchen bescheid sagen, dass man landen will und heul und flenn und jeder will bescheid wissen und am besten frage ich noch meine oma um erlaubnis.
da kann ich ja gleich mit der bahn fahren. zusammen mit den gemeinen.
total unpraktisch ist das! das macht mich total sauer!
deswegen habe ich dann den plioten und die stewardessen gefeuert, die alte moehre verscherbelt und habe mir einen hubschrauber gekauft. viel praktischer!
ich habe den swimmingpool mit beton ausgiessen lassen und ein grosses h draufgemalt. das ist ein prima hubschrauberlandeplatz. nun kann ich starten und fliegen, wann ich will! gut, fuer die langstrecke ist das nichts. transatlantische fluege mache ich aber eher selten. da kenne ich ja kaum leute, nur den george, den colin und den donald, aber auf die bin ich zur zeit nicht so gut zu sprechen.
prompt gab es aber schon wieder aerger, mit meinen zaenkischen nachbarn, diesen neureichen sesselfurzern. sie haben sich beschwert, wegen des laerms und mein hubschrauberlandeplatz sei nicht genehmigt und nagg und nagg und whine und whine. was ist denn das fuer ein scheissland? jeder arsch wirft mir knueppel zwischen die beine, nur weil ich mein recht auf mobilitaet wahrnehme. da muss man sich ja nicht wundern, wenn die geistige elite fluechtet! von der steuerbelastung ganz zu schweigen. aber irgendwie haenge ich halt doch an meinem wald und so eine autobahn ohne geschwindigkeitsbegrenzung, das ist auch ein pfundiges argument.
weil ich es versprochen habe, hier noch zwei sehr leckere indische rezepte:
hackfleisch mit kartoffeln in weisser sauce
safaid keema
fuer 8(!) personen
5 el leichtes pflanzenoel
4 mittelgrosse zwiebeln, feingehackt
1 el feingehackter knoblauch
2 el feingehackte ingwerwurzel
700g mageres rind- oder lammhackfleisch
4 mittelgrosse kartoffeln geschaelt und halbiert
1 1/4 tl kreuzkuemmel
1/3 tl gemahlene nelken
1 tl gemalener kardamom
1/2 tl gemahlener zimt
1/3 tl cayennepfeffer
1 becher einfacher joghurt, 3,5% fett
1/8 l milch
salz zum abschmecken
1 oel in einer pfanne erhitzen und die zwiebeln goldgelb anbraten. nicht zu braun werden lassen.
2 knoblauch und ingwer einruehren und 2 minuten mitschmoren. hackfleisch zugeben und anbraeunen. alle uebrigen zutaten bis auf den kreuzkuemmel befuegen. kurz umruehren und 3/8l heisses wasser zugiessen. aufkochen lassen, due waermezufuhr drosseln und zugedeckt 40min koecheln lassen. ab und zu vorsichtig umruehren. vom herd nehmen. kreuzkuemmel unterruehren. abschmecken und fertig.
rote linsen mit koriander
masoor dal
fuer 4 personen
175g rote linsen
1 stueck frischer ingwer (4cm)
1 tl kurkumapulver
salz
3-6 stengel frischer koriander
3el butterschmalz
1tl kreuzkuemmelsamen
1/4 tl chilipulver
2 tl korrianerpulver
1 rote linsen in ein sieb geben und unter kaltem wasser waschen. dann mit 1/2 l wasser in einen topf geben und zum kochen bringen. ingwer schaele und kleinhacken. ingwer, kurkuma und salz zu den linsen geben und unterruehren. alles bei mittlerer hitze etwa 10min kochen lassen, bis die linsen weich sind. den topf vom herd nehmen.
2 kriander waschen, trockenschuetteln, die blaetter abzupfen und fein hacken. butterschmalz in einer kleinen pfanne erhitzen. kreuzkuemmel, chilipulver und korianderpulver hineingeben und bei mittlerer hitze etwa 1min unter staendige, ruehren anbraten, dann unter die linsen mischen.
3 das gericht mir dem koriander vermischen und servieren.

zu den zwei rezepten passt reis. lecker!

Posted by banana at 07:21 EM | Comments (6)
Februar 23, 2003
and my heart is on that ship out on mid-ocean

ich habe jetzt - aus rein wissenschaftlichen gruenden - einige der faschingssendungen bis zur uebelkeit gesehen und nun kenne ich die loesung. die antwort auf die frage: was sind die lustigsten dinge auf der welt (according to faschings-shows):
1. viagra
2. schwanzgroesse
3. maenner in frauenkleidern
diese drei themen kommen in jeder sendung mindestens einmal vor und sorgen bei jeder erwaehnung zu hysterischen reaktionen seitens des publikums. ich werde mich also bemuehen, diesen themen hier mehr platz einzuraeumen. trotz allem will ich ja nur unterhalten, ich alte schlampe.
der heutige tag ist sowieso im eimer. erst arbeiten, dann feststellen, dass heute kein tatort kommt, sondern nur so ein grenzwertiger polizeiruf und dann wurde auch noch die lindenstrasse vorverlegt, wegen diesem scheisse langweiligen skispringen.
wenn die lindenstrasse spaeter kommt, dann blenden die um 18:40h immer so eine laufschrift ein lindenstrasse: 20:15 oder so. wenn sie aber nach vorne verlegt worden ist, dann kommt keine einblendung. dabei koennte man da so schoene sachen machen.
sie wollen wohl die lindenstrasse sehen? tja, die ist schon vorbei. manche lernens eben nie... oder aetschibaetsch! oder jetzt tut es ihnen sicher leid, dass sie keine fernsehzeitung haben, was?
wie dem auch sei. ich habe mich schon als kind geaergert, dass die sendung mit der maus dauernd irgendeinem scheisssport weichen musste. das koennte der grund dafuer sein, warum mich sport im fernsehen rein gar nicht interessiert.
frueher, da war ich ja froh, wenn ich so ein fertigessen zustande bekommen habe. da habe ich die fixpackung gekauft, gelesen, was ich alles noch dazu brauche, das dann gekauft (oder auch mal weggelassen) und dann losgelegt.
das ergebnis war meistens ganz ok.
heute reicht mir das nicht mehr! nein! ich bin ja schliesslich der beste koch der welt! ich bereite doch keine fertigprodukte zu! nein. bei jedem gericht wird variiert, der kuehlschrank durchforstet, das gewuerzregal konsultiert und verfeinert, abgeschmeckt und rumgehampelt.
damals habe ich tonnenweise spaghetti gekocht. immer schoen aus der packung: nudeln, tomatenmark, die gleiche menge wasser, gewuerzmischung, kochen, fertig, lecker.
heute: nudeln ins wasser (kein oel rein, denn das waere total unautentisch), dann das tomatenmark, das wasser dazu, ruehen und anfangen zu suchen. dann etwas rotwein rein, etwas oregano und noch etwas pfeffer.
es schmeckte nicht besonders.
was denke ich eigentlich, wer ich bin? da sitzen da horden von geschmacksdesignern und -optimierern bei mama miraculi in der kueche und tuefteln rum, bis sie die perfekte tunke haben und ich - ich kippe mal eben noch was dazu, weil ich es natuerlich besser kann, weiss und mache.
note to self: nicht noch mehr fertiggerichte versauen.

Posted by banana at 07:23 EM | Comments (8)
Februar 21, 2003
kaustik | veraetzung

dasilva wusste nicht so recht, was er machen sollte. eigentlich sollte er den maehdreschermoerder hinter gitter bringen, aber wie sollte er das anstellen? wo sollte er anfangen? um sich darueber klar zu werden, muesste er einige vernuenftige gedanken im kopf haben und die hatte er nicht.
immer, wenn er versuchte, die zwei enden einer idee zusammenzufuegen, dann kam von irgendwoher ein windstoss und wirbelte sie wieder drucheinander.
er hatte eine weile versucht, einen klaren gedanken zu fassen, aber er bekam einfach nichts auf die reihe. also lies er es einfach sein. er musste den zustand voelliger gedankenlosigkeit erlangen. normalerweise fiel ihm das nicht schwer.
er klammerte sich am lenkrad seiner viper fest, damit seine haende nicht so zitterten. die viper blubberte bei 2000 touren vor sich hin und das virbrieren unter seinem arsch gab dasilva ein gutes gefuehl.
er haette nach hause fahren koennen, aber da war es genauso trostlos und oede, wie auf der strasse.
frankfurt am main. hochhauser, miese laune, nieselwetter. junkies, hundescheisse und strassenbahnen. der blowjob im auto zu 25eur und ein grosser aeppler fuer 3.50. wenn man glueck hatte.
fuer dasilva bestand frankfurt nur aus schmutzigen haeusern und aufgeplatzten strassen und mittendrin, da wo es die leute nicht sahen, weil sie es nicht sehen wollen, da quoll ein grosser traeger strom aus blut und unrecht. aus hass und gier, aus sex und leidenschaft, aus verzweiflung und drogen, aus gewalt und unbarmherzigkeit, aus geld und korruption und aus dem ganzen dreck. dreck den keiner wahrhaben wollte. der dreck den jeder zu jeder zeit mit sich herumtrug, aber von dem keiner etwas wissen wollte. dieser strom, das war der darm dieses billigen aufgedonnerten provinznestes, und er war bis zum bersten gefuellt mit der scheisse, die dieser molloch jeden tag produzierte. mitten in der stadt und ueberall.
und er, geheimkomissar dasilva, er war das kleine weisse stueck papier, das an der kloake vorbeigezogen wird und sich der ausscheidungen annehmen soll. er musste den dreck abwischen, sobald er ans tageslicht kam. und dann musste er wieder verschwinden. seine arbeit war ein kurzes aufleuchten. ein blitzschnelles trockenes und festes und fingerfestes drueberwedeln, das niemand sehen durfte.
vorher wollte man nicht mit ihm gesehen werden und hinterher auch nicht. und er musste zusehen, wie er mit dem dreck, den man ihm auflud zurechtkam.
so stand es zumindest in seinem arbeitsvertrag.
aber ohne ihn konnte niemand sein, zumindest nicht ueber einen laengeren zeitraum. dasilva wusste das. und es machte ihn zu einem ruhigen torpedo der gerechtigkeit. fuer gewoehnlich hatte er sein ziel im auge und es gab keinen grund fuer hektische ausweichmanoever. also auch nicht in diesem fall. soviel stand fest.
so fuhr er durch die strassen der stadt, ohne zweck und ohne ziel, ohne gedanken im kopf und mit knurrendem magen.
er hatte maechtig kohldampf und brauchte zwei drei bier. mittlerweile war es zwei uhr mittags. und er hatte seit der leckeren frikadelle heute morgen noch nichts gefressen. was fuer ein tag.
in der ferne sah er einen imbiswagen stehen. der kam ihm grade recht. er wollte sowieso telefonieren und waehrend der fahrt durfte man das ja nicht.

Posted by banana at 08:50 EM | Comments (1)
Februar 20, 2003
die achsel des boesen

ich habe einen bekannten, von dem habe ich ein foto. dieser bekannte, der redet sehr sehr sehr sehr sehr sehr sehr sehr gerne. nicht, dass es uninteressant waere oder langweilig oder bloed, nein, es ist immer amuesant und kurzweilig. wenn man mit ihm redet sollte man aber zeit mitbringen. er ist eine rechte plaudertasche.
selbst auf dem foto kann man dass sehen. er sieht aus, als wollte er grade loslabern. er hat diesen laberblick drauf. der mund ist auch schon geoeffnet. das deutet darauf hin, dass er schon losgelabert hat. wahrscheinlich wollte er dem fotografen grade erzaehlen, was er falsch macht oder so. keine ahunung.
dasilva programmierte sein navigationssystem auf uschi und sausste weiter ueber die landstrasse. er haette es eigentlich nicht zu programmieren brauchen, weil er den weg zu uschi auswendig kannte, aber wenn man es schonmal hatte, dann sollte man es auch benutzen.
der punkt, den das navigationssystem fuer uschis wohnung hielt, war nicht wirklich uschis wohnung, sondern lag in einem ganz anderen stadtteil. aber er liebte es, wenn die frau aus dem navigationssystem mit ihm sprach und das tat sie nunmal am haeufigsten, wenn er nicht so fuhr, wie sie sich das vorstellte. sie hatte eine so schoene stimme. er haette sie am liebsten vom fleck weg geheiratet. dasilva war ein mann, bis oben hin voll mit ehrlichen gefuehlen.
manchmal war er so voller ehrlicher gefuehle, dass etwas davon ueberschwappte und aus ihm herausfloss. das kam aber nur selten vor. meistens, wenn er den song ruf teddybaer 1-4 in seiner sound anlage hoerte. so wie jetzt.
dasilva hatte schon feuchte augen. aus dem radio drang dieses, sein lieblingslied:
er sagte nur: kanal 1.4 ist hier irgendwer? wenn dann ruf
mich doch zurueck und sprich mit teddybaer

das lied hatten sie gehoert, als der unfall mit dasilvas partner honky tonk passiert war. deswegen wurde dasilva immer ganz sentimental, wenn er es hoerte. honky tonk war der beste partner, den dasilva jemals gehabt hatte. wahrscheinlich war er sogar der beste partner gewesen, den jemals ein geheimkommissar gehabt hatte. dagegen konnten hacke und schneidi kacken gehen. und hans guenter? wer zur hoelle war hans guenter?
jeden tag von frueh bis spaet schalt ich den kasten ein.
sitz im rollstuhl, kann nicht gehen und bin hier ganz allein
und meine mutter arbeitet, sie sagt, dass muss so sein,
denn daddy starb vor einem jahr auf dieser autobahn.

genau so war es. das war das leben. darin hatten dasilva und sein partner honky tonk immer uebereingestimmt. diese worte trafen genau dasilvas herz. dieser arme junge! sein vater war gestorben, seine mutter musste arbeiten und er sass im rollstuhl. ganz alleine vor dem cb-funk geraet. das einzige kind in einer armada von brummikapitaenen.
auch dasilva hatte keinen vater mehr. er hatte auch keine mutter mehr. er konnte sich so gut mit dem jungen in dem lied identifizieren. er schluchzte. honky tonk konnte sich auch sehr gut mit dem jungen identifizieren. auch er war ein waise gewesen.
irgendwann vielleicht bist du wieder hier, dann waer es schoen,
wenn mich dein ruf erreicht.
dann war es still und ich gab gas. Mit 80 in die stadt,
die letzte kurve ich war da. ich glaubte nicht was ich da sah.
da standen 18 lkws. ich war den traenen nah.

auch dasilva war den traenen nah. "verfluchte scheisse!" bruellte er. auch er fuhr mit 80 in die stadt und auch er sah mindestens 18 lkw und noch viellmehr pkw. er ging voll in die hemme. funken spritzen auf und die reifen quietschten, als haetten sie die spanische inquisition auf die streckbank gespannt. dasilva fragte sich, wo die funken hergekommen waren.
er war in einen stau geraten. "ihr arschloecher!"
dasilva schaltete das blaulicht ein und fuhr auf der gegenfahrbahn weiter. er wollte zu uschi. die entgegenkommenden autos lichthupten und wichen nach links und rechts aus, wie eine auseinanderstiebende zebraherde. sie rassten in parkende autos und fensterfronten, gegen hauswaende und telefonzellen. dasilva fuhr stoisch geradeaus. das schlimmste, was man als geisterfahrer machen kann, ist ausweichen. das wusste niemand besser, als er. wenn man auswich, dann wurde es gefaehrlich.
dann fuhr ich los und mein geraet, dass war noch auf empfang,
als auf einmal die stimme einer frau erklang. sie sagte,
und man merkte es, das sprechen fiel ihr schwer:
hier ist kanal 1.4, hier spricht mutter teddybaer,
den schoensten tag in seinem leben habt ihr meinem kind gegeben.

"honky tonk, altes haus" sagte dasilva leise "ich habe dir nie hastua luego sagen koennen."
jetzt waren es aber genug der sentimentalitaeten, denn er war vor uschis haus angekommen. dasilvas geraet war naemlich auch schon auf empfang.
"hi uschi, kleines." sagte dasilva.
"schorse! haettest du nicht vorher anrufen koennen?" uschi schien etwas genervt zu sein.
"stoer ich?"
"ach was, grosser. du stoerst doch nie." sie zwinkerte ihm zu.
"ich war grade in der gegend."
"komm' doch rein."
sie gingen ins wohnzimmer und nahmen auf der ledercouch platz. an der wand hing ein grossbildfernseher, auf dem gerade eine talkshow lief. uschi schaltete den ton aus.
das wohnzimmer wurde ganz klar von der eiche-brutal schrankwand und von uschis billigem parfuem dominiert. der steinboden lies jedes wort wiederhallen. da halfen auch die spaerlich verteilten wildschweinfelle nichts.
"und, wie?" fragte dasilva.
"hm. ja, geht so. und selbst."
"hm. naja, kann nicht klagen."
beide schauten auf den fernseher.
"willste was trinken?"
"bier."
uschi holte zwei flaschen licher aus der kueche. sie stellte die beiden flaschen auf den couchtisch.
"ist das bild neu?" fragte dasilva.
"welches?"
"das mit dem traurigen maedchen."
"nein."
"ach so."
dasilva nahm einen grossen schluck bier. er mochte licher export nicht besonders, aber wenn es nichts kostete, dann soff er auch das.
dasilva zog uschi an sich und kuesste sie heftig. sie wehrte sich erst ein bisschen, aber dann lies sie es geschehen und wurde immer entspannter. sie knoepfte dasilvas hose auf. sein geraet war immernoch auf empfang. umstaendlich packte sie es aus.
"wenn ich es nicht besser wuesste, wuerde ich sagen, du wirst von mal zu mal groesser, schorse." uschi beugte sich runter.
"hm. du weisst es nicht besser. ich hab' mir solche penisvergroesserungspillen aus dem internet bestellt. die wirken wunder."
dasilva konnte nicht verstehen, was uschi sagte. sie hielt inne und richtete sich wieder auf.
"was ist mit meinem mann?"
"mach dir keine sorgen. der ist beschaeftigt. der such eine lotus niederlassung in suedfrankfurt. dabei gibt's da gar keine. schneidi, dieser idiot. wie du so eine taube nuss heiraten konntest, dass ist mir echt ein raetsel. mach weiter." dasilva lachte.
"naja, viel heller bist du selbst ja auch nicht, aber du hast deine qualitaeten." dachte er. er legte den kopf in den nacken und schloss die augen.
uschi lachte "der schlappschwanz!"
zwei stunden spaeter sass dasilva neben der ohnmaechtigen uschi. er wischte sich seinen schwanz am paradekissen ab und inhalierte gierig den rauch einer reval. uschi bewegte sich. sie kam langsam zu sich.
"oh" stoehnte sie und fasste sich an den kopf "ich bin voellig fertig. ich kann nicht mehr. ich muss mich erstmal hinlegen."
"ja, meinst du, mir macht das spass?"
dasilva knoepfte seine hose zu und stand auf. "so, puppe, ich muss. bis zum naechsten mal."
er hatte einen wichtigen fall zu loesen.

Posted by banana at 06:49 EM | Comments (2)
Februar 19, 2003
karnivorenkotze

heute ist der bruehmte geheimkommissar dasilva wieder da. dafuer hat banana (der gute) heute frei. hier der neue schnipsel:
die mordserie des maehdreschermoerders war natuerlich nur eine aufgebauschte provinzposse. aufgebauscht von der frankfurter wahrheit, einem kaeseblatt fuer die nichtarbeiterklasse. die auflage der zeitung duempelte dahin wie eine rotzfahne in der bilge und sie lechzte nach einem spektakulaeren reisser, wie ein stromableser nach einer frischgeoelten teenie-muffe. da war es klar, dass die moeglicherweise zusammenhaengenden morde schnell zu einer mordserie hochgejazzt wurden und da war es auch klar, dass schnell die scheisshausparole vom maehdreschermoerder gefunden war.
genaugenommen handelte es sich bei dem tatunterstuetzungswerkzeug nicht um einen maehdrescher, sondern um einen feldhaecksler. das hatte sich dasilva vom dem geschwaetzigen leiter der spurensuche - einem indianer mit landwirtschaftlichen wurzeln - lang und breit anhoeren muessen.
er wuerde in zwei wochen wieder aus dem hostpitz entlassen werden. dasilva hatte ihm ein stueck gekauften bienenstich und eine selbstgebastelte karte geschickt. irgendwie tat es ihm leid. auch dasilva hatte gefuehle, aber er konnte es einfach auf den tod nicht ausstehen, wenn ihn jemand herablassend behandelte. dafuer muss man ja auch mal verstaendnis haben. dasilva war ein raubtier mit messerscharfen instinkten, blitzschnellen reflexen und einem 9 millimeter parabellum projektil im bregen. eine hoechexplosive kombination.
mit einem maehdrescher, so hatte ihm nosy prick erklaert, waere diese art von corpse processing, wie er sich ausdrueckte, gar nicht moeglich. ein maehdrescher drischt mehr, als er hackt, zerstueckelt und zerschneidet. dafuer ist ein feldhaecksler viel besser geeignet. der schneidet mit scharfen klingen jedes material ohne, dass die leerlaufdrehzahl auch nur um ein jota schwankt und hat obendrein eine groessere oeffnung, in die man die fleischbatzen werfen kann.
maehdreschermoerder klingt griffiger, als feldhaeckslermoerder und der gemeine leser der wahrheit kann und moechte sich mit agraroekonimoschen fachausdruecken nicht auseinandersetzen. es laesst sich auch viel einfacher und trockener aussprechen. obendrein gab es nicht viele redakteure bei dem blatt, die feldhaecksler haetten schreiben koennen. die, die es konnten, blieben nicht bei der wahrheit.
nosy prick konnte von corpse processing sprechen, denn mittlerweile war es von der spurensuche geklaert worden, dass die menschen tot waren, bevor sie zwischen die eisernen zaehne des haeckslers gelangt waren. sehr haessliche versuche mit verurteilten drogenhaendlern und einem claas speedstar hatten dies an den tag gebracht.
der praesi hatte sich damals furchtbar ueber die versuche aufgeregt. es hatte dasilva damals fast den kopf gekostet. der praesi hatte gebruellt und getobt und der adler war nicht zur ruhe gekommen. aber der praesi konnte nunmal nicht ueberall dabei sein.
nun gab es also ein weiteres opfer. es war nummer 9. die unglueckszahl!
dasilva stand auf dem matschigen acker, zog an seiner reval und schuettelte den kopf. eine solche sauerei hatte er seit dem autofreien sonntag, an dem die kollegen den falschen autobahnabschnitt gesperrt hatten, nicht mehr gesehen. rosafarbene fleischstueckchen, nicht groesser als ein nimm zwei waren ueber den ganzen acker verteilt. ab und an blitzte ein weisser knochensplitter hervor. das schlimmste aber war diese braeunliche suppe, die sich aus diversen koeperfluessigkeiten zusammensetzte, ueber die dasilva nicht weiter informiert werden wollte. diese suppe war ueberall. wieviel suppe enthielt ein einzelner mensch eigentlich? wenn es sich um einen einzelnen menschen handeln wuerde. von der fleischmenge her konnten auch gut und gerne drei menschen sein, die hier ordentlich durchgelueftet wurden, aber das war sehr schwer zu schaetzen. wenn es ueberhaupt menschen waren. hier haette auch genausogut eine gulaschbomber abgestuerzt sein koennen. erste analysen hatten aber bestaetigt, dass es sich um menschenfleisch handelte.
das muster war exakt das gleiche, wie bei den anderen opfern. was natuerlich nicht heissen muss, dass da irgendein zusammenhang besteht.
eine hundertschaft einsatzpolizisten war damit beschaeftigt, die voegel zu vertreiben, waehrend die spurensucher in ihren weissen kitteln mit tuetchen und pinzettchen bewaffnet ueber den acker staksten und aufpickten. es sah aus, wie ein chinesisches open-air-all-you-can-eat.
hacke und schneidi hatten bei dem wettrennen, dass sie auf der herfahrt veranstaltet hatten einen offensichtlich drogenabhaengigen studenten auf einem fahrrad ueber den haufen gefahren und waren nun damit beschaeftigt, eine lotus niederlassung und suedfrankfurt zu finden. schneidi konnte es auf den tod nicht ausstehen, wenn sein dienstwagen verschmutzt war. obendrein war der student nicht versichert und zickte rum und so weiter. mit schneidi war heute also nicht mehr zu rechnen.
"wenigstens war der beschaeftigt" fluestere dasilva und rieb sich die haende.
"wo ist der einsatzleiter?" rief dasilva.
eine polizistin, die grade vom kotzen zurueckkam deutete auf einen herren in einem lodenmantel. dasilva ging zu ihm hinueber.
"wer bringt sowas fertig?" fragte dasilva.
"das habe ich mich auch schon gefragt." antwortete der mann. es war kriminalhauptkommissar wartburger. "das ist das schlimmste, was ich je gesehen habe. ich frage mich, ob es ueberhaupt ein mensch war, der das getan hat."
"das meine ich nicht, du beamtenarsch. ich will wissen, wer es fertig bringt, mich hierher zu rufen. auf diesen versifften acker mitten im nichts. dieses monumentalhaschee, diese menschliche explosionszeichnung, diese ...scheisse hier, das hat fuer mich so viel informationsgehalt, wie die sackhaare von deiner mutter, du zu forschungszwecken augeschissene eiterbeule." dasilva war jetzt einen zentimeter von wartburgers gesicht entfernt. er haette eigentlich gar nicht so zu schreien gebraucht. wartburger sah aus, wie ein haeufchen elend.
"ich dachte, sie sollten sich das ansehen."
dasilva knickerte den hut von wartburgers kopf. mit den fingerknoecheln knopfte der auf die kahle stelle ueber wartburgers stirn.
"hallo!" klopf klopf "hallo!" klopf klopf. "hallo! der onki ist da!" klopf klopf "ihr koennt jetzt rauskommen!" kopf klopf "hallo! ihr muesst keine angst mehr haben." klopf klopf "der liebe onki schorse ist da" klopf klopf "ach so. keiner da? keiner zu hause? schon seit jahren nicht? da muss wohl ein haufen scheisse eingestiegen sein und sich haeusslich niedergelassen haben. ruf mich nie wieder an, du sackratte, ok?" ein speichelfaden hing zwischen dasilvas mund und wartburgers nase. wartburger zittere.
"aber der fall! die presse! mein chef!" stammelte er.
dasilva stach dem mann seinen zeigefinger ins auge, dass es schmatzte. wartburger schrie auf und schlug die haende vors gesicht. dasilva rammte seine faust in wartburgers magengrube. der schrumpfte zusammen, wie eine ameise unter einem brennglas. er schluchzte laut.
"immer die augen offenhalten." sagte dasilva "dann scheisst man sich auch nicht so schnell in die cordhosen. ich werde mich ueber dich beschweren, du waschlappen. und die rechnung fuer meine budapester schicke ich dir auch. die sind komplett im eimer. gott im himmel. wieso habe ich es denn immer nur mit amateuren zu tun?"
dasilva setzte sich in seine viper und fuhr ab. mit dem schlamm, der aufspritzte malte er lustige muster auf die kittel der spurensucher.
nach dieser deprimierenden veranstalung brauchte er etwas anerkennung: mal wieder richtig hoeckern. mit allem. er wusste auch schon, mit wem.

Posted by banana at 07:18 EM | Comments (17)
Februar 18, 2003
the clay makes the music

und jetzt alle:
beila beila beila! beila beila-ge!
zum schnitzel noch etwas blaukraut, und dazu kartoffelschnee
wenn man im cd-geschaeft neben einer frau steht und sich schon viel zu lange diese cd anschaut und die frau einfach nicht weggehen will, obwohl sie sich auch schon viel zu lange diese cd anschaut und mittlerweile eigentlich schon saemtliche titel, deren komponisten und die produzenten auswendig kennen muesste, und wenn ein sturm im eigenen kopf wuetet und instinkte weckt, die dich dich in sicherheit waehnen lassen, dass hier und jetzt eine der chancen gekommen ist, das lotterleben, die leberwurstwochenenden und die flatrate aufzugeben, wenn sie dich dann noch zufaellig beruehrt und anlaechelt und sich entschuldigt und diesen kleinen moment zu lange nicht wegschaut, wenn du dann selbst bloed grinst und macht doch nichts, ist gar nichts passiert sagst und sie immernoch nicht wegguckt, dann ist es zeit, die cd ins regal zurueckzustellen und zu gehen.
das waere es nicht wert, die cd ist schlecht und du hast dir das alles nur eingebildet. es waere nicht gutgegangen, es waere entweder kurz und peinlich oder lang und schmerzvoll gewesen.
so ist es doch viel besser. man kennt sich aus - lotterleben, leberwurstwochenende und flatrate. und man hat 15 euro gespart. kein wunder, bei der regierung.
nur so als tip.
ich habe heute den leuten im buero gesagt, dass ich eigentlich nur wegen dem geld da bin, was man mir bezahlt. sie waren ziemlich enttaeuscht, schaetze ich. mein tisch steht jetzt ganz allein in der ecke, wo man den schimmel an der wand fand. die tischgruppe wurde von jetzt auf gleich und ohne angabe von gruenden aufgelost. meine einladung zur tauchlackparty wurde aufgehoben. ich bekam auch den ganzen tag ueber keine emails mehr. kurz: ich werde volle kanne geschnitten. gemein, herr doktor kohl!
ist das der dank fuer meine ehrlichkeit?
mir ist beigebracht worden, dass ehrlichkeit das wichtigste sei. dann erst kaemen humor, respekt und sicherheit. von hutschi-gutschi war da nie die rede. ich bin ein mann mit festen grundsaetzen und prinzipien und maximen und lebensregeln. diese sind sehr einfach und sehr strikt. aber das bin ich auch.
deswegen kann und will und werde ich diese heftige ueberreaktion nicht verstehen wollen zu versuchen tun.
es wurde viel geweint. sie sagten, es waere etwas zerbrochen, was wir so behutsam ueber monate hinweg aufgebaut haetten. moment mal - ich habe gar nichts aufgebaut. ich haette mich wahrscheinlich schon eher von allem distanzieren muessen, was irgendwie nach aufbau riecht. was diesen klebrigen geschmack der menschlichkeit angenommen hat. dieses menscheln, diese nicht zu kalkulierende komponente.
alle beziehungen, die ueber vorname, nachname, funktion, telefonnummer, automarke und e-mail-adresse hinauszugehen drohen, muessen auf distanz gehalten werden. dann lebt es sich besser, dann muss man sich keine geburtstagsdaten merken. dann muss man nicht so tun, als ob es einen interessieren wuerde, dass der zwerghase verreckt ist. dann muss man nicht so tun, als wuerde einem dieses machwerk von frisur gefallen.
das grosse problem des menschen faengt damit an, dass er nicht allein in seiner stube hocken kann.
wenn ein mensch gelernt hat - und zwar nicht aus buechern - mit seinem eigenen leiden allein zu sein, sein verlangen nach flucht zu ueberwinden, die illusion, dass andere teilnehmen koennten, dann bleibt ihm nur wenig zu lernen.
da hat der camus (der gute) mal wieder recht.
ich bin der meinung, dass bezahlung die ehrlichste grundlage fuer beziehungen ist. da weiss man, woran man ist. jede tafel schokolade, jede einladung zum kino, jeder gefallen muss unterbunden werden. so einfach ist das.
was habe ich denn davon, wenn ich eine einladung zum essen annehme? ich muss mir eine kleine aufmerksamkeit ausdenken. jedem, der diese worte ausspricht, sollte die unterlippe wie eine fleischene kappe ueber den schaedel wachsen und ihn langsam ersticken.
diese kleine aufmerksamkeit muss ich dann auch noch kaufen. womoeglich noch verpacken.
dann muss ich da hinfahren, obwohl ich viel viel lieber alleine zu hause geblieben waere. dann verbringt man einen endlosen abend mit oeden gespraechen ueber uninteressente themen und muss dabei auch noch versuchen, zu laecheln, waehrend man den schweinefrass runterwuergt. irgendwann ist es dann angemessen spaet, so dass man sich unter einem vorwand, den man sich schon beim betreten der wohnung ausgedacht hat, endlich verpissen will. all die langweile, die ausweglosigkeit, die bedrueckung fallen dann von einem ab, sobald die tuer hinter einem ins schloss gefallen ist.
oh, mein gott! wie koennen menschen so deprimierend langweilig und normal sein, so abgrundtief speissig und verklemmt und dabei noch derartig schlechte koeche?
wieso in aller welt lebt ihr zusammen, wenn ihr euch nichts zu sagen habt, ihr nichtmehr gewinnbringend miteinander fickt und jede noch so kleine gelegenheit nutzt, um hemmungslos und ernsthaft zu streiten?
jetzt lacht ihr wieder alle. haha, wie lustig. dabei meine ich genau euch. ihr haltet euch nur fuer interessant. leider seid ihr es nicht und zu eurem pech bin ich diejenige instanz, die das zu bewerten hat und das auch tut. das hier ist ein individuell fuer dich generierter text, die dir deine scheisse-ness vor augen fuehren soll.
ein thema unter vielen an diesen abenden ist zum beispiel die geschichte des wohnzimmerschrankkaufes.
da legt mir der hausherr detailliert jede einzelne anforderung an den wohnzimmerschrank dar. das muss er sein und das und das auch und die und die farbe und natuerlich massiv, nicht so eine sperrholzscheisse. und natuerlich gab es die und die probleme bei der lieferung. ich frage mich dann immer, warum dieses ach so perfekte moebel, diese perle unter den perlen, dieser verlorene sohn, dieser prototyp eines wohnzimmerschrankes so rettungslos scheisse aussieht. ich muss nach solchen scheusslichkeiten nicht lange suchen. die finde ich immer unter den reduzierten ausschussmoebeln.
die gleichen leute, die mundverlesen moebliert sind, die durch die moebelhaushoelle gegangen sind, um sich mich wirklichen geschmacklosigkeiten zu umgeben, die jahrelange lieferfristen, jemenitische schraubenmasse und horrende preise auf sich genommen haben, die gleichen leute besuchen mich dann und loben meine schoene einrichtung. dabei kaufe ich nach dem kommen, sehen, siegen prinzip ein. naja, die werden genauso heucheln, wie ich es auch tue.
ach, bevor ich es vergesse - ich habe mich eingaengig informiert, liebe herren der schoepfung. es kommt doch auf die groesse an.
aber das nur am rande. mehr habe ich heute eigentlich nicht zu sagen und dasilva hat heute seinen freien tag.

Posted by banana at 08:54 EM | Comments (9)
Februar 17, 2003
herbe sahne, alter

zunaechst moechte ich um mitleid heucheln. ich habe mich gestern beim buegeln eines hemdenberges am buegeleisen verbrannt. also, bitte eine runde mitleid. ich will auf diese weise natuerlich nur unterbringen, dass ich endlich diese scheisshemden gebuegelt habe. es war gar nicht so schlimm. bis auf die verbrennungen. die - wenn ich ehrlich zu mir selbst bin - auf meine bloedheit zurueckzufuehren sind. tja, scheisse wenn man doof ist.
aber buegeln muss ja schliesslich auch gelernt und geuebt sein und wenn man optimale ergebnisse durch maximales stofflangziehen erreichen will, dann kommt es schoneinmal vor, dass man den daumen mitbuegelt. ist am anfang sehr schmerzhaft, hinterlaesst aber zum glueck keine bleibenden spuren. man aergert sich halt nur ueber seine eigene bloedheit. so wird gebuegelt (spackonauten-style in kurzform): kragen aussen, kragen innen, ruecken oben, linker arm (ohne anfaengerfalte obendaruf), rechter arm. linkes vorderteil (mit der tasche anfangen), linkes rueckenteil, rechtes rueckenteil, rechtes vorderteil. die knopfleiste von der rueckseite buegeln. na, ist doch wahnsinnig spannend, dieses bloggen, oder? was kann ich noch erzaehlen aus meinem spannenden leben. gestern abend war ich essen. ich habe eine pizza mix (nr. 6) gegessen. sie war belegt mit tomatensauce, kaese, paprika, kaese, pilzen und salami. sie hat recht gut geschmeckt, aber der rand war etwas verbrannt. alles in allem fuer 5.20eur ganz ok. dazu gab es ein duftes weizenbier (weihenstephan). das hat 2.60eur gekostet.
aahh... toll, dieses bloggen!!! *knuddel* *ganzliebdrueck* heute hatte ich mal wieder viele besprechungen und es kam mal wieder raus, dass alle zu faul zum arbeiten sind und sowieso keinen plan haben und damit auch noch durchkommen. danke, fuer diesen guten morgen.
hm. alle leute schreiben weblogs. das ist auch total klasse! eins interessanter, als das andere. so viele menschen, so viele aussergewoehnliche leben, so viele links. naja, ich will nicht schon wieder meckern, sondern ich habe eine frage (die frage ist zu schwer fuer mich, ich stelle sie jetzt oeffentlich...). man redet ja gern und viel vom bloggen. wie spricht man das denn aus? wie man es schreibt, so wie blub? das kommt mir doch reichlich bescheuert vor. ich tendiere dazu, dass b gesondert auszusprechen. so klingt es dann eher, wie belagerung. ist jemand mit der noetigen kompetenz ausgestattet, um mir diese frage zu beantworten. das will ich doch schwer hoffen!
in der gleichen art, wie sich dasilva nach dem bier beim praesi und den drei reval jetzt besser fuehlte, schien es auch dem tag besser zu gehen. dasilva, schneidi und hacke standen auf dem parkplatz des geheimkommissariates im nieselregen.
"scheisse" sagte hacke. "wie solle wir dann jetzt da hinkomme?"
"wieso?" schneidi war etwas langsam.
der parkplatz des geheimkommissariates sah aus, wie die einfahrt des deutschen ludenkongresses. neben hackes dienst f355 stand schneidis dienst-lotus turbo esprit und wiederum daneben dasivlas dienst-viper. alles zweisitzer.
"na klasse" sagte dasilva "nur weil ihr schlappschwaenze euch unbedingt fahrbare nillensurrogate bestellen musstet kommen wir jetzt nicht zum tatort."
"du musst grad redde, du mit deim amischlidde" maulte schneidi.
"sonst faehrt hans guenter immer" merkte hacke an.
"aber du hattest ja nichts besseres zu tun, als dem in den fuss zu schiessen, john wayne."
blitzschnell zog hacke seine barretta und drueckte sie dasilva auf die nase, dass sie weiss wurde. er starrte dasilva in die augen und zuckte etwas nach. dasilva wurde etwas flau. "pass, auf, wassde sachst, du uffgeblasenes windei. du faengst an mir uff de sack zu geh'n. und die einzigste, wo mir auf de sack runtreten darf ist lady danielle."
"geh' mal einen schritt zur seite, fettsack, du stehst auf deinem humor." sagte dasilva.
hacke drueckte den lauf der waffe weiter auf dasilvas nase. er starrte ihm einige weitere sekunden an und atmete schwer. er war stinksauer. dann schaute er ploetzlich auf die knarre, laechelte und lies sie sinken. "ich hab's!" sagte er "wir nemme hans guenters wagen." dann fuchtelte er mit der pistole in der luft herum und grinste bloed.
etwas abseits stand hans guenters audi rs 4. hacke ging zu dem wagen und schoss dreimal ins tuerschloss. er wollte die tuer aufmachen, aber es ging nicht.
"so bloed kannst auch nur du sein. falsche art von tuer." sagte dasilva und schlug die scheibe der fahrertuer ein. er wollte die tuer entriegeln, aber sie war schon offen "hm..." sagte er "sieht hans guenter gar nicht aehnlich. er wird leichtsinnig. was da alles passieren kann."
er setzte sich in den wagen, hacke setzte sich auf den beifahrersitz, schneidi oeffnete den hinteren schlag, riss den kindersitz aus der verankerung und schmiss den sonnenschutz gleich hinterher.
"wie riecht des dann hier? wie im puff." hacke entfernte den wunderbaum vom spiegel und pfefferte ihn an dasilva vorbei auf den hof. "da kanner weiderstinge."
"hm." brummte dasilva "kein schluessel im schloss." er sah hinter der sonnenblende nach, aber auch da war ausser der kopie des fahrzeugscheins nichts zu finden. wuetend schlug dasilva mit beiden haenden auf das lenkrad, wie ein affe, der sein revier verteidigen wollte.
waren denn alle gegen ihn? wieso hatte nur er immer so viel pech? wieso konnte nicht einmal etwas glatt laufen. "die alte schlampe. weiss einer von euch komikern, wie man so'n ding kurzschliesst?"
"nö" war die einhellige antwort "auf dem kurs war isch noch nett".
dasilva riss die verkleidung der lenksaeule runter, legte die kabel frei und verband verschiedene kupferenden miteinander in scheinbar willkuerlichen kombinationen. das auto machte keinen mucks.
"dieser scheiss hans guenter. diese quadrattschampe. wenn der wiederkommt, mach ich ihn zur sau. der wird sich wuenschen, er waere nie polizist geworden, der alte milchtrinken."
"der hans guenter, des alde aaschloch!" sagte schneidi langsam.
"wir fahren getrennt." bestimmte dasilva.
um seinem aerger luft zu machen trat dasilva eine beule in die fahrertuer, brach die antenne ab und schoss noch zwei reifen von hans guenters auto platt.
er schnaubte. als hacke an ihm vorbeiging, zog desilva sein knie hoch und rammte es hacke in die kloeten "das ist fuer deinen kleinen auftritt eben, fettsack". hacke rang nach luft. es dauerte eine minute, bis er sich wieder aufrichten konnte. er stuetzte sich auf seinem f355 ab. er hatte traenen in den augen.
"haben, wir uns verstanden?" fragte dasilva.
hacke nickte.
"nix fuer ungut." sagte dasilva "du solltest mir dankbar sein. jetzt sparst du dir zwei wochen die lady danielle."
alle stiegen in ihre wagen, schalteten das blaulicht ein und fuhren vom hof. aus dasilvas wagen drang "another one bites the dust".

Posted by banana at 08:37 EM | Comments (7)
Februar 16, 2003
'cause i've seen you naked and i'll propably see you naked again

§§a href="http://www.spiegel.de/spiegel/vorab/0,1518,235276,00.html" target="_blank">hiernach§§/a> darf man doch die frage stellen, wie ernst der krieg gegen den terror denn gemeint ist. meere von bomben schmeissen auf afghanistan, dabei leute umbringen, weil man einen mann fangen will. irgendwann klappt das aber nicht so ganz, das medieninteresse ist verschwunden, man verliert die lust und dann ist das alles nicht mehr so wichtig, weil die weltmacht irak uns alle auf einmal viel mehr bedroht. man kann sich ja nicht um alles kuemmern.
hm... fagott heiss auf englisch bassoon. das englische faggot hingegen bedeutet schwuler. komisch. ob da irgend ein zusammenhang besteht? ich glaube nicht.
ich fuehle mich belaestigt. staendig diese deprimierenden fastnachtssendungen im fernsehen. wer will das sehen? ich auf jeden fall nicht. heute faellt sogar mein geliebter tatort aus.
wer denkt denn ernsthaft, dass das lustig ist? irgendwelche deppen, die denken, nur weil sie sich eine peruecke aufsetzen, das gesicht anmalen und ihre konservativ vernebelten ansichten in schlechte reime packen, waere ihre peinliche und schlechte darbietung lustig. ist es denn per se lustig, sich selbst laecherlich zu machen? offensichtlich schon. ich muss da etwas grundsaetzlich falsch verstanden haben. maennerbalett ist ja auch zum bruellen komisch. und so originell. dann kommen noch diese uniformierten typen, die garde, mit den frauen mit den kurzen rocken, damit die alten geilen saecke, die zu hause nicht mehr ueber ihre fettgewebetanker rutschen auch ein bisschen was zum gucken haben. das ganze ist ohnehin immer sehr militaristisch organisiert. sehr komisch.
die spitze der kreativitaet ist dann erreicht, wenn wenn schwule fastnacht feiern oder frauen. das ist dann so originell, dass wir alle vor entzuecken springen.
das privatfernsehen scheint mir von der faschingspest weitgehend verschont zu bleiben. nur die oeffentlich rechtlichen, die marschieren da ganz vorne mit. die zeigen ja auch tagelang wintersport, folkstuemliche musik, radrennen, fussball und andere interessante sachen. heute morgen zu beispiel: late morgen. langweilig, peinlich und gar nicht lustig. wir haben nicht eine faschingsverkleidung fuer sie, sondern zwei. nein! das ist keine herkoemmliche piratenverkleiung, denn wir haben noch diese videokassette. wir sind ein videopirat. dafuer zahle ich doch gerne meine gebuehren.
dann wollen wir mal wieder:
auf dem weg zurueck ins buro dachte dasilva daran, wie schoen hans guenter getanz hatte. die alte schlampe. er musste grinsen. der hatte es nicht besser verdient. ab und zu muss jeder eine kugel fangen. sonst wird man weich.
dasilva dachte ein bisschen ueber hans guenter nach und darueber, wie gerne er seine frau voegeln wuerde. aber da wuerde wohl nichts draus werden. die schien mit hans guenter unter einer decke zu stecken und wuerde ihn erst abweisen und dann hans guenter alles bruehwarm erzaehlen, die alte schlampe. nicht, dass hans guenter irgendeine bedrohung fuer dasilva darstellen wuerde, aber unangenehm waere es ihm trotzdem. schade eigentlich.
hans guenter wuerde wohl erstmal ein paar tage ausfallen. moment - wer sollte denn jetzt die ganze arbeit machen?
eigentlich war hans guenter der einzige, der arbeitete. dasilva war der meinung, dass jeder, der arbeiten wolle auch arbeiten solle, also nahm er es hans guenter nicht uebel. jetzt war hans guenter aber nicht mehr da, konnte auch nicht arbeiten, obwohl er es wollte. dasilva muesste nun arbeiten, obwohl er es nicht wollte und das machte ihn sauer. der , der alte furz sass ihm im nacken.
"hacke, du riesenarschloch" bruellte er, als er das buero betrat. heidi wischte gerade das blut auf und hacke und schneidi betrachteten dabei ihren prachtarsch.
"was issn jetz scho wieddae? haste was mit'm praesi?" hacke stiess schneidi in die seite und grinste.
"wieso hast du hans guenter in den fuss geschossen? wer soll denn jetzt die ganze arbeit machen?"
"momentema." sagte hacke "du hast doch mit der scheisse angefange und du hast auch am lauteste gelacht"
"aber ich habe ihm nicht in seine balerinafuesschen geballert, du bratarsch" bruellte dasilva.
"isch hat halt gedacht - so als finale"
"die woerter hacke und denken, die haben normalerweise viele viele worte zwischen sich. der praesi will ergebnisse im fall des maehdreschermoerders sehen und du ballerst mir hans guenter in die klinik." dasilva war jetzt etwas ruhiger. er wischte die unterlagen, das telefon und die schreibmaschine vom schreibtisch. die schreibmachine landete auf heidis kopf. sie streckte augenblicklich alle viere von sich.
"maennergespraech" sagte schneidi langsam.
"weisst du was, hacke?" dasilva setzte sich auf den nun freien schreibtisch. "ich glaube, ich weiss, wer jetzt die arbeit macht. der, dem wir den ganzen schlamassel zu verdanken haben."
"du meinst doch nett misch?"
"doch." dasilva zuendete sich erstmal eine reval an. "genau dich. was hat denn eigentlich der arzt gesagt?"
"hm. zwo woche minimum." sagte schneidi.
"scheisse." zischte dasilva "weiss das hans guenter auch schon?"
"waas nei. isch glaub nett, der war ja dann ohnmaechtig, des weichei." schneidi griente. das hatte bei ihm aber nichts zu bedeuten.
"hm. dann ist noch nicht alles verloren." dasilva nahm sein handy und waehlte eine nummer.
"ja, ich bin's, schorse. der hans guenter, wie sieht das denn aus? was? bist du wahnsinnig? vier wochen? das geht nicht. hoechstens eine. ja, ein wichtiger fall. wir brauchen ihn unbedingt. ja, sonst kriegt der aerger. ok. kein wort zu irgendwem drueber, ist das klar? sonst was? das kannste dann mal sehen. fragen kannst du keinen, nein. die reden alle nicht so gerne drueber, du saftsack."
er legte auf.
"eine woche" sagte dasilva. "scheisse hoch drei aber besser als nix."
das telefon auf dem boden klingelte. heidi baeumte sich kurz auf, sank aber gleich wieder in sich zusammen. dasilva bueckte sich und hob ab.
"dasilva." er lauschte. seine miene verfinsterte sich. "so eine scheisse." er knallte den hoerer auf die gabel.
"mir muessen los. es gibt ein neues opfer."
"scheisse" sagten hacke und schneidi im chor.

Posted by banana at 11:47 FM | Comments (5)
Februar 15, 2003
berlin ist dicht

ich habe mir heute mal etwas mehr zeit zum kochen genommen und jede minute hat sich gelohnt. die bude stinkt sowas von lecker und es reicht sogar noch fuer morgen.
chicken rogan josh
zutaten:
1 pfund huehnerbrueste
1 stueck ingwer (1.5 cm)
3 zwiebeln
butterschmalz
3 nelken
3 knoblauchzehen
eine zimtstange (5cm)
4 kardamomkapseln
2 lorbeerblaetter
4 pfefferkoerner
1 tl kreuzkuemmelpulver (cumin)
2 tl paprikapulver (rosenscharf)
1/4 tl gemahlene chilischoten
1 tl korianderpulver
salz
3 el joghurt
eine prise garam masala

die nelken, kardamomkapsen, die lorbeerblaetter, die zimtstange und die pfefferkoerner in eine tasse geben.
das paprikapulver, chilipulver, cumin und koriander in eine andere tasse geben.
die huehnerbrueste waschen, abtrocknen und in wuerfel schneiden (ca. 1.5 cm). die zwiebeln grob hacken. den ingwer schälen und grob hacken, den knoblauch schälen und grob hacken. aus dem ingwer und dem knoblauch zusammen mit etwas wasser im moerser eine paste ruehren (ich weiss, dass nervt).
in einer beschichteten pfanne die fleischwuerfel im heissen butterschmalz rundrumm kraeftig anbraten. die fleischwuerfel aus der pfanne nehmen und beiseite stellen.
den inhalt der ersten tasse (die mit dem zimt) ins heisse butterschmalz geben und ca. 1 minute anbraten. die zwiebeln dazugeben und braten, bis sie braun sind (eventuell noch etwas butterschmalz dazugeben, falls die sache zu trocken wird). die knoblauch-ingwer mischung dazugeben und etwa 1 minute anbraten. immer alles gut durchruehren. den inhalt der zweiten tasse dazugeben und unter ruehren eine weitere minute anbraten.
die fleischwuerfel in die pfanne geben und mit der masse in der pfanne mischen, bis alles schoen rot ist. den joghurt dazugeben. ca 150ml wasser dazugeben. das ganze aufkochen.
das gericht offen ca. 30 minuten bei schwacher hitze kochen.
vor dem essen die zimtstange, die kardamomkapseln, die nelken und die lorbeerblaetter rausnehmen.
dazu passt reis und - falls man hat - ein chutney.
lecker!
naja, wahrscheinlich habt ihr spacken wieder nicht die noetigen gewuerze im hause. selbst schuld. ihr verpasst was.
heute war nicht mein tag. ich habe mich mal wieder in einem musikgeschaefft zum deppen gemacht. gestern abend war aus heiterem himmel eine saite meiner gitarre gerissen. von den konzertgitarrensaiten habe ich nie ersatzsaetze im hause, also musste ich heute wohl oder uebel fuer nachschub sorgen.
als vorinformation: ich weiss, dass es schlagzeugstoecke heisst, oder schlegel oder auch sticks und nicht irgendwie anders. und was mache ich, ich depp? ich renne in den musikladen, bestelle mit fester stimme und souverän einen satz savarez saiten fuer konzertgitarre in mittlerer staerke. der handler schiebt mir das golden-pinkfarbene paeckchen ueber den tresen.
fmh: sonst noch was?
bna: aehh.. zwei aehh also ein paar schlagzeugschlaeger.
fmh (ein grinsen unterdrueckend): da muessen sie in die schlagzeugabteilung in der schaefergasse gehen.

er unterdrueckte weiter das lachen und ich zahlte und verlies den laden so schnell ich konnte.
dabei haben wir damals in der band immer witze gemacht.
bna: na, schlagzeugschwede, alles klar? alles im griff? alles easy? alles im lack? die schlaeger fest in der hand und die haeute fest im blick?
peinlich peinlich. ich bin dann nicht in die schlagzeugabteilung in der schaefergasse gegangen.
500.000 menschen auf der friedensdemonstration in berlin. wie schoen. fast halb so gross, wie die love parade zu ihren besten zeiten. aber die love parade steht ja zum glueck auch vor dem aus. dank der friedensdemo kommen auch der herr mey, der herr wader und der herr wecker wieder zu bekanntheit. naja, ich will nicht zynisch sein. wenn die friedensdemonstranten sagen nein zum krieg ohne wenn und aber, dann wird rumsfeld bald sagen ok, bringt die beiden her. mittlerweile hat das verhalten der amerikanischen regierung wirklich groteske zuege angenommen.
a propos grotesk:
dasilva sass im vorzimmer des en und war nervoes. ab und zu grinste er bloed zu der vorzimmerdame herueber. sie erwiderte seinen blick, zog eine augenbraue hoch, sog etwas luft durch die lippen - gerade so, dass man es hoeren konnte - und wandte sich dann wieder ihren unterlagen zu.
das hatte er wirklich nicht noetig. man lies ihn hier warten, wie einen gewoehnlichen. man lies ihn hier schmoren. man machte ihn zum trottel, nur weil er im fall des doktors ein wenig vorschnell gehandelt hatte und weil er im fall des maehdreschermoerders noch keine ergebnisse auf den tisch gelegt hatte.
er hatte sich auch noch nicht besonders bemueht, den maehdreschermoerder zu finden. scheiss maehdreschermoerder. mit der zunge pulte er sich einen rest von der frikadelle aus den zaehnen.
er sah wieder zu der vorzimmerdame hin. wieder zog sie die augenbraue hoch und sog die luft ein.
"wenn die das noch einmal macht." dachte dasilva "wenn die das noch ein einziges mal macht, dann schiesse ich ihr ein loch in den hals. dann hat sie was zum atmen, dann kann sie atmen. dann stecke ich ihr ein wick-blau rein. das macht den atem frei. dann schiesse ich ihr noch ein loch in die hand und daran haenge ich sie dann am kleiderstaender auf. dann sitzt sie da nicht mehr so fett im weg, die alte qualle."
dasilva hatte rasende kopfschmerzen. es musste von der kugel in seinem schaedel stammen. er sollte sich mehr bewegen. er atmete einige male tief und langsam ein und aus, um sich zu entsprannen.
auf dem schreibtisch der vorzimmerdame blinkten einige birnchen. sie drueckte eine taste.
"ja?" sie hatte eine stimme, mit der man kloschuesseln reinigen konnte.
es ertoente die blecherne stimme des en "der naechste bitte."
dasilva ging an der dame vorbei, ohne sie eines weiteren blickes zu wuerdigen und betrat das buero des en.
das buero war so gross, dass er hinter seinem eichenholzschreibtisch etwas verloren aussah. die tapeten waren makellos verklebt, der korkboden schaffte eine angenehmen athmosspaere. nur die riesige harley-davidson, die hinter dem polizeitpraesidenten aufgebockt stand, wirkte etwas fehl am platze.
"dasilva, dasilva..." der schuettelte mit dem kopf.
"morgen, herr ."
"wollen sie ein bier? der kasten steht auf dem balkon. bringen sie mir auch noch eins mit."
dasilva holte zwei flaschen binding vom balkon, machte sie an der kante des schreibtisches auf und reichte eine flasche dem polizeitpraesidenten. sie stiessen an.
der polizeitpraesident leere die flasche in einem zug bis zur haelfte. das brachte dasilva nicht uebers herz. der polizeitpraesident wandte sich etwas ab, um moeglichst lautlos aufzustossen. er trug seine praechtige uniform. praechtig auch wenn sie dringend mal wieder in die reinigung musste. blau, mit messingknoepfen. auf den ruecken war mit goldfaden im halbkreis das wort geheimkommissariat gestickt. auf dem helm der goldene adler mit licht- und soundeffekten. die orden, die an seine brust geheftet waren klimperten leise bei jeder bewegung. an seiner jeans baumelte die kette, mit der seine geldboerse in der arschtasche festgemacht war. die schweren stiefel, die er trug wiesen tiefe narben auf, die eisenbeschlaege waren verbeult. seine eine hand hielt die flasche, die andere hatte er im kampf verloren. bei der fremdenlegion. er sprach nicht gerne davon.
"dasilva" hob er an "ich weiss nicht, wer jemals diesen eklatanten fehler gemacht hat und sie in den stand eines geheimkommissaren gehoben hat. einen stand, der es ihnen erlaubt, eine waffe zu tragen und zu benutzen und kostenlos mit der strassenbahn zu fahren."
"und andere sachen zu machen!" ergaenzte dasilva.
"ich kenne die vorschriften." raunte der und funkelte dasilva an. er drueckte einen knopf an seiner uniform und der adler auf dem helm blitzte mit den augen.
"es war ihr vorgaenger." sagte dasilva "der polizeitpraesident jose maria dasilva. der hat mich zum geheimkommissaren gemacht."
"ich weiss. ihr vater."
"ich weiss nicht, was das zur sache tun soll. wollen sie meinem vater - gott sei seiner seele gnaedig - etwa vetternwirtschaft unterstellen?"
"ich will gar nichts unterstellen. ich habe nur ein paar fragen an sie." sagte der ungeduldig.
"bitte."
"wieso haben sie den doktor ohne grund erschossen?"
in dasilvas kopf begann es zu pochen. sein kopf koennte jeden moment platzen. mit den augen wuerde es anfangen.
"er hat mich bedroht. es war notwehr."
"er hat sie bedroht?"
"mit einem messer."
"der mann kam gerade aus einer zwanzigstuendigen herztransplantation. ich glaube, dass er da besseres zu tun hat, als einen dahergelaufenen schmierigen kommissaren zu bedrohen." bruellte der polizeitkommissar.
"werden sie nicht verletzend. ich habe auch gefuehle."
"entschuldigung." der blickte peinlich beruehrt aus dem fenster.
"der mann hatte ein messer in der hand und kam auf mich zu. ich fuehlte mich bedroht. ich sah nur noch dieses messer. so kam eins zum anderen und da habe ich ihn eben erschossen. er hat nicht lange leiden muessen."
"ein messer."
"ein kleines."
"ein kleines?"
"ein ziemlich kleines. so wie ein teppichmesser. die sind verdammt scharf diese messer. eklige wunden. erst merkt man nichts und dann blutet man wie ein hammel beim schaechten. grausige waffen."
"vielleicht ein skalpell?"
"hm. jetzt wo sie es sagen. koennte sein."
der schuettelte mit dem kopf. er setzte sich ans schlagzeug und spielte ein paar takte aus einem motley crue klassiker.
"desilva" sagte er "ich sage ihnen eins: sie koennen von glueck reden, dass sie absolute immunitaet geniessen. wenn ich koennte, dann wuerde ich ihnen den geheimkommissarenstatus entziehen. sie haben nachgelassen und ich habe die vermutung, dass sie ihren status ausnutzen, um etwas zu kompensieren, was ihnen im leben abgeht oder sogar, um sadistische veranlagungen auszuleben."
"das ist doch laecherlich. nur weil sie ihren schussarm verloren haben, brauchen sie ihren neid nicht auf meine kriminalistische arbeit zu projezieren. alles, was ich tue geschieht zum wohle des staates." dasilva versuchte, beleidigt zu wirken, aber es wollte nicht recht gelingen.
der drueckte auf einen knopf an seiner uniform. es ertoenten buh-rufe. der adler wackelte mit den fluegeln.
dasilva dachte kurz darueber nach, den polizeitpraesidenten zu erschiessen, aber er glaube, da gab es irgendeine knebelklausel in den statuten. er musste ihn dazu bringen, auf ihn loszugehen. nein, die energie wuerde er heute morgen nicht aufbringen. vielleicht doch die vorzimmerdame erschiessen... nein. er wollte dem en keinen grund zum triumpf geben.
"seien sie in zukunft etwas zurueckhaltenden, oder ich sehe mich gezwungen, ihre monatliche munitionsration zu kuerzen."
dasilva knirschte mit den zaehnen, aber er sagte nichts. wieso war die welt so ungerecht? der wusste nicht, wieviel ueberwindung und energie es dasilva kostete, seinen job zu machen. jeden tag immer wieder verbrecher zu jagen, sie aus ihren loechern zu scheuchen und zu strecke zu bringen. in den ruecken zu schiessen, wenn sie es nicht erwarteten. niemand war unschuldig. dasilva wusste das am besten. und der doktor wusste, dass dasilva gefaehrlich war. der polizeitpraesident wollte nur schnelle saubere erfolge. er kannte die schmutzige arbeit an der front nicht. naja, doch, er kannte sie, aber das war etwas ganz anderes.
"gibt es etwas neues im fall des maehdreschermoerders?"
der polizeipraeident lies nichts aus. er genoss es. dasilva so richtig zu fisten.
"nein."
"wieso nicht?"
"wieso nicht, wieso nicht? warum ist die banane krumm, herr polizeitpraesident? es dauert so lange, wie es dauert. kriminalistische ermittlungen folgen nunmal keinem zeitplan. kombinatorik ist der kaffeetisch der goetter. sie lassen eine spur fallen, wenn es ihnen konveniert." er machte eine pause "nicht, wenn der mensch danach begehrt."
der ordnete die bilder seiner freundinnen auf dem schreibtisch.
"was ist denn mit der spur im neu-isenburger tierheim?" fragte er wie beilaeufig.
der alte knabe kannte sich erstaunlich gut aus.
"negativ. keine neuen hinweise."
"und wie habe ich die dreiunddreissig toten hunde und katzen zu verstehen?"
"die details stehen in meinem bericht."
"und wo ist der?"
"sie bekommen ihn gleich morgen frueh." arme heidi, den wird sie wohl wieder schreiben muessen. bis dahin musste er sich noch einen grund ausdenken. schneidi, dieser idiot mit seiner katzenallergie.
der schnaubte. "das muss schneller gehen. das muss vorwaertsgehen, so geht das nicht weiter! die strohmaenner von der soko stehen mir hier jeden tag auf der matte. sie stehen unter enormem druck und ich muss dauernd neues bier kaufen. dieser fall mit all seinem medienintresse. der kann nicht einfach so vor sich hinduempeln." der schlug mit der faust auf den tisch.
"wir tun was wir koennen. leider ist hans guenter heute morgen ausgefallen. er hatte einen unfall."
"was?" der bruellte jetzt "dieser mann hat auch dauernd was. er sollte vorsichtiger sein."
"er hat uebrigens heute geburtag."
"gibt es diese leckeren frikadellen? seine frau macht die besten frikadellen der stadt."
"ich werde ihnen eine schicken lassen."
"danke. sie koennen jetzt gehen. und machen sie dampf im falle des rasenmaehermoerders."
"maehdreschermoerders. ja, wir tun unser bestes."
"und lassen sie die flasche hier. da ist pfand drauf."
der war ein gerissener teufel.
als dasilva fast an der tuer war sagte der "dasilva - ich verlasse mich auf sie - sie sind mein bester mann."
"ich weiss" dasilva ging.

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Februar 14, 2003
darf man in diesen zeiten valentinstag feiern

dasilva war so angepisst, dass er dem schaffner, der die fahrkarte sehen wollte am liebsten mitten in seine bloede visage geschossen haette. mit seinem hirn wuerde er kirchenfenster in die strassenbahn zaubern. er kramte in seinem mantel und hatte die wahl zwischen seiner pistole und dem geheimkommissarenausweis. er blickte den kerl an an und dachte ein paar sekunden lang nach. der kerl war klein und schmaechtig mit einem polizistenschnurrbart und ziemlich wenig resthaarbestand. die klamotten hatte er wohl vom aldi. so wie der aussah, war der bestimmt verheiratet und hatte einige dutzend kinder. solche leute waren immer verheiratet und hatten einige dutzend kinder.
dasilva zog seinen geheimkommissarenausweis vor und brummte "geh' mir aus der sonne, du affe".
es krachte leise, als er dem schaffner beim aussteigen seinen ellenbogen in die fresse rammte.
"oh, das tut mir aber leid!"
zum glueck war er noch nicht zu spaet dran. hans guenter war noch nicht da.
er nahm einen schluck kaffee und spuckte ihn gleich wieder aus. die akten auf dem schreibtisch waren mit der braunen sosse verkleckert.
"habt ihr schweine wieder gluehwein in der kaffeemaschine gemacht?" fragte er und spuckte aus.
"mecker nett rum, unnerschreib lieber die katt." sagte schneidi und hielt ihm das ding unter die nase.
"das heisst aber nett schorse." hacke kratzte sich am hintern.
"das heisst jorge." dasilva hatte schon oft versucht, es zu erklaeren. noch ein paar mal und es wuerde zu oft sein. persoenliches pech fuer hacke.
"das des 'n name is!" schneidi schuettelte den kopf.
"des is' kein name, des is' 'ne halskrankheit." hacke war originell, wie immer.
die beiden prusteten los. sie konnten sich gar nicht mehr einkriegen.
"der war gut!" pustete schneidi und schlug hacke auf die schulter.
"wie du das immer bringst!" er schuettelte den kopf.
wie sehr dasilva dieses kommissariat hasste. und wie sehr er diese beiden idioten hasste. sie waren so einfaeltig und langweilig und dadurch verdammt gefaehrlich. wie konnte dieser staat psychopathen wie diesen nur die erlaubnis geben, eine waffe zu tragen? manchmal dachte er, es waere besser, wenn er von seinem geheimkommissarenrecht gebrauch machen wuerde und die beiden ueber den haufen schiessen wuerde. seine verschmauchte walther machte diesen gedanken noch verfuehrerischer. er ging an die munitionstruhe und fuellte das magazin wieder auf.
hacke und schneidi hatten ausgelacht.
dasilva schaute sich die vorderseite der karte an.
"das ist ja 'ne karte fuer die pensionierung" sagte er.
"des war 'e katt fuer die pensionierung. jetzt hab' ich pensionierung doschgestrische und gebuttstach druffgeschriwe. jetzt isses 'e katt zum gebuttstach. konnt ja keiner wissen, dass es der schulzen, nett packt, der alte bock. mussmer ja nett fottschmeisse deswegen."
"wann kommt er denn?" fragte dasilva.
"muss jeden moment komme. iss ja gleich neun."
hans guenter war immer puenktlich. das war auch schon seine einzige erwaehnenswerte charaktereigenschaft. das naechstwichtigste an ihm waren die frikadellen, aber die wurden von seiner frau gemacht. die besten frikadellen der stadt.
punkt neun kam hans guenter durch die tuer.
"glueckwunsch, hans guenter" sagte dasilva und schuettelte ihm die hand.
"mach schon!" schnauzte er hacke an.
hacke uebergab das geschenk und die karte. hans guenter riss das zeitungspapier von der deo-dose und bedankte sich.
"dassde nemmer so stinkst!" sagte schneidi langsam und griente. deutlich war die zahnluecke zu sehen.
"hehe. genau!" hacke wippte auf den fuessen.
diese geschenkuebergaben waren immer peinlich.
"quatsch, wir wissen ja, dass dein frauchen immer gut auf dich aufpasst." dasilva war gruen vor neid, aber er wuerde es niemals zugeben. ein geregeltes leben mit einer suessen frau, an der alles dran war. mit einem kleinen haus, komplett mit wetterhahn und hund. nicht immer dieses oede verbrecherjagen, dieses sinnlose sterben. diese schlechten menschen und dieses miese kommissariat. jeden tag die gleiche muehle. rattenrennen. wenn man ein schwein umgelegt hatte, dann stand sofort das naechste da. manchmal wollte dasilva auf alles scheissen und die seiten wechseln. auf der anderen seite lebte man sicherer und ruhiger und man verdiente besser. es war allein schon deswegen sicherer, weil es mehr boese, als gute gab. das prinzip der grossen zahl. er musste sich ablenken, sonst wuerde er wahnsinnig werden.
"so! und jetzt wird gefeiert!" bruellte er.
er zog seine dreckige walther und schoss hans guenter vor die fuesse.
"tanz!" rief er.
erschrocken huepfte hans guenter in die hoehe.
desilva feuerte weiter. estrichstaub und pvc-schrapnelle spritzten auf, die patronenhuelsen klimperten eine musik dazu. hans guenter sprang herum wie eine murmel auf einem marmorboden.
hacke bruellte vor lachen. schneidi wurde vom lachen derart durchgeschuettelt, dass er sich abstuetzen musste. dasilva entlud sein magazin in den bueroboden vor hans guenter. als sein magazin leer war, zog hacke seine waffe aus dem schulterholster und fuehrte fort, was dasilva begonnen hatte.
"tanz! du badeschlampe!" rief dasilva.
ploetzlich stiess hans guenter einen schrei aus.
dasilva gab hacke ein zeichen und er stellte das feuer ein. hans guenter wand sich auf dem boden und umklammerte seinen fuss. durch sein strampeln verschmierte er das blut in klebrigen streifen. das ergebnis sah aus, wie bei einem malkurs fuer berggorillas.
"du schwein! du hast mir in den fuss geschossen!" er zitterte.
"das ist noch lange kein grund, mich hier so anzuschreien, du waschlappen!"
dasilva musste lachen. so sehr, dass er sich beinahe in die hose pisste. machmal waren die jungs wirklich lustig.
schmierig von der sitte kam herein. "was ist denn hier fuer ein laerm?"
"hans guenter hat geburtstag!" keuchte hacke. er konnte mit dem lachen nicht aufhoeren.
"oh! gibt's die frikadellen? seine frau macht die besten frikadellen der stadt!"
"ihr schweine!" schrie hans guenter wieder "die drecksau hat mir in den fuss geschossen!" er weinte jetzt.
dasilva seufzte. er schnappte sich das telefon "wir brauchen hier einen arzt. frag nicht. du schuldest mir noch was. doch. gut, dann schulde ich dir jetzt was. schwing deinen verpickelten arsch hier runter, aber schnell."
"es wird gleich jemand kommen, hans guenter. du bist 'ne schande fuer das ganze kommissariat." sagte dasilva.
er nahm eine frikadelle und stopfte sie ganz in den mund. er kaute ein paar mal darauf herum, schluckte dann einen teil des breis und sagte "lecker! kochen kann deine frau auf jeden fall."
"die kann aach noch ganz andere sache." sagte schneidi und griente wieder.
auch schmierig hatte sich eine frikadelle geschnappt "ach ja, schorse - der praesi will dich sehen. ich glaube wegen dem doktor. und wegen dem maehdreschermoerder".
"scheiss praesi. scheiss maehdreschermoerder." zischte dasilva.

Posted by banana at 08:05 EM | Comments (0)
Februar 13, 2003
lecker fleischkuechle!

was zur hoelle ist denn bitte nudelig geschnitten? ich habe hier ein indisches rezept, das klingt sehr lecker: kohlrouladen in ingwer zitronen-sauce.
es verlangt aber von mir, den rest des kohles nudelig zu schneiden. ja wie? nudelig? eher so bandnudelig oder gabelspaghettinudelig? weil buchstabennudelig, makkaroninudelig oder sprirellinudelig, das wuerde ich nicht hinbekommen.
bei farfallenudelig liesse ich eventuell noch mit mir reden.
und jetzt alle:
fluchen, rauchen, saufen, zechen, knochen brechen
das war babicka
kinder quaelen, katzen pfaehlen, blueten zaehlen
das war babicka
sie hat uns getreten und gelacht
die stuetze durchgebracht
und mielke war ein guter freund
von uns'rer babicka

die luft im buero ist so trocken, wie der humor von dirty harry. gemessene 30%. 40% sind das mindeste, wenn man nicht langfristig aussehen will, wie oetzi. das ist kein buero, das ist eine trockenkammer. bis jetzt habe ich mich ja aussehenstechnisch noch ganz gut gehalten, aber nun dehydriere ich langsam einem trockenen tod entgegen. die gesichtshaut baumelt schuppig von der kauleiste und heute hat die nase zum ersten mal geblutet. welch eine unmaennliche form, im gesicht zu bluten. ausgetrocknete schleimhaeute.
ich habe schon drueber nachgedacht, nebenberuflich in doerrobst zu machen. genug flaeche zum trocknen waere vorhanden. erste tests mit einer orange waren vielversprechend. so ein paar apfelringe vielleicht.
aus gegebenem anlass muss das jetzt sein:
uebellaunisch und unrasiert stand geheimkommissar dasilva am tresen der kneipe. die aschenbecher waren voll, die salzstangen weich, die tapete braeunlich verfaerbt und die barhocker so alt, dass einem der lack den arsch festklebte. die soleier auf dem tresen waren mittlerweile waffenfaehig. ein witz machte die runde, dass die koreaner bereits ihr interesse daran bekundet hatten.
"ich sage nur zwei worte" sagte dasilva.
peter blickte von seinem d&w katalog auf.
"zahlen!"
"moment, vierzig schnaps, drei schachteln reval und ein malzbier. das macht..."
"lass mal gut sein." sagte kommissar dasilva und verliess peter's pilsschachtel.
er haette den doktor nicht niederballern sollen ohne ihn vorher anzuhoeren. jetzt musste er seine walther pkk schon wieder putzen. dabei war der fruehjahresputz erst im maerz dran. ganz zu schweigen von dem ganzen papierkram und dieser cholerischen zuchtsau von . vielleicht wuerde er die formalitaeten wieder heidi aufbrummen, der alten schlampe.
der doktor hatte ihn zu sich gerufen, weil er ihm etwas sagen wollte. dazu kam es nicht mehr.
aber der doktor hatte ein messer in der hand. wenn auch nur ein ganz kleines. dasilva war ueberrascht gewesen, wie schnell der rote fleck auf dem gruenen kittel des doktors groesser geworden war. gruen und rot. diese unsaegliche kombination.
wie viele menschen mussten noch sinnlos sterben?
dasilva hatte einen nervoesen zeigefinger. deswegen hatte er schon oft aerger bekommen. aber es war nur zu verstaendlich; schleppte er doch seit der geschichte mit leberfleck-jean claude dieses projektil in seinem kopf mit sich herum. und eine kugel im kopf war ihm mehr, als genug.
"koennen sie's rausschneiden?" hatte er damals den chirurgen gefragt.
"wenn sie auf's sprechen und laufen verzichten koennen." war die antwort.
es war ein kalter, verregneter morgen. der tag schien genauso muede und lustlos, wie dasilva. nur muehsam konnte die sonne ihren arsch ueber den horizont liften. es war duster, es war kalt und es war frankfurt.
am liebsten wuerde er nach hause fahren und sich fuer die naechsten - sagen wir mal fuenf jahre - die muedigkeit und das angeoedet-sein aus den knochen schlafen. aber das ging nicht, denn hans guenter hatte geburtstag und seine frau machte die besten frikadellen der stadt. ausserdem war da noch der laestige fall mit dem maehdreschermoerder.
das handy piepte sk8ter boi. dasilva schaelte es aus dem trenchcoat. es war hacke.
"hey, dasilva. wo steckst du denn schon wieder? komm' schnell. du musst noch auf hans guenters geburtstagskarte unterschreiben. du weisst doch: seine frau macht die besten frikadellen der stadt."
"verstanden, ende."
er zuendete sich eine zigarette an und warf das leere softpack in die gosse.
"he, sie da, das geht aber nicht! das kostet fuenfzehn euro strafe." keifte ihn ein wegelagerer vom ordnungsamt an.
wortlos zog desilva seine walther und schoss dem mann ins linke knie. jetzt war sie ja sowieso schon schmutzig. er fuehlte sich etwas besser.
der mann klappte zusammen, wie ein vegetarier bei der blutabnahme.
dasilva hielt ihm seinen kommissarenausweis vor die nase. zu bloed nur, dachte er, dass ihm seine tochter auf dem foto mit einem kugelschreiber einen bart und eine brille gemalt hatte. das nahm viel von der wirkung, besonders bei den schweren jungs. auch ein grund fuer dasilvas nervoesen zeigefinger.
"wenn du eh schon sitzt, dann kannste sie auch selbst aufheben, du komiker."
der mann winselte und wand sich, wie ein wurm auf einer herdplatte.
wie erbaermlich. wie sollte man da mitleid haben?
sofort bildete sich eine menschentraube um dasilva und das blutige stueck scheisse. oh gott, wie sehr diese ratten ihm auf den sack gingen.
er holte tief luft und grollte
"es ist alles in ordnung. ich bin polizist. kann vielleicht jemand einen arzt rufen? sie sehen doch, der mann ist verletzt."
nachdem er mit seinem kommissarenausweis eine weile in der luft herumgefuchtelt hatte, uebergab er den fall einem heraneilenden streifenpolizisten und bestieg die strassenbahn.
die frikadelle von hans guenters frau wuerde ihm jetzt sehr sehr gut tun. die wuerde ihn wieder erden. hoffentlich schaffte er es noch rechtzeitig vor der geschenkuebergabe.
wieso zog eigentlich immer er aerger an?
dabei war sie noch nichteinmal seine tochter.
schalten sie auch morgen wieder ein zu einer neuen folge von geheimkommissar dasilva jagt den maehdreschermoerder.

Posted by banana at 07:26 EM | Comments (0)
Februar 12, 2003
jubel, jubel, freu, freu

mein herz ist gefuellt mit freude. meine gedanken tanzen einen flotten schieber. meine mundwinkel sind realtiv weit oben - und das obwohl mir heute schon den ganzen tag daylight in your eyes von den no angles durch die ganglien kackophoniert (aber das nur am rande). vor erregung bebt mein leib. ich taenzele leichtfuessig durch den raum und stosse ab und zu ein gutturales pfundig hervor. manchmal presse ich auch ein affitittigeili hervor oder ein ulla ulla ulla ulla. ich schwitze sehr stark in den achseln. bei dem blauen hemd kann man das auch weithin sehen. meine schweissdruesen manifestieren mein inneres gluehen optisch. ich bin ein freuklops in einer saemigen sosse aus selbstzufriedenheit mit einer beilage aus den fruechten meiner arbeit. kurz gesagt: freude allerorten, denn nun endlich ist die allee der spackonauten auch ueber den schoenen uniform resource locator §§a href="http://www.spackonauten.org" target="_blank">www.spackonauten.org§§/a> zu erreichen. dann nur flink flink auf den link aktuelles aus der allee der spackonauten klicken und schon ist man hier. ist das nicht grossartig?
ist auch gut zu merken. naja, die adresse vorher war aber auch sehr sexy. und so schoen verschwoererisch. wer mag, der kann sie auch weiterhin benutzen.
nun aber www.spackonauten.org - ideal fuer heim und reise. danke, dass sie sich alle mit mir freuen. und danke an alle, die das moeglich gemacht haben. ich verweise auf meine rede anlaesslich des 200. beitrages und danke auch dem herren mit dem industriealkohol.
meine herren, aktualisieren sie ihre bookmarks und empfehlen sie uns bitte weiter. danke.
denn das hier sollte niemand lesen, ehrlich. wer sich ernsthaft und freiwillig diese alberne scheisse antut, der ist nicht mehr zu retten, der ist sozusagen verloren. es reicht, wenn ich kostbare minuten meiner lebenszeit hier verschwende. man braucht sich nicht zu wundern, dass es mit deutschland bergab geht, wenn es menschen gibt, die ihre zeit mit derart sinnfreien bloeden texten vertendeln. die beitraege sind sehr schnodderig hingerotzt, gespickt mit schlimmen worten, sachlich oft falsch, in ihrer argumentation unstimmig, durch nichts belegt, folgen keinem thema, sind vom aufbau her unsauber und es ist mir auch rotzegal, wenn es hier von rechtschreibfehlern nur so wim-, wum- und wendelint. ich gebe mir noch nichteinmal die muehe, die texte, nachdem ich sie verbrochen habe nocheinmal zu redigieren, um auch nur die offensichtlichsten schreibfehler zu korrigieren. das finde ich schon allerhand! so eine frechheit! habe ich denn ueberhaupt keinen respekt gegenueber den lesern?
doch, aber nur relativ wenig.
das lektorat musste leider komplett gefeuert werden, weil sie unbedingt auf die neue rechtschreibung umsteigen wollte und weil wir uns nicht mehr in der lage sahen, den stundenlohn von 2.40eur weiter zu zahlen. liebe mandy: arm ist nicht, wer wenig hat, sondern wer nicht genug bekommen kann!!!
kurz gesagt, dieser teil der allee der spackonauten ist wirklich eine miese gegend. der kinderspielplatz des webs, auf dem schon lange kein helles kinderlachen mehr zu hoeren ist und auf dem die halbstarken mit ihren moffetten rumhaengen, die spielgeraete verfeuern und marlboro rauchen.
in wahrheit handelt es sich bei den texten ausschliesslich um chiffrierte hinweise fuer eine handvoll lebensformen vom planeten ux-3. sie wollen gerne die menschenheit ein bisschen kennenlernen, um sie besser zu verstehen. sie stehen unheimlich auf nimm zwei, pink floyd und das neue charmin' toilettenpapier. damit decken sie sich zu, wenn sie schlafen gehen. lesen tun sie am liebsten den 75er jahrgang der bravo und die coolsten schuelersprueche (ab 10j). ich habe mir einen spass erlaubt und ihnen gesagt, der schorsch hackl waere der deutsche meister im kegeln.
sie koennen nicht verstehen, warum wir menschen unsere umwelt so zerstoeren und warum wir tiere ermorden, um sie aufzuessen. sie verstehen auch nicht, warum windows bei uns so erfolgreich ist und warum es bei raumschiff enterprise immer knallt, wenn etwas im weltall explodiert. sie koennen auch nicht nachvollziehen, warum sich die menschen gegenseitig umbringen und warum sie sich selbst durch das zu sich nehmen von giftigen substanzen langsam umbringen. sie sind auch ein bisschen sauer, weil durch den teuro alles teurer geworden ist, aber das ist - so sagen sie - ja kein wunder bei dieser regierung. sie finden es traurig, das der wdr computerclub abgesetzt wird. die musik von heute bezeichnen sie als krach. ja - in den 80ern, da gab es noch richtige musik!
ihre hobbies sind der herr der ringe und per anhalter durch die galaxis. sie hoeren gerne queen und enya. sie tun gerne jonglieren und volleyball spielen.
ich bin ziemlich froh, dass ux-3 so weit weg ist.

Posted by banana at 07:43 EM | Comments (0)
Februar 11, 2003
berufswunsch: havarist

ich gebe es zu. ich habe mir den text von wer liebe lebt mehrmals durchgelesen. aber verstanden habe ich ihn nicht.
wer liebe lebt
ist nie mehr allein
wer liebe lebt
wird unsterblich sein

das kann ja jeder behaupten. ich will beweise dafuer sehen, dass ich
a) nie mehr allein bin und
b) unsterblich bin
wenn ich liebe lebe. darueberhinaus haette ich auch gerne noch eine leichtverstaendliche anleitung dazu, wie man liebe lebt. das scheint mir doch ein nepp zu sein. genau, wie douglas adams anleitung zum fliegen: man wirft sich mit aller kraft auf den boden, aber daneben.
obwohl mir das logischer erscheint, als dieser lebeliebekram, scheint mir doch die durchfuehrbarkeit aehnlich schwierig.
was ich auch gerne wuesste, ist, wie lange ich denn liebe leben muss, um unsterblich zu werden. ich meine - im moment ist unsterblichkeit noch nicht so das grosse thema, denn ich stehe noch relativ gut im saft, aber wenn ich fuer die naechsten 80 jahre liebe lebe und dann aus versehen mal kurz damit aufhoere - aus unaufmerksamkeit, oder weil ich unzuechtige gedanken mit der schwester habe, die mir die windeln wechselt - bin ich dann auf der stelle tot? oder habe ich einen liebelebevorrat? so eine art stand-by zeit?
und wie genau ist dieses ist nie mehr allein zu verstehen? generell ziehe ich das alleinsein der gesellschaft anderer vor. es gibt auch situationen, in denen ich es fuer unvermeidbar halte, allein zu sein. ich will hier nicht weiter ins detail gehen.
kann ich mir dann eigentlich selbst aussuchen, wer mir dann in zukunft beim kacken zuschaut oder kann das irgendeine dahergelaufene brunskachel sein, die gerade zeit hatte?
wenn ich mit das so recht ueberlege, dann lohnt es sich fuer mich gar nicht, liebe zu leben. in anbetracht der tatsache, dass 95% der menscheit vollidioten sind und dass ich ganz gerne allein bin, scheint es sich fuer mich gar nicht zu lohnen, liebe zu leben.
so gesehen: vielen dank fuer die warnung!
ich werde also explizit nicht liebe leben.
jetzt habe ich endlich eine gewissermassen rekursive rechtfertigung fuer meine misanthropie.
wie? ich soll das alles nicht so woertlich nehmen?
irgendwelche nervsaecke haben einen neuen weg gefunden, mir auf den geist zu fallen. alle wochen haengt irgendwo an meinem auto - unter dem scheibenwischer, in der seitenscheibe oder in der tuerklinke - einen zettel, auf dem mir irgendwer in vorgedruckter form interesse an meinem auto bekundet. frueher habe ich mich geaergert und habe die dinger weggeschmissen.
ich fuehle mich allerdings belaestigt. wenn ich mein auto verkaufen will, dannmache ich das schon. ich kann es einfach nicht ausstehen, wenn jemand mit mir ein geschaeft machen will und ich ihn dazu auch noch anrufen muss.
ich nehme also die zettel und fahre meines weges, bis ich ein auto mit einem zu verkaufen schild drin finde. da stecke ich den zettel dann an die windschutzscheibe. der rest ist phanstasie.

Posted by banana at 07:21 EM | Comments (0)
Februar 10, 2003
spank me uncle bob!

*schnipp*
space - the final frontier. these are the voyages of the starship enterprise, its continuing mission, to explore strange new worlds, to seek out new life and new civilizations, to boldly go where no one has gone before!
*schnapp*

*schnipp*
der weltraum - unendliche weiten. Wir schreiben das jahr 2200. dies sind die abenteuer des raumschiffs enterprise, das mit seiner 400 mann starken besatzung fuenf jahre lang unterwegs ist, um neue welten zu erforschen, neues leben und neue zivilisationen. viele lichtjahre von der erde entfernt, dringt die enterprise in galaxien vor, die nie ein mensch zuvor gesehen hat
*schnapp*
tja, so sind sie die deutschen. wollen immer alles genau wissen. das amerikanische original behaelt uns das jahr und die staerke der besatzung vor. wohl zu recht, den pro folge sterben ja immer ein paar von der mannschaft (wenn in einer folge ein crew mitglied ausser kirk, scotty, pille, chekov, uhura (was fuer ein unguenstiger name) und sulu eine sprechrolle hat, dann kann man sicher sein, dass er oder sie die folge nicht ueberleben). die aussage mit seiner 400 mann starken besatzung war also schon nach der ersten folge gelogen, beziehungsweise zumindest hoechst ungenau.
tempus fugit, wie man so schoen sagt, also stimmt das mit dem 2200 auch nicht sehr lange, aber ich will nicht trekkiger sein, als die trekkies. einschlaegigen seiten nach zu urteilen ist dieses datum ohnehin eine nicht zu entschuldigende dreiste vereinfachung.
fuer eine richtig gute deutsche uebersetzung - also eine uebersetzung, die uns deutschen ausreichend erscheint - fehlen mir aber noch ein paar wichtige detailinformationen.
der weltraum - mit an sicherheit grenzender wahrscheinlichkeit unendliche weiten. wir schreiben das 23te jahrhundert. dies sind die abenteuer des raumschiffes ncc-1701-a enterprise. beim start war die die besatzung 400 nasen stark. die gesamtlaenge des schiffes belaeuft sich auf 288,6m, die breite auf 127,1m und die hoehe auf 72,6 meter. das gewicht betraegt 19000 tonnen. das baby verbraucht im drittelmix mehr als du wissen willst, alter. die hoechstgeschwindigkeit liegt bei sol 9. steuerklasse 5831. es ist ungefaehr fuenf jahre lang unterwegs, um neue welten zu erforschen, neues leben und neue zivilisationen. bis zu 52 lichtjahre von der erde entfernt, dringt die enterprise in galaxien vor, die - soweit uns bekannt ist - nie ein mensch zuvor gesehen hat. das raumschiff ist voll recycling-faehig. es hat ein dreistufiges muelltrennungssystem an bord.
du-di...di-di-di-di-du.... (musik)
das ist doch schon wesentlich besser!
als ich studierte, wohnte ich im §§a href="http://www.karlshof.de" target="_blank">besten wohnheim der welt§§/a>. man lernte viele leute kennen, ich wohnte in einer klasse wohngemeinschaft, man konnte (als 10er) ueber die 8er laestern und es gab jedes wochenende mindestens eine party, fuer deren besuch man mindestens einen guten grund hatte. gab es mal keinen guten grund, dann ging man trotzdem hin. in meinen aktiven jahren habe ich massgeblichen anteil am fortbestand der oettinger brauerei gehabt.
es gab aber auch einige dinge, die waren nicht so schoen. ich schrieb mein diplom (theoretische spackonastik und angewandte spontanwissenschaften) im sommersemester. es war ein warmes jahr. auf dem gang, der von meinem fenster aus zu sehen war, sonnte sich jeden nachmittag eine blonde frau im bikini. die flotte biene hatte ein super fahrgestell und scharfe kurven (oder wie sagt man das?). meine fresse und au backe! und sie wurde auch immer braeuner, was durchaus zu ihrem vorteil gereichte. die lenkte mich manchmal ganz schoen ab und wenn die theoretische spackonastik nicht so ein wahnsinnig interessantes und dankbares betaetigungsfeld waere, dann haette es bestimmt nicht zu der 1 gereicht.
ein weiterer nachteil bestand in einem idioten mit ferienjob und einem alten auto. jeden morgen um acht wollte es nicht anspringen. das aber beharrlich und mit einer lautstaerke, die wahrscheinlich 50% der belegschaft jeden morgen weckte. so ging das gute zwei wochen lang. jeden morgen juckelte der alte ford mindestens zehn minuten vor sich hin, bevor er dann - orgelnde fehlzuendungen furzend - langsam aus eigener kraft vom hof zuckelte. eines morgens dann hatte einer der wohnheimgenossen die schnautze voll. ich hoerte nur ein verdammt sauer klingendes verdammte scheisse! bring doch deinen verfickten dreckskarren endlich mal in die werkstatt!
ich hoerte hunderte von heimbewohnern lautlos applaudieren, stumm zustimmen und beschliessen, beim naechsten mal selbst rumzubruellen.
ich war dem schreihals auf jeden fall ziemlich dankbar. mein wecker unterstuetzt naemlich keine einstelligen uhrzeiten. aber das nur am rande.
ab da war es ruhig. wahrscheinlich parkte er einfach nur woanders.
auf einer party sprach ich einmal mit einem bekannten ueber eine frau. er kannte ihren namen nicht.
bb: wohnt die auch hier im wohnheim?
bna: ja.
bb: wo denn?
bna: hm, ich glaube 8b42.
bb: das ist ja direkt unter uns.
bna: stimmt.
bb: ach, doch, die kenne ich. das ist die, die immer so laut ist beim sex.

ja, auch sowas gibt es in deutschen studentenwohnheimen. da wird leider nicht nur gelernt!

Posted by banana at 07:57 EM | Comments (0)
Februar 09, 2003
die blutige hand am hinterkopf des bahnwaerters

§§a href="http://www.geocities.com/spackonaut/" target="_blank">spackonaut's homepage§§/a>.
es scheint da irgendwo einen geheimbund zu geben, der daran arbeitet, dass jeder schrottverdammte kackecontainer in diesem land ins fernsehen kommt.
es ging los mit diesen talkshows. zu hoechszeiten wurden bis zu 54 talkshow-gaeste taeglich auf die mattscheibe gebracht. bei einer angenommenen bundesbevoelkerung von 80 millionen demokretins wuerde es also ungefaehr 1500000 tage dauern, bis alle mal gast in einer talkshow waren. das sind ungefaehr 4000 jahre. dabei sind die talkshow-hopper noch gar nicht in die kalkulation mit einbezogen.
man hat also eine realistische chance, den talkshows zu entgehen - zumindest als gast.
ein groesste teil der zuschauerschar der setzt sich uebrigens aus leuten zusammen, die die gaeste kennen oder die schoneinmal selbst in der talkshow aufgetreten sind. experten schaetzen den anteil auf 72%. aber das nur am rande.
die initiative hackfressen auf die mattscheibe geht naemlich unvermindert weiter. nun sind die talentshows dran. nach popstars eins und zwei und deutschland sucht den superstar spriesen naemlich immer mehr dieser shows aus dem boden. neulich kam irgendwas mit tollen kindern und letzte woche kam die oeffentlich-rechtliche version von deutschland sucht den suppenkasper.
was die damen und herren bei dem rtl flagschiff abliefern ist ja nicht so toll, aber gegen die performances der damen und herren in der ard war es noch gold.
naja, ist ja auch nicht wirklich verwunderlich. es gibt nunmal nur einen ziemlich begrenzten vorrat an begabten leuten. der duerfte mittlerweile schon ziemlich erschoepft sein. d.h., jeder, der das ausreichende talent hat - und sich nicht zu bloed dafuer ist, in so einer kasper-show aufzutreten - duerfte schoneinmal bei solch einer veranstaltung mitgemacht haben. jetzt werden wir also noch ein paar monate noch die moechtegern-stars vorgefuehrt bekommen. klasse!
es sieht aber so aus, als wuerde auch dieser versuch des geheimbundes zum scheitern verurteilt sein.
das gab's heute:
8 maultaschen
1 dose pizzatomaten
100g geriebener emmentaler
2 zwiebeln
oregano, thymian, rosmarin, kreuzkuemmel
salz, pfeffer, zucker, olivenoel

aus den tomaten, den zwiebeln und den gewuerzen eine sosse kochen (der angeber sagt sugo dazu). die maultaschen in eine ausgefettete form legen und mit der tomatensosse uebergiessen. den geriebenen kaese darueber streuen und das ganze 20 minuten im 180° heissen backofen ueberbacken.
zum abschluss noch ein tip: jeder mensch hat das recht und auch die pflicht, sich eine schone erlesene pornosammlung mit bildern aus dem internet anzulegen.
man sollte allerdings darauf achten, dass diese keine illegalen bilder enthaelt.
insbesondere dann, wenn sich diese sammlung auf einem rechner befindet, der der firma gehoert, fuer die man arbeitet.
im speziellen nicht, wenn dieser rechner auch in den raeumen dieser firma steht und die sammlung einen umfang von annaehernd einem gigabyte hat.
und wenn darueber hinaus diese sammlung waehrend der arbeitszeit zusammengesaugt wurde und deswegen so viel zeit draufgeht, dass einen die kollegen anschwaerzen.
das fuehrt naemlich zu sehr peinlichen szenen, einer fristlosen kuendigung und der uebergabe des rechners an die kriminalpolizei.
nur, falls das jemand noch nicht gewusst hat.
es gibt aber auch wirklich saubloede leute. was habe ich vor allem von einer pornosammlung im buero? ich meine, wenn wir ehrlich sind, dann dient doch die sammlung dazu, die phantasie anzuregen, wenn man §§a href="http://www.number-one-adult-sexual-health-terms-advisor.com/masterbationslang.htm" target="_blank">dem arbeitslosen die hand schuettelt§§/a>. und das macht man ueblicherweise nicht im buero.
ach ja - der umzug gestern war nicht zuletzt deswegen relativ angenehm, weil zu keiner zeit der satz sitzt, passt, wackelt und hat luft gefallen ist. trotzdem tut mir heute dermassen das kreuz weh, dass ich erst um 15:43 gemerkt habe, dass ich tierische kopfschmerzen hatte.
aus gegebenem anlass moechte ich an dieser stelle nocheinmal auf die §§a href="http://www.neoscientists.org/~cmuehlan/spackonauten/HymneDerSpackonauten.mp3">hymne der spackonauten§§/a> hinweisen. vielen dank fuer ihre aufmerksamkeit.

Posted by banana at 08:13 EM | Comments (0)
Februar 08, 2003
wenn du mich liebst, dann gehst du jetzt nicht ins bad

aus: bna geht waehlen:
aus irgendeinem bloeden zufall heraus hatte ich in meinem waehlerbezirk die waehlernummer 100. ist nicht weiter wichtig, aber dadurch machte das waehlen viel mehr spass.
ich stehe also in der schlange und will meine stimme fuer die landtagswahl abgeben. es gibt eine kleine schlange vor der urne. die waehler vor mir geben ihre wahlbenachrigtigungskarte ab, der wahlbetreuer liesst die waehlernummer vor, der wahlbetreuer daneben sucht die nummer in einer liste und hakt sie ab.
wb1: 1045
wb2: ok.
wb1: 1254
wb2: ok.
wb1 542
wb2: ok.
wb1: 100?!
wb2: ...
bna: habe ich jetzt was gewonnen?
wb1: aeh... ich weiss nicht.
bna: vielleicht eine neue landesregierung?

heute war umzugstag. ein ganz guter umzug war das. alles war verpackt und abgenaut und es waren genuegend leute da.
hier mal ein echt guter tip fuer's umziehen - ganz kostenlos! wenn ihr umzieht und kisten ueber ein paar treppen schleppen muesst, dann bildet eine kette und gebt die kisten von mensch zu mensch weiter. das ist weniger anstrengend und schneller, als wenn jedes die ganze strecke mit einer kiste laeuft.
der umzug war also ganz gut. es war keiner von denen ich spare geld beim lastermieten oder die mutter ist dabei und sorgt dafuer, dass sogar die letzte milchtuete in polstermaterial eingewickelt wird oder ich liebe alte massivholzmoebel oder ich habe nicht so viele kisten gekriegt, da habe ich sie etwas voller gepackt oder bei den kisten, die schwer sind, habe ich schwer draufgeschrieben oder der keller? scheisse! der keller! oder du kannst das regal ausraeumen und du kannst schonmal anfangen, den kleiderschrank abzubauen oder hm. der steffen ist krank geworden, wir sind also nur zu dritt oder ach, das sieht mehr aus, als es ist umzuegen. eigentlich ganz in ordnung. muede bin ich aber trotzdem.

Posted by banana at 07:37 EM | Comments (0)
Februar 07, 2003
meine sehr verehrten damen und herren

ich praesentiere den zweihundertsten beitrag aus der allee der spackonauten. dies moechte ich zum anlass nehmen, hier vor der versammelten belegschaft ein paar worte zu verlieren.
200 jahre die allee der spackonauten! wer haette das gedacht?
ich schon! ich habe es nicht nur gedacht, nein! ich habe es gewusst.
was sagen denn heute all' die zweifler, die sich in den harten zeiten nicht entbloedeten, das baldige ende der spackonastischen forschung im allgemeinen und der spackologischen forschungsbaende im besonderen an die wand zu malen?
was sagen denn all' die kritiker, die sagen nur mit kreativer orthographie und ideenlosigkeit kaeme man nicht sehr weit?
was sagen denn die neider, die immer behauptet haben, es gaebe wirklich bessere seiten im netz?
ich weiss es nicht, denn sie sind durch konsequentes mobbing und dosierte kontaminierung ihrer tupperschuesseln aus der redaktion gedraengt worden.
(beifall)
ausgestellt ist der derzeit griffigste begriff dafuer.
(gelaechter)
tja, mit einem menschen, der nur truempfe hat, kann man eben nicht kartenspielen. das sei den feinen herren mal gesagt.
(gelaechter)
an dieser stelle noch mal ein herzliches bussi an lutz und linde fuer ihren einsatz. ich weiss, es war nicht immer leicht. bazi ist nicht umsonst gestorben!
immernoch - meine lieben anwesenden - ist kein zeitgenoessischer sponckologe ist in der lage, die existenz des sagenhaften schnitzelschlosses porkenstein zu widerlegen. dass ist auch zu einem gewissen mass mein verdienst! auch wenn das nicht immer alle gerne hoeren.
(hoert hoert!)
dankend erwaehnt sei hier auch malte, dessen ambitioniertes projekt uranus soll spackos heissen zwar noch nicht zu einem erfolgreichen abschluss gekommen ist, der das aber echt dufte macht.
danke auch an sandy, die sich weiterhin bemueht, beck's bier und marianne und michael als werbepartner fuer die allee der spackonauten zu gewinnen. schade, dass bill colins im letzten moment abgesagen musste. und schade auch, dass es zu dieser schlammschlacht kommen musste, aber mangelnde serioesitaet lassen wir uns nicht vorwerfen.
(beifall)
ein herzliches vergelt's gott geht an margot, die tapfer die senioren spackonastikgruppe the rusty fuckers am leben haelt, auch wenn es ihr nicht gelingt, immer alle mitglieder der gruppe am leben zu erhalten.
(gelaechter)
margot - ich soll dir zu diesem anlass ausrichten: du moechtest doch etwas weniger zucker an den pflaumenkuchen geben.
ein knurriges ahoi alter knabe! rufe ich kaept'n iglo zu, der auch weiterhin im namen der spackonautik die sieben weltmeere unsicher machen wird. im einzelnen sind das das arktische meer, das australische meer, das mittelmeer, der atlantische ozean, der pazifische ozean, das amerikanische meer und der indische ozean.
herr iglo, altes fischstaebchengesicht. denk' mal bitte dran, deine reisekostenabrechnung fuer letztes jahr noch abzugeben.
(gelaechter)
mahnend erinnern moechte ich an dieser stelle an die traudl, auf deren computer spackografisches material in erheblichem umfang gefunden wurde und von der wir uns deshalb mit einen aufloesungsvertrag getrennt haben. leute! macht keine scheisse! ihr wisst, ich mache das nicht gerne, aber haerte gegen andere ist immernoch die voraussetzung fuer haerte gegen sich selbst.
(beifall)
danke an franz, der mandy erfolgreich ausreden konnte, ihren sohn uebermangansaurer karli zu nennen. du hast dir ein hohes verdienst auf die fahnen zu schreiben, alter knabe. aber - lass dir das hier gesagt sein, alte tranfunzel: sie waere damit sowieso nicht durchgekommen.
(gelaechter)
mandy, die abteiloung spackosophie, der du die letzten zwei wochen vorstandest, muss leider wegen voelliger unfaehigkeit geschlossen werden. aber denk' immer dran: das einzig schlimme an der arbeitslosigkeit ist, dass der urlaub wegfaellt!
(gelaechter)
ich danke dem controlling, produkt management, strategic planning sowie dem terminologie-team, dem head of creativity, dem cio, francine, dem alten blasemaeulchen und den ganzen anderen pappenheimer fuer die arbeit, die geleistet wurde. ich sage hier bewusst nicht fuer die gute arbeit. ihr selbst wisst warum. das muss ich hier nicht nocheinmal aufwaermen, obwohl jeder von euch weiss, wem wir das zu verdanken haben.
(boese blicke in die richtung von turbo)
mein personelicher dank gilt meiner au pair goettin mercedes. du weisst, wofuer, kleines.
danke auch an den rest der redaktion. ihr seid ueberdurchschnittlich suboptimal.
leider muss ich auch noch bekannt geben, dass wir uns mit sofortiger wirkung von herb, dem praktikanten trennen muessen. fraeulein mettner vom empfang laesst sich nunmal am allerliebsten von herrn mettner in den weichteilen wuehlen. rechtliche schritte behalten wir uns natuerlich vor, auch wenn bei dem traurigen wicht wahrscheinlich nicht viel zu holen sein wird.
(gelaechter)
als kleines dankeschoen duerfen sie heute schon etwas frueher gehen. es gibt ein glas sekt und ein paar schnittchen, wenn sie einen partner haben und er zuhause entsprechendes vorbereitet hat.
auf wiedersehen.
(tosender beifall)

Posted by banana at 07:11 EM | Comments (0)
Februar 06, 2003
because communication sucks

gewoehnlich gut unterrichtete kreise teilten mir mit, dass country music in amerika shitkicker-music genannt wird. weil die immer in so staellen und scheunen aufgefuehrt wird. den rest darf sich jeder selbst denken.
ansonsten werde ich mich heute nicht weiter abfaellig ueber diese art von musik aeussern. das kann ich nur, da ich streng asketisch lebe und dadurch einen unbeugsamen willen habe.
seit drei monaten lebe ich jetzt nach der trennkost+ methode. sie besteht aus der traditionellen trennkost methode, die ich erweitert habe. erweitert um einen bestimmten aspekt, den ich dfc nenne (dynamic food categorization) und eine entspannungsuebung, die ich d17wso nenne (dodge 17 with self-outwitting). dfc erlaubt es mir zur essenszeit, bestimmte komponenten der mahlzeit von der basenbildenden gruppe in die saeurebildende gruppe umzuwidmen. so erreiche ich, dass ich niemals basenbildende nahrung mit saeurebildender nahrung zusammen zu mir nehme. dfc erleichtert es auch, dass oftmals so schwer zu erreichende 80:20 verhaeltnis von basenbildnern zu saeurebildnern zu erreichen. d17wso hilft mir, den schwachsinn tatsaechlich zu glauben. fuer d17wso kommt derzeitig ein katalysator bb++ (in form von einigen flaschen beck's bier) zum einsatz.
die art und weise, wie dsc durchgefuehrt werden muss ist abhaengig vom sternzeichen des essers.
man wird verstehen, dass ich das hier nicht einfach so in die welt bruellen kann, denn trennkost+ muss natuertlich unter strengster aufsicht durchgefuehrt werden, um erkrankungen wie ranzeblitze oder blaehbauch zu vermeiden undsoweiter. sonnenklar, dass da eine saftige bearbeitungsgebuehr zum vielfruchtfleischpreis faellig wird.
trennkost+ hat auch nachteile. ich arbeite noch daran, diese ruecksichtslos auszumerzen. man nimmt leider nicht ab und man fuehlt sich auch nicht besser. ansonsten habe ich aber sehr gute erfahrungen damit gemacht.
noch was - trennkost+ ist leider nichts fuer kinder - aufgrund des zum einsatz kommenden t17wso katalysators bb++! fuer kinder arbeite ich an einer anderen methode. der arbeitstitel lautet oatewbttt (once again the eyes were bigger than the tummy). sie beinhaltet gewisse modifikationen des kinderbaeuchleins unter zuhilfenahme von long dong silvers cockring. aber das nur am rande.
long dong silver und cockring habe ich nur geschrieben, weil ihr komischen typen danach wie bekloppt sucht. willkommen auf dieser seite! ich wuerde natuerlich niemals kinder modifizieren.
im buero tauchte heute eine sales-leute meute auf, die sich wohl zu so einer art klassenfahrt sammelten.
das war vielleicht ein laerm!
die fielen hier ein, wie weiland die horden in mittelasien. komplett von einer akkustischen staubwolke eingehuellt. mit verspielter handyklingel-artillerie, ostentativem verbalsperrfeuer und einer nachhut in form von quietschenden pilotenkofferraedern. pilotenkoffer die das leid tausender fuer die firma runtergerittener kilometer klagten. vergessend, dass sie selbst mit miles bezahlt wurden.
es war die zehnfach verstaerkte schallwellenversion von §§a href="http://www.unitedmedia.com/comics/peanuts/meet_the_gang/meet_pig_pen.html" target="_blank">pigpen§§/a>, wenn ihr wisst, was ich meine.
die abwehr funktionierte so gut, dass ich nicht in der lage war, auch nur zu einem einzigen wort durchzudringen. ich bekam nur mit, dass sie in verschiedenen sprachen sprachen. das schien sie aber nicht weiter zu stoeren. wenn ich ehrlich bin, dann wollte ich auch gar nicht verstehen, was sie sagten.
nach einer viertel stunde zogen sie wieder ab und alles war so schoen ruhig, wie sonst auch.
ich schreibe das hier auch nur des billigen effektes mit der militaermetapher wegen. metaphermetzger: zurueck in die ecke.

Posted by banana at 06:55 EM | Comments (0)
Februar 05, 2003
bis der lehrer pitsch-patsch macht

getern kam eine gute dokumentation im zdf ueber den bombenkrieg. ich bin immer wieder ueberrascht, mit welch guten anschaulichen und griffigen beschreibungen die augenzeugen aufwarten. ein mann berichtete von opfern des feuersturms, die der hitze enfliehen wollten in einen brunnen sprangen. das wasser in dem brunnen kochte aber. die wurden gekocht, wie ein ei sagte der mann. anschaulicher kann man das glaube ich kaum sagen. eine frau sprach von verbrannten leichen. die waren nur noch so gross sagte sie so gross, wie ein brot.
ich weiss nicht, warum man heute nicht mehr auf solche verlgeiche kommt. entweder sprach man damals einfach anders, oder die leute haben schon so oft von den erlebnissen erzaehlt, dass sie irgendwann auf die perfekte berschreibung gekommen sind.
heute habe ich folgenden schoenen text in einem interface handbuch gefunden: the other chapters provide the information which is necessary to customize several modules according to the customer's requirements. these chapters are recommended for programmers only, since they handle all kinds of cryptic structures which have been designed for purposes of automated information processing.
grossartig!
kaept'n iglo war ja erst ein alter sack, dann war er mal ein junger sack (der gut im saft stand) und jetzt ist er wieder ein alter sack. warum? das ist doch die frage. fehlte dem jungen sack die credibility als kapitaen? kam er in seiner komischen kapitaensuniform eher wie der norman bates der meere als wie eine vertrauensperson rueber? nimmt man so einem schicken huebschen kerl nicht ab, dass er sich ausschliessig von fischstaebchen ernaehrt? und was sagen eigentlich die eltern der ganzen kinder dazu?
laut iglos website passt der gestandene kaept'n auf, dass nur 100% reines weissfisch-filet verarbeitet und mit der leckeren goldkruste umhuellt wird.
naja wie ein gestandener kaept'n sah der junge spritzer wirklich nicht aus und wahrscheinlich passt er auch lieber auf, dass ihm keine flotte usche durch die lappen geht, als darauf, dass nur 100% reines weissfisch-filet verarbeitet wird und mit der leckeren goldkruste umhuellt wird.
kaept'n iglo uebernahm uebrigens 1985 das ruder bei den iglo fischstaebchen und seither verbinden Kinder diese einpraegsame werbefigur mit den beliebten fischstaebchen.
wahrscheinlich konnten die kinder mit dem model nichts anfangen und wollten ihren lieben opi wiederhaben.
hoffentlich muessen wir nie lesen: herr iglo muss ins altersheim.
dank stefan raab war ja das traurige ende der suchtschland deucht den stupper sark zu sehen. die presse berichtete ja, dass frau hunziker (die gute) dinge, wie das mache ich nicht mehr mit und das ist peinlich geaeussert hatte. ich hatte ob dieser aeusserung verhaltene sympatie mit frau h. bekundet, allerdings nur unter der voraussetzung, dass sie das wirklich nicht mehr mitmachen wuerde.
aber - wie erwaehnt ich sah den ausschnitt und - abgesehen davon, dass sie nicht das ist peinlich sondern das ist jetzt aber unangenehm. interessant war vor allem, wie sie das sagte. ich hatte nicht den eindruck, dass ihr die psychologische belastung der kandidaten zu hoch sei und sie - gewissermassen - mitleid hatte, sondern eher, als seien rumheulende maennliche teenager etwas unter ihrem niveau.
warscheinlich war ich der einzige, der den eindruck machte, frau h. ist mir dadurch allerdings wieder etwas sympatischer geworden.

Posted by banana at 07:43 EM | Comments (0)
Februar 04, 2003
i don't want the world, i just want your half

wie war das denn damals?
wie war das denn damals? beim julius caesar?
der sass da in hammersbach am limes und unterwarf europa vor sich hin.
das war ein einfaches mission statement!
caesar, erobere europa. unterwirf dir die sausaecke! kloppe alles kaputt! lass mal so richtig die sau raus! zur ehre roms!
nicht so 'ne scheisse, wie man das heute hat. so kompliziert, dass es keiner versteht.
und? wie war das denn damals?
der caesar, der konnte auch nicht einfach so mal in rom anrufen, weil ihm ein furz quer sass.
noehl noehl noehl. geht nicht, kann ich nicht, mir ist kalt, ich habe hunger, aua aua aua. der vercingetorix zickt rum. heul heul. flenn flenn.
so ein reiter von hammersbach nach rom, der war schon mal seine zwei wochen unterwegs. da ueberlegte man sich doppelt, ob man den runterschickt, oder nicht. da musste das schon richtig wichtig sein. und praezise. da konnte man nicht nachfragen wie? operationaler truppenverlust normalverteilt auf die gattungen liegt bei 2.4?
und? ging doch auch!
der caesar kam dann irgendwann zurueck und sagte: so, fertig. gallien ist unterworfen. was machen wir jetzt?
ging doch auch. ohne projektplan, ohne risk-uplift. ohne resource management. ohne roi und nda.
da kann man mal sehen, dass der ganze wahn der modernen zeit bloedsinn ist. staendige erreichbarkeit. plaene. alles ueberfluessig. das erzeugt nur ein rauschen, dessen es nicht bedarf. dieses rauschen. rausch rausch rausch. ueberall.
ebenso ueberfluessig ist doch der §§a href="http://www.amazon.com/exec/obidos/tg/detail/-/B00007EPJ6/ref=segway_tn_left/002-5075733-0764845" target="_blank">segway§§/a>. der segway wird irgendwie alles revolutionieren, was bei drei nicht auf den baeumen ist, so wurde mir unlaengst zugetragen. cool. ein ding, auf dass man sich stellt, damit man nicht mehr laufen muss.
ich hoffe, die tragefaehigkeit des dinges ist hoch genug angesetzt. was amerika - das heimatland der fetten quallen - naemlich bestimmt braucht, ist ein weiteres bewegungsvermeidungsgeraet. dann werden die leute noch fetter. vielleicht gibt es ja bald ein salway xxl oder salway extreme oder salway cargomaster. tragefaehig bis zu 600 pfund. dann kann man leger zum burger joint wabern und erstmal fettrotzig abfruehstuecken. das alles ohne zu laufen! klasse! schoen die kalorien bei sich behalten. hundert rinder schwappen traege im bauch - more than nutricious, quite oleagnious!
die anderen werden dann damit zum joggen rollern. irgendwie ein bisschen bloed.
ach - ich weiss jetzt uebrigens auch, warum die welt suv braucht. damit die hormonstrotzenden protzeltern die suk (sport utility kinderwagen) samt ihrer bekloppten wonneproppen auch unterbringen koennen, wenn sie durch die welt meandrieren in ihrer mission, mir auf den sack zu gehen.
die kinderwagen sind ja mittlerweile so breit, dass sie den ganzen buergersteig einnehmen und laenger, als ein sitz in der first class von cathay pacific. was den suk noch fehlt ist eine kinderbeleuchtungsflutlichtanlage, ein schild, auf das man namen und homepage des kindes eintragen kann, sowie ein soundgenerator, der dauernd bloekt mandy und richie haben get und raus kam ich, ich bin marlon. der kerl da heisst uebrigens sandro. oder so aehnlich hauptsache laut und irgendwie individuell und man nimmt ihr kind als einzigartiges erzeugnis der lenden ihrer eltern wahr.
a propos individuell. die individualitaet von weiblichen akademikerinnen in buerojobs drueckt sich derzeigug durch den teekonsum aus. bei uns in der kueche stehen zu den stosszeiten ungefaehr 20 teekannen. das eine gebraeu abstruser, als das andere. wellnesstee. zimttee. ceylon mischung mit kirschtee. kamille mit kraeuter und pfefferminze. das zeug toetet erst die geschmacksnerven ab, perforiert dann die grosshirnrinde und tauscht sich selbst gegen die koerpereigene lymhe aus. nag nag nag. dann sagen die damen so sachen, wie ich habe schon eingestielt, dass die percentage of completion bei den committeten projects nachzogen wird. kommt alles vom tee. es reicht ja auch nicht, einfachen tee zu trinken, nein, es muss entweder eine moeglichst brechreizeregende kombination aus unterschiedlichsten teesorten sein, oder aber - klassisch englisch - eine auf den punkt gezogene first flusch fluppe aus vorderindien. flugzeugtee nennt man das dann. der erste tee, ganz frisch gepflueckt und mit dem flugzeug eingeflogen. ja, mein gott! was denkt ihr denn, wie der billigtee hier herkommt? arschgeschmuggelt von einem scherpa auf seiner rikscha?
auf den punkt gezogen ist wichtig. hektische betriebsamkeit in der teekueche: *shreek* wie lange zieht der tee schon? fuenfeinhalb minuten?! den kann ich ja gleich wegkippen!
so. mehr habe ich heute eigentlich nicht zu sagen.

Posted by banana at 07:20 EM | Comments (0)
Februar 03, 2003
sod you, you sassy sissy

wenn einem eine frau, die man interessant findet innerhalb von zwei wochen die gleiche geschichte zweimal erzaehlt, dann stehen zwei dinge ziemlich fest:
- sie hat kein interesse an dir
- sie hat nicht gelogen
ist doch auch was!
die wahren cowboys von heute, die harten jungs, die richtig schmufen verraeumer, das sind doch die supermarktparkplatzverwalter.
die fahren souveraen auf ihren umgebauten rasenmaehern mit den einkaufswagensammelgeweih vorne dran ueber den parkplatz, gruessen bald hier, bald dorthin und haben die lage voll im griff. sie bugsieren hunderte von einkaufswagen, die an der spitze der schlange eine maximalabweichung von ungefaehr 50m haben sogar noch am samstag vormittag im aergsten getuemmel ueber den parkplatz, als wuerden sie zuhause mit der autorennbahn spielen. die kennen alle und jeden. und sie lieben ihren traktor und ihre einkaufswagen.
frueher gab es diese sorte cowboy noch gar nicht. die gibt es erst seit ein paar jahren, aber dafuer gibt es sie jetzt ueberall.
neulich dachte ich, da haette sich einer von denen einen einkaufswagen aufgemotzt. der hatte so coole rallye-streifen und eine warnleuchte obendrauf. beim zweiten hinsehen stellte ich dann aber fest, dass es kein aufgemotzter einkaufswagen war, sondern spezialgeraet zum lenken von ineinandergeschobenen einkaufswagen war. das heisst, dass auch der markt schon erkannt hat, dass da eine mark bzw. ein euro zu machen ist.
wie mag wohl die berufsbezeichnung von den kerlen sein? parkplatztraktorist faende ich schon. oder vielleicht shopping cart manager. oder executive trolley administrator. oder mart container logistics engineer.
mal sehen, wann es die ersten wettbewerbe fuer die kerle gibt. so, wie die highland games. da muss man dann einkaufwagen ueber einen hindernisparcour rangieren. alles nur eine frage der zeit. cartboy games. auf jeden fall mit country musik.
und ich hab's mal wieder als erster gewusst.

Posted by banana at 08:25 EM | Comments (0)
Februar 02, 2003
her sentries pass on, that is all

der joseph liebt mett. sagte er zu mir. joseph, das ist ein manager in der firma und mett ist bekanntermassen kleingehacktes rohes fleisch mit gewuerzen.
der joseph, der sollte eine grosse besprechung organisieren, komplett mit raum, beamer und schnittchen.
und das tat er dann auch.
weil der joseph nunmal mett liebt, gab es fast nur mettbroetchen mit zwiebeln. ein paar alibi-salamischrippen waren auch dabei. es gingen sogar geruechte um, dass jemand ein kaesebroetchen gesehen hat. diese geruechte wurden allerdings nicht bestaetigt.
ich persoenlich liebe auch mett, es gibt aber auch einen signifikanten anteil in der bevoelkerung, der diese vorliebe fuer rohes fleisch nicht teilt.
so muemmelte der joseph froehlich ein mettbroetchen nach dem anderen, waehrend der rest des managements etwas pikiert herumstand und unmutig mit den maegen knurrte.
da kann man mal wieder sehen, dass das leben viel schoener ist, wenn man nicht zu viel darueber nachdenkt, was die anderen leute so denken.
manchen leuten ist es einfach egal, wenn sie bei personalgespraechen aus dem hals stinken, wie eine kuh aus dem arsch.
und die ganzen vegetarier, die gehen doch sowieso bald an mangelerscheinungen ein.
man sollte mettbroetchen allerdings nicht zum fruehstueck nach einem saufabend essen. ich habe das einmal gemacht: zwei mettbroetchen und eine flasche mineralwasser (wieso sagt eigentlich keiner mehr sprudel? das ist so ein schoenes wort!).
mir war auf jeden fall schwer erarbeitet uebel und ich hatte einen kater, der sich gewaschen hatte. den sprudel hatte ich ziemlich schnell runtergedrueckt und nun sass ich im auto und ruelpste erstmal von herzen.
ich bereute vieles sehr schnell. von dem gestank wurde mir dermassen schlecht, dass ich beinahe gekotzt haette. es war die art von gestank, die man sehen kann.
deutschland sucht den superstar hat mir doppelt verdruss gebracht. zum ersten, weil die darbietungen der damen und herren dermassen schlecht waren, dass man mit sicherheit sagen kann, dass diese suche nach dem superstar wohl erfolglos bleiben wird. zum zweiten, weil ich das vom-sofa-fallen und rumweinen von dem einen pausenclown nicht gesehen habe.
die frau hunziker hat sachen gesagt, die sie mir richtig sympatisch machten: das mache ich nicht mehr mit und das ist peinlich. natuerlich macht sie das noch mit. ob es peinlich war, dass kann ich nicht beurteilen, weil ich es nicht gesehen habe. das, was ich bis ca. 22:30h gesehen habe, war es aber.
zur wahl in hessen sage ich mal nichts. das war ja wohl klar. aber dass es gleich die absoulte mehrheit sein musste, dass ist schon erstaunlich.
zum absturz der raumfaehre sage ich auch nichts. ich wollte gestern die rhetorische frage stellen, wann wohl die ersten wrackteile auf ebay auftauchen wuerden. gestern waere das noch geschmacklos gewesen, heute ist es nicht mehr geschmacklos, weil sie natuerlich heute dort aufgetaucht sind.
toll und danke, danke, vielen dank, liebe mitmenschen. ihr seid wirklich unvergleichlich.

Posted by banana at 08:50 EM | Comments (0)
Februar 01, 2003
ein salat darf nie mit nudeln sein

...denn das raecht sich bitterlich. singt herr regener. damit geht er mit einem freund von mir konform, der nudelsalat - in anlehnung daran, dass er auf einer bestimmten art von feiern mit vorliebe serviert wird - bauernsalat nennt.
da faellt mir ein, dass mir die volksbank noch was schuldig ist. damals in der grundschule gab es einen malwettbewerb. das thema weiss ich nicht mehr, irgendetwas, mit dem ich nichts anfangen konnte. wahrscheinlich ging es mal wieder ums geld. mein groesster wunsch oder so eine scheisse.
ich malte ein schwimmbad mit kindern, ferngesteuerten botten und so einem kram. alle anderen kinder malten auch aehnlichen schwachsinn.
nach ein paar wochen bekamen alle kinder einen trostpreis: ein flasches stueck gold an einer kette. zum um den hals haengen. alle kinder? ja. alle kinder ausser mir. ich bekam gar nichts. nix, zip, nada.
wegen tumber kreativitaetslosigkeit und abwesenheit jeglicher handwerks- und kunstfertigkeit hatten alle kinderchen muellbilder gemalt. meines war etwas besser als die anderen. es wurde im schaufenster der volksbank ausgestellt. da waren noch zwei andere, die waren aber auch schlechter als meins.
mein bild wurde ausgestellt, das war mir egal, aber dafuer bekam ich kein falsches goldstueck. nackt war mein hals, waehrend alle anderen vollsponcks die naechsten wochen mit diesem wertlosen tand um den hals rumliefen und sich toll vorkamen.
ich schaezte mal, mein bild sollte irgendwie weiterkommen oder so, und wahrscheinlich hatte ich anrecht auf einen viel tolleren preis, als schnoeden halsschmuck. vielleicht ein buch, einen richtigen goldbarren, ein haus oder ein auto.
bis heute habe ich keinen preis gekriegt. die volksbank ist mir also noch was schuldig.
wahrscheinlich hat damals irgendein mueder langweiler im ersten banklehrjahr das schaufenster aufgeraeumt und die drei kunstwerke weggeschmissen. naja. ist nicht mehr zu aendern.
der heutige tag wurde durch zwei blicke gerettet. der erste war der stimmungsaufhellende augenfunkelblick der emsigen huebschen buchhaendlerin (ja, ich habe mir endlich stupid white men gekauft). der andere blick war der des getraenkehaendlers. ich betrat den getraenkemarkt mit zwei leeren bierkisten und zwei leeren aepplerkisten und verlies den markt mit einer kiste staatl. fachingen. der typ hat doch wirklich mit dem kopf geschuettelt. richtiggehend unhoeflich finde ich das!
ein weiterer positiver aspekt des heutigen tages war, dass ich 85eur fuer eine hose ausgegeben habe. das ist ein gutes gefuehl.
§§a href="http://www.neoscientists.org/~cmuehlan/spackonauten/liebe_trudl.txt">hier§§/a> gibt es meinen lieblings-sketch von polt.

Posted by banana at 06:31 EM | Comments (0)
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