Dienstag 14 Mai, 2013
Werbung ist, wenn es blinkt und hüpft

Die Nachrichtenseite so "Ey, schalt mal bitte den Werbeblocker aus. Wir brauchen das Geld. Und wir zeigen auch keine Werbung, die blinkt und hüpft".
Ich so: *schalt den Werbeblocker aus*
Die Nachrichtenseite so: *blink und hüpf*

Neenee, so wird das nix.

Posted by banana um 12:02 (Link) | 24 Kommentare

Freitag 10 Mai, 2013
Runter mit dem Tempo

Da haben wir sie wieder, die Debatte über ein Tempolimit auf der Autobahn. Naja, eigentlich ist die Debatte ja schon wieder vorbei. Und eigentlich war es auch gar keine Debatte. Der Sigi hat kurz mal was gesagt und dann hat er gleich einen vor den Latzi bekommen. Irgendwie merkwürdig, weil doch jeder wissen sollte, dass man hier in diesem unseren Lande keine Wahl gewinnt, wenn man ein Tempolimit einführen will.
Aber wir regen uns über die Amis und ihr Wummenizing auf. Ist doch das gleiche in grün: Eine Änderung wäre besser, es gibt belegbare Gründe für eine Änderung, aber geändert wird trotzdem nichts. Da kochen dann gleich die Emotionen hoch.
Ich persönlich fahre lieber in Ländern Auto, die ein Tempolimit haben. Natürlich nur so lange sie nicht auf der linken Seite fahren. In den USA zum Beispiel fährt es sich wesentlich angenehmer, als bei uns. In Frankreich auch. Das liegt aber auch vielleicht nicht am Tempolimit, sondern, dass die Leute sich im Straßenverkehr da weniger arschlochartig verhalten. Kann auch sein. Fest steht aber, dass einem da niemand mit Lichthupe und zwei Meter Abstand am Heck hängt.
Aber wahrscheinlich will ich irgendwen da nur auf mein mittelmäßiges Tempo einbremsen. Ja, so wird es sein. Weil uns die Leute mit dem überduchschnittlichen Tempo ja auch schon so weit gebracht haben. Denn bedenke: Wer langsam reit' kommt gleich so weit!

Posted by banana um 12:33 (Link) | 4 Kommentare

Mittwoch 08 Mai, 2013
Bei der Vogelschau in England.

Ich war in England. Sonst ist nicht so viel passiert. Natürlich ist eine Menge passiert, aber nicht mir. Doch eigentlich ist mir auch eine Menge passiert, aber nichts, was hier oder generell von Interesse gewesen wäre. Manche Sachen müssen einfach sehr geheim bleiben, aus privaten oder rechtlichen oder moralischen oder sonstigen Gründen.
England finde ich ganz ok. Manchmal ist es etwas seltsam in England, wenn die Einheimischen einen verstehen, man sie aber wiederum nicht versteht. Aber man gewöhnt sich dran. Einfach immer lachen hat sich allerdings nicht als probate Strategie erwiesen. Da wird man dann manchmal sehr merkwürdig angeschaut aber es kam eigentlich nie zu Handgreiflichkeiten.
Was ich in England sehr unpraktisch finde, sind die getrennten Hähne für kaltes und warmes Wasser im Handwaschbecken. Ich bin sicher, dass dahinter ein Sinn und eine Zweckmässigkeit steckt, aber ich gebe zu: Sie erschließt sich mir nicht. Wenn ich spekulieren müsste, dann würde ich auf Kneipp'sches Wechselwaschen tippen. Belege dafür habe ich allerdings nicht gefunden. Es bleibt ein enigmatisches Rätsel. Oder ein Fall von "das machen wir immer so".
Sehr schön war eine Vogelschau, die ich mir angeschaut habe. Bestimmt gab es auch andere schöne Vogelschauen, aber die habe ich mir nicht angeschaut und so kann ich dazu nichts sagen. Hätte ich Kenntnis von diesen Vogelschauen gehabt, dann hätte ich sie mir auch angeschaut, zumindest, wenn das mit vertretbarem Aufwand möglich gewesen wäre, aber das war es nicht und so blieb es bei der einen.
Es fing mit einer weissen Eule an. Sie wurde mit Körperteilen von toten Hühnerkücken dazu überredet, Kunsttücke zu machen. Sie flog durch die Reihen der Zuschauer und war dabei sehr leise. Mir sind leise Dinge sehr lieb, da ich ein großer Freund der Stille bin und so war mir diese Eule gleich sympathisch. Ich habe sie bei Facebook gesucht aber nicht gefunden, sonst hätte ich ihr eine Freundschaftsanfrage geschickt.
Danach kam ein größerer Vogel. Er landete aus Versehen auf dem Kopf von einem Mann und schlug ihm dabei die Krallen in die Kopfschwarte. Der Mann war Brite und versuchte es deswegen mit Humor zu nehmen, aber man konnte sehen, dass es ganz schön weh getan haben muss. Jetzt weiss der Mann mal, wie das ist, wenn man nicht am oberen Ende der Nahrungskette steht. Ich glaube aber nicht, dass der Adler den Mann hätte essen können. Es war ja auch nur ein Versehen mit dem Landen. Der Adler hat sich übrigens nichts anmerken lassen, aber er war nur ein Anfänger. Das sagte der Mann dann zur Erklärung.
Danach kam ein kleiner Vogel geflogen. Es war ein Hühnerhabicht. Der Hühnerhabicht war irgendwie ziemlich sauer vom Aussehen her. Trotzdem riss er die ihm angebotenen Hühner mit großen Engagement. Da staunte das liebe Federvieh aber nicht schlecht, als es in die Lüfte gerissen und dann mit einem Hapf verspeist wurde. Ich glaube, Hühner sind nicht so große Fans von Greifvögeln.
Als letzter Showvogel kam ein Kondor. Er war sehr groß und zog majestätitsch seine Kreise über der Arena. Sein Gesang war nicht so schön, aber so ein Kondor braucht keinen schönen Gesang um zu überzeugen. Er lässt Taten sprechen.
Als Höhepunkt wurde einem Mann eine tote Pute über den Kopf gezogen, so dass er aussah, wie der ebenfalls britische Mister Bean. So stand er dann da in der Mitte der Arena und man konnte nicht so richtig sehen, was er davon hielt, denn sein Gesicht war ja von dem toten Geflügel verdeckt.
Der Kondor machte einen Sturzflug und klaubte dem Mann die Pute vom Kopf. Da staunte der Mann aber nicht schlecht! Vielleicht war er auch nur geblendet, weil es in der Pute ja dunkel gewesen war.
Ich klatschte.
Die Eule hat mir aber trotzdem besser gefallen, weil sie nicht so dick aufgetragen hat.

Posted by banana um 11:15 (Link) | 10 Kommentare

copyright by banana and /neoscientists | neoscientists