Freitag 03 Juli, 2009
I fell in love with some Pedro

Dieses ganze Gerede über das Internet als rechtsfreier Raum macht mich ganz kirre. Heute habe ich statt "Was sich ab heute für Verbraucher alles ändert" gelesen "Was sich ab heute für Verbrecher alles ändert". Aber wir sind ja nicht alles Verbrecher, wir Onlinecommunity-Benutzer, wir. Nur ungefähr die Hälfte. Ich scheine aber ein ganz schön schlechtes Gewissen zu haben und irgend eines meines Iche funkt meinem Dasein irgendwelche falschen Vibes rüber. Funk, funk, funk. Play that funky musik, white boy.
Wäre aber mal ein schöner Service für Verbrecher. Die haben es ja auch nicht leicht, die Verbrecher, Gelichter, Ganoven, Banditen.
Unter anderem gibt es folgende Änderung: Vom Mobiltelefon aus können Notfallnummern nur noch bei eingelegter, gültiger SIM-Karte angerufen werden. Das hat man gemacht, weil der Missbrauch dieser Funktion zu viele Kosten verursacht hat.
Jetzt weiss ich nicht, worüber ich mehr den Kopf schütteln soll, darüber, dass man sowas einfach abschafft und eventuell Leute in Not bringt oder über die ganzen Vollidioten, die offenbar dauernd die 110 und die 112 von Handys ohne SIM-Karte aus angerufen haben. Es gibt Sachen, die sind wirklich ausserordentlich erstaunlich. Andererseits: Wer rennt schon rum und kommt in Not und hat ein Handy ohne gültige SIM-Karte mit dabei. Vielleicht ein Handyman?
Mein Mausdaumen macht mir etwas Sorgen und ich frage mich, ob ich da wohl der Einzige bin, der diesen Sorgenherd hat.
Mein Mausdaumen ist der Daumen, der die Maus hält, also die Computer-Maus meine ich natürlich. Welche Maus könnte ich auch sonst meinen?
Die Daumenkuppe hat praktisch permanent Kontakt mit der Maus und dadurch schwitzt die Daumenkuppe. Durch die ständige Feuchtigkeit wird die Daumenkuppe total weich und wobbi. Da mache ich mir Sorgen. Ich weiss aber auch gar nicht, was ich da machen könnte. Ich kann meine Sorgen noch nichteinmal anständig artikulieren. Ei, das ist schlimm. Vielleicht versteht mich ja jemand und vielleicht kann jemand mit meine Sorgen nehmen?

Posted by banana um 11:12 (Link) | 2 Kommentare

Dienstag 30 Juni, 2009
Stein, Holz, Stein, Holz, Stein

Natürlich geht die Sterbung von Michael Jackson auch an mir nicht spurlos vorbei. Ich habe ein Gedicht geschrieben:

Stein, Holz, Stein, Holz, Stein.
Das muss ein Big Mäc aus Stein und Holz sein.

Das Gedicht hätte ich aber auch geschrieben, wenn Michael Jackson nicht gestorben wäre. Es sterben ja auch viele andere Menschen (noch) nicht und ich habe das Gedicht trotzdem geschrieben. Ich bin ein großer Freund der Gerechtigkeit, der Gleichberechtigung und des gleichen Rechtes für alle. Und von rechts vor links. Und pro Kreisverkehr!
Ich mag ja Leute, die Deutsch lernen. Man kann sie dann so schön ratlos anschauen, wenn sie etwas auf Deutsch sagen und von dem sie nicht sicher sind, das es richtig war. Obwohl man es eigentlich verstanden hat.
Ich mache das wirklich sehr gerne. Nur mal so als Tip.
Wie kommt es eigentlich, dass sich die meisten Leute, die mit der alten Rechtschreibung aufgewachsen sind, dagegen sträuben, "Tip" mit zwei "p" zu schreiben. Und Stop mit zwei p zu schreiben. Liegt es an dem Buchstaben P, an seiner geheimen Kraft und seiner hämogloböhnen Ausstrahlung? Fragen über Fragen. Und werden sich die Leute nicht wundern, dass das Stopschild im Straßenverkehr mit einem P und das Kinderporno Stopschild im Internetz mit zwei P geschrieben wird? Sollte man nicht eigentlich alle Straßenschilder einsammeln und mit einem zweiten P versehen? Könnte man doch jetzt schön machen, wo eh jeder Geld in den Arsch geblasen bekommt.
Stop(p)! Hämatom.
Zurück zu denen, die so lustig Deutsch reden. Mit einem britischen Kollegen gehe ich zum Squash spielen. Er fragt mich, ob ich auch eine Rakete habe. Ist das nicht drollig? Gemeint hat er natürlich den Schläger, der heisst ja Racket auf Englisch. Wie jeder von Euch Lampen natürlich weiss. Ich habe ihn erst ratlos angeschaut, als er von der Rakete erzählt hat und dann habe ich ihn belehrt, dass es "Schläger" heisst. Er könne aber auch ruhig "Racket" sagen, habe ich gesagt. Wir coolen Leute sagen nämlich "Racket".
Ach ja, diese Neudeutschen sind wirklich sehr unterhaltsam. Schön fand ich auch den Ausdruck "Eierlegende Vollmilchsau" oder die "Hugo Notten Halle". Das war schon ein dufter Typ, dieser Hugo Notten, der ist weit rumgekommen. Muss ein Bekannter von Timo Beil gewesen sein.

Was kann ich noch?
Achso: Ich zitiere aus der Wikipedie und zwar aus dem Artikel über Hannah Montana:
*schnipp*
Über dieses Doppelleben sind nur ihr Vater, ihr Bruder, ihre Großmutter, ihre Patentante Dolly, ihr Onkel Earl, ihre Cousine Louan, ihr Bodyguard Roxy, ihr ehemaliger Freund Jake Ryan, ihre zwei besten Freunde Oliver und Lilly, deren Mutter und ein ehemaliger Designer informiert.
*schnapp*

(Hervorhebung von mir)
Nur?! Wenn ich ein Doppelleben führen würde über das derart viele Menschen informiert sind, dann würde ich bestimmt ernsthafte Panikattacken bekommen.

Posted by banana um 20:12 (Link) | 7 Kommentare

Montag 29 Juni, 2009
Entenbrust und Polenta

Lustige Bilder Wochen in der Allee der Spackonauten. Hier, wo die Ohren Wände haben. Hier, wo alles muss und nichts kann. Hier, wo die Seerosen den jungen Tag begrüßen, als wollten sie sagen "Guten Morgen, liebe Sorgen, seid ihr auch schon alle da, habt ihr auch so gut geschlafen na dann ist ja alles klar".
Das Schild da oben habe ich bei der Achterbahn "El Toro" im Forellenhof Plohn fotografiert und aus einem Mangel an Platz und einem Übermaß an Blödheit nicht komplett auf das Bild bekommen. (El Toro ist übrigens eine sehr schöne Holzachterbahn und der Forellenhof Plohn ist ein sehr netter Park).
Auf dem Schild steht, dass Kinder von 6 bis 8 Jahren nur in Bekleidung eines neben ihnen sitzenden Erwachsenen mitfahren dürfen.
Mmh. Das wirft mal wieder einige Fragen auf.
Muss der Erwachsene dann nackt mitfahren, weil er dem Kind seine Bekleidung überlassen muss? An dieser Stelle wurde schon oft versucht, der Frage auf den Grund zu gehen, warum viele Leute gerne gewisse Dinge nackt machen und wir sind noch nicht zu einer zufriedenstellenden Antwort gelangt. Es gibt durchaus auch Leute, die gerne nackt in der Achterbahn fahren, aus welchen Gründen auch immer, und zwar vor allem in England. Dennoch finde ich, man sollte nicht dazu gezwungen werden, schon gar nicht, wenn man neben einem Kind fährt, das man eventuell gar nicht so gut kennt. Es kommt ja immer wieder mal vor, dass sich so ein Kind neben einen setzt und das wäre dann doch sehr unangenehm. Vor allem wäre man der Gefahr ausgesetzt, dass irgendeine Familienministerin dahergelaufen kommt und einen hinter einem Stopp-Schild versteckt.
Für diese Interpretation des Schildes (also der Schildes auf dem Foto, nicht des Stopp-Schildes) spricht allerdings, dass dann der Eigentumsnachweis der Bekleidung relativ einfach zu erbringen wäre. Man (Erwachsener und Kind) begibt sich gemeinsam bekleidet in die Station, der Erwachsene zieht sich vor den Augen des Personals aus und übergibt dem Kind seine Bekleidung, die dieses sodann anlegt. Somit wäre eindeutig geklärt, dass es sich tatsächlich um die Bekleidung des neben ihm fahrenden Erwachsenen handelt. Ansonsten könnte ja jeder Erwachsene die Bekleidung eines x-beliebigen Menschen mitbringen, in der das Kind dann fahren würde. Das wäre natürlich laut Beschilderung nicht zulässig, steht doch eindeutig dort, dass es sich um die Bekleidung des neben ihm sitzenden Erwachsenen handeln muss.
Um den Regeln gerecht zu werden könnte der Erwachsene vielleicht ein Foto zeigen, dass ihn in der Bekleidung zeigt. Das würde auf jeden Fall Zeit gegenüber dem Kleidertausch in der Station sparen und so die Wartezeiten verkürzen und den Durchsatz erhöhen, was sicherlich im Sinne der anderen Fahrgäste wäre.
Ich bin also eindeutig für die zweite Variante: Mitgebrachte Kleidung gilt auch.
Schon allein, weil ich nicht gerne auf Achterbahnsitzen fahre, auf denen vorher jemand mit seinem nackten Popo gesessen hat.

Posted by banana um 17:33 (Link) | 0 Kommentare

Freitag 26 Juni, 2009
Bitte großzügig steichen

Ich glaube, sowas nennt man im Moment "URL FAIL".

Posted by banana um 18:48 (Link) | 11 Kommentare

If I can make it there I'll make it anywhere

Hat eingentlich schon jemand wissenschaftlich untersucht, warum die eigene Muttersprache leidet, wenn man mit einem Menschen spricht, dessen Muttersprache eine andere ist?
Ich kann es wirklich niemandem übel nehmen, der nicht besonders gut Deutsch sprechen kann. Zumindest nicht, wenn er erst ein, zwei Jahre in diesem, unserem Lamnde lebt.
Wenn man zum Beispiel englischer Mutterspracher ist, warum, the fuck, sollte man dann Deutsch lernen? Spricht doch eh fast jeder Englisch, hier. Und viele Deutsche geben den Englischsprechern auch überhaupt keine Chance, Deutsch zu lernen, weil sie freiwillig in vorauseilendem Gehorsam drauflos radebrechen what the stuff holds.
Ich bin da natürlich anders, denn ich bin super. Ich spreche mit den English Natives auf Deutsch, obwohl ich natürlich perfekt Englisch spreche und zwar von a bis z, von Nord bis Süd und von Oxford bis Seattle, denn ich will den armen Käuzen ja nicht die Chance nehmen, noch etwas dazuzulernen.
Ich lasse sie aussprechen und verbessere die Lernwilligen auch ausführlich, nachdem sie ihr Kauderwelsch fertiggestammelt haben. Ich bin ja nicht so. Dann dürfen sie es nochmal sagen und wenn es wieder falsch ist, dann wird Pitsch-Patsch gemacht. Aber markig!
Was ich aber leider bemerken musste und was mein kleines Herz mit einer dicken Bohnensuppe aus Traurigkeit mit in heisser Leidenschaft angebratenem Zwiespalt füllt, ist, dass meine eigene Muttersprache leidet, wenn ich mit diesen Leuten rede.
Ich fange dann nämlich an, auf mein Gehirn auf Englisch umzuschalten und da die Worte nur der fahrige Vorhang vor der säulenschweren Syntax ist, denke ich in Englischen Satzstrukturen, Idiomen, Bildern und sowas und dann fange ich an, diese Gebilde ins Deutsche zu übersetzen und das, was dann aus meinem Mund kommt, hört sich ungefähr so Deutsch an, was diese Möchtegernedeutschsprecher mir als solches verkaufen möchten. Wie sollen die denn dann noch etwas von mir lernen.
Ich führe dies auf meine tiefe Demut, meine pantheistischen Grundeinstellung und auf meine weiche Birne zurück. Ich frage mich aber stets: Muss das sein? Habe ich überhaupt einen freien Willen? Wer wollte, dass ich gerade jetzt hier bin? Was ist Zeit?
Und auf die Dauer hilft wirklich nur Power.

Posted by banana um 07:38 (Link) | 5 Kommentare

Freitag 19 Juni, 2009
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